Vier Dinge meiden: Welche Nahrungsmittel machen uns krank?

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Im vorherigen Grundlagenartikel haben wir beschrieben, dass viele Krankheiten und gesundheitliche Beschwerden auf einen Mangel an Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, essentielle Fette, Aromastoffe und Faserstoffe) in unserer Nahrung zurückzuführen sind. Soweit die Theorie, aber welche Speisen machen uns gesund und welche krank?

Der Begründer der vitalstoffreichen Vollwertkost Dr. Bruker empfahl ganz besonders vier Dinge zu meiden und vier Dinge zu essen. Heute stellen wir euch die vier Dinge vor, die gemieden werden.

Vier Dinge meiden im Überblick

Als besonders vitalstoffarm und problematisch für die Gesundheit stufte Dr. Bruker folgende vier Dinge ein:

  • alle Fabrikzuckerarten
  • Auszugsmehl und Produkte daraus
  • alle raffinierten Fette
  • Säfte und gekochtes Obst

Was ist genau unter diesen vier Dingen zu verstehen und welche Auswirkungen haben sie auf uns?

Alle Fabrikzuckerarten

Der Begriff “Fabrikzucker” wurde von Dr. Bruker gewählt, um zwischen Zucker, wie er in natürlichen Lebensmitteln wie Obst & Gemüse vorkommt und künstlich isoliertem & konzentriertem Zucker zu unterscheiden. Denn Zucker ist nicht gleich Zucker. Was für gesundheitliche Probleme sorgt und in der vitalstoffreichen Vollwertkost gemieden wird, sind alle Fabrikzuckerarten. Diese werden durch starkes Erhitzen, Filtrieren, Auslaugen, Eindampfen usw., also mit hohem technischen Aufwand, aus den pflanzlichen Ursprungsprodukten wie Zuckerrübe, Zuckerrohr oder Mais hergestellt. Zum Fabrikzucker zählen beispielsweise gewöhnlicher weißer Haushaltszucker, aber auch Rohrzucker, Rohrohrzucker, Traubenzucker, Puderzucker, Maltodextrin, Milchzucker, Ahornsirup, Fruchtzucker und noch viele andere (siehe Grafik).

Fabrikzuckernamen

Fabrikzuckernamen

Unterschied natürlicher Zucker und Fabrikzucker

Rein chemisch betrachtet, handelt es sich bei Zucker in naturbelassenen Lebensmitteln und Fabrikzucker um den gleichen Stoff. Jedoch fehlen im Fabrikzucker die natürlichen Begleitstoffe (Vitalstoffe), die noch im natürlichen Ausgangsprodukt vorhanden sind. Fabrikzucker ist somit ein leerer Kalorienträger, der nur aus Zuckermolekülen (Kohlenhydraten) besteht. Beispielsweise werden für die Herstellung von 100 g weißem Haushaltszucker mehr als 1,5 kg Zuckerrüben benötigt. In der Natur kommt so ein reiner Stoff nicht vor.

Wirkungsweise von Fabrikzucker in unserem Körper

Der isolierte und konzentrierte Fabrikzucker hat viele negative Wirkungen auf unseren Körper:

  • Um Zucker in den Zellen in Energie umzuwandeln, benötigt unser Körper unter anderem B-Vitamine und Calcium. Da Fabrikzucker weder B-Vitamine noch Calcium enthält, müssen diese Vitalstoffe aus anderen Teilen der Nahrung stammen. Zum Teil entnimmt unser Körper diese den körpereigenen Reserven. Werden knappe Vitalstoffe zur Energieversorgung herangezogen, fehlen sie woanders im Körper. Dies führt auf Dauer zu einem Vitalstoffmangel. Langfristig kommt es zu tiefgreifenden Störungen in unserem Stoffwechsel.
  • Nehmen wir hochkonzentrierten Fabrikzucker zu uns, dann steigt die Zuckerkonzentration im Blut sehr schnell auf hohe Werte und fällt nach kurzer Zeit wieder unter den Normalwert. Diese Schwankungen bedeuten eine hohe Belastung für unseren Körper.
  • Fabrikzucker kann Vollkornprodukte und Frischkost (rohes Gemüse & Obst) unverträglich machen, auch wenn dieser nur in kleinen Mengen verzehrt wird.

Diese Wirkungen sind besonders problematisch im Hinblick auf den heutigen hohen Fabrikzuckerkonsum. Über die letzten 150 Jahren ist dieser von 5 g pro Tag auf heute durchschnittlich 150 g pro Tag (55 kg im Jahr) angestiegen.

Unsere Probleme beim Weglassen von Fabrikzucker

Den Fabrikzucker einfach wegzulassen, ist im Alltag sehr schwierig. Vielleicht ist es sogar die schwerste der vier Empfehlungen:

Zum einen scheint Fabrikzucker süchtig machen zu können. Deshalb ist es für viele Menschen eine große Herausforderung auf die tägliche Dosis Fabrikzucker zu verzichten. Auch wir hatten anfangs mit dem “Süßhunger” zu kämpfen. Besonders schwer fanden wir es von zartbitterer Schokolade los zu kommen…

Zum anderen ist es schwierig, Fabrikzucker zu meiden, selbst wenn man möchte. Fabrikzucker befindet sich in gekauften Produkten nämlich fast überall! In süßem Gebäck, Eis oder Schokolade ist das noch offensichtlich, aber auch in herzhaften Produkten wie Senf, Wurst, “Vollkornbrot” und sogar in Babynahrung ist meist Fabrikzucker enthalten. Oft getarnt als Rübensirup, Maltodextrin, Milchzucker oder ähnliches.

So blieb uns bei unserer Ernährungsumstellung keine Wahl als selbst vermehrt in der Küche zu stehen. Die offensichtlichen Fabrikzuckerquellen hatten wir schnell aus unserem Haushalt “verbannt”. Zum Beispiel haben wir angefangen Gebäck mit Honig zu süßen. Schwieriger war es für uns versteckte Fabrikzuckerquellen ausfindig zu machen und harmlos klingende Namen als Fabrikzucker zu erkennen.

Natürliche Süßungsmittel

Zum Süßen verwenden wir jetzt nur noch süße Früchte wie reife Bananen, ab und zu Honig und manchmal auch Trockenfrüchte. Durch das Weglassen von Fabrikzucker sind unsere Geschmacksnerven über die Zeit viel feiner geworden. Mittlerweile sind uns “normal” gesüßte Speisen viel zu süß und wir bekommen regelrecht einen “Zuckerschock” davon ;-).

Auszugsmehle und Produkte daraus

Genauso problematisch für unsere Gesundheit wie Fabrikzucker sind Auszugsmehle. Mit dem Begriff “Auszugsmehl” sind Mehle gemeint, wo vor dem Mahlen die Randschichten und der Keimling vom Getreidekorn entfernt wurden. In der Vollwertkost wird der Begriff “Auszugsmehl” verwendet und nicht “Weißmehl”, da es sich bei Weißmehl streng genommen nur um das Auszugsmehl von Weizen handelt. Auch aus anderen Getreidesorten wie Roggen, Dinkel oder Hafer werden Auszugsmehle hergestellt.

Vergleich Vitalstoffe Auszugsmehl und Vollkornmehl

Im Keimling und in den Randschichten des Getreidekorns befinden sich besonders viele wertvolle B-Vitamine, Faserstoffe und Fettsäuren. Im Auszugsmehl, für das lediglich der Stärkekern des Getreidekorns vermahlen wurde, sind fast nur noch Kohlenhydrate und Eiweiße, aber kaum noch lebenswichtige Vitalstoffe vorhanden:

Vitalstoffverlust von Weizenmehl Typ 405 gegenüber frisch gemahlenem Weizenvollkornmehl (Durchschnittswerte)
Mineralstoffe/Spurenelemente (Verlust in Prozent) Vitamine (Verlust in Prozent)
Eisen ….. 84% Vitamin B1 …. 86%
Kupfer…. 75% Vitamin B2 …. 69%
Magnesium …. 52% Vitamin B6 ….. 50%
Mangan ….. 71% Vitamin B3 (Niacin) …. 86%
Kalium ….. 76% Vitamin B5 (Panthotensäure) ….. 54%
Calcium …. 50% Provitamin A ….. 100%
Vitamin E …. 100%
Faserstoffe (so genannte Ballaststoffe) fast 100%

Wieso Auszugsmehl?

Wenn Auszugsmehl so vitalstoffarm ist, wieso wird es dann fast ausschließlich verwendet? Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde Mehl aus dem ganzen Korn hergestellt. Allerdings war dieses Vollkornmehl nicht lange haltbar. Wenn der ölhaltige Getreidekeim vermahlen wird, dann kommt dieser in Kontakt mit Luftsauerstoff und fängt an zu oxidieren. Dadurch wird das Vollkornmehl schon nach kurzer Zeit ranzig bzw. bitter und schmeckt nicht mehr.

Im Zuge der Industrialisierung entstanden im 19. Jahrhundert Getreidemühlen, die den Keimling und die Randschichten vom Korn entfernen konnten. Dadurch wurde “weißes Mehl” für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich und beliebt. Denn Auszugsmehl hat den Vorteil, dass es nahezu unbegrenzt haltbar ist und gegenüber Vollkornmehl bessere Backeigenschaften besitzt.

Nachteil von Auszugsmehl

Obwohl Auszugsmehl sehr praktisch ist, brachte seine vermehrte Verwendung große Probleme mit sich. Getreide ist eigentlich eine hervorragende Quelle von Vitamin B1 für uns. Auszugsmehle hingegen sind wie Fabrikzucker sehr vitalstoffarm. B-Vitamine, einschließlich Vitamin B1, sind kaum noch vorhanden. Unser Stoffwechsel benötigt diese B-Vitamine aber, um Kohlenhydrate (Stärke, Zucker) verwerten zu können. Ebenso wie beim Fabrikzucker muss unser Körper für die Verstoffwechslung von Auszugsmehlen daher oft auf seine Reserven zurückgreifen. Die Folge ist ein chronischer Vitalstoffmangel, vor allem an Vitamin B1.

Unsere Erfahrungen beim Meiden von Auszugsmehl

Die Empfehlung Auszugsmehle zu meiden, ist im Alltag ebenfalls schwierig umzusetzen. Fast alle Nahrungsmittel aus dem Supermarkt, vom Bäcker und im Restaurant fallen weg. Der Normalzustand sind Nudeln, Brot, Brötchen, Pizza, Kuchen und Kekse aus Auszugsmehl.

Als wir begannen unsere Ernährung umzustellen, litt Sönke noch an einer Weizenallergie und durfte die meisten Produkte sowieso nicht mehr essen. Daher war für uns diese Empfehlung ein nicht so großes Problem. Wir haben Dinkelprodukte aus Auszugsmehl weggelassen und angefangen unsere eigenen Brote & Brötchen aus frisch gemahlenem Vollkornmehl zu backen. Um nicht immer umständlich im Bio-Laden oder Reformhaus mahlen zu müssen, haben wir uns dafür eine Getreidemühle gekauft. In der Vollwertküche wird das Getreide erst kurz vor der Zubereitung gemahlen. Bei solch einem frischgemahlenen Vollkornmehl sind die wertvollen Inhaltsstoffe noch nicht durch Lagerung verloren gegangen. Zu unserem Erstaunen stellten wir schnell fest, dass selbst gebackenes Brot aus frisch gemahlenem Mehl viel besser schmeckt als gekauftes :-).

Reis

Ebenfalls leere Kohlenhydrate finden sich übrigens im geschälten bzw. polierten Reis. Deshalb wird dieser in der Vollwertküche genauso wie Auszugsmehle gemieden. Was kein Nachteil ist: Wir finden das Naturreis, durch seinen leicht nussiges Aroma, geschälten Reis geschmacklich um Längen schlägt.

Alle raffinierten Fette

Wir brauchen in unserer Nahrung neben Kohlenhydraten und Eiweiß einen gewissen Anteil Fett. Ganz besonders wichtig sind die sogenannten essentiellen Fettsäuren wie z. B. Omega-3, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Das heißt, das richtige Fett ist gesund. Es macht noch nicht einmal fett.

Ein fettes Problem: raffinierte Fette

Ungesund werden Fette und Öle durch chemische Veränderung. Bei der Produktion von raffinierten Ölen werden Begleitstoffe herausgefiltert, Geschmacksstoffe entzogen und die Farbe durch Bleichmittel verändert. Mit dem Ergebnis, dass die meisten Vitalstoffe verloren gehen, die in der Ölfrucht ursprünglich vorhanden waren. Ganz problematisch wird es, wenn Fette und Öle gehärtet werden und als Nebenprodukt sogenannte Transfettsäuren entstehen. Ziel eines solchen Härtungsprozesses ist es die ursprünglich flüssigen Öle streichfähig zu machen z.B. für Magarine.

Magarine ist also kein gesundes Produkt – ganz im Gegenteil. Sie ist ein industriell hergestelltes künstliches Fett, das extrem verarbeitet wurde. Der etwas unheimliche Prozess der Margarineherstellung, wird im Vollwert-Forum ausführlich beschrieben. Gehärtete Fette finden sich allerdings nicht nur in Magarine. Gerne werden sie auch in Keksen, Kuchen, Süßigkeiten, Salatsoßen oder Tiefkühlpizza verwendet – eigentlich in fast allen Fertigprodukten.

Naturbelassene Fette

Eine gute Bio-Butter mit naturbelassenen Fetten ist die gesunde Alternative zur Magarine. Auch für alle, die auf ihren Cholesterinspiegel achten müssen. Denn es sind eher die Transfettsäuren, die mit einem ungünstigen Cholesterinwert in Zusammenhang gebracht werden.

Naturbelassene Fette beziehen wir vor allem aus Bio-Butter, Bio-Sahne, Avocados, Nüssen, Saaten und kalt gepressten unraffinierten Bio-Ölen.

Säfte und gekochtes Obst

In der vitalstoffreichen Vollwertkost werden Säfte, auch frisch gepresste Säfte, als “Teilnahrungsmittel” betrachtet. Gegenüber der ganzen Frucht (bzw. dem Gemüse) enthalten sie ein unnatürliches Verhältnis von Vitalstoffen. Wasserlösliche Vitamine & Co. sind im Saft konzentriert, während insbesondere die wasserunlöslichen Vitalstoffe im Fruchtfleisch zurückbleiben.

Das Saftproblem

Besonders problematisch ist, dass durch das Trinken von Säften viele Stoffe auf einmal vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden müssen. Unser Körper ist für so eine einseitige Überflutung von Vital- und Nährstoffe nicht ausgelegt. Zum Beispiel wäre es schwierig ein Kilo Möhren oder Äpfel auf einmal zu essen. Als Saft ist das aber in Sekunden problemlos möglich.

Insbesondere gekaufte Säfte sind zu vermeiden. Selbst naturtrübe Bio-Säfte sind erhitzt, sonst würde der Saft in der Flasche gären. Durch das Erhitzen sind weitere im Saft verbliebene Vitalstoffe verloren gegangen. Schlimmer noch sind Säfte, die aus Konzentrat hergestellt werden. Durch den Verarbeitungs- und Filterprozess gehen wie bei Fabrikzucker, Auszugsmehl und Fabrikfetten zu viele Vitalstoffe verloren. Es wird ihnen meist sogar noch Fabrikzucker zugesetzt, der z.T. nicht deklariert werden muss.

Besonders bei Leber-, Galle-, Magen- und Darm-Empfindlichen beobachtete Dr. Bruker darüber hinaus Verdauungsprobleme, die durch Säfte und gekochtes Obst ausgelöst wurden. Säfte und gekochtes Obst können also genauso wie Fabrikzucker die Verträglichkeit von Frischkost und Vollkornprodukten stören.

Was trinken wir?

Getränk unserer Wahl ist schlicht und einfach Leitungswasser und manchmal auch Quellwasser aus dem Bioladen. Wir trinken so viel wir Durst haben und halten uns nicht an irgendwelche Mengenvorgaben. Auch einen leckeren selbstgepressten Saft aus unbehandelten Früchten von Sönkes Eltern trinken wir mal auf Familienfeiern – aber eben nicht jeden Tag, sondern nur zu besonderen Anlässen.

Zusammenfassung

Die Kombination von Auszugsmehl und Fabrikzucker ist katastrophal für unseren Körper. Beide benötigen bei ihrer Verstoffwechslung enorme Mengen an Vitalstoffen, bringen aber keine mit. Durch die Kombination von Fabrikzucker und Auszugsmehlen kommt es zu einer ständigen Unterversorgung mit bestimmten Vitalstoffen. Unser Körper zapft in seiner Not dann sogar Knochen und Zähne an. Für einige Jahre und Jahrzehnte scheint alles in Ordnung zu sein, bis sich dann immer mehr Gebrechen und Krankheiten bemerkbar machen.

Wer dem vorbeugen möchte, kann beginnen die Empfehlungen von Dr. Bruker umzusetzen. Zu meiden sind besonders vitalstoffarme Nahrungsmittel. Denn solche “Vitalstoffräuber” brauchen zur Verstoffwechslung in unserem Körper mehr Vitalstoffe als sie selbst liefern. Besser ist es auf Lebensmittel zurückzugreifen, die ein reiches natürliches Vitalstoffverhältnis bieten.

Ausblick

Nach diesen ganzen “Einschränkungen” geht es im zweiten Teil um die vier Dinge, die in der vitalstoffreichen Vollwertkost als tägliches Essen empfohlen werden. Keine Bange, wenn ihr euch an diese Regeln haltet, müsst ihr keineswegs hungern. Es werden sich ganz neue kulinarische Welten eröffnen… Etwas, dass wir in diesem Ausmaß nicht erwartet hätten ;-).

War unser Artikel verständlich? Haben wir in unserer Grafik einen Fabrikzuckernamen vergessen ;-)? Wir freuen uns über eure Fragen oder Anmerkungen.

42 Kommentare

  1. Hallo Ihr Beiden,

    Das Weglassen von Fabrikzucker ist nicht nur das schwerste der vier Empfehlungen,
    sondern wenn man mit der Ernährungsumstellung beginnt auch das Wichtigste und Erste, da
    dieser Schadstoff die Vollwertkost unverträglich machen kann, meistens wird dann
    das “ Falsche “ für die Beschwerden verantwortlich gemacht.
    Ihr habt sehr verständlich und informativ geschrieben,die Abschlußprüfung zum/zur
    Gesundheitsberater/in GGB schafft ihr Zwei mit links, da bin ich mir sicher 🙂

    • Hallo Marita,

      vielen Dank. Das Schwerste bei diesem Artikel war, das Gewusste in Worte zu fassen und dass Ganze auch noch verständlich und nicht zu lang zu gestalten… 😉

      Obwohl wir anfangs nicht 100% alle Fabrikzuckerquellen verbannt und immer mal wieder Schokolade genascht haben, hatten wir zum Glück keine nennenswerten Verträglichkeitsprobleme bei unserer Ernährungsumstellung.

      Liebe Grüße und frohe Ostern!

  2. Hallo ihr beiden. habe euch über den BlogBoss-Kurs entdeckt und finde den Artikel sehr spannend! Ich bin auch dabei, meine Ernährung umzustellen, wobei ich vor allem auf Konservierungsstoffe verzichten möchte. Eine so große Umstellung, wie ihr sie hier beschreibt, ist sicher auch ganz schön zeitintensiv.
    Liebe Grüße und schöne Ostertage!
    Sonja

    • Hallo Sonja,

      herzlich Willkommen auf unseren Blog :-)!

      Wir haben unsere Ernährung nicht von heute auf morgen umgestellt, es war eher ein schrittweiser Prozess, der auch mit Rückschlägen verbunden war. Aber durch unsere gesundheitlichen Probleme (wie Allergien, Neurodermitis, Gelenkschmerzen) hatten wir eine große Motivation am Ball zu bleiben (darüber haben wir auch einen Artikel geschrieben). Denn eine Ernährungsumstellung hat viel mit Gewohnheitsänderung zu tun. Mittlerweile ist alles viel einfacher geworden. Der Großteil unseres Einkaufs besteht aus frischem Obst & Gemüse, daneben Getreidekörner, Butter, hochwertige kalt gepresste Öle, manchmal Sahne und Nüsse & Saaten. Wir kaufen nur Bio-Produkte aus gesundheitlichen und vor allem auch aus ökologischen Gründen. In der Küche haben wir unsere Routinen optimiert, so dass die Zubereitung schnell von der Hand geht. Zum Beispiel brauchen wir für unsere schnellen Hefebrötchen nur 30 Minuten vom Korn mahlen bis frisch aus dem Ofen nehmen :-).
      Ein entscheidender Punkt ist auch, dass uns “normales Essen” einfach nicht mehr schmeckt. Meist ist es zu fad, zu süß und zu salzig. Darüberhinaus kommen unsere Beschwerden dann schnell wieder. Deswegen halten wir uns zu Hause sehr strikt an die Ernährungsempfehlungen, nur unterwegs und bei Einladungen ist das nicht immer so einfach…

      Auf Konservierungsstoffe zu verzichten, halten wir für einen wichtigen Schritt. In einem kommenden Artikel wollen wir auch ausführlicher beschreiben, was wir täglich essen.

      Liebe Grüße und frohe Ostern!

  3. Hallo Melanie & Sönke,

    da habt ihr aber einen tollen Artikel zusammengestellt! Darf ich diesen auf meinem Blog verlinken? Das wäre toll!
    Ich habe 1987 (mit 21 Jahren) meine Ernährung umgestellt. Ich hatte eine Extreme „Bruker-Phase“, also Rohkost, Getreide und kein Fleisch. Mit den Jahren habe ich einiges gelockert, vom Extrem hin zum Genuss. Das heißt 80-90% gesund und der Rest darf dann auch mal Zucker (im Kuchen), ein leckeres Stück Fleisch, (dunkle) Schokolade oder Pizza und Pasta vom Italiener (Weißmehl) sein.
    Heute, mit 47 Jahren, bin ich stolz auf meine Gesundheit (optimale Blutwerte), jüngeres Aussehen (Detox), sehr gute Abwehrkräfte, kein Mittagstief (wegen sink. Blutzucker) und mehr…
    Seit 2000 bin ich Oecotrophologin. Beruflich bin ich allerdins nicht als klassische E-beraterin tätig, sondern u.a. als Coach für Übergewichtige. Ich schaue auf das seelische Leid meiner Kundinnen und unterstütze dabei, mehr Leichtigkeit ins Leben zu bringen. Danach klappt meist die Ernährungsumstellung.
    Toll, dass ihr mit eurem Blog und eurem Engagement den Lesern aufklärend die gesunde Ernährung näher bringt! Es ist soooo notwendig! Allein beim Oster-Einkauf sind mir sehr viele übergewichtige Menschen begegnet…
    Viel Erfolg bei eurer Prüfung und für euren weiteren Weg. Vielleicht liest man sich hier mal wieder….
    Liebe Grüße von Helga

    • Hallo Helga,

      vielen Dank für dein Lob! Du kannst gerne auf unseren Blogpost verlinken. Wir würden uns sehr darüber freuen :-).

      In unserer Gesundheitsberaterausbildung lernen wir auch eine ganzheitliche Sicht auf Gesundheit und Krankheit. Übergewicht beruht zwar meist auf einer falschen Ernährung und daraus resultierender Stoffwechselstörungen, aber auch die seelische Komponente ist, wie du geschrieben hast, enorm wichtig. Der Lebensberater Mathias Jung spricht beispielsweise davon, dass er früher während seiner nächtlichen Fressattacken “den Kühlschrank umarmt hat” – statt seiner Frau.

      Liebe Grüße

    • Hallo Helga,

      wo bist Du tätig? Kommst Du auch aus Osnabrück?

      LG
      Kathi

  4. Hallo ihr beiden,
    vielen Dank für den spannenden Artikel.
    Bei mir haben sich ein paar Fragen aufgetan:

    – Ihr schreibt
    „Fabrikzucker kann Vollkornprodukte und Frischkost (rohes Gemüse & Obst) unverträglich machen, auch wenn dieser nur in kleinen Mengen verzehrt wird.“
    Warum? bzw. vor allem Wie? könnt ihr mir das erklären?

    – Ihr schreibt
    „… fehlen im Fabrikzucker die natürlichen Begleitstoffe (Vitalstoffe), die noch im natürlichen Ausgangsprodukt vorhanden sind. “
    Welche sind das? ich weiß, ‚Vitalstoffe‘ ist ein tolles Schlagwort, aber es ist halt genau Dieses, ein Schlagwort.
    Beim Mehl habt ihr so schöne Details, warum nicht auch beim Zucker?

    – Zugegeben bei der Herstellung von z.B. Apfeldicksaft oder Agavensirup gehen z.b. nicht Hitzestabile Vitamine verloren, Mineralien bleiben aber erhalten. Kann man das nicht als Kompromiss werten?

    – wie bewertet ihr gekauftes VK-Mehl? Wisst ihr wie hoch Lagerverluste bei den einzelnen ‚Vitalstoffen‘ sind?
    Wisst ihr wie hoch die einzelnen ‚Vitalstoffverluste‘ beim Backen/Erhitzen sind?
    Wisst ihr wie hoch die einzelnen ‚Vitalstoffverluste‘ bei der Lagerung des ganzen Korns sind?

    – wie bewertet ihr Bio-Margarine, die nicht raffinierte Fette enthält?

    -Was würdet ihr bzgl. Fetten vegan lebenden Menschen raten?

    -ihr sagt:
    „Besonders problematisch ist, dass durch das Trinken von Säften viele Stoffe auf einmal vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden müssen.“
    Wie bewertet ihr Saftschorlen, bei denen die konzentrierten Inhaltsstoffe wieder 1:1 ode sogar 1:2 mit Wasser verdünnt werden?

    -Ihr sagt:
    „Durch das Erhitzen sind weitere im Saft verbliebene Vitalstoffe verloren gegangen.“
    Relativiert das nicht eure etwas weiter oben getroffene Aussage:
    „… problematisch ist, dass durch das Trinken von Säften viele Stoffe auf einmal vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden müssen.“?

    -Ihr sagt:
    „Säfte und gekochtes Obst können also genauso wie Fabrikzucker die Verträglichkeit von Frischkost und Vollkornprodukten stören.“
    Warum? bzw. vor allem Wie? könnt ihr mir das erklären?

    Ich hoffe es stört euch nicht dass ich euch so viele Löcher in den Bauch frage.
    Ich bin wirklich interessiert – und ehrlich gesagt: ich finde als angehende ‚Gesundheitsberater‘ solltet ihr diese Fragen auch beantworten können 🙂

    Liebe Grüße
    IRis

    • Hallo IRis

      *uff* das sind eine Menge Fragen ;-). Trotzdem vielen Dank für deine Fragen, du stellst diese völlig berechtigt. Viele dieser Fragen haben wir uns, als wir mit der Vollwertkost begonnen haben, auch gestellt.

      Da wir eine ausführliche Antwort schreiben wollen und diese als Kommentar zu lang wird, werden wir deine Fragen in den nächsten Tagen in einem eigenen Blogartikel beantworten. Wir hoffen, das ist in Ordnung.

      Liebe Grüße

      • Natürlich ist das vollkommen in Ordnung, ich freu mich dass ihr meine Fragen so ernst nehmt.
        Freu mich drauf.

        • Hallo IRis,

          deine Fragen zu Bio-Margarine und welche Fette wir Veganern empfehlen können, haben wir gerade in einem neuen Artikel beantwortet: http://vollwert-blog.de/keine-bio-margarine/
          Deine anderen Fragen werden wir demnächst in weiteren Artikeln beantworten.

          Liebe Grüße

        • Hallo IRis,
          auf deine Fragen zum Thema Saft und Schorle sind wir gerade in einem Saft-Artikel eingegangen: http://vollwert-blog.de/saft-ist-nicht-gleich-saft-warum-wir-safte-meiden/

          Außerdem hattest du folgende beiden Frage gestellt:
          -Ihr sagt:
          “Durch das Erhitzen sind weitere im Saft verbliebene Vitalstoffe verloren gegangen.”
          Relativiert das nicht eure etwas weiter oben getroffene Aussage:
          “… problematisch ist, dass durch das Trinken von Säften viele Stoffe auf einmal vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden müssen.”?

          Leider nein, das Erhitzen verschlimmert das Problem sogar noch: Im Saft sind nur noch ein Teil der ursprünglichen Vitalstoffe aus dem Obst enthalten. Ein Teil verbleibt im Trester. Das ist bereits ungünstig. Noch problematischer wird es, wenn der Saft pasteurisiert wird. Denn es ist ja nicht so, dass die Vitalstoffe gleichmäßig durch das Erhitzen verloren gehen. Vielmehr gehen vor allem einzelne Vitalstoffe wie hitzeempfindliche Vitamine kaputt. Andere hitzestabile Vitalstoffe wie Mineralien und bestimmte Vitamine bleiben vollständig erhalten. Dadurch wird das Vitalstoffverhältnis im Saft noch einseitiger und unnatürlicher.

          Für die Verdauung von Saft und der Verstoffwechslung der Inhaltsstoffe, wird aber ein breites Vitalstoffspektrum benötigt. Eins das so im Saft nicht mehr enthalten ist. Das heißt unser Körper muss auf Reserven zurückgreifen, um die fehlenden Vitalstoffe zur Verfügung zu stellen. Passiert das Anzapfen der Reserven mal ist das sicher nicht problematisch. Auf die Dauer führt dies aber zu einer Überbelastung und damit auch irgendwann zu gesundheitlichen Beschwerden.

          – „Zugegeben bei der Herstellung von z.B. Apfeldicksaft oder Agavensirup gehen z.b. nicht Hitzestabile Vitamine verloren, Mineralien bleiben aber erhalten. Kann man das nicht als Kompromiss werten?“

          Das Problem von Apfeldicksaft und Agavensirup ist ähnlich wie beim Saft: Es sind Teilnahrungsmittel ohne Faserstoffe. Wir betrachten sie als äquivalent zu einem Saftkonzentrat vor der Rückverdünnung. Durch die fehlenden Faserstoffe kann der enthaltene Zucker unter Umständen sehr schnell ins Blut übergehen. Durch Erhitzen gehen weitere einzelne Vitalstoffe verloren. Dadurch wird das noch enthaltene Vitalstoffspektrum noch schmaler und damit ungünstiger (siehe oben).

          Liebe Grüße

          • Hallo Iris,

            wir sind deine Fragen nochmal durchgegangen und wollen jetzt endlich die noch übriggebliebenen beantworten.

            – Ihr schreibt “Fabrikzucker kann Vollkornprodukte und Frischkost (rohes Gemüse & Obst) unverträglich machen, auch wenn dieser nur in kleinen Mengen verzehrt wird.”
            Warum? bzw. vor allem Wie? könnt ihr mir das erklären?

            Das Phänomen ist eine Beobachtung aus der Praxis. Wieso Unverträglichkeiten auftreten können, wissen wir nicht. Es tritt ja auch nicht zwangsläufig auf. Nach Aussage von Dr. Bruker betrifft es eher Personen, die ein geschwächtes Verdauungssystem haben.

            – Ihr schreibt “… fehlen im Fabrikzucker die natürlichen Begleitstoffe (Vitalstoffe), die noch im natürlichen Ausgangsprodukt vorhanden sind. ” Welche sind das? ich weiß, ‘Vitalstoffe’ ist ein tolles Schlagwort, aber es ist halt genau Dieses, ein Schlagwort. Beim Mehl habt ihr so schöne Details, warum nicht auch beim Zucker?

            Weißer Haushaltszucker und andere reine Zuckerarten enthalten nur noch Zuckermoleküle, sonst nichts ;-). Naja, stimmt nicht ganz, von manchen Mineralstoffen und Spurenelementen finden sich noch minimale Spuren. Wie alle Lebensmittel (frisches unerhitztes Obst, Gemüse, Getreide, Saaten und Nüsse) enthalten frische Rüben Wasser, Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten sowie ein breites Spektrum an Vitalstoffen. Leider ist es uns nicht gelungen eine Auflistung der exakten Inhaltsstoffe von Zuckerrohr oder Zuckerrübe zu finden.

            – wie bewertet ihr gekauftes VK-Mehl? Wisst ihr wie hoch Lagerverluste bei den einzelnen ‘Vitalstoffen’ sind? Wisst ihr wie hoch die einzelnen ‘Vitalstoffverluste’ beim Backen/Erhitzen sind? Wisst ihr wie hoch die einzelnen ‘Vitalstoffverluste’ bei der Lagerung des ganzen Korns sind?

            Wie viel Prozent von welchen Vitaminen & Co in welcher Zeit verloren gehen, können wir nicht sagen. Das hängt immer von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Zum Beispiel, wie hoch die Temperatur beim Erhitzen ist und wie lange gebacken wurde. Auf die übrigen Fragen sind wir in unserem Artikel “4 Dinge essen” eingegangen:

            Warum wird Mehl immer frisch gemahlen?
            Der wichtigste Bestandteil von Getreide ist der Getreidekeim. Dieser enthält neben Mineralstoffen, Spurenelementen, hochwertigem Eiweiß und (B-)Vitaminen auch Keimöl. Sobald Getreidekörner mit Keim gemahlen werden, fangen die Fettsäuren durch Kontakt mit dem Luftsauerstoff an zu oxidieren und werden schnell ranzig bzw. schmecken bitter. Bis das Mehl wirklich ungenießbar ist, vergehen zwar ein paar Wochen, aber auch andere Vitalstoffe wie Vitamine und Aromastoffe gehen durch Kontakt mit dem Luftsauerstoff verloren. Der Vitalstoffverlust beginnt ab Zeitpunkt des Mahlens, da die Körner aufgebrochen werden und nicht mehr von einer schützenden Hülle umgeben sind. In der vitallstoffreichen Vollwertkost wird daher Vollkornmehl, das älter als zwei Wochen ist, als ähnlich vitalstoffarm wie Auszugsmehl eingestuft. Dagegen sind ganze Getreidekörner hervorragende “Naturkonserven”. Keimfähiges, unbeschädigtes Getreide lässt sich bei den richtigen Bedingungen (trocken, luftig, kühl und dunkel) über Jahre lagern.

            Warum ist gekauftes Vollkornmehl lange haltbar?
            Vollkornmehl oder Vollkornschrot lässt sich eigentlich nicht wochen- oder monatelang lagern. Vollkornmehl aus dem Laden dagegen schon. Wie ist das möglich? Zum Haltbarmachen wird der wichtige Getreidekeim vor dem Mahlen entfernt und erhitzt wieder dem Mehl hinzugefügt. Dieses gekaufte Vollkornmehl enthält zwar noch viele Mineralien, aber durch die Hitzebehandlung und die lange Lagerung gehen vor allem Vitamine, Aromastoffe und ungesättigte Fettsäuren verloren.

  5. Hallo,

    dies ist ein ganz toller Blog mit vielen informativen Artikeln. Danke dafür.
    Wenn durch den Saft dem Körper viel zu viele Vitamine und Spurenelemente (bei naturtrüben Saft) zugeführt werden, wie ist dass denn bei grünen Smoothies? Auch dabei wird doch in kurzer Zeit mehr aufgenommen als wenn es in der natürlichen Form verzehrt wird?

    Viele Grüße
    Sperling

    • Hallo Sperling,

      vielen Dank für dein Lob und herzlich willkommen auf unserem Blog :-).

      In der vitalstoffreichen Vollwertkost wird vor allem das unnatürliche Verhältnis von Vitalstoffen in Säften als ungünstig eingestuft. Dazu kommt dass Säfte viel schneller getrunken werden, als das man die entsprechende Menge Früchte essen könnte. Einen ausführlichen Artikel zu Säften haben wir gerade auch in der Vorbereitung.

      Bei Smoothies wird die ganze Frucht bzw. das ganze Gemüse verwendet. Hier sind anders als bei Saft noch alle Stoffe im natürlichen Verhältnis vorhanden. Allerdings kann man einen Smoothie auch viel schneller Trinken, als man die Zutaten essen könnte. Dies kann bei Personen mit einem sehr empfindlichen Verdauungssystem zu Problemen führen. Die Befürworter von grünen Smoothies empfehlen daher einen Smoothie langsam Schluck für Schluck zu trinken und jeden Schluck gut einzuspeicheln.

      Liebe Grüße

  6. hallo, ich stelle ab u. an sojamilch selbst her, die bohnen sind aus deutschem bioanbau u. genfrei, ist dass ok oder sollte man die sojamilch auch meiden obwohl keinerlei zusatzstoffe drin sind?

    • Unser Ansicht nach sind Sojabohnen wie andere Bohnen zu betrachten. Als ganze Bohnen können sie sicherlich ohne Bedenken gegessen werden. Zumindest, wenn sie wie deine aus biologischem Anbau stammen und nicht gentechnisch manipuliert wurden. Dr. Bruker riet von Soja ab, weil er den Eiweißanteil für sehr hoch hielt. Sojabohnen sollten also nicht kontinuierlich in großen Mengen gegessen werden.

      Sojamilch enthält nur ein Teil der in Sojabohnen enthaltenen Stoffe und ist als Teilnahrungsmittel ähnlich wie Saft einzustufen. Auch selbst hergestellte Sojamilch würden wir daher nicht unbedingt empfehlen.

      Eine Diskussion zu dem Thema kannst du auch im Vollwert-Forum finden:
      http://www.gesundheitsforum-mainz-wiesbaden.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=9732&p=96057&hilit=sojamilch+selber+herstellen

  7. Hallo 🙂
    Toller Blog- echt klasse.
    Ich hab da noch viel vor mir…Vorallem meine zwei Männer zu überzeugen :))

    Ich muss mal zwei oder drei…fragen loswerden..
    1.) warum denn keinen unraffinietren Rohrzucker (da wäre die weitere Frage wo ist der Unterschied zwischen vollrohrzucker und Rohrohrzucker?!)
    2.) ist es ein Unterschied ob Agavendicksaft oder Agavensirup?
    3.) beim backen und kochen (am Beispiel von Nudeln habt ihr es ja schon beschrieben) gehen dem Getreide- oder Mehl – ja ziemlich viele Vitamine und Co verloren.
    Ist denn dann überhaupt noch ein Unterschied zu den Industrie-Produkten?! (Egal ob jetzt Reis oder Mehl)

    So, ich werde weiter fleißig durchstöbern…
    Ich bin gerade dabei eine Alternative zur Butter zu suchen und herzustellen. Dazu habt ihr ja hier einiges zusammengetragen.
    Denn irgendwie möchte ich kein Drüsensekret (auch kein zu Sahne oder Butter weiterverarbeitetes) zu mir nehmen.zumal Milch (der jeweiligen Spezies) für eben deren Babys sind. Niemand würde auf die Idee kommen mich zu melken (ich Stille noch). Das ist aber meine persönliche Meinung und nur für mich wichtig 🙂
    Warum gibt es eigentlich keine Hunde-oder Rattenmilch (mal von der Menge abgesehen…)
    …aber ich drifte ab :))))

    Danke für die vielen schönen Gedankenanstöße

    • Hallo Sanny,

      wir tendieren aus ethischen Gründen auch eher zu einer veganen-vollwertigen Ernährung, sind da aber noch nicht konsequent…

      zu 1.)
      Roh-Rohrzucker (https://de.wikipedia.org/wiki/Rohrzucker) durchläuft ebenfalls Raffinationsprozesse (https://de.wikipedia.org/wiki/Zuckerfabrikation), nur nicht so ganz viele wie der weiße Haushaltszucker.

      Vollrohrzucker wird beworben als angeblich lediglich getrockneter Zuckerrohrsaft, der noch alle Inhaltsstoffe besitzt. Tatsächlich wird Vollrohrzucker aber gefiltert, erhitzt und z.T. sogar mit Kalk und Kohlensäure gereinigt (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Vollrohrzucker ). Dadurch gehen natürlich ursprünglich enthaltene Vitalstoffe verloren.

      Der Unterschied zwischen den beiden Zuckerarten ist, dass Vollrohrzucker noch etwas mehr Vitalstoffe als Roh-Rohrzucker enthält. Da beide Zuckerarten aber stark konzentriert sind und in ihrer Vitalstoffzusammensetzung verändert wurden, werden sie in der vitalstoffreichen Vollwertkost nicht verwendet. Roh-Rohrzucker und Vollrohrzucker können genauso wie weißer Haushaltszucker zu starken Blutzuckerschwankungen führen und bei empfindlichen Menschen auch Verdauungsbeschwerden hervorrufen, wenn sie zusammen mit Rohkost oder Vollkornprodukten gegessen werden.

      zu 2.)
      Unseres Wissens sind Agavendicksaft und Agavensirup zwei unterschiedliche Namen für das gleiche Produkt (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Agavensirup ).

      zu 3.)
      Auszugsmehl Typ 405 aus dem Supermarkt besteht nur noch aus dem Stärkekern vom Getreidekorn, da vor dem Mahlen die wertvollen Randschichten und der Keimling entfernt werden. In den Randschichten und im Keimling sitzen aber fast alle Vitalstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Enzyme, Faserstoffe (siehe auch die Tabelle im Blogpost). Außerdem werden diesem Mehl oft nicht deklarierungspflichtige Hilfsstoffe zugesetzt, die für eine bessere gleichbleibende Backeigenschaft sorgen. Solche “Chemie” wollen wir lieber nicht in unserem Essen haben.

      Wenn Auszugsmehl erhitzt wird, ist nicht mehr viel da, was verloren gehen kann. Anders als beim frischgemahlenem Vollkornmehl. Durch das Erhitzen verringern sich natürlich hitzeempfindliche Vitalstoffe wie Vitamin B1 und Enzyme. Nach dem Erhitzen enthält Gebäck aus frischgemahlenem Getreide im Gegensatz zu dem aus Auszugsmehl bzw. gekauftem Mehl aber immer noch seine hitzeunempfindlichen Vitalstoffe wie Mineralstoffe und hitzeunempfindliche Vitamine. Zudem wird Brot beim Backen im Inneren nie heißer als 100°C. Das ist ein Effekt, der durch die Wasserverdunstung entsteht.

      Da aber auch Produkte aus frischgemahlenem Vollkornmehl beim Erhitzen Vitalstoffe verlieren, reichen sie allein zur Gesunderhaltung nicht aus. Daher wird in der vitalstoffreichen Vollwertkost die Bedeutung der Frischkost betont und empfohlen, täglich unerhitztes Getreide als Frischkorngericht zu essen, um die Vitamin B1 Versorgung zu sichern.

      Sehr spannend sind in diesem Zusammenhang auch die Forschungen von Kühnau und Bernasek. Sie haben in Fütterungsversuchen festgestellt, dass Tiere, die mit frisch gemahlenem Vollkornmehl und Brot aus frisch gemahlenem Vollkornmehl gefüttert wurden, auch in der 4. Generation noch gesunde Nachkommen bekamen. Anders sah dies bei den Tieren aus, die mit 14 Tage alten Vollkornmehl, Brot aus 14 Tage alten Vollkornmehl und Auszugsmehl gefüttert wurden. Diese Tiere entwickelten über die Generationen degenerative Erkrankungen und bekamen ab der 4. Generation keine Nachkommen mehr. Eine genauere Tabelle mit den Daten findest du im Vollwert-Forum (http://www.gesundheitsforum-mainz-wiesbaden.de/forum/viewtopic.php?f=9&t=39&p=61679&hilit=mehlvergleich#p61679).

      Fazit: Es besteht zwischen frisch gemahlenem Vollkornmehl und Industrieprodukten aus Auszugsmehl ein großer Unterschied.

      Wir sind jedesmal fasziniert den Unterschied zwischen den Mehlen beim Anfassen und daran Riechen wahrzunehmen: frischgemahlenes Mehl und Brot daraus duftet richtig aromatisch. Frischgemahlenes Vollkornmehl fühlt sich auch irgendwie viel lebendiger an als gekauftes Vollkornmehl.

      Noch viel Freude beim Durchstöbern unseres Blogs :-)!

      Liebe Grüße

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  10. Hallo ihr Zwei!
    Ich bin hellauf beigeistert von eurem Blog, der so sehr im Widerspruch steht zum derzeit so trendigen Veganismus, bei dem aber auch Auszugsmehle und genmanipulierte Sojaprodukte auf dem Speiseplan stehen.

    Momentan verschlinge ich einen großartigen Artikel nach dem anderen und finde dennoch nichts zur Zuckeralternative Stevia.
    Bruker würde es wegen der Vielzahl an Verarbeitungsschritten sicherlich ablehen, aber wie steht ihr beide dazu?

    Vielen Dank für die zahlreichen klugen Infos,
    über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Caro

    • Hallo Caro,
      vielen Dank :-)!

      Zu deiner Steviafrage: Gegen frisch gezupfte Blättchen von einer Steviapflanze auf Fensterbank, Garten oder Balkon ist sicher nichts auszusetzen – wenn man den Geschmack mag.

      Bei dem was man als Stevia in Pulverform kaufen kann, muss man unserer Einschätzung nach genau hinschauen:

      Wenn es sich um grünes Pulver handelt, dass wirklich nur reine getrocknete Steviablätter enthält, ist das nicht sonderlich problematisch. Wenn man es genau nimmt sind natürlich Vitalstoffe bei einem Trocknungsprozess von über 42°C und durch Oxidation mit dem Luftsauerstoff verlorengegangen. Aber das trifft auch auf andere Gewürze in Pulverform zu.

      Was wir gar nicht empfehlen können, ist das weiße Steviapulver. Bei diesem handelt es sich um einen getrockneten Steviaauszug, bei dem die süßen Stoffe konzentriert wurden. Hier fehlen die vielen Begleitstoffe, die in den frischen und z.T. auch in den getrockneten Steviablättern vorhanden sind.

      Liebe Grüße

  11. Hallo ihr zwei,
    eure Seite habe ich mir das erste Mal vor etwa 3 Monaten angeschaut.Ich wollte sie erst nur überfliegen,muß gestehen das ich aber fast 2 Stunden hängen geblieben bin.Kurzum,eure Seite ist toll und ich stöber immer wieder hier rum!
    Ich ernähre mich vegan und habe manchmal das Gefühl,das mir das nicht reicht.Ich würde gerne versuchen mich zusätzlich vollwertig zu ernähren.Was mir ein wenig Schwierigkeiten bereitet,ist die Wahl des richtigen Öls.Darf ich fragen welche Marke/Sorte ihr kauft und wo ihr es bezieht?
    lg.Daniela

    • Hallo Daniela,
      gute Öle zu finden, ist in der Tat nicht so einfach. Wir kaufen grundsätzlich kalt gepresste Öle aus biologischen Anbau.

      Um Abwechslung zu haben, kaufen wir nicht nur von einem Hersteller Öl sondern wechseln öfters mal die Sorte. Gerne greifen wir dabei auf Olivenöle von arteFakt oder der Fattoria La Vialla zurück.

      Ansonsten kaufen wir unsere Öle auch oft von speziellen Ölmühlen wie der Wesermühle, Ölmühle Solling oder Ölmühle Werder.

      Liebe Grüße

  12. Hallo,
    das frischgepresste Säfte nicht gut sein sollen kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Es gibt sehr viele gute Bücher von Dr.Norman Walkerüber den hohen Gesundheitswert von frischgepressten Obst und Gemüsesäften.In seinen Buch FRISCHE FRUCHT-UND GEMÜSESÄFTE wird ganz genau erklärt , warum das so ist.Es gibt eben nicht nur eine
    Wahrheit.
    Liebe Grüße

    • Hallo Sonja,

      die Bücher von Norman Walker haben wir leider nicht da, so dass wir seine Argumentation nicht nachlesen können. Dr. Bruker sprach sich ja nicht prinzipiell gegen das Safttrinken aus. Er war nur der Meinung, dass man nicht einfach nur Saft trinken sollte statt frisches Obst und Gemüse zu essen. Denn im Saft ist nicht mehr die selbe Vitalstoffzusammensetzung wie im frischen Obst und Gemüse enthalten. Genauer haben wir uns mit dem Thema Saft in unserem Artikel: “Saft ist nicht gleich Saft – warum wir Säfte meiden” beschäftigt.

      Wir würden anstelle von Säften eher zu (grünen) Smoothies greifen, am besten noch mit grünen Blättern neben dem Obst. In solchen Smoothies ist noch alles aus Obst und Gemüse enthalten. Außerdem wird nichts verschwendet (bei Saft verbleibt viel im Trester) und der Arbeitsaufwand fürs Putzen der Geräte ist unserer Erfahrung nach bei der Smoothiezubereitung geringer ;-).

      Schnell herunterkippen sollte man allerdings weder Saft noch Smoothie. Um den Körper nicht mir Vitalstoffen und Nährstoffen in kurzer Zeit zu überfluten und dadurch zu belasten, macht es Sinn langsam zu trinken und jeden Schluck kurzzeitig im Mund zu behalten.

      Aber wir sind ja lernfähig ;-). Wieso würdest du frischgepressten Saft empfehlen?

      Liebe Grüße

  13. Hallo ihr Zwei ,
    ich würde Saft empfehlen, weil wenn die Früchte erst zu einem Brei verarbeitet werden und anschließend der Saft
    ausgepresst wird, gelangt das Maximum an Vitaminen , Enzymen und Mineralien in den Saft.Man kann das auch
    nicht jeden Tag machen, weil man dazu viel Rohmaterial benötigt. Ich trinke auch viel Osmosewasser und grünen Tee
    auch Smoothies.Eine Weile habe ich mal zum Frühstück rohen gemahlenen Amaranth und Quinoa gegessen.Ich glaube immer mal was anderes auszuprobieren ist besser als immer bei einer Sache zu bleiben.Kein Mensch auf der
    Welt weiß was richtig ist.Es sind alles nur Vermutungen wie es sein könnte.Das ist mit den vielen Ernährungsformen genau so.Das einzige was man niemals essen sollte ist Schweinefleisch. Liebe Grüße Sonja
    ,

    • Hallo Sonja,
      vermutlich könnten sich die ganzen Rohkostrichtungen, die Urköstler, die Vollwertrichtungen, die verschiedenen Steinzeitdiäten und verwandte Ernährungsrichtungen auf einen Punkt einigen: Die Nahrung sollte möglichst “artgerecht” und möglichst unverändert sein, um den größten gesundheitlichen Wert für den Menschen zu haben. Das Einzige, wo Unstimmigkeit herrscht, ist wie das in der Praxis aussehen sollte ;-).

      Liebe Grüße

  14. Pingback: Gluten free Buckwheat-Almond-Cookies with caramelized Carrots

  15. Pingback: Vitalstoffreiche Vollwertkost für Schwangere – Tipps und Empfehlungen

  16. Klasse Seite 🙂

  17. Hallo ihr beiden,

    zuerst möchte ich mich für diese tolle Seite mit den vielen Tips, Erklärungen und Rezepten bedanken.

    Aufgrund meiner Neurodermitis habe ich vor einigen Monaten meine Nahrung auf Vollwertkost umgestellt.

    Als Alternative zum Vollkorngetreide nutze ich auch immer öfters Maismehl und Maismehlprodukte (ohne Zusatzstoffe). Wie bewertet ihr diese aus Sicht der vitalstoffreichen Ernährung?
    Was denkt ihr über Sojaprodukte als Eiweißquelle und „Fleischersatz“ zB für Soßen?

    Viele liebe Grüße
    Theresa

    • Hallo Theresa,
      dankeschön 🙂 !

      Mais ist zunächst einmal völlig in Ordnung in der vitalstoffreichen Vollwertkost. Gekauftes Vollkornmehl (auch Maismehl) essen wir nur ungerne, da durch den Kontakt mit dem Luftsauerstoff über die Zeit der Lagerung manche Vitalstoffe oxidieren und damit verloren gehen. Es gibt aber auch Getreidemühlen, die Mais zu Maismehl vermahlen können und man dadurch selbst Maismehl herstellen kann. Unsere Komo Fidibus 21 ist dafür leider nicht geeignet.

      Genauso verhält es sich mit gekauften Vollkornprodukten. Diese wurden vermutlich nicht aus frisch gemahlenem Mehl hergestellt. Zumindest ist uns noch kein Produkt aufgefallen, bei dem der Hersteller das drauf geschrieben hat 😉 .

      Naturbelassene Sojabohnen ordnen wir wie andere Bohnen ein: Selbst gekocht würden wir sie essen. Allerdings schmecken uns andere Bohnen sehr viel besser als Sojabohnen.

      Sojaprodukte sind meist hochverarbeitet und haben durch diese Verarbeitung eine Vielzahl von Vitalstoffen eingebüsst. Zudem enthalten Sojaprodukte oft noch Zusatzstoffe, die unseren Körper tendenziell belasten. Dazu kommt das Problem der Genmanipulation, denn ein Großteil der angebauten Soja ist gentechnisch verändert. Das führt dazu, dass z.B. durch den Transport auch nicht gentechnisch veränderte Soja mit gentechnisch veränderten Sojabohnen kontaminiert werden. Einzige Außnahme bieten vermutlich die Sojabohnen aus Tirol, da dort keine gentechnisch veränderten Sojabohnen angebaut werden dürfen.

      Dr. Bruker, der Begründer der vitalstoffreichen Vollwertkost, stand dem Sojakonsum kritisch gegenüber, da er bei seinen Patienten eine negative Auswirkung von Soja auf Allergien festzustellen meinte. Was da dran ist, können wir nicht wirklich beurteilen.

      Als Eiweißquelle ist Soja zumindest unnötig. Durch grüne Blätter, Gemüse, Nüsse, Saaten und Getreide können wir mehr als genug Eiweiß aufnehmen. Als Fleischersatz greifen wir lieber auf Grünkern bzw. eine Mischung aus Grünkern und Walnüssen zurück z. B. bei unserem Chili.

      Die einzigen Sojaprodukte, die wir in Bioqualität für in Ordnung halten sind Sojasoße, Misopaste, Natto und Tempeh.

      Liebe Grüße

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  19. Hallo,
    ich habe eine Verständnisfrage an euch:

    Honig ist doch nicht so schädlich wie Zucker, weil er unverarbeitet ist und er roh viele Vitalstoffe hat. Wenn man ihn isst, löst er nicht die schlechten Prozesse im Körper aus, wie Honig, weil die Süße in Kombination mit Vitalstoffen aufgenommen wird. Warum ist dann Honig, wenn er erhitzt ist nicht genauso schädlich wie Zucker, wenn beim erhitzen (z.B. wenn man mit Honig Kuchen backt) doch alle Vitalstoffe zerstört werden?
    Das selbe wollte ich bei Brot fragen: Das Getreide im Frischkornmüsli sehr gesund ist, versteht ich. Aber im Brot, wird es ja auch bis auf 200° erhitzt und dadurch alle/viele (?) Vitalstoffe zerstört. Warum ist das Mehl hier nicht genauso wertlos wie anderes Mehl?

    • Selbst naturbelassener Honig ist im Übermaß nicht gesund und kann z.B. Karies verursachen.

      Unter Vitalstoffen werden Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, ungesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. natürliche Aromen zusammengefasst. Hitze wird von diesen Vitalstoffen ganz unterschiedlich gut vertragen: Einige Vitamine, die Enzyme, ungesättigte Fettsäuren und einige sekundäre Pflanzenstoffe sind sehr hitzeempfindlich. Andere Vitalstoffe wie z.B. einige Vitamine und die Ballaststoffe sind relativ hitzebeständig. Mineralstoffe und Spurenelemente sind durch Hitze nicht kaputt zu bekommen.

      Weißer Haushaltszucker sind fast reine Zuckermoleküle. Es können höchstens noch winzigkleine Spuren von manchen Vitalstoffen im Labor gemessen werden. Honig enthält dagegen eine Reihe Vitalstoffe (insbesondere verschiedene Vitaminen, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und natürlichen Aromastoffe).

      Wenn Honig erhitzt wird, beginnen einige Vitamine wie z.B. Vitamin B1 kaputt zu gehen, Enzyme verändern ihre Form und verlieren dadurch ihre Funktion (gehen also auch kaputt) und Aromastoffe fangen an sich zu verflüchtigen. Je nach Dauer und Höhe der Hitze kann der Verlust relativ niedrig oder relativ hoch sein. Es ist nicht so, dass sofort alle hitzeempfindlichen Vitalstoffe auf einmal kaputt gehen, wenn der Honig etwas erhitzt wird. Die Zerstörung von hitzeempfindlichen Vitalstoffen wird immer größer je höher und je länger ein Lebensmittel erhitzt wird. Hitzestabile Vitamine, die Mineralstoffe und die Spurenelemente bleiben sowieso erhalten. Auch erhitzter Honig besitzt also immer noch deutlich mehr Vitalstoffe als raffinierter Zucker.

      Beim Brot aus frischgemahlenem Mehl verhält es sich ganz ähnlich wie beim Erhitzten von Honig: Nur einige hitzeempfindliche Vitalstoffe fangen beim Backen an kaputt zu gehen, aber nicht alle. Die Hitze im Brot beträgt auch keine 200°C, obwohl der Ofen so heiß eingestellt ist. Dadurch das Wasser aus dem Brot beim Backen verdunstet entsteht ein Kühlungseffekt, der bewirkt, dass die Temperatur vom Brot unter 100°C bleibt.

      Liebe Grüße

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  21. Hi ihr zwei,
    bin grad durch Zufall auf euren Block gestoßen 🙂
    Auf Anhieb hätte ich gesagt Syramena und Isomaltulose fehlen. Vielleicht fallen mir noch ein paar andere tolle Deklarationen auf, die ihr noch nicht in eurem Wimmelbild eingebaut habt, wenn ich noch länger schaue 😉
    Habt ihr alles sehr verständlich erklärt – besonders die Sache mit der Strittigkeit der Experten, wie jetzt genau die artgerechte Menschennahrung tatsächlich in der Praxis aussehen soll…
    Viel Erfolg noch und alles Liebe für euren Nachwuchs.
    Gruß
    Lavinia

    • Hallo Lavinia,
      herzlich willkommen auf unserem Blog und herzlichen Dank für deine Glückwünsche! Vielen Dank auch für die beiden weiteren Fabrikzuckernamen, die hatten wir noch nicht auf dem Schirm. In der Grafik mit den Zuckernamen fehlen sicherlich noch ein paar weitere Begriffe.

      Dir auch viel Erfolg! (Dein Angebot klingt sehr umfangreich und spannend.)

      Liebe Grüße

      • Hi ihr 3 1/2,

        dann sag ich auch mal willkommen auf meinen Seiten 🙂 Danke, mir liegt ein personalisiertes und individualisiertes Angebot sehr am Herzen.

        Wie ihr schon so Ausführlich beschrieben habt, ist Zucker wirklich hinter so vielen Begriffen „versteckt“…mir würden noch Sucrose, Palatinose und Ribose einfallen.
        Ich wünsche euch eine tolle Babypause und vielleicht liest man sicch ja mal wieder 😉

        Alles Liebe,
        Lavinia

  22. Liebe Melanie, lieber Sönke,

    ich habe auch noch zwei Ergänzungen für das Wimmelbild: Kokosblütenzucker und Getreidezucker, beides gesehen in einem großen Drogeriemarkt. Eine orangefarbene runde Dose mit der Aufschrift „Xucker“ ist mir dort auch aufgefallen, da ist Erythrit (ein Süssstoff) drin. Manchmal staune ich ja, was man alles kaufen kann heutzutage- hab natürlich alles im Regal stehen gelassen 🙂 Nochmal alles Gute zu Eurem Familienzuwachs und ich hoffe, dass Ihr Euch schon ein wenig eingelebt habt zu viert.
    Viele liebe Grüße, Cerstin

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