Winterliches Schwarzwälder-Kirsch-Dessert mit roter Grütze, Schmandcreme und Lebkuchen

Kurz vor Heiligabend wollen wir euch noch Last Minute das Rezept für unser diesjähriges Weihnachts-Dessert vorstellen: Ein winterliches Schwarzwälder-Kirsch-Dessert mit selbst gemachter roter Grütze, Schmand-Sahnecreme und Lebkuchen. Die drei Komponenten werden in einem Glas geschichtet und ergeben ein Dessert, das wirklich zum Hineinlegen ist. Unsere beiden Kleinen haben jedes Mal einen kleinen Aufstand gemacht, als das Dessert alle war. 😉
Vollwertiges Weihnachts-Dessert mit LebkuchenAuf die Idee für das Dessert sind wir durch unsere 3-jährige Tochter gestoßen. Wir müssen zugeben, dass unsere Tochter es nicht nur liebt mit uns in der Küche zu wirbeln. Sie liebt es auch Koch- und Backvideos auf YouTube zu schauen. Ihre Lieblingsvideos sind von “Sallys Welt”, einem Youtube-Kanal mit Rezeptvideos. Die Videos von Sally sind wirklich schön gemacht – nur vollwertig sind die Rezepte leider nicht. Aber wir finden es eine kreative Herausforderung Sallys Rezepte in vollwertige Varianten umzuwandeln.

Für das Schwarzwälder-Kirsch-Dessert war die vollwertige Umwandlung gar nicht so schwer:

Beim Lebkuchenteig haben wir den Zucker gegen Honig ausgetauscht. Als Mehl haben wir Dinkelvollkornmehl genommen und die Stärke einfach gegen frisch gemahlenes Buchweizenmehl ersetzt:

Umwandlung vom Lebkuchenteig

(Der Lebkuchen ist allerdings mit Eiern. Falls ihr keine Eier essen mögt, könnt ihr auch die Hälfte des Lebkuchenteigs verwenden, den wir schon vor einer Weile auf unserem Blog veröffentlicht haben. Dieser Lebkuchen ist von der Konsistenz etwas fester, schmeckt aber genauso gut im Dessert.)

Die rote Grütze mit Sauerkirschen und Himbeeren haben wir in zwei Varianten ausprobiert, einmal mit Sauerkirschen aus dem Glas (ohne zugesetzten Zucker) und einmal mit tiefgekühlten Sauerkirschen. Uns haben beide Varianten gut geschmeckt. Im Originalrezept wird Stärke zum Binden der roten Grütze verwendet. Wir haben einfach gemahlene Flohsamenschalen genommen, was super geklappt hat. Alternativ lässt sich die rote Grütze auch mit Agar-Agar gut binden.

Die Creme-Schicht vom Dessert besteht bei Sally aus Schmand, Mascarpone, Puderzucker und Vanilleextrakt. Wir nehmen Schlagsahne anstelle von Mascarpone und etwas Honig statt Puderzucker.

Mit diesem Dessert-Rezept verabschieden wir uns in eine kleine Weihnachtspause. Wir wünschen euch viel Freude beim Ausprobieren, ein wundervolles Weihnachtsfest und einen schönen Start ins neue Jahr!

Winterliches Schwarzwälder-Kirsch-Dessert

Für ungefähr 6 Portionen

Lebkuchen
2 Eier
2 EL heißes Wasser
1 Prise Meersalz
1 Msp. gemahlene Vanilleschote
40 g Honig
30 g Dinkelvollkornmehl
30 g Buchweizenmehl
15 g ungesüßtes (Edel-) Kakaopulver
1 TL Weinstein-Backpulver
1 EL Lebkuchengewürz

Rote Grütze
1 Glas Sauerkirschen mit Saft (ungesüßt, alternativ: 200 g tiefgekühlte Sauerkirschen + 200 ml Wasser)
200 g tiefgekühlte Himbeeren
1 Zimtstange
ca. 1 TL Orangenschalenabrieb (optional)
1 EL Flohsamenschalen (alternativ: 1 gestrichener TL Agar-Agar, dann das Agar-Agar schon mitkochen, damit es bindet)
ca. 1 EL Honig (je nach gewünschter Süße)

Schmand-Creme
200 ml Schlagsahne
200 g Schmand
40 g Honig
1 Msp. gemahlene Vanilleschote

Zum Servieren
Zimtpulver

  1. Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Für den Teig die Eier, heißes Wasser, Meersalz, gemahlene Vanilleschote und Honig für ein paar Minuten cremig rühren. Dinkelvollkorn- und Buchweizenmehl, Kakaopulver, Backpulver und Lebkuchengewürz in einer Schüssel vermischen und dazu sieben, damit nichts verklumpt. Alles gut verrühren. Den Teig in einen eckigen Backrahmen füllen (wir haben eine mit Backpapier ausgelegte 20×20 cm Auflaufform genommen). In den heißen Ofen auf mittlerer Schiene schieben und ca. 10 Minuten backen. Anschließend abkühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die rote Grütze herstellen. Hierfür die Sauerkirschen aus dem Glas mit Saft bzw. tiefgekühlte Sauerkirschen mit Wasser zusammen mit den Himbeeren und der Zimtstange in einen Topf geben. Alles aufkochen lassen und 2-3 Minuten bei leichter Hitze köcheln lassen. Flohsamenschalen, Honig und nach Belieben etwas Orangenabrieb unterrühren. Ebenfalls abkühlen lassen.
  4. Für die Schmand-Creme die Sahne steif schlagen. Den Schmand zusammen mit Honig und gemahlener Vanilleschote cremig rühren. Anschließend vorsichtig die geschlagene Sahne unterheben.
  5. Mit einem Sternausstecher ein paar Sterne aus dem Lebkuchen ausstechen. Den restlichen Lebkuchen fein würfeln.
  6. In Gläsern oder Schälchen kann das Dessert geschichtet werden. Dazu zunächst Lebkuchenstücke in die Gläser verteilen. Mit der roten Grütze bedecken und die Schmandcreme darüber verteilen. Mit Lebkuchensternen und Zimtpulver dekorieren. Das Dessert bis zum Servieren kühl stellen.
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21 Kommentare

  1. Hört sich superlecker an!
    Die tiefgekühlten Himbeeren kommen sicher bei Arbeitsschritt 3 dazu. Werden sie direkt mit den Sauerkirschen zusammen in den Topf gegeben oder erst später?
    Wünsche euch eine schöne Weihnachtspause!
    Maren

    • Melanie und Sönke

      Hallo Maren,
      vielen Dank für den Hinweis mit den Himbeeren! Diese kommen direkt mit den Sauerkirschen in den Topf. Haben wir gerade korrigiert!

      Frohe Weihnachten!

  2. Danke für das Rezept – das ist ein geniales Weihnachtsgeschenk von euch an uns begeisterte Blog-Leser.
    In diesem Sinne: Ein friedliches, besinnliches Weihnachtsfest für euch vier und eure Lieben!!! ✨✨

  3. Viiiiielen Dank. Lebkuchen sind schon gebacken (Euer Rezept). Auf ausdrücklichen Wunsch wird es das Dessert aber mit Mascarpone geben. Wir freuen uns schon drauf.

    • Melanie und Sönke

      Hallo Stephie,
      unserer Familie war ganz angetan vom Dessert. Wir hoffen, dasss euch das Schwarzwälder-Kirsch-Dessert ebenfalls gemundet hat.

      Liebe Grüße und ein schönes Jahr 2018

  4. Cornelia Kloos

    Hallo Ihr Vier,
    vielen lieben Dank für das DessertRezept.
    Aber noch mehr Dank für euer tolles Kochbuch. Ich habe inzwischen schon einige Rezepte ausprobiert. Sie sind alle ganz toll geworden und schmecken super.
    Ich weiss jetzt schon dass dies mein Lieblingskochbuch wird und ich dafür einige alte Bücher ausrangieren werde.

    Ich wünsche euch schöne Weihnachtstage und ganz liebe Grüße aus dem Allgäu.

    Cornelia

    • Melanie und Sönke

      Hallo Cornelia,
      wow! Wir freuen uns riesig, dass dir unser Kochbuch so super gefällt. 🙂

      Liebe Grüße und ein schönes Jahr 2018

  5. Danke, das ihr es geschafft habt das Rezept noch vor Weihnachten uns Lesern an die Hand zu geben.
    Werde es auf alle Fälle ausprobieren.

    Euch ein frohes Fest und einen guten rutsch ins neue Jahr!!!!

    • Melanie und Sönke

      Hallo Julia,
      gern geschehen, wir hoffen, dass das Dessert ganz nach deinem Geschmack war.

      Liebe Grüße und ein schönes Jahr 2018

  6. Wow, das hört sich ja richtig lecker an. Da ich das Rezept jetzt erst entdeckt habe, wurde es nix mit dem Weihnachtsdessert. Aber für ein leckeres Dessert eignen sich ja grundsätzlich alle Tage. Nun bekomme ich allerdings richtig Stress, denn ich möchte ja nicht nur dieses Dessert ausprobieren, sondern habe mir auch aus eurem Kochbuch viele Rezepte zum Nachkochen rausgesucht. Wahrscheinlich stehe ich nun bis zum Jahresende ununterbrochen in der Küche oder sogar noch länger…

    • Melanie und Sönke

      Oh weh – das tut uns leid, dass wir dich so in Stress gebracht haben. 😀 Viel Freude beim Nachkochen und wir freuen uns riesig, dass dir unsere Rezepte so gut gefallen!

      Liebe Grüße und ein köstliches Jahr 2018
      Melanie & Sönke

  7. Melanie Scheffler

    Liebe Melanie, lieber Sönke,
    man auch Reismehl zum Binden für die rote Grütze verwenden?

    • Melanie und Sönke

      Ja, das geht auch. Wir mögen nur lieber Flohsamenschalen, da diese geschmacksneutral sind und Reismehl noch ein bisschen körnig sein kann. Das Reismehl vorher in wenig kaltem Wasser anrühren und dann kurz mit zum Kochen bringen, damit es bindet.

      Liebe Grüße

  8. Habe dieses Dessert letztes Wochenende für Freunde gemacht. Alle waren begeistert und keiner ja bemerkt das es vollwertig ist. Ich wünsche es mir zu meinen Geburtstag wieder und freue mich bereits jetzt schon darauf. Danke für den tollen Blog mit tollen Rezepten und Berichten.
    Euch ein gutes und leckeres Jahr 2018!

    • Melanie und Sönke

      Herzlichen Dank für deinen Kommentar! Dir auch ein schönes und leckeres Jahr 2018! Ganz bald melden wir uns wieder hier auf dem Blog zurück.

      Liebe Grüße

  9. Und wenn man aus unerklärlichen Gründen zu viel Schmandcreme hat, kann man diese einfrieren und hat ein leckereres Eis 😀 Etwas fester als das Tannenbaum-Sahneeis, aber das leicht säuerliche macht sich super. Beim nächsten Mal werde ich wohl das Tannenbaumeis mit etwas Schmand bereichern.
    Hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet.
    LG
    Drea

    • Melanie und Sönke

      Hallo Drea,
      vielen Dank für die Idee! Das werden wir auch ausprobieren. Unser Jahresstart war leider nicht wie geplant, da unser kleiner Sohn fast drei Wochen lang ziemlich krank war. Aber jetzt ist er zum Glück wieder fit und diese Woche wird es auch wieder einen neuen Blogartikel geben. 🙂

      Liebe Grüße

  10. Sehr lecker. Wir haben es in abgewandelter Form zu Silvester gegessen und waren sehr begeistert! Statt des Lebkuchens obendrauf habe ich mein selbstgemachtes Crunchy aus dem Buch Süße Träume von A. Eideloth gemacht. Perfekt!

  11. Claudia Joest

    Ein sehr leckeres Dessert! Die rote Grütze schmeckt auch pur als Nachtisch sehr gut und ist schön schnell gemacht. Eine Frage: Kann ich statt Flohsamenschalen auch ganze Flohsamen verwenden? Oder haben diese nicht die gleiche Wirkung? Ich habe mich „verkauft“…

    • Hallo Claudia,
      ganze Flohsamen kannst du auch verwenden. Allerdings ist die Wirkung meines Wissens etwas schwächer als die von Flohsamenschalen. Versuch es zunächst vielleicht wie im Rezept mit einem Esslöffel. Wenn das Ergebnis nicht festgenug sein sollte, kannst du beim nächsten Mal die Menge etwas erhöhen.
      Liebe Grüße

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