Die beste Ernährung für Babys

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Sönke und ich wurden schon öfters per E-Mails und in Kommentaren gefragt, wie wir unsere kleine Tochter (jetzt 10 Monate alt) ernähren. Daher starten wir jetzt eine neue Artikelserie, in der wir über unsere Erfahrung zum Stillen, Beikost und später Kinderernährung berichten wollen. Bestimmt gibt es zukünftig dann auch mehr kindertaugliche vollwertige Rezepte auf unserem Blog zu finden.

Aber fangen wir ganz von vorne an: Unsere Tochter Melissa habe ich die ersten Monate ausschließlich gestillt.
Stillen

Muttermilch – die beste Ernährung fürs Baby

Wir Menschen sind Säugetiere und Muttermilch ist unbestritten die beste Ernährung fürs Baby im ersten Lebensjahr. Muttermilch ist eine wunderbare, faszinierende Einrichtung der Natur und genau auf die Bedürfnisse eines Babys abgestimmt. Je nachdem, was das Baby gerade braucht, verändert sich sogar die Zusammensetzung der Muttermilch.

Muttermilch enthält zudem Abwehr- und Schutzstoffe (Antikörper), die ein Kind vor Krankheiten schützen. Dabei ist gar kein geheimnisvoller Mechanismus am Werk. Schließlich sind Mama und Baby meist zusammen und dadurch den gleichen Krankheitserregern ausgesetzt. Das Immunsystem der Mama reagiert auf diese mit einer Antikörperproduktion, welche sich dann in ihrem Körper verteilen. Natürlich gehen diese Antikörper auch in die Milch über und werden vom Baby beim Trinken aufgenommen.

Sogar der Geschmack der Muttermilch soll sich je nach Ernährung der Mama ändern. Wenn sich die Mama also abwechslungsreich ernährt, stehen die Chancen gut, dass das Baby an viele Geschmacksrichtungen und damit Speisen gewöhnt wird. Das hat die Natur sehr praktisch eingerichtet, denn so weiß das kleine Kind später, was es essen darf. Geschmäcker, die es nicht kennt, werden eher gemieden.

Diese wichtigen Funktionen von Muttermilch sind heute unbestritten und werden daher in vielen Broschüren zum Thema Stillen aufgeführt. Mit keiner Ersatzmilch lassen sich diese vielen positiven Effekte so gut erreichen wie mit Muttermilch.

Ein etwas schwieriger Stillstart

Während der Schwangerschaft habe ich mir nicht so viel Gedanken zum Thema Stillen gemacht. Mir war zwar klar, dass ich wegen der vielen Vorteile gerne stillen möchte. Viel auseinandergesetzt habe ich mich aber nicht wirklich damit. Ich dachte: Das wird schon automatisch klappen.

Mein Stillstart war leider überhaupt nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die ersten Tagen hatte ich mit wunden, schmerzenden Brustwarzen zu kämpfen. Auch der starke Milcheinschuss und die Nachwehen beim Stillen waren ziemlich fies. Das Stillen hat dadurch höllisch weh getan und ich war schon ziemlich verzweifelt. Dadurch spielte ich ernsthaft mit dem Gedanken das Stillen abzubrechen, obwohl das vorher keine Option gewesen war.

Was die Schmerzen sicher noch verschlimmert hat, war dass mein Töchterchen vom ersten Tag an eine ziemlich Ausdauer beim Saugen hatte und dadurch zu viel und zu lange an meiner Brust genuckelt hat. Zudem hatte ich zunächst vermutlich nicht die richtige Anlegetechnik verwendet.

Aber ich war froh durch meine Hausgeburt von Anfang an zu Hause zu sein und dort ganz in Ruhe die Anlaufschwierigkeiten zu meistern. Über die wertvollen Tipps meiner Hebammen war ich sehr dankbar. Auch Sönke hat mich unterstützt und bspw. im Internet bebilderte Stillpositionen recherchiert und mich getröstet. Meine wunden Brustwarzen habe ich mit Salbe (Brustpflegecreme von Ingeborg Stadelmann), Weißkohlauflagen und Muttermilch behandelt.

Nach ca. einer Woche hatte sich das Stillen wunderbar eingespielt und ich konnte zum Glück schmerzfrei und ohne Angst stillen.

Stillen nach Bedarf

Ich habe Melissa von Anfang an nach Bedarf gestillt bzw. stille sie immer noch nach Bedarf. Das bedeutet, dass ich sie nicht nach festgelegten Uhrzeiten oder in starren zeitlichen Abständen stille, sondern einfach wenn sie Hunger hat. Dadurch bestimmt Melissa selber, wann und wie viel sie trinken möchte.

Zugegeben die ersten Wochen habe ich manche Tage gefühlt “nur” mit Stillen und Windeln wechseln verbracht. Das Windeln wechseln war bei uns auch öfter notwendig, da wir uns für Stoffwindeln entschieden hatten. Tagsüber hatten wir zunächst einen ungefähren Stillabstand von 1,5 bis 2 Stunden. Über die Zeit sind die Stillabstände ganz automatisch größer geworden.

Tagsüber war Melissa recht hungrig und hat mich oft in Beschlag genommen, dafür hat sie nachts prima geschlafen. Dann lag der Stillabstand meist zwischen 4 und 7 Stunden. Als Melissa gerade einmal 4 Tage alt war, hat sie ganze 7 Stunden durchgeschlafen. Nur Sönke und ich haben fast kein Auge zu bekommen, weil wir sie die ganze Zeit beobachtet haben, ob sie wirklich noch atmet… Unsere Hebamme meinte dazu: So lange sie gut zu nimmt, sind längere Stillpausen in der Nacht in Ordnung.

Mit drei Monaten hat Melissa sogar ein paar Nächte komplett durchgeschlafen, aber das hat sie seitdem leider wieder aufgegeben und es gab auch vereinzelte Nächte, wo sie jede Stunde gestillt werden wollte… Momentan schläft sie abends zwischen 21 und 22 Uhr ein und hat meist am frühen Morgen zwischen 4 und 6 Uhr das erste Mal Hunger.

Melissa schläft übrigens direkt bei uns im Bett, so kann ich sie ohne Aufstehen stillen. Anfangs habe ich mir noch gedämmtes Licht angemacht und mich zum Stillen hingesetzt. Mittlerweile klappt Stillen auch liegend und im Halbschlaf 😉 .

Zu viel Milch!?

Während der Schwangerschaft habe ich mir ein paar Mal Gedanken gemacht, ob die Menge meiner Muttermilch reichen wird, schließlich besitze ich nicht sooo viel Oberweite. Diese Sorge war aber zum Glück total unbegründet. Am Anfang hatte ich sogar viel zu viel Milch und hätte locker mehrere Babys versorgen können.

Zunächst sprudelte die Milch beim Stillen auch noch aus der Brust, an der Melissa gar nicht saugte. Von meiner Hebamme habe ich daher eine Milchauffangschale bekommen, mit der ich die Milch auffangen konnte (teilweise ein Honigglas pro Tag!). Diese zusätzliche Milch haben wir erstmal eingefroren.

Mit der Zeit hat sich die Milchmenge von alleine reguliert und ich brauchte keine Milch mehr auffangen. Unsere eingefrorenen Milchvorräte haben wir dann für Melissa zum Baden verwendet. Einmal die Woche saß sie mit großer Freude in ihrem Badeeimer und genoß ihr “Cleopatra Bad” verfeinert mit Muttermilch und einem kleinen Schuss Mandelöl.

Die verfügbare Milchmenge richtet sich übrigens nach Angebot und Nachfrage. Wenn zu wenig da ist, soll es helfen das Baby öfters anzulegen. Dann erhöht sich die Milchmenge automatisch.

Was esse ich in der Stillzeit?

Anfangs habe ich den Energieaufwand fürs Stillen total unterschätzt und recht stark abgenommen. Nach acht Wochen hatte ich das gleiche Gewicht wie vor meiner Schwangerschaft und danach sind die Pfunde leider weitergepurzelt. Vorteil war, dass ich mich nicht wie viele Mütter quälen musste um hartnäckige, überflüssige Schwangerschaftspfunde wieder loszuwerden 😉 .

Mein Fehler war, dass ich zunächst einfach zu wenig gegessen hatte. Es war beispielsweise keine gute Idee das Mittagessen ausfallen zu lassen oder in den Nachmittag zu verschieben. An manchen hektischen Tage hätte ich mir einen vollwertigen Lieferservice für Mamas gewünscht…

Mittlerweile habe ich mich an die ungewohnt riesigen Essensmengen gewöhnt, esse regelmäßig und halte mein Gewicht. Neben einem reichhaltigen Frühstück, Mittagessen und Abendessen esse ich über den Tag verteilt zwei bis drei Zwischenmahlzeiten (z. B. Obst mit Nüssen, grüne Smoothies, selbst gebackene Brötchen, Eis, “heiße” Schokolade, Hafer-Dinkel-Kekse…).

Auch mein Frühstück habe ich gepimpt. Eine typische Frühstücksportion besteht momentan z.B. aus 40 g über Nacht eingeweichtem Buchweizen, 40 g frisch geflockten Haferflocken, frischem Obst (wie eine Banane, ein Apfel, ½ Mango), einem Schwung Chia- und geschälten Hanfsamen, selbst hergestellter Mandelmilch (aus einem 1 EL Mandelpüree), gehackten Mandeln und das Ganze an manchen Tagen noch mit rohen Kakaonibs bestreut. Extrem lecker und gut sättigend!

Außerdem versuche ich viele naturbelassene Fette in meinen Speiseplan zu integrieren z.B. in Form von Avocados und nativem Kokosöl.

Essenseinschränkungen in der Stillzeit?

Was wunderbar ist, dass Melissa bislang keinerlei Koliken oder sonstige Bauchschmerzen hatte, egal was ich gegessen habe. Auch Knoblauch, Kohl und Hulsenfrüchte kann ich problemlos essen. Melissa hat vor allem in den ersten Wochen mal gepupst, aber wir hatten nicht den Eindruck, dass ihr das Luft heraus lassen irgendwelche Beschwerden gemacht hat. Nur Heidelbeeren musste ich aus meiner Ernährung streichen. Nach deren Verzehr hatte Melissa jedesmal einen wunden Po, obwohl wir sonst damit keine Probleme haben.

Melissa ging es von Anfang an blendend. Sie ist in den ersten 8 Wochen 10 cm und im ersten halben Jahr 21 cm gewachsen. Kein Wunder, dass ich in der Zeit so abgenommen habe 😉 .

Fazit und Ausblick

Ich bin sehr froh, dass ich trotz der Startschwierigkeiten mit dem Stillen durchgehalten habe. Denn Stillen ist nicht nur Nahrung, sondern auch ganz viel Nähe, Kuscheleinheit und die beste Einschlafhilfe. Über die Zeit konnte ich das Stillen immer mehr genießen und hatte bislang auch mit keinerlei Problemen wie Milchstau etc. zu kämpfen.

Sönke und ich konnten von Anfang an mit Melissa Ausflüge unternehmen, denn ich hatte ja immer wohltemperiert ihre Nahrung dabei. So waren wir z. B. in Amsterdam bei einem Kochkurs als Melissa gerade mal 4,5 Monate alt war. Zum dezenten Stillen besonders für Unterwegs finde ich spezielle Still-Shirts super praktisch. So muss ich mich nicht allzu frei machen 😉 .

Jetzt mit 10 Monaten wird Melissa immer noch gestillt, jedoch nicht mehr voll. Ich habe mir keine Frist gesetzt, wie lange ich sie noch stillen werde. Das werde ich einfach auf mich zu kommen lassen.

Mein Rat: Bei Stillschwierigkeiten sollte ihr euch unbedingt Hilfe suchen und nicht vorschnell oder zu früh aufgeben. Ich war total froh, dass ich meine Hebammen fragen und sie mir wertvolle Tipps geben konnten. Zudem gibt es Stillberatungen und Stillberaterinnen z. B. von der La Leche Liga und der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen. Auch so genannte Stilltreffs sind eine gute Anlaufstelle bei Stillproblemen.

Sehr viele Tipps nicht nur zum Stillen findet ihr bspw. im Buch „Die Hebammensprechstunde“ (Amazon-Link) von Ingeborg Stadelmann.

Als gute Online-Informationsquellen fand ich bzw. finde ich die Artikel von den Blogs Stillkinder, Nestling und das Forum “Stillen und Tragen” hilfreich.

Über unsere Erfahrungen, wie wir unsere Tochter an andere Nahrung außer Muttermilch in Form von Beikost (nicht Breikost) heranführen, werden wir demnächst berichten. Eure Fragen beantworte ich gerne in den Kommentaren.

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23 Kommentare

  1. Hallo!
    Danke für diesen interessanten Beitrag! Ich bin gerade selbst in der 16. Woche schwanger und deshalb interessiere ich mich für alles, was ihr hier auf der Seite über Schwangerschaft, Stillen usw. schreibt. Ich möchte auuch eine Hausgeburt machen, hab aber irgendwie Schiss vor der Geburt. Es gibt so viele Horrorgeschichten….Aber vor der Entbindung in der Klinik hätte ich noch mehr Angst-das ist ja so eine intime Situation, kann mir das nicht mit völlig fremden Helfern vorstellen, die womöglich auch noch Schichtwechsel haben….Ernährungsmäßig versuche ich es so konsequent es geht vollwertig durchzuziehen, schaffe es aber nicht immer, da ich manchmal so Lust auf Schokolade habe….
    Liebe Grüße,
    Florentine

    • Hallo Florentine,

      deine Ängste kann ich sehr gut nachvollziehen! Eigentlich wollte ich noch nen 3. Artikel zur Schwangerschaft & vor allem Geburt schreiben. Ich hatte mich ja auch für eine Hausgeburt entschieden, da mir die Vorstellung ins Krankenhaus zu müssen auch nicht besonders zusagte…

      Hast du eine Hebamme gefunden, die Hausgeburten durchführt? Wenn nicht, solltest du dich möglichst schnell darum kümmern, da es immer weniger Hebammen gibt, die auch Hausgeburten begleiten. Der Grund ist die momentan schwierige finanzielle und politische Situation bzgl. Hausgeburten… Die beiden Hebammen, die bei Melissas Geburt dabei waren, haben deshalb leider zum Jahreswechsel mit der Hausgeburtshilfe aufgehört 🙁 .

      Zum Thema Schokolade habe ich einen kleinen Tipp: Kennst du Lovechock? Das ist eine rohköstliche Schokolade, die es hier in Osnabrück im Bioladen gibt. Die LoveChok-Sorten sind bestimmt nicht 100 % vollwertig, aber sicherlich gesünder als die meisten anderen Schokoladen.

      Hast du schon von HypnoBirthing gehört? Das ist ein sehr spannendes Konzept um sich vor und während der Geburt zu entspannen. So kann die Geburt leichter und schneller erfolgen. Sönke und ich haben das Buch “HypnoBirthing” von Marie F. Mongan gelesen und gemeinsam einen HypnoBirthing-Kurs besucht. Das und die täglichen Entspannungsübungen, die ich dabei gelernt habe, waren eine super Investition.

      Liebe Grüße

      • Hallo Melanie,
        ja, ich habe eine Hebamme, die Hausgeburten durchführt und sie hat mich auch schon besucht! Finde ich auch traurig, dass es den Hebammen so schwer gemacht wird! Love Chock kenne ich, danke! Ist allerdings ganz schön teuer….Ich möchte jetzt einfach selbst n paar vollwertige Süßigkeiten produzieren wie Eis usw. damit ich was daheim hab. Heute hab ich mir die weiße Vanille von Vivani gekauft, kennst du die?
        Da steht Zucker erst an dritter Stelle…Wenigstens das. Von Hypnobirthing hat mir meine Kollegin schon erzählt, vielleicht sollte ich das echt mal ausprobieren-habe das Buch mit CD auch in unserer Stadtbücherei gesehen. Ja, würde mich über noch einen Artikel über Schwangerschaft und Geburt sehr freuen. Ich freue mich auch schon auf meinen Yogakurs für Schwangere und hoffe, ein paar nette Schwangere kennen zu lernen, mit denen ich mich austauschen kann…Beim letzten Frauenarztbesuch meinte mein Arzt dann, das das nächste Mal (ich wechsle Hebamme und Arzt ab) wenn ich zu ihm komme der Zuckertest dran wäre und meinte „Den machen Sie aber schon, oder?“ Als er mir dann sagte, dass ich 50 g Zuckerlösung trinken müsse, konnte ich mich erinnern und verneinte entschieden…Ich sauf doch nicht 50 g Zucker am Stück….
        Liebe Grüße,
        Florentine

        • Liebe Florentine!

          Ich habe meine erste Tochter im Krankenhaus bekommen. Alles was ich dort erlebt habe möchte ich nicht wiedergeben, aber es waren eine Menge aneinandergefädelte Probleme, die damit angefangen haben, dass ich als Gebärende in ein Auto gestiegen bin, durch die Stadt gesemmelt, dann kreuz und quer durchs Haus gelaufen bin usw.

          Mein zweites wollte ich zu Hause bekommen und hatte furchtbare Sorgen. Ein super Buch aber leider vergriffen ist „Inge Kelm-Kahl: Hausgeburt – Besser für Mutter und Kind“. Durch dieses Buch lernte ich viel über die natürliche Geburt und weshalb im Krankenhaus Probleme auftreten können. Dannach wußte ich weshalb die Geburt meiner Ersten so gelaufen war.

          Die geburt meiner Zweiten war dann einfach anders. Zuhause eben. Aber auch ein Krankenhaus bestimmt nicht über dich. Vielleicht ließe sich eine Hebamme deiner Wahl mitnehmen, damit nicht üeber deinen Kopf hinwegbestimmt wird?

          Alle Gedanken und Sorgen besprich mit deiner Hebamme- das habe ich auch getan. Egal was es ist, bei der Geburt soll dich nur deine Sicherheit und dein Körper begleiten. Die hebamme und dein partner werden dich unterstützen. Die geburt zu Hause ist etwas unbeschreibliches. Es ist irgendwie richtig. 🙂

          ich wünsch dir alles gute und viel Ruhe während der Schwangerschaft.

          Alles Liebe Gabi

          • Liebe Gabi!
            Danke für deine Antwort! Schön, die Erfahrungen von anderen zu hören. Ich freue mich auch auf meine Kurse für Schwangere, die ich gebucht habe (Yoga und Vorbereitungskurs), da der Austausch sicher gut tut. Es ist einfach alles so neu und verunsichernd. Ja ich werde alles bei meiner Hebamme beim nächsten Termin ansprechen. Irgendwie sind die 9 Monate auch eine ganz schön lange Zeit, die man so auf sein Kind warten muss… 🙂
            Und wie das dann wird wenn der Bauch riesig ist bin ich auch einmal gespannt…..Meine Kollegin meinte, sie konnte sich nicht mal die Schuhe mehr binden….
            Liebe Grüße!

        • Ich hoffe, dass ich noch dazu komme, den Artikel zu schreiben. Mein kleines Mäuschen hält nicht so viel davon, Mama am PC arbeiten zu lassen 😉 .

          Falls du denkst, dass HypnoBirthing etwas für dich ist, würde ich dir empfehlen auf jeden Fall zusätzlich einen HypnoBirthing-Kurs bei einer Hebamme zu belegen. Allein zu versuchen die Übungen aus dem Buch nachzuvollziehen, fand ich schwierig.

          Die Vivani Vanille kenne ich nicht, aber es gibt auf dem Blog Nordisch Roh ein leckeres Rezept für eine weiße Schokolade. Diese habe ich schonmal mit 2 EL Honig anstelle des Agavendicksafts zubereitet. Ein herrlicher Süßschock 😉 .

          Den Schwangerschafts-Diabetestest habe ich auch dankend abgelehnt. 50 g Zucker am Stück zu trinken, war mir auch ein wenig zu viel des Guten 😀 . Vor allem wenn man bedenkt, dass sogar die WHO seit März 2015 empfiehlt täglich nicht mehr als 25 g isolierten Zucker zu essen 😉 .

          Liebe Grüße

  2. Hallo, Ihr Drei,

    der Münchner Kinderarzt Dr. Joachim Thiele soll als Beikost fein pürierte Brennessel-Obst-Cocktails empfehlen. (Fundstelle: Brosius, R.: Wildkraeuter; Köselverlag 2012, S. 86)

    Habt ihr da schon Erfahrungen gemacht bzw. bessere Literaturnachweise?

    Frohe Ostern wünscht
    Andrea

    • Hallo Andrea,

      die Brennessel-Obst-Cocktails klingen ganz nach grünen Smoothies. Eigentlich lässt sich Melissa mit Brei ja nicht füttern, aber nach grünen Smoothies ist sie ganz verrückt, wobei sie den Löffel natürlich selbst halten möchte. Bei uns wäre das also vermutlich eine Speise mit der wir Melissa erfolgreich füttern könnten. Wir würden bestimmt auch selber ordentlich zu langen, denn Brennesseln sind extrem reich an Vitalstoffen 😉 .

      Unsere generelle Strategie ist es Melissa selbst essen zu lassen, was wir auch essen. Über unsere Erfahrungen mit diesem Ansatz wollen wir bald berichten.

      Liebe Grüße

      • Danke für eure Antwort. Ich würde mich freuen. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, ihr habt ja sicher auch noch viele andere tolle Artikelideen in der „Warteschleife“.

        LG,

        Janine

    • Ich kann das Buch „Gesund von Anfang an – Naturbelassene Anfangsnahrung“ von Marianne Niederer sehr empfehlen.
      Es geht um planzliche Rohkost von der Schwangerschaft bis zum Alter von 1-2 Jahren, mit super Rezeptteil und viel Hintergrundwissen.

      https://www.youtube.com/watch?v=8xWJ6yGk0ys

      http://www.buecher.de/shop/diaeten–bewusste-ernaehrung/gesund-von-geburt-an/niederer-marianne/products_products/detail/prod_id/36659919/

      Liebe Grüße

      • Vielen Dank für den Tipp! Das Buch haben wir auch. Im Buch sind viele Anregungen und im Grunde geht es vom Prinzip her in die richtige Richtung. Sogar einen großen Schritt. Das ist eigentlich super. Wenn da nicht unserer Meinung nach auch ein großes Aber wäre, denn das Buch hat einen gemischten Eindruck bei uns hinterlassen:

        Als etwas seltsam fielen uns zunächst die unnötig technischen Begrifflichkeiten wie “Input” und “Software” auf. Das damit postulierte Konzept mutet uns zu esoterisch an, obwohl viele Aussagen im Buch scheinbar durch Referenzen belegt werden. Die vielen Forschungsergebnisse, auf die Bezug genommen wird, werden allerdings, wo wir es beurteilen können nicht immer ganz richtig bzw. zu sehr verkürzt wiedergegeben (z.B. die Versuche vom Pottenger).

        Manche wichtige Aussagen im Buch werden sogar gar nicht belegt, wie z.B. das Thema Kohlenhydrate in der Übergangsnahrung. Dort steht, dass Babys angeblich ihre Nahrung nicht genug einspeicheln und daher kohlenhydratreiche Nahrung nicht verdauen können. Es wird deshalb empfohlen kein Getreidebrei o.ä. dem Baby zu geben. Unsere Beobachtungen nach, speichelt unsere Tochter allerdings ihre Nahrung oft besser ein als ihre Eltern 😉 . Wir haben schon diverse Nahrungsbröckchen in ihrer Windel gefunden wie z.B. Möhrenstückchen. Krümel vom Brötchen haben wir allerdings noch nie entdeckt. Diese scheint sie also recht gut verdauen zu können.

        Auch wenn das jetzt sehr kritisch klingt – schlecht ist das Buch nicht. Deutlich besser als die offiziellen Breikostempfehlungen ist es auf jeden Fall. Das Buch halten wir für eine gute Hilfe, man sollte allerdings kritisch bleiben und nicht alles blind glauben (genauso wenig wie die offiziellen Ernährungsempfehlungen für Babys). Ein Buch, das wir uneingeschränkt empfehlen können zum Thema Beikost, haben wir bislang leider nicht entdeckt. Vielleicht müssen wir so eins selber mal schreiben 😉 .

  3. Ein herzliches „Hallo“ an euch drei!

    Erst mal ein riesig großes Lob für Euren Blog.
    Ich wünsche mir, dass viele, vor allem auch junge Familien, darin stöbern und sich von euch anstecken lassen.
    Da ihr ja euren Gesundheitsberater in Lahnstein gemacht habt , kennt ihr doch sicher das Buch von Ilse Gutjahr, „Iß mein Kind“. Es ist Ratgeber aus der Praxis für die Praxis, mit vielen Rezepten für die kleinen Vollwertköstler und solchen, die es werden könnten.
    Ich beschäftige mich seit fast 30 Jahren mit der vollwertigen Ernährung und gebe Kochkurse, die immer wieder gut ankommen.
    Neugierig gemacht wurde ich durch meine Nachbarin, die die Vollwertkost von zuhause kannte und auch weitestgehend praktizierte. Dann bekam unser jüngster Sohn ( heute 35 Jahre alt) mit 6 Jahren Neurodermitis. Homöopatie und die Umstellung auf tiereiweißfreie Kost haben geholfen. Es war viel Redearbeit ( bei den Kindern ) und Überzeugungsarbeit (bei den Großeltern …das kommt nicht vom Essen….) notwendig. Mein Mann hat voll mitgezogen und mich unterstützt, auch wenn er mit Kochen eigentlich nicht viel im Sinn hatte.
    Unser Sohn war nach einem Jahr Symptom-frei. Leider ernährt er sich heute alles andere als vollwertig.
    Ich freue mich über euren Blog! Macht weiter so!!Und viiieeel Erfolg!!!!

    Liebe Grüße
    Mary

    • Hallo Mary,

      vielen herzlichen Dank für dein großes Lob! Schön, dass dein Mann mitgezogen hat. Von anderen haben wir gehört, dass es sehr schwierig ist, wenn der Mann nicht mitmachen möchte…

      Deinem Sohn hast du zumindest eine gute Basis mitgegeben. Vielleicht ernährt er sich ja eines Tages wieder vollwertiger.

      Liebe Grüße

  4. Hey ihr zwei,

    danke für den interessanten Beitrag. Ich bin an dem Thema weiter auch sehr interessiert und freue mich auf neue Informationen dazu. Mich würde im übrigen auch eure Entscheidung für die Stoffwindeln, die Art/Technik und die Handhabung im Alltag interessieren. Vielleicht habt ihr auch Lust dazu etwas zu schreiben, obwohl es hier ja primär ums Essen geht.

    Liebe Grüße,

    Janine

    • Hallo Janine,

      vielen Dank für deine Nachfrage. Jetzt sind wir am überlegen, ob wir mal einen Artikel zum Thema Windeln und Stoffwindeln mal schreiben. Keine Garantie, aber vielleicht gibt es demnächst einen Artikel hier dazu ;-).

      Liebe Grüße

      • Probiert doch mal windelfrei- obwohl ist eure Kleine nicht vielleicht schon zu alt? Grübel. Ich fand das extra faszinierend und hat super funktioniert. Aber retour zum essen 🙂 freu mich immer auf rezepte- darf ich eure in meiner fach-Arbeit nutzen? Werde euch natürlich als Quelle angeben…

        lG

        • Bei einem zweiten Baby wollen wir jeden Fall windelfrei mal ausprobieren. Denn Wickeln findet unsere Maus überhaupt nicht toll. Für so was hat sie einfach keine Zeit 😉 .

          Klar, du darfst gerne Rezepte für deine Facharbeit nutzen. Freuen uns natürlich über eine Quellenangabe.

  5. Hallo Ihr Beiden,

    unsere Maus ist auch per Hausgeburt zur Welt gekommen. Ich fand das so entspannt, nach dem Duschen wieder ins eigene Bett krabbeln zu können zum Kuscheln und Staunen 🙂 Beim ersten Kind habe ich mich nicht getraut, leider.
    Wir starten auch mit Beikost (statt gekochte Breikost), abgeschabte Avocado, Banane, pürierter Apfel (Rohkost), Brotstücke etc. Alles wird neugierig weggeputzt. Ich freue mich auf Eure weiteren Beiträge,

    liebe Grüsse Suse

    • Hallo Suse,
      die Hausgeburt und der Appetit eurer Maus hören sich super an 🙂 . Das unsere Kleine bei uns zu Hause geboren ist, hat sich für uns genau richtig angefühlt.

      Unsere weiteren Beikostartikel sind in Arbeit, aber mit unserer kleinen wilden Maus ist es gerade schwierig ne ruhige Minute zum Schreiben zu finden 😉 .

      Liebe Grüße

  6. Hallo Ihr,

    ich mag Euren Blog sehr, aber die Kommentare zum Gestationsdiabetes haben mich entsetzt.

    Ich hatte in meinen beiden Schwangerschaften Gestationsdiabetes, obwohl ich nicht übergewichtig war. Ich bin froh, dass das durch den Test auf Gestationsdiabetes aufgefallen ist und ich meine Ernährung darauf einstellen konnte.

    Ich halte den Test für sehr wichtig und ich denke, die einmalige durch den Test verursachte Überschreitung der Zuckermenge, die man pro Tag zu sich nehmen sollte, ist weniger gravierend als die Folgen eines unentdeckten Gestationsdiabetes!

    Mit freundlichen Grüßen
    Tina

    • Hallo Tina,

      du hast natürlich recht, ein Schwangerschaftsdiabetes bzw. Gestationsdiabetes ist eine ernstzunehmende Angelegenheit. Durch die erhöhten Zuckerwerte wird u.a. das heranwachsende Baby dicker, wodurch die Gefahr einer Frühgeburt steigt und die Geburt tendenziell schwieriger wird. Außerdem kann es u.a. zu Fehlgeburten und Fehlentwicklungen der Organe kommen. Also nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

      Wir sind der Ansicht, dass eine Schwangerschaftsdiabetes vor allem durch eine nicht angemessene Ernährung begünstigt wird. Dieser mögliche Risikofaktor traf auf Melanie genauso wenig zu, wie die übrigen Risikofaktoren. Zu den Risikofaktoren zählen u.a.:

      • familiäres Auftreten von Diabetes
      • Übergewicht vor der Schwangerschaft
      • extreme Gewichtszunahme während der Schwangerschaft
      • vorheriges Baby war sehr schwer
      • bei vorheriger Schwangerschaft trat Schwangerschaftsdiabetes auf
      • Alter über 35 Jahre

      Untersuchungen, die den Verdacht auf eine Schwangerschaftsdiabetes erhärten können, wie Zucker im Urin und erhöhte nüchtern Blutzuckerwerte, haben wir machen lassen. Die Ergebnisse gaben aber keinen Hinweis auf eine Schwangerschaftsdiabetes.

      Da außerdem laut Lehrbuch zunächst versucht werden sollte ein Schwangerschaftsdiabetes (genauso wie andere Diabetesformen auch) durch eine “ausgewogene Vollwerternährung” ohne “schnell verwertbare Kohlenhydrate” sowie ausreichend Bewegung in den Griff zu bekommen, fühlten wir uns auf der sicheren Seite. Denn diese “Therapie” praktizieren wir täglich.

      Durch das alleinige Messen vom nüchtern Blutzucker wird wohl nicht jeder potentielle Schwangerschaftsdiabetes entdeckt. Wer Gewissheit haben möchte, ob sich eine Schwangerschaftsdiabetes manifestieren könnte oder nicht, der kann einen oralen Glukosetoleranztest machen. Wir haben uns dagegen entschieden. Bei anderen Schwangeren kann eine Entscheidung dafür durchaus sinnvoll sein.

      Liebe Grüße

  7. Hallo Ihr,

    vielen Dank für Eure schnelle, ausführliche und fundierte Antwort.
    Das hört sich schon viel besser an und vor allem enthält es die nötigen Informationen.
    Einzig das mögliche Risiko der Mutter nach einem unentdecktem Gestationsdiabestes später selbst an Diabetes zu erkranken, könnte man noch hinzufügen.

    Ich war zwar schon über 35, war aber weder übergewichtig (ich habe in meiner ersten Schwangerschaft nur 8 kg zugenommen), noch lag eine familiäre Vorbelastung vor und ich habe mich bewußt ernährt.

    Mich hat, als ich dann angefangen habe den Zucker zu messen, sehr geschockt, wie zwei gekochte Kartoffeln meinen Zuckerwert in die Höhe schnellen ließen. Auch mit Obst und Brot musste ich sehr vorsichtig sein. Ich habe es in beiden Schwangerschaften bis auf wenige Ausnahmen geschafft ohne Insulinspritzen auszukommen, aber ohne die Kontrolle der Werte wäre es mir nicht möglich gewesen die Wirkung der Lebensmittel richtig einzuschätzen.
    Das Fatale ist, dass man den hohen Zuckerwert körperlich nicht spürt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tina

    • Hallo Ihr!

      Ich habe bei meinen beiden Kindern den Glucosetoleranztest gemacht. Bei meiner ersten Schwangerschaft hab ich mich noch nicht vollwertig ernährt und auch nicht so viel nachgedacht 😀
      Bei meiner zweiten Tochter hab ich den Test auch gemacht. Ich bin dem Arzt fast kollabiert, weil mein Körper so massiv auf die Menge Zucker reagiert hat und mein Zuckerwert so weit gefallen ist, dass ich unterzuckert hab. Er wollte mir gleich wieder Traubenzucker geben! Und das Phänomen noch genauer untersuchen. „So was hab ich noch nie erlebt“. Die „Darmreinigung“ nach der Zuckermenge hätt ich auch nicht gebraucht.

      In der Schwangerschaft beginnt eben schon, woran man sich als Eltern gewöhnen muss: Wir treffen Entscheidungen und hoffen, dass wir dabei nichts falsch machen- geling leider nicht immer und bleibt eine Gradwanderung!

      Alles Liebe an alle werdenden und seienden Mamas und Paps!
      Gabi

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