Rhabarber trifft Erdbeere: Eine fruchtige Rhabarber-Erdbeer-Tarte

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Langsam aber sicher geht die Rhabarbersaison zu Ende. Aber kein Grund traurig zu sein, denn das Gartenjahr bringt kontinuierlich neue Köstlichkeiten. Mittlerweile ist die lang ersehnte Beerenzeit gestartet. Das Saisonende vom Rhabarber wollen wir daher mit einer fruchtigen Rhabarber-Tarte mit frischen Erdbeeren zelebrieren.

Das Rezept für die Tarte haben wir auf dem Blog Relloemein entdeckt. Die Zubereitung ist schön einfach: Einen Mürbeteig mit frisch gerösteten Haselnüssen backen und darauf ein frisch gekochtes Rhabarberkompott verteilen, das mit frischen Erdbeeren verfeinert wurde.
Rhabarber-Erdbeer-Tarte

Okay, ein bisschen Geduld braucht ihr bei der Zubereitung schon. Der Mürbeteig muss für mindestens eine Stunde kühl stehen, bevor ihr ihn backen könnt. Und das Kompott kommt erst auf den Boden, wenn beides etwas abgekühlt ist. Aber die lange Wartezeit lohnt sich :-). Wir finden, dass der saure Rhabarber vorzüglich mit den süßen Erdbeeren harmoniert.

Obwohl das Rezept nicht aus der Vollwert-Welt stammt, mussten wir keine großartige vollwertige Umwandlung vornehmen. Im Originalrezept wird bereits Vollkornmehl verwendet, wobei wir das Mehl natürlich mit unserer Mühle frisch gemahlen haben ;-). Den Zucker vom Originalrezept haben wir einfach gegen Honig ausgetauscht. Umwandlung abgeschlossen.

Im Original-Rezept wird das Rhabarberkompott mit Zucker zubereitet. Der Zucker geliert etwas und macht dadurch das Kompott fester. Wir hatten daher erst unsere Zweifel, ob das ebenfalls mit Honig funktioniert und haben beim ersten Backen mit etwas Agar-Agar nachgeholfen. Beim zweiten Backen haben wir das Agar-Agar weg gelassen. Das hat auch super funktioniert, nur der Belag bleibt ein wenig weicher. Je nachdem, wie fest ihr den Belag haben wollt, könnt ihr das Kompott mit oder ohne Agar-Agar kochen.

Agar-Agar ist eine pflanzliche Alternative zu Gelatine und wird aus einer Meeresalge gewonnen. Also nicht wundern, wenn euer Agar-Agar ein wenig „nach Meer“ riecht ;-). Aber keine Angst so wenig wie vom Agar-Agar verwendet wird, schmeckt der Kuchen nicht danach. Trotzdem ist es aus einem anderen Grund wichtig Agar-Agar sparsam zu dosieren. Was ihr damit andickt, sieht heiß noch sehr flüssig aus. Erst beim Abkühlen wird es dann richtig fest. Zu viel Agar-Agar und ihr habt wirklich schnittfesten Kuchen ;-).
Rhabarber-Erdbeer-Tarte

Fruchtige Rhabarber-Erdbeer-Tarte

1 Tarteform*
Tarteboden
180 g Vollkornmehl (Dinkel, Kamut oder Weizen), frisch gemahlen
60 g geröstete Haselnüsse, fein gemahlen
1 Prise Salz
60 g Butter
30 g Honig
ca. 2 EL kaltes Wasser

  1. Die Haselnüsse in einer trockenen Pfanne leicht anrösten, etwas abkühlen lassen und fein mahlen.
  2. Haselnüsse, Vollkornmehl, Salz, Butter, Honig in einer Küchenmaschine zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Das Wasser hinzugeben und mit den Händen zu einem festeren Teig kneten.
  3. Eine Tarteform mit Butter einfetten und den Teig gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Den Rand mit den Fingern hoch drücken.
  4. Den Teig für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  5. Nachdem der Teig fest geworden ist, diesen mit einer Gabel gleichmäßig einstechen, damit er sich beim Vorbacken nicht wölbt.
  6. Den Boden für ungefähr 15 Minuten bei 180°C Umluft (200°C Ober-/Unterhitze) im nicht-vorgeheizten Ofen backen.

Den Boden abkühlen lassen. In der Zwischenzeit könnt ihr das Rhabarber-Kompott mit Erdbeeren zubereiten.

* Falls ihr keine Tartefarm besitzt, könnt ihr eine 26 cm Springform verwenden.

Rhabarber-Erdbeer-Kompott

400 g Rhabarber, ältere Stangen schälen, in kleine Stücken geschnitten
1-2 EL Wasser
400 g Erdbeeren, geviertelt
80 g Honig
1 Messerspitze gemahlene Vanilleschote oder das Mark einer Vanilleschote
Optional
2 Messerspitzen Agar-Agar
2 Stängel Zitronenmelisse

  1. Den Rhabarber waschen, ältere Stangen ggf. schälen und den Rhabarber in kleine Stücke schneiden.
  2. Den Rhabarber in einen Topf geben, ein klein wenig (1-2 EL) Wasser hinzufügen, kurz aufkochen lassen und für ein paar Minuten zu einem dickflüssigen Kompott verkochen. Den Honig, Vanilleschote und optional Agar-Agar hinzufügen.
  3. Das Kompott etwas abkühlen lassen und währenddessen die Erdbeeren vierteln (sehr große Erdbeeren sechsteln).
  4. 350 g der Erdbeeren zum Kompott hinzugeben. Das Kompott ein paar Mal gut umrühren, so dass die Erdbeeren etwas Saft und Farbe an den Rhabarber abgeben.
  5. Das noch lauwarme Kompott auf dem Tarteboden verteilen und die Tarte mit den restlichen Erdbeeren und optional mit Zitronenmelisse dekorieren.
  6. Die Tarte anschließend noch für eine Weile kühl stellen, damit der Belag fest wird.
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6 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei,

    es ist schon einmal sehr gut, wenn ein Kuchenrezept mit wenig Honig auskommt,
    so wie bei dem Tarteboden angegeben sind 30 g Honig wirklich moderat 🙂
    Wenn nur der Rhababer nicht so furchtbar sauer wäre – der benötigt schon eine größere
    Portion Süße 😉
    Der Kuchen sieht auf alle Fälle sehr lecker aus, aber wie habt ihr den aus der Form bekommen,
    mit Fruchtbelag ist das schon etwas schwierig, es sei denn, er wird in der Form serviert.
    Liebe Grüße
    Marita

    • Hi Marita,

      serviert haben wir tatsächlich in der Tarteform. Das erste Stück war am schwierigsten aus der Form zu bekommen. Bei den weiteren Stücken wird es dann einfacher. Am besten wäre eine Tarteform, wo sich auch der Boden lösen lässt, aber sowas besitzen wir leider nicht ;-).

      Liebe Grüße

  2. Hallo Melanie & Sönke,
    ich habe heute Vormittag Eure Rhabarber-Erdbeer-Tarte gebacken. Tolles Rezept!!
    Da ich keine Haselnüsse zur Hand hatte, habe ich ungeröstete Walnüsse genommen. Die Tarte hat gut geschmeckt. Der Tarte-Boden zerging auf der Zunge. Die nächste Tarte werde ich mal mit gerösteten Cashewkernen zubereiten.
    Heute Nachmittag habe ich Eure schnellen Brötchen für das Abendbrot gebacken. Ich nehme immer das halbe Rezept. Ein Blech reicht für zwei oder drei Personen.
    Gruß Harald

    • Hallo Harald,
      wir freuen uns riesig, dass unsere Rezepte so gut bei euch ankommen :-). Mit Walnüssen können wir uns die Tarte auch sehr gut vorstellen. Das werden wir beim nächsten Nachbacken ausprobieren.

      Liebe Grüße

  3. Hallo Ihr zwei,

    erst Mal vielen Dank für Euren tollen Blog! Wir ernähren uns in den letzten Jahren immer gesünder und seit Weihnachten ziemlich konsequent vollwertig. Und Euer Blog hat schon des Öfteren für leckeres Essen gesorgt =)

    Auf der Suche nach nem leckeren Kuchen für Pfingsten bin ich in Eurem Blog auf dieses Rezept gestoßen. Es hört sich toll an, aber der Boden war ziemlich bröckelig; ich hab Kamut verwendet. Kann das an der Getreideart liegen? Bei Broten und Brötchen merken wir sonst keinen Unterschied zu Dinkel oder Weizen. Jedenfalls war es eher ein Dessert mit Bodenkrümeln und recht flüssigem Rhabarber-Erdbeer-Belag obendrauf. Zum Aufhübschen haben wir noch etwas Schlagsahne obendrauf gegeben, dann sah es so aus, als ob alles so sein sollte =) Geschmeckt hat es uns auf jeden Fall!!! Danke für das Rezept und weiter so =)

    • Hallo Sabine,
      Gebäck aus Kamut wird in der Regel etwas bröckeliger, daher nehmen wir eigentlich nie 100 % Kamut, sondern meist eine 1:1 Mischung aus Dinkel bzw. Weizen und Kamut. Super, dass ihr den Kuchen noch kreativ retten konntet 🙂 .

      Liebe Grüße

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