Knuspriges Kartoffelfladenbrot

Wie wir schon bei den Kartoffelspalten zugeben mussten, sind wir keine großen Kartoffelesser. Dennoch gibt es Kartoffelgerichte, bei denen wir ins Schwärmen geraten. Ein solches Gericht ist das Kartoffelfladenbrot, das wir letztes Jahr im zur Hochschule Osnabrück gehörigen WABE-Zentrum kennengelernt haben.
Kartoffelfladenbrot
Vor fast genau einem Jahr haben wir bei traumhaften Wetter eine gemütliche Wanderung zum dortigen Kartoffelfest gemacht und an vielen Ständen verschiedene Kartoffelsorten und Kartoffelspeisen getestet. Unser eindeutiger Favorit war das frisch aus dem Ofen servierte knusprige Kartoffelbrot. Das so lecker war, dass wir gleich mehrfach davon genascht haben. Praktischerweise wurde auch das Rezept verteilt. So konnten wir es in eine vollwertige Variante umwandeln und beispielsweise anstatt Weizenmehl Typ 450 frisch gemahlenen Dinkel verwenden. Wir lassen auch den Käse weg und bestreuen alternativ den fertig geformten Teig mit Sesam. So wird das Kartoffelfladenbrot sogar tiereiweißfrei.


Das Rezept ist hervorragend geeignet, falls ihr gekochte Kartoffeln übrig habt. Mit der Gabel zerdrückt oder durch eine Kartoffelpresse gegeben, finden sie ihre Verwendung im Kartoffelfladenbrot. Da wir so wenig Kartoffeln essen, haben wir allerdings nie Pellkartoffelreste übrig. Also kochen wir die Kartoffeln extra fürs Brot ;-). Meist kochen wir dann gleich die doppelte Menge, um zwei Kartoffelfladenbrote zu backen.

Am besten schmeckt das dünne Fladenbrot natürlich frisch aus dem Ofen. Kalt hat es uns aber auch schon unterwegs als leckerer Snack gedient. Angeblich soll das Kartoffelfladenbrot hervorragend zu Wein schmecken. Da wir keine Weintrinker sind, haben wir das allerdings noch nicht ausprobiert.
Kartoffelfladenbrot

Knuspriges Kartoffelfladenbrot

250 g Pellkartoffeln
1/2 TL Salz
30 g weiche Butter
60 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
Optional:
geriebener Käse oder Sesam zum Bestreuen

  1. Die Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse geben oder mit einer Gabel sehr fein drücken.
  2. In einer großen Schüssel die Kartoffeln mit dem Salz mischen. Dann die weiche Butter, sowie das Vollkornmehl dazugeben und die Masse zu einem Teig verkneten.
  3. Ein Backblech mit etwas Butter einfetten.
  4. Den Teig mit feuchten Händen auf dem Backblech möglichst dünn verteilen.
  5. Optional: Nach Geschmack mit Sesam (tiereiweißfreie Variante) oder mit geriebenen Käse bestreuen.
  6. Im Backofen ohne Vorheizen bei 225°C Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten backen, bis das Fladenbrot goldbraun ist.

Zubereitung im Thermomix

Die Zubereitung des Teigs im Thermomix ist super einfacher:

  1. Die geschälten Kartoffeln in den Thermomix geben und bei Stufe 4 ca. 15 Sekunden zerkleinern.
  2. Anschließend die restliche Zutaten hinzugeben und ca. 1 Minute Stufe 3 zu einem Teig verkneten.

19 Kommentare

  1. Marita Rüter

    Hallo,
    das Kartoffelfladenbrot sieht aber gut aus – muss ich unbedingt mal ausprobieren.
    Könnte mir vorstellen, es mit kleingeschnittener Rohkost und einem Dip zu füllen,
    oder kann man die Fladen nicht umklappen oder aufrollen ?

    • Melanie und Soenke

      Vielen Dank :-). Das Kartoffelbrot aufzurollen und zu füllen ist eine spannende Idee. Wenn du das Fladenbrot nicht extra knusprig bäckst, müsste es sich eigentlich aufrollen lassen. Das haben wir aber noch nicht ausprobiert.

  2. Mareike Albrecht

    Hallo ihr beiden,

    das Kartoffelbrot ist echt super, das gab es jetzt schon ein paar mal bei uns und es war immer köstlich. Für das Toppping habe ich eine Idee gehabt, die vermutlich auch zu
    vollwertiger Ernährung passt. Da wir keinen Käse mehr da hatten habe ich vor den Backen Kräuterbutter
    auf dem Kartoffelbrot verteilt. Das hat gut gepasst.

    LG Mareike

    • Melanie und Soenke

      Hallo Mareike,

      klar selbst gemachte Kräuterbutter ist vollwertig. Deine Kartoffelbrot-Variation klingt sehr lecker, werden wir mal ausprobieren :-).

      Liebe Grüße

  3. Hallo,

    habe heute das Kartoffelfladenbrot gebacken, schmeckte so lecker, so dass ich das ganze Brot auf einmal verputzt habe. Danke für das schöne Rezept!

    • Melanie und Sönke

      Wow, da hast du aber Hunger gehabt ;-). Freuen uns, dass dir das Brot so gut schmeckt!

      Liebe Grüße

  4. Olivenöl geht auch, kein Problem. wir haben noch eine klein geschnittene Zwiebel dazu gegeben und dafür den Sesam vergessen, das war auch echt lecker.

    • Melanie und Sönke

      Vielen Dank für den Hinweis und deine Variationsideen (auch wenn die nicht alle beabsichtigt waren 😉 ).

      Liebe Grüße

  5. Pingback: Mangold-Linsen-Curry mit Kartoffelfladenbrot | rezeptepenny

  6. Hallo ihr drei,

    herzlichen Dank für dieses superleckere Rezept! Haben gestern Abend die dppelte Portion zu zweit mit Gemüse und Sauerrahmsauce genossen. Wenn noch mehr da gewesen wäre hätten wir auch noch weiter gegessen 🙂 Ich hatte das Kartoffelfladenbrot in 3 Teile aufgeteilt: mit Sesam bestreut, ohne Belag und mit Schwarzkümmel. Die letzte Variante hat uns am besten geschmeckt. Einen Teil der unbestreuten Variante haben wir hinterher mit Rosmarin versehen, das war auch sehr lecker. Habe gestern den Auftrag erhalten das Kartoffelfladenbrot ab jetzt öfter zu machen, hätte das aber auch besondere Bitte gemacht: es ist soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo lecker!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Sonnige Grüße

    Ursula

    • Melanie und Sönke

      Hallo Ursula,
      vielen herzlichen Dank für dein enthusiastisches Lob!!! Wir freuen uns riesig, dass euch das Kartoffelfladenbrot so gut schmeckt 🙂 .

      Liebe Grüße

  7. Hallo, Ihr Lieben!

    Leider ist mir das Kartoffelbrot nicht knusprig geworden, obwohl ich es 2 mm dünn ausgerollt habe. Also hat der Fehler wahrscheinlich am Backen gelegen.
    Nehmt Ihr Heißluft oder Ober-Unterhitze 225°C?
    Und heizt Ihr den Ofen vor?

    Lieben Gruß!
    Gerlinde

    • Melanie und Sönke

      Hallo Gerlinde,
      wir nehmen Ober-/Unterhitze. Das haben wir gerade im Rezept ergänzt. Danke für den Hinweis! Den Backofen heizen wir meist nicht vor, wobei das evtl. helfen könnte, dass das Kartoffelbrot knuspriger wird. Es hilft auch, wenn du gelegentlich die Backofentür kurz öffnest, damit der entstandene Wasserdampf entweichen kann.
      Du könntest Kartoffelbrot auch ein wenig länger backen und zwar bis der Rand leicht braun wird. Bei uns wird das Kartoffelfladenbrot nicht extrem knusprig, aber unten und am Rand auf jeden Fall. Beim Abkühlen nimmt die Knusprigkeit wieder ab.

      Liebe Grüße

  8. Guten Morgen! Gestern habe ich euer Kartoffel-Fladenbrot als Beilage zu einem Kichererbsen-Gemüse-Eintopf gemacht. Es hat wirklich seeeehr gut geschmeckt, wird es ab sofort öfter geben. Ich habe es übrigens in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen gegeben, weil ich vorher Vollkornpizzaschnecken gemacht habe. Ich ließ es 30 Minuten drin und es war sehr knusprig, ich habe ein kleines Stück aufgehoben und es ist auch heute noch schön knusprig. Vielleicht liegt es daran, dass ich des Ofen vorgeheizt habe….
    Schöne Osterfeiertage und liebe Grüße aus Österreich! Elisa ☺️

  9. Christiane

    Hallo, ihr zwei! Ich habe mich gerade gefragt, ob es auch möglich ist, das Kartoffelfladenbrot glutenfrei zuzubereiten… Könnte man das Dinkelmehl durch Buchweizenmehl ersetzen?
    Grüße von Christiane

    • Melanie und Sönke

      Hallo Christiane,
      wir haben das Kartoffelfladenbrot noch nicht mit Buchweizenmehl ausprobiert. Können uns aber gut vorstellen, dass es funktioniert. Der Geschmack vom Brot wird nur etwas anders sein.

      Liebe Grüße

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