Gastartikel: Vegane Linsen-Kichererbsen-Masala von Kati (Projekt: sorglos)

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Im heutigen Gastartikel schwingt ein bisschen Fernweh mit: Unsere Gastautorin Kati und ihr Mann Andy vom Blog ‚Projekt: sorglos sind viel um die Welt gereist. Momentan leben sie auf der anderen Seite der Erde in Australien. Als die beiden im Winter zu Besuch in Deutschland waren, haben wir die Gelegenheit genutzt und uns mit dem sympathischen Paar gemütlich in einem Osnabrücker Café getroffen. Dabei haben wir viel Spannendes über Australien gelernt. Am liebsten wären wir damals gleich nach Australien geflogen, um dem nass-kalten Wetter hier zu entfliehen. 😉 Für unseren Blog haben sie das Rezept ein exotisches veganes Masala im Gepäck: Veganes Linsen-Kichererbsen-Masala
Hallo ihr Lieben! Mein Name ist Kati von ‚Projekt: sorglos‘ und ich fühle mich geehrt auf Melanies und Sönkes Blog eine Kleinigkeit beisteuern zu dürfen. Besonders, weil der Vollwert-Blog bei unserem Prozess hin zu einem gesünderen Lebensstil so eine große Rolle spielte.

Das Rezept, das ich gerne mit euch teilen wollte, ist ein kleiner Nachklang von unserer Zeit in Langkawi, Malaysia. Auf unserem Heimweg von Deutschland nach Australien haben wir dort nämlich einen Zwischenstopp gemacht, um uns wieder an die Zeit auf der anderen Seite der Weltkugel zu gewöhnen und auch um uns etwas aufzuwärmen. 🙂 Dort haben wir uns hauptsächlich von wunderbar würzigen Masalas und Reis ernährt, das Meer, die Sonne und die multikulturelle Bevölkerung genossen.

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, warum Menschen in Ländern wie Malaysia, Indien, Mexiko usw. so gut drauf sind? Ich bin darauf gestoßen als ich mich näher mit einer Zutat befasst habe, die in all diesen Ländern ständig genutzt wird: Chili!

Chili erhält seine Schärfe durch den Stoff Capsaicin, der folgende Eigenschaften hat:

  • Er sorgt für gute Laune
  • Lindert Schmerzen und hilft auch bei Muskelkater
  • Vermindert Entzündungen und wirkt abschwellend weshalb Arthrose Beschwerden gelindert werden können
  • Lässt sich weder von Hitze noch von Kälte verstören und ist damit wunderbar in Gerichten einzusetzen, die lange und heiß gekocht werden ohne, dass der Wirkstoff abgeschwächt wird

Der Vitamin C Gehalt ist siebenmal so hoch wie bei einer Orange und auch Vitamin A, sowie Beta-Carotin und Alpha-Carotin passen alle in diese kleine Schote.

Wenn ihr einmal Chili in einem Erste-Hilfe-Set findet, braucht ihr euch auch nicht zu wundern, denn die blutstillende Wirkung ist enorm! 2 Teelöffel Chilipulver eingenommen, stillt selbst starke Blutungen. Deshalb werden Chilischoten manchmal auch bei der Pflasterherstellung genutzt.

Natürlich ist ein toller Bonus, dass sie dem Essen auch einen ganz besonderen, angenehmen Geschmack verleihen und gar den Stoffwechsel und damit Gewichtsreduktion anregen! Nach einem Gericht wie diesem wird das Sättigungsgefühl erhöht und damit wird dem Heißhunger vorgebeugt.

Viele gute Gründe das Essen etwas schärfer zu würzen!

Bitte lasst euch nicht von der Länge des Rezepts abschrecken, es sieht schwieriger aus als es ist. Es ist eins dieser Gerichte, die am nächsten Tag besser schmecken als frisch und sich daher so gut vorbereiten lassen, wenn Besuch ansteht. Wir haben es mit Quinoa gegessen, doch wird es traditionell mit Reis oder Naan Brot genossen.

Vegane Linsen-Kichererbsen-Masala

4 Portionen
Ca. 30-45 min. Zubereitungszeit

125 g getrocknete Kichererbsen

Wenn möglich Kichererbsen über Nacht einweichen. Kichererbsen köcheln bis sie weich sind (das dauert ca. 40 – 45min). Ca. 25 g beiseite halten, den Rest der Kichererbsen pürieren und für später bereithalten.

1 TL natives Kokosnussöl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
ca. 2 cm Ingwer

Zutaten schälen, grob zerkleinern und ebenfalls pürieren bis eine Paste entsteht, diese zur Seite stellen.

natives Kokosnussöl oder Olivenöl
1 Chili (oder nach Geschmack)
1 TL Koriander (gemahlen)
1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
1 TL Garam Marsala*
1 TL Kurkuma (gemahlen)

Alle Gewürze mischen, während dessen das Öl in einem beschichteten Topf heiß werden lassen. Die Gewürze kurz anbraten bis sie intensiv riechen. Nun die Zwiebel/Ingwer/Knoblauch Paste mitbraten.

½ L Wasser
2 EL Tomatenmark
250ml Kokosnussmilch
100 g Linsen (wir haben gelbe Linsen verwandt, es eignet sich aber jede Linsensorte)
300 g – 500 g Gemüse gewürfelt (in unserem Marsala sind Süßkartoffeln drin, allerdings kann verwendet werden, was immer grad im Haus ist)

Mit Wasser ablöschen, restliche Zutaten zugeben, nun auch Linsen, Kichererbsen und Kichererbsenpüree zugeben und abgedeckt köcheln lassen bis das Gemüse und die Linsen gar sind.

Mit Vollkornreis, Quinoa oder Naanbrot** genießen.

*Garam Masala ist eine indische Gewürzmischung, die je nach Gebiet andere Inhaltsstoffe hat. Das Garam Masala, das wir nutzen, ist aus Indiens Norden und beinhaltet folgende Gewürze: Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel, Salz, Knoblauch, Zimt und Kardamom
**Auf dem Bild seht ihr unser Fladenbrot. Das Rezept dazu findet ihr auf meinem Blog.

Collage
Diese Bilder haben wir während unserer ersten Reise durch Malaysia geknipst. Wir waren fasziniert von Penangs wunderschönen Stränden, die menschenleer waren und durch einen paradiesischen Regenwald erreicht wurden. Die Frau auf dem folgenden Bild hatte ihrem Stand schon gegen sieben Uhr morgens geöffnet, damit all die Schulkinder ihr Frühstück und Mittagessen für die Schule holen konnten. Meiner Meinung nach gab sie den Kindern viel mehr als nur ein Essen mit, denn sie lächelte jedes der Kinder an und sorgte für gute Laune bevor die Schule losging.
In Kuala Lumpur trafen wir, wie auch im Rest Malaysias, auf sehr viele Inder. Die Frauen machten sich mit so viel Sorgfalt zurecht, dass wir immer wieder staunten. Diese zwei Mädels sind gerade auf dem Weg zu einer Hochzeit gewesen.
In Malaysias Hügeln wird Tee angebaut. Unendlich scheinen sich die Teeplantagen hinzuziehen und sehen absolut atemberaubend aus!

Na? Appetit bekommen – auf das Land und das Essen? Für beides lohnt es sich auf jeden Fall Zeit zu investieren.

Viel Spaß beim Nachkochen
Kati

Liebe Kati, herzlichen Dank für deinen Gastbeitrag! Wen hat beim Lesen ebenfalls das Fernweh gepackt? 🙂
P.S.: Falls ihr euch wundert, Salz fehlt absichtlich im Rezept. Auf Grund der vielen Gewürze ist Salz nicht unbedingt notwendig. Beim Nachkochen des Rezepts haben wir dennoch ein wenig ergänzt. Falls ihr andere Linsen als rote oder gelbe verwendet, würden wir empfehlen diese vorher über Nacht einzuweichen, da sonst die Kochzeit zu lang wird.

9 Kommentare

  1. Mmh, vielen Dank für dieses Rezept, und die stimmungsvolle Erzählung rundherum! Mit dem Rezept werde ich meinen in Indien geborenen Mann überraschen.

    • Gerne. 🙂 Da bin ich mal gespannt, was er sagt! Je nachdem aus welcher Region er kommt, ist er vielleicht ganz anderes gewöhnt? Viel Spaß beim kochen.
      xxx Kati

  2. Pingback: Naan Brot vegan

  3. Das Naan Brot brauchte mehrere Anläufe bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Nun habe ich aber endlich das weltbeste Naan Brot gefunden und hier findet ihr das Rezept dafür: https://projektsorglos.wordpress.com/2016/05/01/naan-brot-vegan/
    xxx Kati

  4. Wow! Wie lecker! Gestern nachgekocht für heute-mit einem selbstgemachten Garam Masala nach Sarah Wiener und mit Zucchini, Möhren, Minitomaten…. SUPER! Vielen Dank für das köstliche Rezept!
    Nadja

  5. Hallo liebe Kati,

    vielen Dank für dieses tolle Rezept und diesen wunderschönen informativen Artikel. Ich „schleiche“ schon die ganzen letzten Tage um dieses köstlich aussehende Rezept herum und habe es nun heute ausprobiert. Und was soll ich sagen – es ist wirklich superlecker und wunderbar würzig, es hat einfach toll geschmeckt. Das gab es garantiert nicht zum letzten Mal. Bei nächster Gelegenheit wird dann auch das Naan-Brot ausprobiert, das steht schon ganz oben auf meiner Ausprobier-Wunschliste 🙂

    Vielen Dank nochmal und ganz viele liebe Grüße,

    Petra

    • Vielen Dank für dein Feedback Petra! Es freut mich, dass wir den gleichen Geschmack haben! 😉 Wir genießen unsere Masala auch sehr. Viel Spaß mit dem Naan Brot, das ist sicher auch etwas für dich. 🙂

      xxx Kati

  6. Voll lecker! Ich liebe Kichererbsen und zumindest geschmacklich den Hauch von Indien! Das wird es nun öfter geben, und es ist toll, dass man es gut vorbereiten kann. Das erleichtert den beruflichen Alltag :-). Danke für das Rezept!

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