Erfolgreich Getreidesprossen ziehen: unsere Schritt für Schritt Anleitung

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Unser Lieblingsfrühstück das Frischkorngericht peppen wir gerne mit selbstgezogenen Getreidesprossen auf. Das ist nicht nur gesund, sondern schmeckt auch lecker. In diesem Artikel wollen wir euch daher vorstellen, wie ihr erfolgreich Getreide sprossen könnt. Wenn ihr dabei ein paar Dinge beachtet, ist das erstaunlich einfach. Solche selbstgezogenen Getreidesprossen sind eine schöne Bereicherung für den Speiseplan. Dabei könnt ihr sogar auf eine kulinarische Entdeckungstour gehen: Weizensprossen sind nicht ganz so ungewöhnlich, aber habt ihr schon einmal Hafer-, Buchweizen-, Quinoa- oder gar Reissprossen probiert?

Roggen-, Kamut- und Weizensprossen

Warum Getreide keimen?

Getreidesprossen verleihen Gerichten nicht nur einen leckeren frischen Geschmack, sondern sind auch äußerst gesund. Mit ihrem Gehalt an biologischen Wirkstoffen übertreffen Sprossen sogar die ursprünglichen Samenkörner. Denn viele Vitamine und Enzyme werden erst während des Keimvorgangs gebildet. Die Sprossenexpertin Isabell Shipard schreibt in ihrem Sprossenbuch, dass Studien an der University of Minnesota eine erhebliche Vitaminzunahme in Weizensprossen nach dreitägiger Keimdauer feststellten:

  • Vitamin E: 300%
  • Vitamin C: 600%
  • B-Vitamine: zwischen 20% und 1200%

Sprossen sind also wahre Kraftpakete mit einer Fülle an Vitalstoffen, die später nie wieder in so hoher Konzentration in der Pflanze zu finden sein wird.

Neben dem gesundheitlichen Nutzen ist für uns als Vollwertköstler die “Keimprobe” interessant, um die Keimfähigkeit des gekauften Getreides zu überprüfen. Nur wenn das Getreide zu fast 100% keimt, ist es wirklich von guter Qualität und enthält ein Optimum an Vitalstoffen.

Unser Sprossgefäß

Unser Lieblingsgefäß zum Sprossen von Getreide ist ein Keimglas (mit grünem Deckel), das in vielen Bioläden, Reformhäusern und sogar Drogerien wie dm zu finden ist. Das Keimglas kostet nur ein paar Euro, nimmt kaum Platz weg und ist leicht zu handhaben, weil alles in einem Gefäß gemacht werden kann: Getreide einweichen, Sprossen ziehen und eventuelles Lagern im Kühlschrank. Danach können Glas und Deckel bequem im Geschirrspüler gereinigt werden. Falls euch das Glas kaputt gehen sollte oder aus Versehen im Altglas landet, passt der grüne Deckel des Keimglases z. B. auf große saure Gurken-Gläser. Von diesen praktischen Keimgläsern haben wir mittlerweile drei Stück, um parallel und kontinuierlich Sprossen ziehen zu können.

Unsere drei Keimgläser

Von Körnern zu Sprossen in vier Schritten

Um Sprossen aus Getreidekörnern zu ziehen, gehen wir in vier Schritten vor:

  1. Vorbereiten
  2. Einweichen
  3. Wässern
  4. und natürlich: Essen ;-).

1. Schritt: Vorbereiten

Zunächst wählt ihr eine Getreidesorte aus, von der ihr Sprossen ziehen wollt. Für Anfänger empfehlen wir Weizen oder Roggen, da diese unserer Erfahrung nach am besten keimen. Pro Keimglas solltet ihr nur eine Getreidesorte verwenden, weil die verschiedenen Getreide sich in Einweichzeit und Wachstumsdauer unterscheiden. Vom gewählten Getreide gebt ihr ca. zwei Esslöffel Körner in ein Keimglas. Auch wenn das erst einmal sehr wenig aussieht, solltet ihr nicht zu viele Körner nehmen. Wenn die Getreidekörner zu sehr aufeinander liegen, können sie schneller schlecht werden und fangen dann an komisch zu riechen. Zudem verfielfachen die Sprossen ihr Volumen beim Keimen.
Getreidesprossen Volumenvergleich (Kamut und Kamutsprossen)
Bevor ihr die Getreidekörner ins Keimglas gebt, solltet ihr sie besser noch nach zerbrochenen oder beschädigten Körnern untersuchen. Diese werden schnell schlecht und können sogar zu schimmeln anfangen. Wir durchsuchen die Getreidekörner in einem breiten Mixbecher. Dort liegen alle Körner nebeneinander und können genau “inspiziert” werden. Wir müssen allerdings zugeben, dass wir manchmal zu faul fürs Heraussuchen der kaputten Körner sind. Das erhöht dann aber das Risiko, dass ein zerbrochenes Korn schlecht wird. Meist geht aber alles gut ;-).

2. Schritt: Einweichen

Als nächstes werden die Getreidekörner eingeweicht. Hierfür gebt ihr eine ordentliche Portion kaltes Wasser in das noch unverschlossene Glas, so dass die Körner mehr als bedeckt sind. Dann den Deckel aufschrauben und das Glas bei Zimmertemperatur stehen lassen. Das Glas nicht ins direkte Licht am Fenster oder auf die Heizung stellen, sonst besteht die Gefahr, dass die Körner in dem warmen Wasser anfangen zu gären.

Weizen und Roggen können gut über Nacht eingeweicht werden. Die Einweichzeiten für andere Getreide findet ihr unten in der Tabelle. Nach der Einweichzeit das Einweichwasser durch den Siebdeckel abgießen.

Nach dem Abgießen des Einweichwassers spühlen wir die eingeweichten Körner noch einmal durch. Dazu neues kaltes Wasser aus dem Wasserhahn einfach durch den Siebdeckel fließen lassen. Das Wasser fließt am besten in das Glas, wenn das Wasser nur einen Teil vom Siebdeckel bedeckt. So kann die Luft durch die freien Löcher entweichen. Dieses neue Wasser gießen wir direkt wieder ab. Damit das dann noch überschüssige Wasser abfließen kann, stellen wir das Keimglas danach in 45° Stellung auf einen kleinen Teller. Der Teller sollte allerdings nicht euer bester Teller sein. Durch das Wasser mancher Sprossen kann sich dieser verfärben ;-).
Getreidesprossen einweichen und waessern

3. Schritt: Täglich wässern

Jeden Tag werden die Sprossen regelmäßig gewässert. Bei den meisten Getreidesorten wie Weizen und Roggen reichen zwei bis drei Mal täglich. Wir wässern die Sprossen morgens nach dem Aufstehen und dann mindestens abends nach dem Abendbrot bzw. vorm Schlafen gehen. An besonders warmen Tagen ist es besser die Sprossen auch nochmal einmal zusätzlich tagsüber zu wässern. Sonst kann es passieren, dass die Sprossen zu trocken werden und eingehen.

Das Wässern funktioniert wie oben beschrieben: Durch den Siebdeckel Wasser in das Keimglas geben, die Sprossen einmal durchspühlen und das Wasser wieder abgießen. Danach das Glas im 45° Winkel auf einen kleinen Teller stellen, damit das überschüssige Wasser abfließen kann. Sonst besteht die Gefahr, dass einige Sprossen zu sehr im Wasser liegen und schlecht werden.

Auch während die Getreidesprossen wachsen, das Glas nicht direkt in die Sonne oder auf die Heizung stellen, damit die Sprossen nicht vertrocknen.

An der dicken Wurzel eines Getreidekeims bilden sich normalerweise viele feine Härchen. Keine Angst, das ist kein Schimmel, sondern feine Wurzeln. Ein kritischer Blick auf die Körner kann trotzdem nie schaden. Wenn es Härchen direkt auf dem Korn gibt, ist etwas schief gelaufen. Bei Gerstenkörnern im Sommer ist uns das schon passiert.
Feine Härchen Weizensprossen
Wenn wir solchen Schimmel entdecken oder die Körner anfangen komisch zu riechen, werfen wir vorsorglich den gesamten Glasinhalt weg. Das passiert aber eher selten. Meist keimt das Getreide dann generell nicht gut. Dieses Getreide verwenden wir dann nur noch zum Backen, aber nicht für unser Frischkorngericht.

4. Schritt: Essen

Nach 1½ bis drei Tagen sind die meisten Sprossen optimal zum Essen geeignet. Davor können die Körner noch etwas fester sein und haben noch nicht das Optimum an Vitalstoffen gebildet. Nach drei Tagen soll der Vitalstoffgehalt angeblich schon wieder anfangen zu sinken.

Weizensprossen

Falls ihr nicht alle Sprossen auf einmal essen wollt, könnt ihr sie auch im Kühlschrank lagern. Wir stellen einfach das Keimglas in den Kühlschrank. Die Sprossen wachsen im Kühlschrank nicht oder nur sehr langsam weiter, sollten aber täglich einmal durchgespühlt werden. So bleiben die Sprossen länger in ihrem optimalen Zustand. Wir versuchen die Sprossen nicht zu lange aufzubewahren, sondern verbrauchen sie meist innerhalb von drei Tagen.

Nachdem wir die Sprossen aufgegessen haben, reinigen wir das Keimglas gründlich, indem wir es in die Geschirrspülmaschine geben.

Getreidesprossen Überblick

Prinzipiell könnt ihr alle Getreide und Pseudo-Getreide sprossen. Besonders einfach finden wir Weizen- und Roggensprossen zu ziehen. Damit haben wir am wenigsten (bzw. noch nie) Probleme gehabt. Den frischen milden Getreidegeschmack mögen wir sehr gerne. Andere Getreide wie z.B. Buchweizen und Quinoa sind etwas schwieriger zu ziehen, weil sie auf keinen Fall zu lange eingeweicht werden dürfen. Wir stellen uns dann extra einen Wecker, damit wir die Einweichzeit nicht aus Versehen überschreiten ;-).

Folgende Einweichzeiten, Häufigkeit fürs tägliche Wässern und Keimdauern haben sich bei uns bewährt:

Getreide Einweichdauer Wässerung Keimdauer in Tagen
Amaranth 0 (nur durchspühlen) 2 – 3x 1 – 4
Buchweizen max. 15 Minuten 2 – 4x 2 – 3
Dinkel 6 -12 Stunden 2 – 3x 2 – 3
Gerste 6 – 10 Stunden 2 – 3x 1 – 2
Hafer 1 – 5 Stunden 2 – 3x 1 – 2
Hirse 5 – 8 Stunden 2 – 3x 1 – 4
Kamut 6 – 12 Stunden 2 – 3x 2 – 3
Quinoa 2 – 4 Stunden 3 – 5x 1 – 4
Reis 12 – 24 Stunden (nach 12 h Wasser wechseln) 2 – 3x 1 – 3
Roggen 6 – 12 Stunden 2 – 3x 2 – 3
Weizen 6 – 12 Stunden 2 – 3x 2 – 3

Die Keimdauer variiert bei einer Getreidesorte aus zwei Gründen: Zum einen wachsen Sprossen bei höheren Temperaturen im Sommer schneller als im Winter. Zum anderen könnt ihr die Sprossen in verschiedenen Entwicklungsstadien essen. Der Geschmack ändert sich über die Wachstumsperiode. Probiert ruhig mal aus, in welcher Länge ihr die Getreidesprossen am liebsten mögt.

Bei manchen Getreidesprossen gibt es noch die ein oder andere Besonderheit zu beachten:

  • Amaranth wird nicht eingeweicht, sondern nur durchgespühlt. Zum Ziehen der Sprossen braucht ihr ein Sieb mit ganz feinen Maschen, da sonst die Sprossen durchs Sieb fallen. Das “normale” Keimglas ist daher nicht 100% geeignet. Amaranthsprossen haben einen nussigen Geschmack mit einem Hauch von Maisaroma und erinnern an Quinoasprossen.
  • Buchweizen, Hafer und Quinoa dürft ihr auf keinen Fall zu lange einweichen. Die Körner werden dann matschig und keimen nicht.
  • Dinkelsprossen finden wir sehr lecker. Leider keimt Dinkel bei uns sehr ungleichmäßig. Nach drei Tagen sind einige Sprossen schon richtig lang, während andere gerade erst anfangen zu keimen. Dinkelkörner sind mit einem harten Spelz ummantelt. Beim maschinellen Entfernen des Spelzes nach der Ernte können die Körner leicht beschädigt werden und verlieren dadurch ihre Keimkraft.
  • Gerstensprossen dürfen auf keinen Fall zu lange gesprosst werden. Besonders bei heißem Wetter können sie schnell anfangen zu schimmeln. Dann sprossen wir sie nicht länger als einen Tag. Der Geschmack ist etwas kräftiger mit einer leicht bitteren Note. Zum Sprossenzüchten verwenden wir ausschließlich Nacktgerste. “Normale” Gerstenkörner werden beim Entspelzen in der Regel beschädigt und sind nicht mehr keimfähig.
  • Hafer ist ein schwieriger Sprosskandidat, weil er keine Staunässe mag. Diesen im Keimglas zu ziehen, ist nicht so einfach. Auf jeden Fall Nackthafer verwenden, da “normaler” Hafer beim Entspelzen oft beschädigt wird und dadurch nicht mehr keimfähig ist. Hafer soll besser keimen, wenn er auf feuchten Handtüchern liegt. Hierzu ein feuchtes Tuch auf ein Gitter legen, eine dünne Schicht Haferkörner daraufgeben und wieder mit einem feuchten Tuch bedecken. Das Ganze immer mal wieder mit einer Blumenspritze befeuchten, so dass nichts austrocknet. Nach drei Tagen sollte ein kleiner Spross zu sehen sein.
  • Hirse und Reis bleiben auch als Sprossen noch hart. Ganz unser Fall sind diese Sprossen daher nicht. Aber wer gute Zähne hat, kann sich daran versuchen ;-).
  • Die alte Weizensorte Kamut ist bei uns bisher immer super gekeimt. Der Geschmack erinnert an Weizensprossen.
  • Quinoa sprosst bereits während der Einweichzeit, die auf keinen Fall überschritten werden darf. Die Sprossen haben wie Amaranth einen nussigen Geschmack und ein leichtes Maisaroma.
  • Reissprossen können auch gut gekocht gegessen werden. Die Kochzeit verkürzt sich dann erheblich auf etwa die Hälfte. Der Geschmack ist nicht so spektakulär – einfach wie ungesprosster Reis. Das Ziehen von Reissprossen funktioniert nur mit Naturreis.
  • Roggensprossen schmecken mild, wenn sie noch keinen Zentimeter lang sind. Danach wird ihr Geschmack kräftiger.

Getreide-Sprossenvielfalt

Tipps für die Praxis

Zunächst war es für uns ein wenig schwierig im Alltag regelmäßig Sprossen zu ziehen und diese nicht zu vergessen. Sönke hat sich irgendwann zur Angewohnheit gemacht, Sprossen anzusetzen, wenn er abends unser Getreide für das Frischkorngericht schrotet. Dann weicht er auch gleich Getreidekörner oder andere Saaten ein. Hilfreich finden wir außerdem die Keimgläser gut sichtbar in der Küche zu platzieren. Dann denken wir daran die Sprossen zu wässern.

Mittlerweile haben wir einen praktischen Ablauf gefunden, mit dem wir erfolgreich Sprossen ziehen können:

  • Getreide über Nacht einweichen
  • Sprossen morgens wässern
  • Sprossen direkt nach der Arbeit wässern
  • Sprossen abends wässern z. B. nach oder vor dem Zähneputzen

Kulinarische Anregungen

Getreidesprossen könnt ihr kulinarisch vielfältig verwenden. Wir lieben sie als Frühstück in unser Frischkorngericht und streuen Getreidesprossen auch gerne über unsere gemischten Salate.

Frischkorngericht mit Roggensprossen und Buchweizen
Falls ihr einen Trockner besitzt, könnt ihr auch geniale rohköstliche Kreationen aus Getreidesprossen zubereiten. Besonders köstlich finden wir einen Roggenfladen aus Roggensprossen mit Paprika und Zwiebeln, den wir auf dem Blog Rene goes raw entdeckt haben. Sehr schmackhaft ist auch eine rohe Pizza mit Kamutsprossen. Ein Rezept findet ihr im Blog Vollwert-Guerilla.

Literaturtipps

Wenn ihr neugierig geworden seit und mehr über Getreidesprossen und andere Sprossen erfahren wollt, haben wir noch zwei Buch-Tipps für euch:

Unserer Meinung nach ist das beste deutsche Buch zur Sprossenzucht Das große Buch der Sprossen und Keime (Amazon-Link) von Rose-Marie Nöcker. Das Buch ist zwar schon ein wenig älter (aus den 80-er Jahren), enthält aber die besten Informationen zur Sprossenzucht in deutscher Sprache.
Unsere Lieblings-Sprossenbücher
Das fundierteste Sprossenbuch ist sicher das australische Buch “How can I grow and use Sprouts as living food?” von Isabell Shipard. Eine vergleichbare Quelle an Informationen zum Thema Sprossen haben wir kein zweites Mal entdeckt. Da das Buch aber aus Australien verschickt wird, ist es nicht gerade günstig. Sönke hatte jedoch so viel Gutes über das Buch gelesen, dass er es unbedingt bestellen musste. Melanie war erst nicht so begeistert, da die Versandkosten beinah so hoch wie das Buch selber waren… Aber für Sönkes damaligen “100-Tage-Sprossenzuchtmarathon”, für den er 100 verschiedene Sprossen und Keimpflanzen in 100 Tagen gezüchtet hatte, war das Buch unentbehrlich ;-).

194 Kommentare

  1. Einen wunderschönen guten Morgen,

    vielen Dank für diesen tollen Bericht. Bis jetzt habe ich leider nie Glück gehabt mit den Sprossen aber mit Eurer Anleitung wird es bestimmt funktionieren.

    Liebe Grüße
    Aga

    • Drücken dir die Daumen, dass es diesmal klappt! Falls noch Fragen oder Probleme auftreten, kannst du dich gerne bei uns melden.

      Liebe Grüße

    • Also ich hab Buchweizen genau eine Stunde eingeweicht und er ist super gekeimt.

      Leider hab ich gestern ne große Portion verdrückt und heute noch ziemliche Bauchschmerzen davon. Ich würd es also zumindest fürn Anfang mit Buchweizen ned übertreiben.

      Keimen kann man auch in normalen Gläsern, ich giese dann halt immer über ein Mettalsieb ab.
      Die tolle Anleitung hat mir auf jeden Fall sehr geholfen!

      • Hallo Maximilian,

        vielen Dank für dein Lob! Klar, kann man auch ganz normale Gläser und ein Sieb nehmen. So arbeitet z.B. Sönkes Schwester. Wobei sie bei den größeren Sprossen das Wasser einfach durch einen Spalt zwischen Glas und Deckel abgießt. Dann braucht sie also noch nicht mal ein Sieb.

        Wenn du Bauchschmerzen von Buchweizensprossen bekommen hast, hört sich das nach einer groooßen Portion an. Wie viel Buchweizen hast du denn gegessen!? Neben der ungewohnten Nahrung kann natürlich auch eine Rolle gespielt haben, was du den Tag über sonst noch gegessen hast. Raffinierter Zucker, Weißmehl bzw. Auszugsmehl und Kaffee können z.B. die Verdauung so beeinflussen, dass rohes Obst und Gemüse nicht mehr gut vertragen wird.

        Viel Erfolg beim weiteren Sprossen!

  2. Super Thema!

    Danke für diese Arbeit… das kann ich bestens gebrauchen!

    Viele liebe Grüße an euch!!!

  3. Hallo!
    Meines Erachtens NOCH einfacher als Weizen: Mungobohnen-Sprossen, die super-lecker zu einem herzhaften Salat schmecken! (Kein Getreide, klar, aber Sprosse *G*

    Lieber Gruß,
    Eva

    • Hallo Eva,
      stimmt, Mungobohnen, Alfalfa und Bockshornklee sind noch einfacher zu ziehen als Getreidesprossen. Das Heraussuchen von kaputten Samen kann man sich bei diesen sparen. Und lecker sind sie sowieso :-).

      Nur Sprossen und Keimpflanzen aus Mariendistel können wir absolut nicht empfehlen. So etwas mega-bitteres haben wir vermutlich in unserem ganzen Leben noch nicht gegessen ;-).

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        also ich habe heute mal die ersten Keimblätter der Mariendistel probiert. Ich finde die schmecken absolut nicht bitter. Da ist Löwenzahn viiiel bitterer.

        Grüssle
        Tobi

        • Hallo Tobi,
          sehr spannend, bei uns ist es genau anders herum: Junge Löwenzahnblätter finden wir nicht besonders bitter, aber die Mariendiestelblätter gingen gar nicht ;-). Vielleicht haben wir unterschiedliche Sorten Mariendistel verwendet und sollten der Mariendiestel noch eine Chance geben. Wo hast du die Mariendistelsamen herbekommen?

          Liebe Grüße

        • Hi woher bekommst du die mariendistel her? Bei uns in reformhäuser und co. Nicht zu finden.

          LG Tom

          • Hallo Tom,
            wir haben Mariendistelsamen von einem Gewürzstand auf dem Markt gekauft. Vor Kurzem haben wir zufällig Mariendisteltee im Reformhaus gesehen. Wenn der aus ganzen Mariendistelsamen besteht, wäre das vielleicht eine Bezugsquelle für dich. Vielleicht kannst du Mariendistelsamen als Tee sogar über die Apotheke beziehen.

            Liebe Grüße

  4. Danke für den umfangreichen und sehr interessanten Beitrag. Ich esse auch seit 3 Jahren regelmäßig Sprossen, manche Sachen sind mir aber neu, z. B die Einweichzeit von Buchweizen. Habe es sofort ausprobiert, und siehe da, die Buchweizensprossen sind nicht mehr schleimig, wie die sonst bei mir waren!

  5. Falls man keine Keimgläser zur Hand habt, kann man auch Dessertschälchen aus Glas oder Porzellan nehmen, dann braucht man aber noch ein Sieb, damit man die Körner spülen kann. Und bei sehr warmen Wetter fliegen auch gerne Obstfliegen rum, haben es auch bei mir geschafft, Ins Keimglas reinzufliegen, dann helfe ich mir mit einem Mulltuch (gibt es im Babyfachhandel), welches man um das Glas mit einem Gummiband befestigt. Da sind die Löcher noch kleiner, als die des Deckels vom Keimglas.

    • Mit den Fruchtfliegen haben wir jedes Jahr zu kämpfen. Wir haben uns extra eine große Obst-Abdeckhaube aus Indien mitgebracht, um sie über ein Sprossenglas zu stülpen. Aber die kleinen Obstfliegen kommen leider darunter durch. Etwas feinmaschiges vor den Siebdeckel zu spannen, ist eine super Idee. Vielen Dank für deinen Tipp! Das werden wir ausprobieren.

  6. Gern geschehen!

  7. Mein Koch hat mir gerade erzählt, dass er früher Kreuzkümmel und Senfsamen gesprosst hat. Schon mal ausprobiert? Angeblich sehr lecker 😉

    • Hallo Maike,

      Senf haben wir schon mal gezogen, wobei wir mehrere Anläufe gebraucht haben. Anscheinend war unsere Senfsaat erst nicht in Ordnung. Die gelungenen Senfsprossen waren pur nicht ganz unser Fall, da zu scharf. Wie verwendet dein Koch die Senfsprossen?

      Nur aus Kümmel haben wir bislang Minipflänzchen gezogen, aber Kreuzkümmel haben wir bisher noch nicht gesprosst. Das müssen wir unbedingt nachholen :-). Wie lange weicht dein Koch die Kreuzkümmelsamen ein?

  8. Hallo, ich bin im Ausland und bekomme keine Keimsprossen hier. Kann ich die Sprossen auch aus herkömmlichen Körnern ziehen? Danke Liebe Grüsse Simone

    • Hallo Simone,
      Getreidesprossen ziehen wir aus normalen Getreidekörnern aus dem Bioladen. Auch andere Sprossen können aus normalen Körnern, Nüsse, Saaten und Samen (z.B. Sonnenblumenkerne, Mandeln und Kichererbsen) gezogen werden. Sogar ganze Gewürzkörner (z.B. Bockshornklee und Senf) können gesprosst werden. Für viele Sprossen gibt es einfach keine spezielle Sprosssaat. Wichtig, ist dass die Sachen nicht erhitzt wurden und im Ganzen sind.
      Nur aus den Saattütchen aus dem Blumenladen, Baumarkt usw. solltest du keine Sprossen ziehen, weil diese Saat mit Pflanzenschutzmitteln behandelt bzw. gebeizt sein kann. Nichts, was man essen sollte ;-).

      Liebe Grüße

  9. vielen dank für die tollen anregungen.habe nicht erwartet,so schmackhafte dinkelsprossen zu erhalten.

    liebe grüße babs

  10. Hallo,
    seit der Ehec-Epidemie habe ich keine Sprossen mehr gezogen, damals hieß es, dass auch Saatgut verseucht sein könnte. Aber anscheinend bin ich zu vorsichtig.
    Viele Grüße
    Simona

    • Hallo Simona,

      das Problem ist, dass prinzipiell alle Lebensmittel verseucht sein können. Das betrifft insbesondere Fleisch, denn beim Auseinandernehmen der Tiere kommt es öfters mal zur Kontamination mit für uns gefährlichen Erregern wie EHEC oder Salmonellen. Selbst wenn das Fleisch wirklich ganz durchgegart ist, können Erreger auf Arbeitsplatten, Messern oder Händen verbleiben…

      Während unserer Einschätzung nach bei Fleisch die Infektionsgefahr tatsächlich gegeben ist, ist sie bei Körnern und Saaten unwahrscheinlich. Wir machen uns daher beim Sprossenziehen keine Sorgen. Natürlich achten wir darauf saubere Gläser zum Sprossen ziehen zu verwenden. Wenn doch mal etwas komisch riechen oder aussehen sollte, schmeißen wir es ohne Kompromisse vorsorglich lieber weg.

      Liebe Grüße

  11. Pingback: Bessere Ernährung: Kathis guter Vorsatz Januar | Cadika-beautyblogCadika-beautyblog

  12. hallo Ihr Beiden, ihr schreibt, dass Euer Kamut wunderbar keimt. Meiner ist aus dem Bioladen- weiß die Marke leider nicht mehr und keimt nur zu einem ganz geringen Teil. Welchen Kamut benutzt ihr? danke vorab und herzliche Grüße

    • Unser Kamut ist auch aus dem Bioladen von Davert. Leider kann es vorkommen, dass die eine oder andere Charge Getreide von der gleichen Firma mal nicht keimt, obwohl es sonst klappt.

      Liebe Grüße

  13. Hallo ihr zwei,

    von der Firma Davert habe ich mir vor ein paar Tagen eine Liste zusenden lassen, die
    alle Verarbeitungstemperaturen ihrer Produkte enthält.
    Dabei sind alle Getreideprodukte, Keimsaaten, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte, Nüsse,
    Reisspezialitäten, Öle u. a. m.
    Bei Kamut wird angegeben, dass es keine Rohkost-Qualität hat, da es bei Temperaturen
    zwischen 40 und 65 Grad maschinell getrocknet wird.
    Außerdem wird auch erwähnt: * bei den gekennzeichneten Produkten kann es vorkommen,
    dass die Produkte bei feuchter Ernte nachgetrocknet werden müssen ( Temperaturen dann über 40 Grad)
    Und dieses Kennzeichen * enthielten sämtliche Getreideprodukte außer Kamut und Grünkern
    ( die sind von vornherein schon hitzebehandelt) Auch Belugalinsen sind dort über 40 Grad maschinell getr.

    Also würde ich doch anraten, bei Ware der Firma Davert immer erst eine Keimprobe zu machen.

    Es gibt auch Anbieter, die ihre Produkte mit “ zum Keimen geeignet “ deklarieren.

    Liebe Grüße
    Marita

    • interessante Info – vielen Dank

    • Vielen Dank für den Hinweis! Wir haben uns gerade extra eine neue Packung Kamut von Davert gekauft, um zu testen, ob sich an der Qualität etwas geändert hat. Bei unserer Keimprobe sind schöne Kamutsprossen entstanden, die wir uns heute morgen zum Frühstück schmecken lassen :-). Alle Körner sind gesprosst, sogar die zerbrochenen Körner sind wunderbar gekeimt.

      Wir könnten uns vorstellen, dass in der Liste von Davert steht, dass Kamut hitzebehandelt ist, weil es sein kann, dass eine nicht ganz optimale Ernte nachgetrocknet werden muss. Auch wenn es vielleicht nicht die Norm ist, gibt Davert das an, um auf der sicheren Seite zu sein. D. h. für uns jetzt immer an die Keimprobe denken…

      Liebe Grüße

    • Hallo,
      sehr spannend, wie sorgfältig Ihr Euch mit den Keimlingen beschäftigt. Ich habe eine runde Schale, die Sieb und Deckel beinhaltet und fülle, worauf ich gerade Lust habe hinein. Es schmeckt mir eigentlich immer, da man ja, wie Ihr auch sagt, so viel damit machen kann …
      Allein mit der Firma Davert habe ich ein Problem – und habe mich auch schon 3x beschwert. Weder der Dinkel, noch der Kamut, noch der Einkorn zeigte Willen zu keimen. Nach dem ich aufgefordert wurde, Kassenbeleg, Tütennummer… habe ich das beim dritten Mal auch hinbekommen, einschließlich eines Fotos – dann allerdings keine Antwort mehr bekommen. Deshalb empfehle ich die Fa. Davert nicht mehr. Zum Glück giebt es viele leckere Getreideangebote. Sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit der Drax-Mühle. Rotkornweizen, Granatweizen – ein Gedicht die Keimlinge!
      Michaela

  14. Hallo,

    Ich hab das Buch von Henning Müller-Burzler „Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung Gesund und allergiefrei“ gelesen.
    Da steht eine von vier wichtigen Ernährungsregeln
    Seite 222:
    Essen Sie keine rohen Nüsse und Ölsamen oder rohes Getreide zusammen mit Salz
    Folge: starke Darmflorastörungen

    Was habt ihr für Erfahrungen diesbezüglich gemacht?

    Gruß
    Susi

    • Hallo Susi,

      das Buch „Auf den Spuren der Methusalem-Ernährung – Gesund und allergiefrei“ haben wir vor längerer Zeit auch mal gelesen. Wir können uns an die Feinheiten deshalb nicht mehr 100 % erinnern. Mittlerweile haben wir das Buch wieder verkauft, weil es uns zu wenig fundiert und die Sicht zu eingeschränkt erschien. Die generelle Richtung zu einer Rohkosternährung halten wir aber für richtig, um gesund zu bleiben bzw. wieder zu werden. Die Regel zu dem Salz ist vermutlich die, wie sie unter Punkt 5 auf http://www.mueller-burzler.de/cms-artikel/die-sieben-saeulen-einer-gesunden-ernaehrung/ beschrieben ist.

      Bei dieser Ernährungsregel fragen wir uns, wieso Salz nur bei rohen Nüssen, Ölsaaten und Getreide ein Problem sein soll und scheinbar nicht, wenn diese erhitzt wurden. Wir können uns gut vorstellen, dass insbesondere raffiniertes Salz Probleme bereiten kann. Vor allem wenn Jod, Fluor und Rieselhilfen zugesetzt wurden. Solche stark verarbeitete Salze meiden wir grundsätzlich. Ein naturbelassenes Meersalz oder ein gutes Steinsalz ist sicher weniger problematisch. Wir haben die beschriebenen Probleme jedenfalls noch nicht wahrgenommen, wenn wir unseren Salat salzen und dieser auch Nüsse, Ölsaaten oder Sprossen enthielt. Allerdings nehmen wir auch nur wenig Salz und unser Frischkorngericht essen wir sowieso ohne Salz. Allerdings werden viele rohköstliche Cracker aus Nüssen, Ölsaaten, Keimen und Salz bzw. Tamari-Sojasoße hergestellt. Aus anderen Quellen haben wir noch nicht gehört, dass das problematisch sein könnte.

      Das an der Problematik von Salz zusammen mit rohen Nüssen, Ölsaaten und Getreide etwas dran ist, wollen wir nicht ausschließen, insbesondere bei Menschen mit einem empfindlichen Verdauungssystem. Aus eigener Erfahrung können wir die beschriebene Problematik allerdings nicht bestätigen.

      Liebe Grüße

  15. Habt ihr es schonmal mit Mungobohne probiert? Ist recht einfach und es gibt nen Trick um sie besonders dick un saftig zu machen :

    http://kasselfood.com/2012/10/07/mungsprosen-selber-ziehen/

    • Mungobohnen haben wir auch schon gesprosst. Aber noch nicht wie du als dicke “Sojasprossen”. Haben uns immer gefragt, wie man den Druck zu Hause hinbekommt, damit man diese ziehen kann. Vielen Dank für den Tipp mit Teller und Hantel!

  16. Und heute nochwas von mir: Wo habt ihr diese schicken Deckel-Abgies-aufsätze her?

    Danke!

    • Die Gläser haben wir zusammen mit dem grünen Deckeln aus dem Bioladen. Es gibt die selben Gläser aber auch bei dm und im Reformhaus. Es handelt sich um das “A. Vogel bioSnacky Geimglas” – kostet nur ein paar Euro.

      • Wir bauen die Gläser selbst. Hierzu nehmen wir ein Glas mir Plastik Deckel und bohren ein Loch in den Deckel. Mit einem Messer oder einer kleinen Schere wird nun vom Loch ausgehend der obere Teil des Deckels entfernt, sodass nur das Gewinde zurück bleibt. Aus den Netzbeuteln von Orangen und Mandarinen habe wir das Sieb gemacht (Wenn zu grobmaschig, mehrere Lagen nehmen). Dazu wird das Netz über den Ausgeschnittenen Deckel gelegt und mit Gummis befestigt. Fertig ist das Recycelte Keimglas.

        Auch gegen die freche Fruchtfliegen gibt es eine Selbstbauset. In eine Plastikflasche mit großer Öffnung den Verschnitt von Früchten oder überreifes Obst geben und mit dem Schraubdeckel verschließen. Mit einer heißen dicken Nadel ein kleines Loch in die Seite der Flasche stechen. Das Loch dient nun als Eingang für die Fruchtfliege, welche es ohne Probleme findet und sich über die Obststücke in der Flasche hermacht. Doch nun findet sie nicht mehr raus, da sie die Frische Luft nicht riechen kann und sich nicht gemerkt hat wo der Eingang war. Auch die Eier hat sie in der Flasche abgelegt, sodass auch der Nachschub gestoppt wird. Die Flasche könnt ihr nach einigen Tagen leeren und neu befüllen.

        • Hallo Christoph,
          vielen Dank für deine beiden Bastelanleitungen! Wer Kosten sparen möchte und das notwendige Geschick besitzt, kann sich auf diese Weise gut jede Menge Sprossengläser bauen. Sönke wird das bestimmt auch mal ausprobieren :-).

          Die Fruchtfliegenfalle klingt auch gut. Einziges Problem ist, dass wir keine normalerweise keine Plastikflaschen zu Hause haben, aber das lässt sich ja ändern ;-).

          Liebe Grüße

          • Meine effektivste Fruchtfliegenfalle: Eine leere Rotweinflasche, in der nur noch diese etwas dickere Rest am Boden ist, einfach in der Küche neben dem Biomüll stehen lassen – bis eine neue Flasche leer wurde… Die Fruchtfliegen fliegen rein und verkleben im Weinrest.

        • Eine hübsche Tasse, in das Fruchtfliegen-Epizentrum stellen: Zur Hälfte mit Wasser gefüllt, einen guten Schuss einfachen Essig hinein und einen Spritzer Fit.
          Der Essig lockt die Fruchtfliegen an, das Fit nimmt die Oberflächenspannung des Wassers – und sie haben keine Chance. Alle Paar Tage leeren.
          Michaela

  17. Hallo Melanie und Sönke,

    eine super Anleitung, danke schon einmal dafür :)

    Kann ich für das „Ankeimen“ auch diese Sprossenboxen bzw. Keimschalen nutzen oder sind die vorgestellten Gläser besser? Ich bin erst ganz neu und werde am Wochenende meine ersten Sprossen wachsen lassen :)

    Danke euch, ein sehr schöner Blog!

    • Hallo Elvira,

      die Handhabung vom Keimglas gefällt uns persönlich besser. Auch das vollständige Durchspühlen erscheint uns im Keimglas einfacher. Aber das sind vermutlich persönliche Vorlieben. In einer Sprossenbox bzw. Keimschale wie z.B. der von A. Vogel funktioniert das Ziehen von Getreidesprossen auch.

      Wünschen dir viel Erfolg beim Sprossenzüchten!

  18. Pingback: Keimglasg vs. Keimautomat / Sprossenbox » Rohkost statt Migräne

  19. Wie sieht es mit Mais aus, mit dem Keimen ?

    • Mais haben wir auch schon gekeimt, allerdings haben wir damals nur Popcornmais bekommen und waren von den Sprossen nicht so begeistert. Denn diese waren uns auch nach etwas köcheln in einer Gemüsepfanne noch viel zu hart. Vielleicht sind Sprossen aus Zuckermais besser. Dies haben wir allerdings noch nicht ausprobiert.

  20. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung! Ich habe es schon zweimal mit Buchweizensprossen versucht, die aber leider nichts geworden sind. Beim ersten Mal ist einfach nichts passiert, beim zweiten Ansatz haben die Körner säuerlich gerochen und sind schlecht geworden.

    Deshalb meine Frage: braucht man für den Ansatz spezielles Getreide zum Keimen? Sind manche Getreidesorten vorgekocht o.ä., ohne dass dies auf der Packung steht? Ich habe meinen Buchweizen in Russland gekauft, aber darauf geachtet, eine (vermeintlich) gute Sorte zu kaufen.

    • Hallo Kerstin,

      hast du Buchweizen mit Hülle (dieser ist sehr dunkel und relativ groß) oder ohne Hülle verwendet? Buchweizen mit Hülle lässt sich zwar sprossen, die Hülle schmeckt aber nicht so toll. Aus diesem Buchweizen mit Hülle lässt sich dafür gut Buchweizengras züchten.

      Wir hatten uns schon Buchweizen ohne Hülle aus einem russischen Laden und einem polnischen Laden gekauft, damit hat bei uns das Sprossen beide Male nicht funktioniert. Wir vermuten, dass der Buchweizen geröstet war. Da wir die Beschriftung auf der Verpackung nicht lesen konnten, wissen wir nicht, was drauf stand ;-).

      Mit dem Buchweizen ohne Hülle aus dem Bioladen haben wir mehr Erfolg. Dieser sprosst meist sehr gut. Wichtig ist nur, dass die Buchweizenkörner nur sehr kurz eingeweicht werden, sonst quellen sie zu sehr und gehen kaputt. Bei uns funktioniert eine Einweichzeit von ca. 15 Minuten sehr gut. Danach reicht es den Buchweizen 2 bis 3x täglich zu wässern.

      • Danke für die Infos, hab mich gerade mal bzgl. Quinoa Sprossen schlau gemacht bei Euch .

        Zum Buchweizen:
        diesen habe ihn schon oft und erfolgreich keimen lassen , teils habe ich ihn auch viel länger als empfohlen einweichen lassen und selbst nach einer „durchweichten“ Nacht ( hatte schlichtweg vergessen, das Wasser abzugiessen) hat er noch super gekeimt.
        Gibt es da wohl noch „Artenunterschiede“?

        • Spannend, dass dein Buchweizen auch sprosst, wenn die Körner über Stunden eingeweicht werden. Bei uns wurden die Körner bisher nur matschig. Wir können uns gut vorstellen, dass unterschiedliche Sorten mit unterschiedlichen Einweichzeiten zurecht kommen. Vielleicht spielt auch die Art und Weise wie die Buchweizenkapseln geschält wurden eine Rolle.

  21. Hallo Ihr beiden,

    vielen Dank für den Tip! Nachdem es bei Euch als Experten auch nicht geklappt hat, gehe ich davon aus, dass der Buchweizen tatsächlich geröstet ist. Der russische Buchweizen ist auch viel dunkler als der aus dem deutschen Biomarkt und riecht viel intensiver. Es steht zwar nichts von einer Röstung auf der Packung, aber vielleicht ist das in Russland so selbstverständlich, dass man es schon gar nicht mehr drauf schreibt! :-)

    Ich werde als gleich neue Körner kaufen und es noch mal versuchen. Danke für Eure Hilfe! :-)

  22. Hallo Ihr beiden,
    vielen Dank für die schöne und wirklich hilfreiche Seite!
    Vor ein paar Wochen habe ich mit der Sprossenzucht begonnen, zwar keine Getreidesprossen sondern u. a.
    Mungbohnen, Linsen und Alfalfa. Und dabei sind zwei Fragen aufgetaucht:

    Was ist mit den Hülsen, die ja teilweise von den fertigen Sprossen abfallen. Isst man die gezielt mit, weil sie viele gesunde Inhaltsstoffe enthalten oder isst man nur die mit, die zufällig noch an den Sprossen sind oder dazwischen hängen?

    Wir wohnen in einer Dachwohnung, in der es im Sommer gerne auch mal so um die 27°C ist. Reicht es aus die Sprossen dann 3 mal am Tag zu spülen oder hat man bei so hohen Temperaturen die Gefahr der Verkeimung? Oder gibt es andere Maßnahmen oder sollte man ab einer bestimmten Temperatur keine Sprossen ziehen?

    Herzlichen Dank schon mal vorab für Eure Hilfe!
    Regina

    • Hallo Regina,

      wir handhaben das mit den Hülsen so: Was an den Sprossen hängt, essen wir mit, was als “Bodensatz” zurückbleibt, kommt weg.

      Bei hohen Temperaturen ist es sinnvoll, die Sprossen öfter durchzuspühlen. Wir machen uns da eher sorgen, dass die Sprossen vertrocknen könnten, als um eine Verkeimung. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Sprossen auch bei hohen Temperaturen nicht im Wasser liegen. Falls es Probleme mit Schimmel geben sollte, ist es bei großen Saaten wie Linsen eine gute Maßnahme die kaputten Saaten vor dem Einweichen heraus zusuchen (auch wenn das etwas mühsam ist). Das ist schon einmal eine gute Vorsorge. Dann sollte es bei guter Saat auch bei hohen Temperaturen keine Probleme geben. Das Schöne ist sogar, dass die Sprossen viel schneller essfertig sind. In unserem Urlaub in Goa (Indien) konnten wir den Mungbohnensprossen förmlich beim Wachsen zu sehen :-).

      Liebe Grüße

  23. Pingback: Karamellisierte Möhren mit Pak Choi | Food Vegetarisch

  24. Hallo Melanie und Sönke,
    danke für eine ausführliche Anleitung!!! Endlich habe ich erfahren, wie man das Korn richtig ankeimen kann! Seit einem Monat ernähre ich mich nach Dr.Med. Johann Georg Schnitzer, der sich in seinen Büchern „Bluthochdruck heilen. Risikofaktor Hypertonie lebensbedrohend aber heilbar“ und „Schnitzer Intensivkost. Schnitzer Normalkost“ auf Erkenntnisse von Dr. Bruker beruht.
    Die Theorien von Henning Müller-Burzler haben mich durcheinander gebracht, insbesondere :
    wie sie unter Punkt 5 auf http://www.mueller-burzler.de/cms-artikel/die-sieben-saeulen-einer-gesunden-ernaehrung/
    „Rohe Hülsenfrüchte, inklusive deren Keimlinge und Sprossen, gehören zwar grundsätzlich auch dazu, da diese Lebensmittel aber im rohen Zustand wegen des blausäurehaltigen Phasins und der Trypsininhibitoren giftig sind, sollten sie immer gekocht oder gebacken verzehrt werden“.
    Bis dahin habe ich die angekeimten Hülsenfrüchte roh verzehrt.
    Welche Erfahrungen habt Ihr diesbezüglich gemacht?
    Danke im Voraus
    Larissa

    • Hallo Larissa,
      Bohnen (Kidneybohnen, Käferbohnen, weiße Bohnen, schwarze Bohnen…) würden wir wie Henning Müller-Burzler empfiehlt auch immer kochen. Unseres Wissens enthalten sie tatsächlich Stoffe, die sie schwer verdaulich bzw. ungenießbar machen. Außerdem finden wir sie selbst als Sprossen noch zu hart, als das diese wirklich gut essbar wären. Praktisch ist aber, dass gekeimte Bohnen eine kürzere Garzeit haben, bis sie weich sind. Trotzdem bevorzugen wir bei Bohnen diese einzuweichen und dann direkt zu kochen, als den Umweg übers Sprossen zu gehen. Das geht einfach schneller ;-).

      Linsen, Kichererbsen, Mungobohnen und Azukibohnen kann man unserer Ansicht nach auch gut als Sprossen ungekocht essen. Denn die Inhibitoren & Co werden beim Keimvorgang zu großen Teilen abgebaut und die Sprossen lassen sich gut kauen. Trotzdem würden wir vorsichtshalber nicht jeden Tag die gleichen Sprossen essen.

      Liebe Grüße

  25. Liebe Melanie, lieber Sönke,
    ich danke Euch für Eure prompte und kompetente Antwort sowie für Euren Einsatz bei diesem Vollwert-Blog und ganz lieben Dank für Eure freundliche Unterstützung
    Liebe Grüße und viel Erfolg
    Larissa

  26. Ich habe eine absolute Anfängerfrage:
    Welchen Teil der gesprossten Körner isst man denn? Alles? Oder nur den eigentlichen Spross?
    (Ich genier mich ein bisschen für die Frage.)
    Liebe Grüße,
    Mick

    • Hallo Mick,
      es wird immer alles gegessen: das Korn zusammen mit dem Sproß. Von jedem einzelnen Korn vor dem Essen den Spross abzuzuppeln, wäre doch ein wenig aufwändig ;-).

      Liebe Grüße

  27. Hallo Melanie, hallo Sönke ihr seid einfach super! Vielen Dank! Was für eine Arbeit das alles zu dokumentieren, die Anleitung macht wirklich Lust sofort Sprossen zu ziehen zu gehen, das mach ich jetzt auch :) Ergebnisse folgen!

  28. Hallo ihr beiden!

    Ihr habt wirklich eine sehr schöne und übersichtliche Webseite mit vielen Informationen, die mir schon so viel leckeres Essen beschert haben!
    Ich habe vor 3 Tagen zum ersten Mal Sprossen angesetzt (Quinoa von Rapunzel, rot und weiß) und nach 2 Tagen fing es an, aus dem Glas nach Essig zu riechen. Ist das bei Quinoa normal oder kann das an den momentan etwas höheren Temperaturen liegen, sodass sie schlecht geworden sind? Einige Keime sind auch rosa-pink, muss das so sein? Ich würde sie ungern wegschmeißen, wenn sie noch gut sind, will aber natürlich auch keine schlechten essen :) Sie mussten auch gleich in der ersten Nacht 12 Stunden ohne neue Wässerung auskommen.

    Sowieso frage ich mich, wie ich bei Wässerungsvorgaben von 3-5x täglich nachts vorgehen soll, weil ich schon mal 9 Stunden schlafe. Stellt ihr euch da einen Wecker, um die Sprossen nachts mal zu wässern?

    Liebe Grüße

    • Hallo Nora,

      keine Angst, nachts wässern wir die Sprossen nicht ;-). Wir spühlen sie aber kurz vor dem Zubettgehen und kurz nach dem Aufstehen einmal durch. Sie haben dann also locker mal eine Phase von 9 Stunden, in der sie nicht gewässert werden.

      Quinoasprossen sollten nicht anfangen nach Essig zu riechen, da scheint etwas schief gelaufen zu sein. Möglicherweise war es einfach zu heiß. Quinoasprossen sind da etwas empfindlich. Dass sie komisch riechen, ist uns auch schon passiert. Wir haben sie dann, wie immer wenn Sprossen komisch riechen, lieber weg geworfen.

      Zu beachten beim Ziehen von Quinoasprossen ist, dass die Einweichzeit auf keinen Fall überschritten wird. Das mag Quinoa überhaupt nicht. Du könntest daher versuchen, die Quinoasamen eher kürzer (2 Stunden) als länger (4 Stunden) einzuweichen.

      Was auch ein großes Problem im Sommer darstellt, sind Fruchtfliegen. Diese mögen scheinbar aus irgendeinem Grund Quinoasprossen ganz besonders gerne und zwängen sich durch den Siebdeckel, um ins Keimglass zu kommen. Das gilt es zu verhindern, denn Fruchtfliegen bewirken, dass die Sprossen leichter schlecht werden. Vor die Siebdeckel spannen wir daher mit einem Gummiband ein kleines Mulltuch (gibt es u.a. beim Babybedarf in Drogerien). Wir haben auch schon gehört, dass ein alter Neylonstrumpf gut funktionieren soll.

      Was wie bei anderen Sprossen auch immer zu beachten ist, ist dass die Sprossen nicht direkt in die Sonne gestellt werden. Außerdem könnte es sein, dass die Quinoa nicht von optimaler Qualität für das Ziehen von Sprossen ist.

      Liebe Grüße und viel Erfolg beim Sprossenziehen

  29. Super, danke für die gute Anleitung, ich konnte Gerstensprossen wunderbar keimen lassen, ich nutze diese nun für einen schönen Salat und habe mir gerade ein herrliches Rindfleisch von Hermansdorfer durchgedreht und nutze die Sprossen als Mehl und Ei Ersatz herrlich schmeckt ganz wunderbar.

  30. Der beste Post den ich zum Thema Sprossen bis jetzt gelesen habe. Sehr schöne Bilder.
    Herzlichen Dank.
    LG Karin

  31. Hallo Ihr beiden, sicher zieht Ihr auch Sprossen aus Hülsenfrüchten, kann man die roh essen oder muß man die dünsten oder so? An manchen Stellen kann man lesen, daß Hülsenfrüchte nicht rog gegessen werden können.
    Liebe Grüße Sabine

    • Hallo Sabine,
      es kommt auf die Art der Hülsenfrüchte an, ob diese roh gegessen werden können.
      Roh essen wir Linsen, Kichererbsen, Mungobohnen und Azukibohnen.

      Größere Bohnen wie Kidneybohnen, Käferbohnen, weiße Bohnen, schwarze Bohnen usw. kochen wir lieber. Roh schmecken sie uns auch einfach nicht, denn selbst als Sprossen sind sie noch ganz schön hart. Praktisch an solchen gesprossten Bohnen ist, dass sich die Kochzeit unserer Erfahrung nach deutlich reduziert.

      Liebe Grüße

  32. Wie zieht Ihr denn die Kresse? Ich habe es im Bio Snacky probiert, mit und ohne Deckel, beide Varianten sind nicht richtig geworden. Die kleinen Blättchen wollten einfach nicht aufgehen…

    • Kresse zu züchten, funktioniert im Bio Snacky Keimglas leider nicht, da die Saaten zu sehr aufeinander liegen und diese es nicht mögen beim Spülen “durchgeschüttelt” zu werden. Zum Züchten von Kresse nehmen wir ein spezielles Kressesieb, in dem die Kressesamen waagerecht nebeneinander liegen. Alternativ funktioniert auch einfach Watte auf einem Teller bzw. in einer Schale auszubreiten und darauf die Kressesaat zu verteilen. Die Saaten weichen wir vorher nicht ein. Wir besprühen sie lediglich 2 bis 3x täglich mit Wasser.

      Liebe Grüße

  33. Hallo,
    Kann man Linsen auch sprossen? Welche Sorten eignen sich?
    Und kann man alle Sprossen/Keimlinge als Rohkost genießen?
    LG Nehle

  34. Ah ich habe gerade gesehen, dass habt ihr zum Großenteils bereits weiter oben beantwortet. ups 😉

  35. Hallihallo!

    Ein toller Blog.

    Ich esse viel rohkost, bin aber was Sprossen angeht (ehec damals) etwas unsicher. Trotzdem habe ich jetzt mal alfalfasprossen gezogen…hab mich sehr drauf gefreut, aber leider hatte ich jedesmal nach Verzehr für gewisse Zeit ein blöden metallischen Geschmack im Mund. Echt komisch. Kennt das jemand?die Samen sind von davert.

    Lg jen

    • Hallo Jen,

      Alfalfa-Sprossen haben schon einen eigenen Geschmack, besonders wenn sie sehr lange gesprosst sind. Einen metallischen Geschmack haben wir allerdings noch nicht festgestellt.

      Laut einem Artikel von Spiegel.de ist die EHEC-Quelle übrigens nie wirklich aufgeklärt worden. Ob die äqyptischen Sprossen schuld waren, konnte wohl nicht bewiesen werden:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/ehec-epidemie-2011-die-infektionsquelle-wurde-nie-gefunden-a-923249.html

      Liebe Grüße

      • Danke für die Antwort und den Artikel.

        Die Alfalfa-sprossen habe ich 6 bzw. 7 Tage sprossen lassen, weil ich ja gelesen habe das die die gesundheitsschädliche Aminosäure Canavanin enthält und die erst wohl nach so langer Zeit abgebaut ist. Da wollte ich natürlich auf Nummer sicher gehen…

        Schon komisch , mit dem metallischen Geschmack?! Dann werde ich wohl als nächstes mal eine andere Art probieren.

        Vielen Dank und LG

        Jen

        • Hallo Jen,
          stimmt, im Internet findet man vielfach die Angabe, man solle Alfalfasprossen 6 bis 7 Tage wachsen lassen, weil sich erst dann die für uns problematische Aminosäure Canavanin vollständig abgebaut haben soll, welche sonst den Eiweißstoffwechsel stören kann. Wir warten allerdings meist nicht solange bis wir unsere Alfalfasprossen essen und verwenden diese schon nach 4 bis 5 Tagen. Das ist unserer Meinung nach völlig unproblematisch. Denn zum einen wird über den ganzen Sprossvorgang Canavanin abgebaut. Nach 4 bis 5 Tagen ist also schon weniger Canavanin in den Sprossen als noch noch in den ungesprossten Alfalfasamen.

          Zum anderen enthalten selbst die Alfalfasamen nur so geringe Mengen Canavanin, dass es schwer sein dürfte sich damit zu vergiften. Auf http://shop.nebelung.de/keimsprossen-alfalfa-bio.html wird unter “Fragen zum Artikel” eine entsprechende Rechnung durchgeführt. Zunächst gilt folgendes:
          In den Alfalfasamen ist die Konzentration an Canavanin noch am höchsten. Sie beträgt dann ungefähr 0,5% der Samen.
          Bei Ratten kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen, wenn diese über einen längeren Zeitraum 3 g Canavanin pro Kilo Körpergewicht aufnehmen.

          Nimmt man jetzt an, Menschen seien empfindlicher als Ratten und würden bereits bei einer Aufnahme von 1 g Canavanin pro Kilo Körpergewicht gesundheitliche Beschwerden bekommen. Dann müsste ein 60 kg schwerer Mensch 12 kg ungesprosste Alfalfasamen essen, um gesundheitliche Beschwerden zu bekommen. Und das vermutlich sogar über mehrere Tage hinweg. Da bei Alfalfasprossen der Canavaningehalt niedriger ist, müsste man davon sogar noch mehr essen, bis es gesundheitlich bedenklich wird. Solche Mengen würden wir noch nicht einmal schaffen, wenn wir nichts anderes essen würden ;-).

          Fazit für uns: Auch in großen Mengen und weniger als sieben Tage gesprosst, sind Alfalfasprossen bezogen auf das Canavanin sicherlich völlig unbedenklich.

          Liebe Grüße

          • Vielen Dank für die informative Antwort :o)

            Das hilft mir sehr weiter (und hat mich beruhigt, hihi)

            Liebe grüße

  36. Hallo und erst mal vielen Dank für die unzähligen Infos, Rezepte und Erfahrungsberichte!

    Ich habe folgendes Problem: manchmal komme ich einfach nicht dazu, die eigentlich fertigen Keime und Sprossen zu essen und frage mich dann immer, ob es eine Grenze gibt, ab wann man sie nicht mehr essen sollte. Klar, wenn sie komisch riechen, sich verfärben oder schleimig werden, würde ich sie nicht mehr anrühren. Aber was ist, wenn die Sprossen geruchstechnisch einwandfrei und auch sauber sind, aber riesengroß und schon „richtige“ Blätter haben? Im Moment sieht es z. B. so aus, dass meine Sprossen 1-2 cm lange Blätter haben und schon den Deckel der Box runtergehoben haben. Allerdings passiert das bei mir komischerweise manchmal schon nach 3 Tagen…

    Vielen Dank schon mal und viele Grüße,
    Kathrin

    • Hallo Kathrin,
      wow, 1 – 2 cm große Blätter hört sich nach riesigen Sprossen an. Um was für eine Saat handelt es sich denn?

      Sicherlich kann man solche Sprossen auch weiterhin essen. Die Sprossen werden nicht plötzlich giftig, weil die Pflanze größer wird. Was es allerdings zu bedenken gibt, ist, dass sich der Geschmack meist ändert, wenn die Pflänzchen größer werden. Außerdem nimmt die Vitalstoffmenge pro Volumen beim Größerwerden normalerweise ab. Manche “Sprossen” könnten auch faseriger werden. Wenn dich das nicht abhält und die Sprossen sonst in Ordnung sind: Bon Apetit ;-)!

      Falls du die Sprossen länger im Sprossenzustand halten möchtest, gibt es einen kleinen Trick: Wenn die Sprossen die gewünschte Länge erreicht haben, kannst du sie einfach in den Kühlschrank stellen. Sie wachsen dann kaum noch, sollten aber täglich noch gespühlt werden.

      Liebe Grüße

      • Vielen Dank für den Tipp! Allerdings hätte ich da auch selber draufkommen können… Dussel ich 😉
        Tatsächlich passiert mir das bei diversen Saatarten, zumindest konnte ich es bisher nicht auf eine beschränken. Zuletzt ist es bei Weizen und einer wilden Mischung mit Mungobohnen passiert.

        Na dann lass ich es mir mal schmecken!

        Viele Grüße, Kathrin

  37. Bin ja nicht der stundenlang Sitzende oder Suchende PC Mensch – aber zu diesem „Blogg“ ? will ich mich auch äussern. Wirklich eine tolle Info.
    Danke
    LG Eva

  38. Hallo ihr Lieben,

    danke für die tollen Tipps zum Thema „Getreidesprossen ziehen“. Ich habe auch schon einige von euren Anregungen ausprobiert und bin echt begeistert, so hat man immer eine tolle, leckere und gesunde Abwechslung. Ich bin auch ein absoluter Fan meines täglichen Frischkorngerichts und habe mir beim letzten Einkauf im Bioladen mal Hanfsamen gekauft. Nun zu meiner Frage: Wie esst ihr die eigentlich? Einfach roh oder kann man die auch keimen lassen? Wenn ja, habt ihr eine Anleitung für mich?
    Euch noch einen schönen Abend und ganz lieben Gruß von Petra 😉

    • Hallo Petra,

      Hanfsamen geben wir oft einfach zusammen mit Nackthafer in die Flockenquetsche und machen daraus ein Hanf-Hafer-Flocken-Gemisch. Natürlich kannst du die Hanfsamen auch im Ganzen oder über Nacht eingeweicht zum Frischkorngericht geben. Falls du die extreme “Knusprigkeit” der Hanfsamen nicht magst, kannst du sie in einer Küchenmaschine wie dem Personal Blender fein zermahlen.
      Auch für Cracker lassen sich Hanfsamen super verwenden.

      Angeblich kann man Hanfsprossen auf die gleiche Weise wie Dinkel, Weizen und Roggen ziehen. Das Keimen von Hanfsamen ist unseres Wissens rechtlich aber mindestens eine Grauzone in Deutschland. Denn streng genommen züchtest du dann Hanfpflanzen und das ist verboten in Deutschland ;-). Einen entsprechenden Hinweis findest du in der Regel auch auf der Hanfsamenverpackung.

      Liebe Grüße

  39. Pingback: Leckerer Aufstrich - vegan & roh - Sewing Mum

  40. Hallo ihr beiden,

    jetzt muss ich auch ein wenig schmunzeln, denn dass sich das Sprossenziehen von Hanfsamen in einer rechtlichen Grauzone befindet liegt ja irgendwie nahe, dabei habe ich in dem Moment nur an meine gesunde Vollwertkost gedacht :-). Ich konnte es daher kaum abwarten sie zu testen und habe sie gleich heute in mein Frischkorngericht gegeben, einfach köstlich, auch die „Knusprigkeit“ mag ich gern. Werde demnächst auch mal den Tipp mit der Flockenquetsche ausprobieren und ein Hafer-Hanf-Gemisch daraus machen. Auch das Cracker-Rezept liest sich gut, wie ich sehe sind die Samen ein vielseitiges Lebensmittel. Vielen Dank für eure Anregungen :-) Euch schon mal ein tolles Wochenende und lieben Gruß,
    Petra

  41. Wow. Das ist ja mal eine tolle und informative Seite. Vielen Dank.
    Nachdem ich einmal Buchweizen gekeimt habe und damit im Dörrautomat ein Fladen rot gebacken habe, das so scheusslich geschmeckt hat, dass es nur noch in die Tonne gehauen werden konnte, wollte ich schon aufgeben, Getreide zu keimen. Dank Eurer Tipps werde ich es noch einmal versuchen.

  42. Hallo melanie, hallo Sönke,

    Nach all den interessanten Informationen in Eurem Blog, also eure ‚Grundinformation‘ sowie die guten Zuschriften werde ich jetzt das Keimen von Getreidesaaten nochmals nach Eurer Anleitung durchführen.
    Bisher hatte ich nur Mißerfolge damit.
    Am besten gelingt im Moment eine Mischung aus Kichererbsen, Mungbohnen, Linsen und Bockshornklee. Schmeckt (mir) ausgezeichnet, ist ab dem dritten Tag verzehrbereit und genug für etwa drei Mahlzeiten.
    Mit Kresse, Leinsamen, Quinoa Brokkoletti usw. hab ich nur schlechte Erfahrungen. Ich hab die Reste dann zusammen mit Amaranth gekocht und gegessen.

    Schöne Feiertage. Manfred

  43. Hallo ihr Lieben!

    Vielen herzlichen Dank für eure tolle Website, stoße immer wieder auf neue interessante Artikel und Rezepte von euch und bin restlos begeistert! V.a. seit wir zwei Töchter haben bin ich viel am Lesen über gesunde Ernährung, und dazu trägt eure Website wesentlich bei! Habe mich in den letzten Tagen intensiver mit dem Keimen von Sprossen beschäftigt, allerdings hat es leider nie funktioniert. Dank eurer ausführlichen Anleitung werde ich mich gleich nochmal daran wagen;-)

    Liebe Grüße und macht weiter so,
    Nadine

  44. Pingback: Caramelized Carrots with Pak Choi - Food Vegetarisch

  45. Hallo,
    ich habe eine kurze Frage und zwar habe ich Quinoa-Sprossen angesetzt und diese haben nun einen süßlichen Geruch… Ich frage mich, ob das normal ist, oder ob die Sprossen geschimmelt / schlecht sind? Könnt ihr mir da ein Feedback geben?
    Vielen Dank!

    • Hallo Juliane,

      Quinoa-Sprossen haben schon einen eigenen Geruch, den man durchaus als ungewöhnlich bezeichnen könnte. Aus der Ferne ist es schwer zu sagen, ob die Sprossen schlecht geworden sind oder nicht.

      Wenn du den Geruch als unangenehm empfindest, solltest du vielleicht besser auf dein Bauchgefühl hören und die Sprossen entsorgen. Du kannst auch noch andere Indizien zur Beurteilung heranziehen und versuchen folgende Fragen beantworten:

      • Sind die Quinoa-Sprossen alle richtig gesprosst, oder gibt es viele, die nicht gesprosst sind? Viele nicht richtig gesprosste Sprossen deuten darauf hin, das irgendwas nicht in Ordnung ist. Sind alle gleichmäßig gesprosst, ist das dagegen ein gutes Zeichen.
      • Ist irgendwo Schimmel zu sehen? Falls ja: Entsorgen!
      • Ist das Wasser, wenn du die Quinoa-Sprossen durchspühlst trübe? Falls ja: Entsorgen!
      • Bilden die Quinoa-Sprossen im Keimglas irgendwie einen großen Klumpen bzw. eine Masse? Falls das noch stärker als mit ungesprosstem Quinoa ist: Die Sprossen entsorgen!

      Liebe Grüße

      • Hallo nochmal!
        Vielen vielen Dank für die ausführliche Antwort!
        Ich habe mir jetzt ein richtiges Keimglas gekauft und versuche es jetzt erstmal mit Mungobohnen. Soll ja alles für meinen Hamster sein und da bin ich dann besonders vorsichtig, da die kleinen Tiere ja schon ein wenig empfindlicher sind.
        Die Quinoa Bohnen habe ich erstmal weggeworfen, da sowohl das Wasser trüb war und sie total zusammen hingen. Das war mir dann doch nicht so ganz astrein.
        Aber wenn ihr sagt, dass diese Samen sowieso ein bisschen anderen Geruch haben, werde ich das auf jeden Fall nochmal versuchen!
        Vielen lieben Dank für diese hilfreichen Informationen!
        Toller Blog!

        • Gern geschehen! Nach deiner Beschreibung zu Urteilen waren die Quinoasprossen wahrscheinlich nicht mehr essbar und es war gut sie wegzuwerfen. Wenn dein nächster Versuch auch scheitert, ist möglicherweise der Quinoa in der Packung nicht richtig keimfähig.

  46. Hallo Ihr 2,
    Ich hab da mal eine blöde Frage:
    Ab welchem Tag wird denn die Keimdauer gezählt, ab der Einweichzeit oder erst danach?
    Würde mich über eine Antwort sehr freuen, vielen Dank,
    Tina

    • Hallo Tina,
      das haben wir uns bei unseren ersten Keimversuchen auch gefragt. Nach unserer Erfahrung ab der Einweichzeit. Jedoch variiert die Keimdauer je nach Jahreszeit, Raumtemperatur und Lichtverhältnissen.

      Liebe Grüße

  47. Hallo ihr Lieben,

    ich brauche auch nochmal euern Rat. Ich hoffe ich habe mich grad nicht selbstvergiftet ;o)

    Da ich jetzt mit Alfalfa-Sprossen, Mungobohnensprossen etc gut klar kam wollte ich jetzt gern mal ein Knäckebrot aus gekeimten Buchweizen machen. Da ich aber eine größere Menge hatte, und auch noch Buchweizen zum knuspern machen wollte, habe ich eine Hälfte im Sprossenglas gehabt, die andere in einem Sieb was etwas hoch gehängt war.

    Nun ja, die im Glas haben sich super schnell entwickelt, schneller als ich dachte, da ich 3 Tage eingeplant hatte. Am Abend des 2. Tages kurz vorm schlafen, dachte ich die riechen etwas komisch….am anderen Morgen hab ich sie meinem Mann zum Riechen gegeben der meinte ich wäre zu pingelig da wäre nichts, ich soll die bloss nicht weg schmeißen. Nun ja….die im Sieb haben quasi erst angefangen gehabt zu keimen, die habe ich mariniert und aus den Glas-Buchweizenkeimlingen, habe ich zusammen mit Zucchini und Leinsamen ein Teig gemixt….Alles dann auf Dörrbleche und ab in den Sedona.

    Heute morgen dann….dachte ich riecht wieder etwas komisch. Mein wirklich supertoll aussehendes Buchweizenknäcke war eh fertig und ich habe minimales Stück probiert und war supersauer….uah….also da ging ich von aus die waren doch schlecht. Dann die Knuspis probiert, die mir auch sauer vorkamen, aber hatte ja noch den Geschmack im Mund von dem Brot.

    Ich habe das Brot jetzt entsorgt. Meine anderen Cracker habe ich probiert als die grad fertig waren und dachte eine sorte schmeckt auch sauer (aber kann eigentlich nicht sein) und habe von allen sorten dann noch getestet, bis mir siedendheiß einfiel das es ja sein kann das die Bakterien (von dem schlechten Buchweizen) evtl durch die Luftzirkulation sich auf die anderen Cracker übertragen?! *urg* Jetzt hab ich eine Dörrautomatladung voll Cracker….und mag nichts davon mehr essen….weg schmeißen tut mir natürlich auch leid.

    Was würdet ihr tun? und was habe ich wohl falsch gemacht….ich habe jetzt beim googlen nicht viel rausgefunden nur das man Buchweizen wohl eher dunkel keimen soll??? Bei mir stand er an der Fensterbank und bei uns ist es recht warm (so 24 grad), vielleicht hätte ich den aus dem Glas auch einfach früher verarbeiten sollen, weil er war sicher schon 24 Stunden vorher genug gekeimt….

    Nun ja, danke fürs Lesen meines Mammut-Textes, ich freue mich auf eine Antwort, und hoffe diese noch zu erleben ;o) ;o) ;o)

    • Hallo Jen,

      vermutlich war der Ort zum Keimen der Buchweizensprossen nicht ganz ideal. Die generelle Empfehlung ist Sprossen nicht im direkten Licht oder über bzw. nah einer Heizung zu ziehen. Durch das Licht und die Wärme können sich Mikroorganismen (Bakterien, Pilze…) besonders gut vermehren und die Sprossen schlecht werden. Eine andere Gefahr ist, dass die Sprossen zum Teil vertrocknen können und diese abgestorbenen Sprossen, dann wiederum ideale Lebensbedingungen für Mikroorganismen bilden, die man nicht in den Sprossen haben möchte.

      Deine Buchweizensprossen für das Buchweizenknäcke war wahrscheinlich nicht mehr gut. Eventuell waren auch die Buchweizensprossen im Sieb, die du für die Cracker verwendet hast von Anfang an schon nicht gut. Möglicherweise haben die Cracker beim Trocknen im gleichen Gerät auch einfach nur den sauren Geschmack vom Buchweizenknäcke aufgenommen. Groß Bakterien sind wahrscheinlich nicht durch die Luftzirkulation transportiert worden.

      Vielleicht waren deine Buchweizensprossen auch nicht weiter bedenklich, weil du aus Versehen quasi Buchweizensauerteig angesetzt hast 😉 . Darauf würden wir allerdings nicht wetten und generell alle Sprossen wegwerfen, die uns irgendwie komisch vorkommen.

      Liebe Grüße

  48. Hallo ihr Lieben

    vielen Dank für eure ausführliche Antwort :o)

    Ich habe natürlich gleich nochmal ein Versuch gestartet und die Buchweizenkeimlinge diesmal nicht so lange keimen lassen…glaube 1,5 Tage waren es….dann habe ich die Hälfte wieder mariniert und so aufs Dörrblech und die andere Hälfte wieder mit Zucchini und goldenen Leinsamen (schon gequollen) zu einem Teig vermixt….

    Lustigerweise wurde der „Brot“-Teig wieder sauer…schon als der komische Duft wieder anfing, habe ich direkt probiert und es wieder rausgeholt (also war schon eine ganze Weile drin)….Ich weiß nicht ob sich die Zucchini nicht mit dem Buchweizen vertragen?! Oder wäre es vielleicht sinnvoller einfach die Keimlinge an sich trocknen zu lassen, dann daraus Mehl zu machen und es dann so für ein Rohkostbrot zu verwenden???! Naja vielleicht werde ich so nochmal ein letzten Versuch (zu dem Thema) starten.

    Die anderen Sachen im Dörrer, auch die marinierten Buchweizenkeimlinge waren super!

    Danke euch nochmal

    Liebe Grüße

    Jen

  49. Ist es Milchsäure sauer, also riecht es eher wie Babywindel, oder ist es essigsauer bis übel? Bakterien beginnen mit Ihrer Arbeit, wenn das Klima stimmt. Aus meiner Erfahrung kann man das nicht als Zeit angeben, sondern muss schauen, riechen, schmecken … Ich würde empfehlen, den angekeimten Buchweizen nicht zu dörren, aber gut abtrocknen zu lassen, bevor ich ihn in den Teig gebe. Generell denke ich, keimt der Buchweizen gut – ist er auch gut! Er sollte aber auf keinen Fall zu lange stehen, sondern angekeimt reicht völlig aus. Buchweizen ist sehr eigen. Kennt ihr Buchweizenhonig? Gibt es nur in der Blütezeit – er schmeckt an sich hervorragend auf gutem Butterbrot, aber: Kaum jemand kann die Nase ins Glas stecken: Es riecht einfach nach guter Landluft, sogar ziemlich heftig nach Gülle. Bei Buchweizenplinsen (frisch vermahlen) ist mir kein Geruchsproblem bekannt, sie schmecken mir immer wieder.
    Mehr Infos zum Buchweizen erhält man da, wo er angebaut wird, in der Calauer Schweiz, im Spreewald – man kann sich zu mehr Informationen an das Biosphärenreservat Spreewald wenden, z.B. an Frau Döpke.
    Michaela Barthel

  50. Hallo Michaela,

    danke für deine ausführliche Antwort :o)

    Ich glaube es waren wenn eher Milchsäurebakterien….

    Gut das es mit dem ankeimen reicht. Ich werde es jetzt auch beim keimen beim Buchweizen bei 1 bis max. 1,5-2 Tagen belassen.

    Liebe Grüße

    Jen

  51. ich würds auch gern mal versuchen. aber was mach ich, wenn ich nicht jeden tag nach hause komme ?
    aus organisatorischen gründen bin ich 1 bis 2 mal wöchentlich mehr als einen ganzen tag nicht zuhause und es gibt keine andere person, die sich um die keime kümmern könnte.
    also regelmässig 2-mal täglich mit wasser spülen haut bei mir nicht hin, es fallen immer mal mehr als 24h raus.
    hab ich trotzdem die chance, etwas keimen zu lassen?
    hat jemand eine idee?
    grüsse, martina

    • Ich würde es einfach mal versuchen: Versuch macht klug.
      Meine Idee wäre dabei, wenn ich für längere Zeit das Haus verlasse, die Keimschale an diesem Tag in den Kühlschrank zustellen. Das wird mit den meisten Saaten klappen, vielleicht nicht mit allen.

      • Versuch macht klug, ja. Bin den 2. Tag dabei, Buchweizensprossen keimen zu lassen. Und es funktioniert, obwohl der Zeitabstand zum Spülen 24h war. Die Keimglas steht in der kühlen Küche (Fenster Spalt auf) im „Schatten“. Es sind tatsächliche Keime gewachsen, gleich beim ersten Versuch, morgen sind sie wohl fertig :-)

        • Super, dass es funktioniert hat! Wenn die Sprossen relativ selten durchgespühlt werden, steigt die Gefahr, dass doch mal etwas schlecht wird. Zumindest, wenn es warm ist. Aber da es bei dir etwas kühler in der Küche zu sein scheint, ist die Gefahr des Schlechtwerdens wahrscheinlich nicht so hoch. Noch weiter viel Erfolg beim Sprossenzüchten!

  52. Moin moin, bin durch meine Tochter beim skypen (sie lebt in England) auf euch aufmerksam geworden. Da ich auch schon seit vielen Jahren selbstgezogene Sprossen verwende, ist eure Seite eine tolle Bestätigung für mich :-). Ich habe auch diese Keimgläser (von Budnikowski) und bin voll zufrieden damit. Ich habe aber bisher die Samen verwendet, die es extra dafür zu kaufen gibt, und hab mich an „normales“ Getreide noch nicht rangetraut. Außer 1x mit Gerste, die aber entsetzlich gestunken hat nach ein paar Tagen. Ich glaube, die Körner waren „überfällig“. Ich habe das dann alles entsorgt und werde es demächst mal wieder versuchen. Es gibt ja so viele unterschiedliche Samen, ich mag sehr gerne Radieschen-Samen, die sind so schön würzig. Oder „milde Mischung“ von Alnatura (Linsen, Mungobohnen, Bockshornklee, oder „pikate Mischung“ (grüne Linsen und Rettich). Die Sprossen kommen bei mir über den Salat oder in grüne smoothies, oder aufs Butterbrot. Alles oberlecker. Ich bevorzuge auch nur Bio-Sprossen.

    • Stimmt die Sprossenauswahl ist riesig. Sönke hat einmal als Challenge 100 verschiedene Sprossen und Keimpflanzen in 100 Tagen gezüchtet, da war vor allem das Aufessen eine Herausforderung 😉 .

      Wenn du Gerste sprossen lassen möchtest, ist es wichtig Nacktgerste zu nehmen. “Normale” Gerste muss entspelzt werden und ist dadurch oft nicht mehr keimfähig. Vielleicht war dies das Problem bei deinem ersten Versuch. Unser erster Versuch mit Nacktgerste ist übrigens auch gescheitert, weil die Gerstenkörner scheinbar nicht in Ordnung waren.

  53. Hallo, ihr Lieben…
    Dank eurer Anleitung habe ich gestern meine ersten Sonnenblumen Sprossen
    gegessen. Waren lecker. Mit dem Dinkel hatte ich leider kein Glück.
    Ich musste alles wegwerfen, da mir der Geruch nicht behagte. Vielleicht zu
    wenig gespült.
    Nun probiere ich es mit Buchweizen . Bin gespannt.
    Die Dinkel Probe wird aber wiederholt.
    LG Kim

    • Dinkel kann schon etwas eigen sein. Manche Packungen sind nicht zum Keimen geeignet, da die Körner nicht 100 % in Ordnung sind. Dinkelkörner können leicht beim Entspelzen beschädigt werden und sind dann nicht mehr keimfähig.

      Liebe Grüße

      • Hallo Ihr Beiden,

        mit Dinkel hatte ich bisher auch kein Glück, aber vielleicht benutze ich einfach die falsche Marke/ die Körner in meiner Packung sind nicht in Ordnung.

        Habt Ihr Erfahrungen damit, welche Marken sind bei Dinkel zum Keimen geeignet?

        Beim Buchweizen habe ich bisher mit Alnatura ganz gute Erfahrungen gemacht, mit Dinkel kenne ich mich aber noch nicht aus.

        Danke für Eure Hilfe! Ich bin froh, dass es Euren tollen Blog gibt.

        Liebe Grüße, Katja

        • Hallo Katja,
          wie gut die Körner von einer Marke sprossen, kann sehr unterschiedlich sein. Bei Kamut haben wir das ganz deutlich erlebt: Von der einen Packung sind selbst die zerbrochenen Körner noch gesprosst, während bei einer anderen Packung fast nix passiert ist. Der Grund war vermutlich, dass die Kamutkörner nach der Ernte zu heiß nachgetrocknet wurden.

          Richtig traumhaft sind die Körner von unserem CSA-Hof gekeimt. Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe einen Hof, der seine eigenen Körner verkauft. Wenn die gut keimen, hast du eine relativ verlässliche Quelle für sprossfreudige Körner. Denn im Bioladen und Reformhaus stammen die Körner meist von wechselnden Landwirten. Dadurch kann die Qualität stark schwanken.

          Liebe Grüße

  54. Guten Morgen, Tolle Seite und endlich ein Forum für praktische Fragen zu diesem Thema. Ich ziehe sporadisch vorzugsweise im Frühling Sprossen. Vor Jahren habe ich es auch mit Kichererbsen versucht, was prima geklappt hat. Dann habe ich gehört , daß man „so etwas“ nicht roh essen soll, wegen der entstehenden Inhaltsstoffe. Wie esst Ihr diese Art Sprossen? Mit Erbse, ohne Erbse, roh oder gekocht?
    Und wie habt Ihr das mit den Löwenzahnkeimlingen gemacht? Einfach die Pusteblume ins Keimglas?Einweichen? Wie lange dauert das? Ich bin nämlich ein Löwenzahnfreund und esse den gern im Frühjahr frisch aus dem Garten. Mit den Sprossen hätte man ja das ganze Jahr dieses Vergnügen.

    • Bei kleinen Hülsenfrüchten wie Linsen und Mungobohnen werden die Inhaltsstoffe, die die Vitalstoffaufnahme hemmen sollen, beim Keimvorgang weitestgehend abgebaut. Hier besteht kein Grund zur Sorge. Gesprosste große Hülsenfrüchte wie Kidneybohnen würden wir lieber immer kochen. Sie sind ungekocht auch noch viel zu hart 😉 .

      Kichererbsen liegen so dazwischen, während Sönke gerne rohe Kichererbsensprossen mag, findet Melanie diese nicht so lecker, sondern isst diese lieber kurz gekocht. Wir essen wenn dann die ganze Kichererbse, also mit Spross und Erbse.

      Wegen der Inhaltsstoffe von gesprossten Hülsenfrüchten machen wir uns keine Sorgen. Hemmstoffe werden grundsätzlich beim Keimvorgang abgebaut. Es kommt bei diesen immer auf die Menge an. Man müsste schon viele Kilo Sprossen pro Tag essen, bevor man eine bedenklichere Dosis aufnimmt. Das neue gefährliche Inhaltsstoffe beim Keimen entstehen ist uns nicht bekannt. Dafür entstehen jede Menge neue Vitalstoffe. Wenn da ein paar nicht erfolgreich aufgenommen werden sollten, ist das nicht weiter schlimm 😉 .

      Beim Löwenzahn haben wir einfach die kleinen Samen mit den Fallschirme von der Pusteblume mit den Fingern genommen und die Fallschirme abgeruft, so dass wir nur noch die Samen hatten. So lässt sich die Löwenzahnsaat besser handhaben. Wir haben dann aber keine Sprossen daraus gezogen, sondern kleine Keimpflänzchen. Das heißt, wir haben die Löwenzahnsaat auf Erde ausgesät, wachsen lassen und dann die kleinen Blättchen mit der Schere abgeschnitten. Dies hat ca. 2 Wochen gedauert.

      Liebe Grüße

      • Hallo Ihr Zwei,

        danke für die ausführlichen Antworten. Also können die Kichererbsen wieder ins Programm und mit dem Löwenzahn werde ich mich auch anfreunden. Diese Variante ist später im Jahr prima, wenn die Wildpflanzen schon etwas älter sind. Heute habe ich erst mal eine bunte Mischung aus Löwenzahn, Gänseblümchen, Sauerampfer und Scharbockskraut eingesammelt und darf nun einen Salat machen 😉

        Ich wünsche Euch einen schönen Sonntagabend!

  55. Hallo,
    ist echt eine super Seite hier !!
    Leider wachsen meine Sprossen nicht wirklich in die Höhe wie auf dem Foto. Sie sind gekeimt, aber nach 4 Tagen sind sie immer noch nicht wirklich hoch gewachsen. Hast du eine Idee warum? Gewässert werden sie täglich 2x. Uuuuuuund wenn Sie „fertig“ sind, sind ja meist noch ein paar Samen im Glas die nicht aufgegangen sind, werden die einfach mitgegessen? 😀

    Lg Jonas

    • Wie schnell die Sprossen keimen, hängt sehr von der Umgebungstemperatur ab. Im Winter ist das Wachstum meist deutlich langsamer als im Sommer. Samen, die nicht aufgegangen sind essen wir in der Regel einfach mit. Es sei denn, sie sehen irgendwie komisch aus.

      Liebe Grüße

  56. Hallo Ihr Beiden…..eine tolle Infoseite hier bei euch!
    seit kurzem versuche ich auch Sprossen zu ziehen – klappt gut – einfach lecker! Nun meine Frage: durch das recht lange Einweichen, gehen da nicht viele Vitalstoffe verloren? Das Einweichwasser ist meist verfärbt. Kann man dieses vielleicht sogar nutzen? Eventl. im Smoothie?
    Danke für eine Antwort!

    • Hallo Marion,
      sicherlich gehen ein paar Vitalstoffe ins Einweichwasser über, allerdings auch viele “Anti-Nährstoffe”. Diese sorgen dafür, dass unser Körper weniger Vitalstoffe aus der Nahrung aufnehmen kann. Insbesondere das Einweichwasser von Bohnen gilt als problematisch. Du würdest also mit dem Einweichwasser der Sprossen unter Umständen weniger Vitalstoffe aus dem Smoothie bekommen als ohne Einweichwasser.

      Wir würden daher das Einweichwasser lieber nicht trinken. Die einzige Ausnahme könnte möglicherweise Bockshornklee sein. Das ist das einzige Einweichwasser, das die australische Sprossenexpertin Isabell Shipard trinkt, weil es leberreinigend wirken und nur wenig “Anti-Nährstoffe” enthalten soll.

      Liebe Grüße

  57. Hallo , ihr Zwei…
    Mit Buchweizen und Sonnenblumen Kerne klappt es sehr gut.
    Wie lange kann man SB-Keime im Kühlschrank aufbewahren und essen ?
    Die letzten Keime bildeten Blätter und Wurzeln .
    Sie schmeckten frisch und knackig sogar nach einer Woche im Kühlschrank.
    Kann man die SB-Keime eintopfen und macht das Sinn?
    Eure Tipps sind sehr hilfreich. Danke . LG Kim

    • Wenn du die Sonnenblumenkerne täglich durchspühlst ist eine Woche völlig ok. Wenn die Sonnenblumensprossen schon Blätter und Wurzeln bekommen, hört sich dass nach einem längeren Aufenthalt im Kühlschrank an. Essen kannst du diese “Sprossen” immer noch, denn die Sprossen werden ja nicht plötzlich giftig. Aber der Geschmack könnte sich wandeln, so dass die Sprossen bzw. Pflänzchen nicht mehr so gut schmecken.

      Die Sonnenblumenpflänzchen kannst du natürlich auch eintopfen und Sonnenblumen daraus wachsen lassen. Du kannst natürlich auch die Blättchen der Minipflanze (wenn sie so 5 – 10 cm hoch ist) im Salat, Smoothie oder auf Brot essen.

      Liebe Grüße

  58. Hallo ihr zwei,
    ich bin ein wenig verzweifelt.Ich habe das Buch von Rose-Marie Nöcker,es gibt leider soviele widersprüchliche
    Angaben zu Einweichzeiten.Ich habe keimfähigen Samen von Demeter gekauft,Hanfsamen und Buchweizen,Amaranth,dort ist immer die Einweichzeit mit 18St. angegeben.Leider ist das alles nichts geworden.
    Quinoa habe ich 6St.eingeweicht,hat später richtig komisch gerochen.Wisst ihr wo es eine verlässliche Liste gibt,mit genauen Angaben?Noch eine Frage,zur Lagerung im Kühlschrank, muss das Glas mit einen Deckel verschlossen sein,
    oder stellt ihr das Keimglas angekippt in den Kühlschrank?Wo stelle ich das Keimglas am besten während der
    Keimzeit hin?Liebe Grüße Sonja

    • Hallo Sonja,

      in unserer 10. Auflage von “Sprossen und Keime” werden Amaranth und Hanf noch gar nicht aufgeführt. Die Einweichzeit von Buchweizen wird in unserer Ausgabe mit 16 Stunden angegeben. Allerdings werden auch ungeschälte Buchweizenkörner verwendet und daraus keine Sprossen sondern Buchweizengras gezogen. Für ungeschälte Körner sind 16 Stunden bestimmt in Ordnung, für ungeschälte Buchweizenkörner ist das definitiv zu lange. Wir haben die besten Erfahrungen gemacht, wenn wir die ungeschälten Buchweizenkörner wie im Artikel beschrieben nur eine Viertelstunde einweichen. Amaranth spühlen wir sogar noch einmal durch. Selbst kurzes Einweichen ist schon zu viel des Guten. Bei Quinoa reichen 2 bis 4 Stunden Einweichzeit.

      Von manchen Packungen will der Quinoa nicht richtig sprossen und wird schlecht. Das ist uns auch schon passiert. Vielleicht hast du mit der Packung von einem anderen Hersteller mehr Glück.

      Während der Keimzeit stehen die Keimgläser einfach in der Küche auf der Arbeitsplatte. So vergessen wir sie nicht regelmäßig zu wässern. Wichtig ist, dass die Keimgläser nicht über der Heizung oder direkt in der Sonne stehen. Dadurch können Sprossen vertrocknen, was dann der ideale Nährboden für Schimmelpilze und andere unerwünschte Mikroorganismen darstellt.

      Wenn die Sprossen lang genug geworden sind und wir die Keimgläser in den Kühlschrank stellen, spühlen wir sie täglich einmal durch, lassen das Wasser gut abtropfen und stellen sie mit dem Boden nach unten in den Kühlschrank. Dabei lassen wir einfach den Siebdeckel oben drauf, so dass die Luft zirkulieren kann. Du kannst die Keimgläser auf einem Teller aber auch angekippt in den Kühlschrank stellen.

      Liebe Grüße

  59. Hallo habe eine frage meine sprossen haben pilz spuren was soll ich tun auswaschen und essen oder wegwerfen?Danke MFG

    • Wenn sich Schimmel in den Sprossen gebildet hat, werfen wir die ganze Ladung Sprossen weg, da wir nie sicher sein können wie weit sich der Schimmel bereits ausgebreitet hat, ohne dass man es sehen kann.

  60. Hallo,

    vielen Dank für den wunderbaren Artikel! Vorgestern habe ich manche Weizen- und Gerstenkörner eingeweicht, und heute haben sie schon kleine, haarige Keime. Ein echtes Wunder! Jetzt plane ich, Roggen zu sprossen.

    Herzliche Grüße aus Lettland,
    Eva

    • Hallo Eva,
      Roggen und Weizen sind bei uns bisher immer super gekeimt. Mit Gerste hatten wir manchmal Probleme, da wahrscheinlich die Körner nicht so toll waren. Viel Erfolg beim weiteren Keimen von Getreidekörnern!

      Sonnige Grüße nach Lettland

      • Hallo Melanie und Sönke,

        danke für die warmen Worten! Vorige Woche habe ich auch das Frischkorngericht mit gesprossenen Weizen, Gersten, Roggen, Hafern, Buchweizen und Leinsamen zubereitet. Ich habe keine geschrotenen, sondern ganze Körner benutzt. Es hat meiner Familie und mir wirklich gut geschmeckt!

        Jetzt möchte ich probieren, Sesam zu keimen. Habt ihr Erfahrung mit diesen Samen? Könnt ihr mir manche Tipps geben?

        Herzliche Grüße aus Lettland,
        Eva

        • Hallo Eva,
          Sesam lässt sich in der Regel auch keimen. In unseren Sprossenbüchern werden Einweichzeiten zwischen 4 und 8 Stunden empfohlen. Gewässert werden können die Sesamsamen danach zwischen 2 und 4 Mal pro Tag. Wichtig ist, die Sesamsamen spätestens nach 2 Tagen zu essen, da sie schnell anfangen bitter zu werden.

          Liebe Grüße

          • Hallo Melanie und Sönke,

            danke für die Anleitung! Leider ist mit meinem Sesam etwas schief gelaufen. Wahrscheinlich waren die Samen beschädigt oder geröstet. Trotzdem keimen Getreide, Linsen, Mungobohnen und Senf ausgezeichnet!

            Viele Grüße

      • Gewöhnliche Gerste ist nicht mehr keimfähig, weil der Keim beim Schälen zum Entspelzen der Körner mit weggeschält wird. Nur Spießkorngerste keimt. Ebenso ist es mit Hafer; nur der Nackthafer ist gut keimfähig.

  61. Hallo Melanie und Sönke,
    von euren Vorschlägen bin ich begeistert und vielen Dank für die Beiträge zu einer gesunden und auch kreativen Ernährung. Ich habe bereits Kamut und Buchweizen gekeimt und zu leckeren Burgern verarbeitet. Nun möchte ich euch fragen wie es mit Maiskörnern aussieht. Diese spriessen nämlich bereits, aber ich habe noch nirgends gelesen, ob sich diese zum Keimen eignen. Ich habe nämlich einfach Popcorn-Körner verwendet und siehe da, die wollen wachsen. Danke für einen Vorschlag und liebe Grüsse aus Gran Canaria

    • Hallo Coco,
      wir haben in der Vergangeheit auch schon mal Sprossen aus Popcornmais gezogen. Diese waren allerdings weder besonders gut zu kauen noch besonders lecker. Auch kurz erhitzt waren sie nicht der Hit. Wir haben damals daher vermutet, dass Popcornmais nicht der richtige Mais zum Sprossenziehen ist. Wie waren deine Erfahrungen?

  62. Hallo Ihr Zwei,
    danke für die ausführlichen Informationen hier.
    Bzgl. Buchweizen / Buchweizensprossen bin ich im Internet auf Informationen gestoßen das diese starke Lichtallergien /-empfindlichkeiten auslösen können.
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Buchweizenkrankheit und http://www.townsendletter.com/Dec2004/buckwheat1204.htm)
    Habt ihr davon schonmal was gehört bzw. Erfahrungen gemacht.
    Danke für eine Antwort! Christian

    • Hallo Christian,
      davon hören wir das erste Mal. Was es so alles gibt…

      In dem Wikipedia-Artikel steht, dass in der Buchweizenschale Stoffe enthalten sein sollen, die bei reichlichem Genuss zu Vergiftungserscheinungen führen würden. Das ist zum Glück nicht weiter problematisch, denn Buchweizen wird eigentlich immer geschält für den Verzehr verkauft. Die problematischen Stoffe nehmen wir also nicht zu uns. Ob reichlich Buchweizengras problematisch ist, können wir dir nicht sagen. Wichtig ist es immer sich vielfältig zu ernähren. Nur einige wenige Lebensmittel zu essen, führt fast zwangsläufig zu einem Mangel oder einem zu ziel an bestimmten Stoffen und damit über die Zeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

  63. Hallo ihr Lieben,
    da ich mich glutenfrei ernähren muss, habe ich versucht, Hirse- und Reissprossen zu ziehen. Von den probeweise jeweils etwa 10 Gramm Körner haben aber nur 2 Hirsekörner und kein einziges Reiskorn (Vollkornreis) gekeimt. Mit welchen Körnern von welchem Hersteller war es euch denn möglich?

    • Oh, das ist nicht viel. Unsere Hirse war von der Spreewälder Hirsemühle. Beim Reis wissen wir den Hersteller nicht mehr, vermutlich Rapunzel, Davert oder die bioladen Eigenmarke. Bei hellem Reis ist es schwer zu sehen, ob die Körner keimen. Besser sichtbar ist der Keimerfolg bei rotem Reis oder Wildreis.

  64. liebe Melanie und Sönke, bin durch Vollwert Fan Gruppe bei Facebook auf Eure Seite gestoßen… ich weiß ihr ward ja bei mir im Grundseminar zum Thema „Getreide“ … Kompliment ..ein super Blog. ….. und Ihr habt Euch riesige Arbeit gemacht mit dieser Seite zum Keimen. Aber darf ich Euch ein Tipp geben zum Getreide einweichen ?? Ich habe es von Waltraud Becker… die ihr ja hoffentlich auch kennt…Also .. wir sollten ALLE Getreidesorten nicht so lange z.b. über Nacht wässern.Wenn wir auf die Natur schauen.. es gibt nur ein Getreide -Nassanbau …das ist der Reis. Weizen , Roggen,Dinkel etc. werden NICHT im Wasser angebaut.Die Samen kommen in den feuchten Boden..abgeleitet sagte Waltraud.. reicht ein Wässern von ca. 3 -4 Stunden. …. dann wie Ihr so wunderbar dokumentiert habt …..nur noch spülen und feucht halten.Ich habe es probiert .. es klappt super .. und noch ein Tipp: im Sommer soll es ja bei zu großer Hitze eventuell ein Problem sein .. wegen der Hitze und der Gefahr von Verderb der Keimlinge .Wenn Ihr eine Prise Salz (Mineralien) dem Keimgut zugibt ..es verhindert eine Fremdgärung und Schimmelbesatz…ich mache es auch immer bei Quellstücken..das sind eingeweichte Saaten , Flocken ,Grobschrot etc. –das Salz verhindert Fremdgärung. Allerdings sollte man dann beim Gebäck ..Brot + Brötchen – dem man dann das Quellstück zum Hauptteig zugibt immer das Salz um die im Quellstück vorhandene Menge Salz reduzieren…damit komme ich super über die heiße Jahreszeit…
    Euch Beiden weiterhin viel Erfolg und Spaß beim vollwertigen Backen….liebe Grüße UTE

    • Hallo Ute,
      herzlichen Dank, wir freuen uns sehr über deine Experten-Hinweise! Den Salztrick werden wir genauso ausprobieren wie die kürzeren Einweichzeiten. Die Körner nicht so lange einzuweichen, klingt auf jeden Fall logisch und näher an den Verhältnissen, wie sie in der Natur vorzufinden sind. Noch eine Frage: Gibst du das Salz nur am Anfang ins Einweichwasser oder nach jedem Durchspühlen erneut zu den Keimlingen?

      Liebe Grüße

  65. Liebe Ute,

    vielen Dank, super, dass du hiermit deine Erfahrungen auch den vielen anderen interessierten Lesern vom Vollwertblog zur Verfügung stellst!
    Euch Beiden auch nochmal ein ganz großes Kompliment und Danke für eure großartigen und vielseitigen Beiträge!
    Liebe Grüße an die kleine Familie:)
    Roswitha

  66. wie habt ihr denn euren Mariendistelsamen gekeimt? was ist hier die Einweichzeit und was die Keimdauer? ab wann sind sie essbar?

    • Erfolgreich waren wir beim Ziehen von kleinen Keimpflanzen. Dazu haben wir die Mariendistelsamen einfach in einen Blumentopf mit Erde gegeben, leicht mit Erde bedeckt und gut gewässert. Über die nächsten Tage haben wir morgens und abends die Erde geprüft und ggf. gewässert, um sie feucht zu halten. Nach genau einer Woche haben wir die Blätter probiert. Der Geschmack war zunächst leicht süßlich und wurde dann aber schrecklich bitter. Scheinbar muss das aber nicht so sein, wie du dem Kommentar von Tobias entnehmen konntest.

      Mit dem Ziehen von Sprossen waren wir nicht so erfolgreich, denn die Samen haben vereinzelt angefangen zu schimmeln. Wir haben zwar ein wenig mit der Einweichzeit experimentiert, dass Ergebnis war aber immer das selbe: Schon nach 2-3 Tagen zeigte sich Schimmel auf dem ein oder anderen Samenkorn. Möglicherweise war unsere Saat nicht in Ordnung, oder die Einweichzeiten immer zu lang oder die Bewässerung nicht passend…

      Wünschen dir viel Erfolg beim Keimen und Essen der Mariendistelpflänzchen!

  67. Hallo, ich finde den Blog echt super!
    Als ich das von den Getreidesprossen gelesen habe, bin ich sofort in die Stadt gegangen und habe mir den Sprossengarten von Bio Snacky geholt.
    Dazu habe ich hanfsamen und Buchweizen gekauft. zuhause habe ich die Samen gleich wie laut anleitung mit Wasser gespült und auf den Keimböden verteilt,
    bin echt gespannt wie das wird!

    • Dankeschön! Wünschen dir viel Erfolg! Nur Hanfsamen dürfen offiziell nicht gesprosst werden 😉 , aber Buchweizen ist ganz lecker.

      • oh das wusste ich gar nicht … habe sogar im geschäft nachgefragt ob sich Hanfsamen sogar sprossen lassen. Erste Erfolge sind sogar schon nach dem ersten Tag sichtbar.
        Bin gespannt wie es schmecken wird!

        • Auf den Hanf-Packungen steht meistens ein Hinweis, dass die nicht ausgesät oder gekeimt werden dürfen. Dass selbst das Sprossenziehen eigentlich verboten ist, ist schon ziemlich verrückt. 😉

  68. Liebe Vollwertfreunde,
    Kann mir jemand erklären, ob es einen Unterschied gibt zwischen Nackt-Getreide und Spießkorn-Getreide (Hafer, Gerste). Ist beides gleich gut keimfähig oder gibt es Unterschiede?

    • Der einzige Unterschied zwischen Nackt-Hafer/Gerste und Sprießkorn-Hafer/Gerste ist der Name. Ansonsten handelt es sich um die gleichen Getreidesorten.

  69. Hallo,

    ich habe im Reformhaus Vollkorn-Quinoa aus Deutschland in Nicht-Bio-Qualität entdeckt.
    Ich wußte vorher eigentlich nicht, dass Quinoa geschält wird. Der Keimling ist wohl noch im Korn enthalten. Angeblich enthält die Schale gewisse Bitterstoffe. Der aus dem Reformhaus soll eine speziell gezüchtete Sorte ohne diese Bitterstoffe sein.
    Wisst ihr mehr darüber und welchen verwendet ihr?

    Vielen Dank für eure Antwort!
    Ganz liebe Grüße und alles Gute;)

  70. Wollte noch hinzufügen, dass mein Quinoa von Rapunzel sehr schlecht gekeimt hat.

    • Hallo Roswitha,
      da wir wenig Quinoa essen, haben wir uns noch gar keine Gedanken gemacht, ob Quinoa geschält bzw. poliert werden könnte. Vielen Dank für deinen Hinweis! Wir kaufen meist den Quinoa von DM.

      Liebe Grüße

  71. Heja!,

    feine Seite habt ihr. Erfahrungsaustausch ist alles. Der Duft von gerade in warmem Wasser eingeweichtem und frisch abgegossenen Nackthafer weckt in mir echte Glücksgefühle. Leider hatte auch ich ihn lange nicht auf der Liste, weil wie von euch erwähnt eine Diva in Sachen „Keimlocation“ – doch siehe, durch eure Beobachtung, daß es die Staunässe ist, die ihm mißfällt, unternahm ich in mir eigener Hartnäckigkeit einen neuen Versuch – diesmal schön verteilt die Haferkörner (mithilfe eines dieser „Silikonbesen“, wie sie in den Backutensilien gebräuchlich sind, denn meine Finger sind zu grob für die feinen Körner und zerbrechen zu viele) auf – hehe, einem professionellen Mehlsieb mit 30 cm Durchmesser. Habe mir bereits 2014 3 Stück gekauft, wenn ich recht erinnere auf *verzeiht“ gastronomie-direktversand.de. Damals dienten sie mir hauptsächlich dazu, größere Mengen (so etwa 250g pro Sieb) Buchweizen, der es auch luftig mag, zu keimen (bin halt ein gestandener Mann und muss was in mich reinschauffeln, von nur Gemüse schwirrt mir vor Hunger der Kopf). Und tatsächlich: Noch nie zuvor so viele freudig herauskeimende Wurzelchen beim Nackthafer gesehen wie jetzt.

    Adios, und bleibt dran!

    • Hallo Dawid,
      geniale Idee ein flaches Mehlsieb zum Keimen zu verwenden. Vielen Dank für deinen Tipp! Damit werden wir kommenden Winter bestimmt nochmal versuchen Hafer zu Sprossen. :-)

      Liebe Grüße

      • Tolle Idee ein flaches Mehlsieb zu nehmen! Vielen Dank dafür! Wir haben vor gut 16 Jahren den Dörrapparat von Sigg (Dörrex) besorgt (leider kein Rohkostdörrgerät), aber in den (Metall-) Sieben davon lässt sich z. B. Weizen auch super keimen. Wir wollten mal Weizengras ziehen und die Menge die sich beispielsweise in einem BioSnacky ziehen lässt hält sich doch sehr im Rahmen. Neujahr habe ich den Weizen zum Keimen eingeweicht und nach ca 2 Tagen auf dem Sieb verteilt (ca 110g vor dem Einweichen). Bis jetzt sieht es richtig gut aus.

        Euch ein GUTES NEUES JAHR voller Freude, Gesundheit und gutem Gedeihen!!! Wir freuen uns sehr für und mit euch, ihr Vier!

        Liebe Grüße,
        Ursula

        • Hallo Ursula,
          110 g Weizen für Weizengras hört sich nach einer ordentlichen Menge an. War der Keimversuch erfolgreich?

          Wir wünschen dir ebenfalls ein wundervolles Jahr 2016!

          Liebe Grüße

          • Ja der Versuch war erfolgreich. Oben erwähnte Menge ergab ca. ein halbes (kleines) Glas Weizengrassaft. Eine ähnliche Menge Gerste war sogar noch ergiebiger.
            Liebe Grüße!

  72. Guten Tag
    Frage
    Wie sieht es mit dem Arsen in Reis Sprossen aus, ist der auch relativ hoch?
    Danke im Voraus

  73. Hallo ihr beide,

    ich habe bisher Sprossen nur für Keimproben gezogen. Dafür nehme ich ein einfaches Teesieb und eine kleine Tasse. In der Tasse weiche ich die Körner ein, dann gieße ich sie ins Sieb ab, stelle das Sieb zum Abtropfen zurück in die Tasse (das Wasser habe ich natürlich vorher abgeschüttet) und wasche sie morgens und abends ab. Gekeimt hat das immer recht zügig (Probiert habe ich Hafer (geschält und Nackthafer), Weizen, Buchweizen). Nur das zu essen traue ich mich irgendwie nicht, weil ich Zeug über gammelige Sprossen und Keime und so gelesen habe. Früher (also etwa im Kindergarten) haben wir schon immer Kresse gezogen, da habe ich mir keine Gedanken gemacht.

    Wie seht ihr das? Ist das wirklich eine Gefahr oder wieder Panikmache?

    • Hallo,
      wir werfen zwar immer einen kritischen Blick auf unsere Sprossen, ob da nicht doch eine ist die anfängt zu schimmeln, dann kommt natürlich sofort alles weg. Ansonsten halten wir die Angst vor Keimen in Sprossen klar für Panikmache. In den Sprossen vermehren sich auch verschiedene Mikroorganismen. Aber diese zu essen, ist eher ein Probiotikum (also gut für unsere Darmflora), als eine Gefahr. Nur wenn Sprossen komisch anfangen zu riechen oder zu schimmeln, sollten sie entsorgt werden.

      Liebe Grüße

  74. Hallo,
    danke für eure informative und ehrliche Seite (ohne irgendwelchen „fundamentalismen“).
    Ich kenne mich mit keimen und sprossen sehr schlecht aus und möchte jetzt einmal damit anfangen… Ihr habt geschrieben, dass ihr die Sprossen einfach so ins Müesli oder in den Salat, etc. tut. Esst ihr die immer roh? Und eine blöde Frage, aber nehmt ihr immer den ganzen Sprossen mit dem korn/samen dran (z.B. bei Bohnen, LInsen oder Kichererbsen)? Habe nämlich auch schon gelesen, dass diese z.T. giftig sind und man dann nur die Wurzel oder was da herauswächst isst… stimmt das?

    Besten dank für eure Antwort!

    • Unsere Sprossen essen wir alle roh, nur Reissprossen oder große gesprosste Bohnen (z.B. Kidneybohnen) kochen wir. Wir essen immer den ganzen Spross mit dem Korn bzw. Samen daran. Linsen und auch Kichererbsen sind nicht giftig, wenn sie gesprosst werden. Stoffe im Samen, die problematisch sein können, werden nicht nur beim Kochen, sondern auch beim Sprossen abgebaut. Man sollte nur mit den Mengen einzelner Sprossensorten nicht übertreiben.

  75. Danke euch für den schönen Artikel, macht Spaß zu lesen und ist sehr informativ!

  76. Pingback: Wie gehts mir mit der Rohkost? | Auf neuen Wegen

  77. Hallo, ihr Lieben. Habt ihr schon mal aus euren Keimen Essener Brot
    hergestellt ? Ist sehr zu empfehlen. LG Kim

    • Hallo Kim,
      leider noch nicht! Essener Brot zubereiten, steht zwar schon schon lange auf unserer Ausprobier-Liste, aber irgendwie haben wir es doch vergesssen. Danke für die Erinnerung!

      Liebe Grüße

  78. Hallo,

    herzlichen Dank für diesen superinformativen Artikel!
    Sagt mal: habt ihr schon mal Chia gekeimt? Ich habs dieser Tage zum ersten mal versucht, in einer Keimschale. Leider riecht das Ganze, anders als andere Sprossen, nun gar nicht frisch.Ich vermute da ist etwas schief gelaufen. Oder ist das bei Chia immer so?
    Liebe Grüße
    Ursula

    • Hallo Ursula,
      ja, Chia haben wir auch schon gekeimt. Die Sprossen hatten keinen besonderen Geruch und waren äußerst geschmacklos. Wir können sie daher nicht empfehlen. Wenn deine Sprossen komisch riechen, sollten sie besser weggeworfen werden.

      Chia ist etwas spezieller im Keimen als andere Sprossen. Ein Keimglas oder eine Keimschale sind nicht geeignet dafür. Denn Chia-Sprossen sollten nur mit Wasser besprüht werden. Wir haben unsere Chia-Sprossen daher auf einer unbeschichteten Terrakotta-Schale aus dem Baumarkt gezogen. Ein Sieb soll sich zum Keimen auch eignen.

      Liebe Grüße

  79. Hallo,
    Ich finde euer projekt sehr interessant.
    Ich möchte in meiner Kindergartengruppe mit den Kindern Korn aussäen und dann das gesäete Korn ernten, mahlen und Brot backen… Damit das säen/wachsen anschaulicher für die Kinder ist, überlege ich das sprossen mit den Kindern zu versuchen…jetzt meine Frage: kann ich die Sprossen auch in Erde pflanzen und sie keimen weiter und wachsen zu ähren? wisst ihr da etwas drüber?
    Viele Grüße,
    Laura

    • Hallo Laura,
      du kannst Getreidekörner erst sprossen lassen und die Sprossen dann auf Erde geben (und sie ggf. mit Erde bedecken), um weiter Gräser daraus wachsen zu lassen. Wir haben auf diese Weise schon mal Weizen-, Gersten- und Roggengras für Smoothies gezogen.

      Liebe Grüße

  80. Hallo ihr zwei!

    Ich werde im Februar eine Facharbeit zu diesem Thema schreiben.
    Dürfte ich bei Fragen auf Euch zukommen?

    Liebe Grüße
    Sebastian

    • Hallo Sebastian,
      klar, kannst du mit Fragen auf uns zukommen. Wir können dir nur keine Garantie geben, wie schnell wir deine Fragen beantworten können.

      Liebe Grüße

  81. Hallo ihr beiden,

    das ist wirklich eine sehr informative Seite, insbesondere für Rohkost-Anfänger wie mich.

    Ich würde gern eine größere Menge (ich habe so an 125g gedacht) von einer Getreidesorte keimen, damit ich immer Sprossen zur Hand habe. Muss ich die Körner dann auf mehrere Behälter verteilen, damit mehr Luft dran kommt, oder kann einfach alles in ein Glas? Kann ich das fertig gesprosste Getreide im Dörrautomat trocknen, damit es sich anschließend hält? Wie lange kann ich die Körner dann aufbewahren? Oder bringt das nichts, und man muss die Körner innerhalb einer Woche verbrauchen?

    Danke im Voraus für eure Antwort und herzliche Grüße.
    Gerlinde.

    • Hallo Gerlinde,
      wir haben schon 100 g Getreide auf einmal im Keimglas gesprosst. Das hat funktioniert. Wenn du die Sprossen im Dörrautomat trocknest, halten sie sich natürlich einige Zeit. Du hast nur keine lebendigen Pflanzen mehr. Selbst durch einer geringen Hitze von unter 40°C gehen bereits manche sekundäre Pflanzenstoffe verloren. Manche Vitalstoffe gehen durch Reaktion mit Licht und Sauerstoff über die Zeit immer mehr kaputt. Du hast also etwas mehr davon, wenn du die Sprossen frisch isst. Wir könnten uns vorstellen, dass die Sprossen eine Woche im Kühlschrank halten, wenn du sie jeden Tag nochmal durchspühlst. Allerdings wachsen die Sprossen selbst im Kühlschrank langsam weiter. Am besten ist es also einfach kontinuierlich Sprossen zu ziehen. (Zu Sönkes Routine gehört es momentan jeden Morgen und Abend die Sprossen zu wässern bzw. neu anzusetzen. So haben wir immer welche zur Hand.)

      Liebe Grüße

  82. Kann ich einfach meine Bio Berglinsen aus dem Dm sprossen, die ich eigentlich für Suppe gekauft habe?
    L.G.

  83. Hallo guten Tag Melanie und Sönke.

    Tolle Dokumentation, sehr hilfreich, möchte damit nämlich auch anfangen. Bin aber ganz besonders an ***Gerstenkorngrassamen*** zum keimen interessiert. Könnt Ihr mir sagen, wo ich den in Bio Qualität bekomme?
    Vielen Dank und weiterhin Erfolg mit Euren Sprossen. Petra

    • Hallo Petra,
      es gibt verschiedene Arten von Gerste. Normale Gerstenkörner werden beim Entspelzen zu sehr verletzt und keimen dann nicht mehr. Deutlich besser keimt spelzfreie Nacktgerste. Nacktgerste (oder Sprießkorngerste) kannst du in der Regel im Bioladen oder im Reformhaus finden.

      Liebe Grüße

  84. Pingback: rohveganes Müsli mit frischen Getreidesprossen | Turtlely Raw Foods

  85. Hallo und vielen Dank für den Artikel.
    Mit Mungobohnen und Brokkolisamen hatte ich bisher gute Erfolge, aber meine Azukibohnen wollen nicht so recht keimen. Die brauchen ca. 2-3 Tage bis sie überhaupt anfangen zu sprießen und der ganze Keimvorgang dauert eine gefühlte Ewigkeit im Vergleich zu anderen Sprossen. Könnt ihr etwas empfehlen um die Azukibohnen in Schwung zu bekommen? Oder liegt es vielleicht an der Qualität der Bohnen?

  86. Habe vor 4 Tagen meine allerersten Weizensprossen angesetzt. Gestern sah ich die seltsam aussehenden Faserwurzeln zum ersten Mal und dachte, es wäre Schimmel. Ich machte erstmal die Geruchsprobe: nicht gerade lecker. Nach dem Spülen jedoch roch es herrlich frisch – wie ne frische Gurke! :)

    Ist es normal, dass es vor dem Spülen seltsam riecht und nach dem Spülen ganz frisch? Ist in dem Fall alles in Ordnung? Vielleicht liest ja jemand hier und kann mir antworten.

    @Melanie/Sönke: Herzlichen Glückwunsch zum neuen Erdenbürger – habt eine schöne Kennenlernzeit! :)

  87. Hallo

    Wie lange muss man Mais einweichen und keimen lassen,so dass man aus den Keimlingen Brot
    etc. machen kann?.
    Danke

    mfG Jimmyy

  88. Hallo,
    ich würde gern Gerstengras ziehen.Habt ihr das schon einmal probiert?Ich wollte Gerstensprossen machen,habe aber Sprießkorngerste gekauft ,damit kann man nur Gras ziehen.LG Sonja

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