Grün & vitalstoffreich – Kräuter-Würzpaste und Kräuter-Pesto

| 24 Kommentare

Print Friendly

Wir lieben Frühling! Während wir im Gartensitzen und die Sonne genießen, können wir den Pflanzen förmlich beim Wachsen zu sehen.
Gartenimpressionen
Unsere Vitalstoffspeicher füllen wir gerade mit jeder Menge “grün” auf. Denn momentan gibt es so viele schöne grüne Kräuter, die wie verrückt in unserem Garten sprießen: Pimpinelle, Melisse, Salbei, Schnittlauch und die ganzen Wildkräuter wie Bärlauch, (Blut-)Ampfer, Brennesseln, Gundermann, Löwenzahnblätter…

(Wild-) Kräuter sammeln in unserem Garten
Eine super einfache und wunderbare Möglichkeit diese Vitalstoffwunder in Mengen zu genießen, sind eine Kräuter-Würzpaste oder ein grünes Kräuter-Pesto daraus herzustellen.

Die Zubereitung der Kräuter-Würzpaste ist kinderleicht: Einfach grüne Kräuter und kalt gepresstes Olivenöl in gleicher Menge mit etwas Salz pürieren. Fertig!

Ein klein wenig aufwändiger gestaltet sich die Zubereitung des Kräuter-Pestos. Dazu rösten wir Sonnenblumenkerne in einer Pfanne an, bis diese herrlich zu duften anfangen. Dann pürieren wir diese zusammen mit Kräutern & Öl zu einer cremigen Paste. Noch etwas abgeschmeckt mit Knoblauch, Pfeffer und Zitronensaft – fertig ist ein veganes Kräuter-Pesto ganz ohne Käse.

veganes (Wild-) Kräuter-Pesto

Kräuter-Pesto


Beide Rezepte haben wir bereits in unseren Kochkursen zubereiten lassen, wo diese sehr guten Anklang gefunden haben. Eine Kursteilnehmerin verriet uns später, dass sie die grüne Kräuter-Würzpaste schon oft zu Hause zubereitet hat. Mit allem frischen Grün, was ihr unter die Finger kommt – sogar mit Salat, Radieschenblätten, Spinat und extra für die Paste gesähtem Gelbsenf. Ihre Kinder finden die Paste lecker auf Vollkornbrot zusammen mit Schmand, ganz egal welches “Grün” enthalten ist. Also eine perfekte Möglichkeit Kindern mehr Grünzeug unterzujubeln ;-). Neben solchen eher ungewöhnlichen Zutaten könnt ihr natürlich auch Petersilie, Basilikum oder die gerade auf dem Markt erhältliche 7-Kräuter Grüne-Saucen-Mischung verwenden.
Kräuter-Würzpaste

Kräuter-Würzpaste


Wir finden, dass die Kräuterwürz-Paste und das Kräuter-Pesto lecker auf Brot oder Cräcker schmecken. Sie eignen sich aber auch zu Pellkartoffeln, als Salatdressing oder als Einlage für Gemüsesuppe.

Bei beiden Rezepten handelt es sich um Basisrezepte, die viel Raum für Variationen bieten. Verwenden könnt ihr an grünen Kräutern so ziemlich alles, was ihr da habt. Am besten ist es eine bunte Mischung zu wählen, da manche (Wild-) Kräuter wie Salbei, Gundermann oder Löwenzahn allein leicht zu geschmacksintensiv sind. Wenn ihr mögt, könnt ihr natürlich auch nur ein Grün wie beispielsweise Petersilie verwenden. Natürlich lassen sich auch die Öle variieren. Beim Pesto lassen sich zusätzlich noch die Sonnenblumenkerne gegen geröstete Nüsse, Mandeln oder Kürbiskerne austauschen. Und für eine rohköstliche Variante könnt ihr die Nüsse und Saaten natürlich auch ungeröstet verwenden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim grünen Experimentieren :-)!

Kräuter-Würzpaste

50 g Kräuter (Bärlauch, Petersilie, Basilikum, gemischte Wildkräuter oder eine kunterbunte Mischung an Grün)
50 g kalt gepresstes Olivenöl (gleiche Menge wie Kräuter)
max. 5 g Salz (also max. 10% von der Kräutermenge)

  1. Die Kräuter verlesen und grob hacken.
  2. Die Kräuter zusammen mit Olivenöl und Salz in einen Mixer (oder in eine Küchenmaschine) geben und zu einer Paste zerkleinern.
  3. Die Würzpaste in ein Schraubglas füllen und mit etwas Öl bedecken.

Aufbewahrung:
Wenn etwas Würzpaste entnommen wird, vor dem Zurückstellen in den Kühlschrank immer wieder mit Öl bedecken. Die Würzpaste ist so angeblich mehrere Monate haltbar, hat bei aber noch nie so lange gehalten ;-).

Kräuter-Pesto

40 g Sonnenblumenkerne, geröstet
40 g glatte Petersilie, Wildkräuter oder eine kunterbunte Mischung aus Kräuter & Wildkräutern, fein gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt oder durch eine Knoblauchpresse gedrückt
70 g Olivenöl
frisch gepresster Saft von ½ Zitrone
Salz
Pfeffer

  1. Die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne unter ständigen Rühren leicht anrösten.
  2. Die Petersilie und den Knoblauch fein hacken.
  3. Alle Zutaten in einen Mixer oder Mörser geben und zusammen pürieren bzw. mörsern.
  4. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

Aufbewahrung:
In den Kühlschrank stellen und immer wieder mit etwas Öl bedecken.

24 Kommentare

  1. Super, werde gleich morgen mal sammeln gehen, dann kommt wieder etwas Abwechslung auf den Tisch! Meine Kinder lieben als Brotaufstrich Pesto aus Basilikum, Cashewkernen (nicht geröstet), Olivenöl und Kräutersalz. Schmeckt würzig und durch die Cashews leicht süßlich. Ohne Knoblauch kann man das auch gut aufs Schulbrot schmieren 😉 Herzliche Ostergrüße!

  2. Mmmmhhh – lecker! Das Pesto und die Kräuter-Paste wären auch feine Zutaten für eure Vollkorn-Pitataschen, mit gegrilltem Gemüse usw. – muss ich demnächst ausprobieren :-)))

  3. Hallo ihr zwei!

    Ich war ja beide Male bei den o.g. Kochkursen dabei und ich muss sagen, diese vorgestellten Rezepte habe ich schon sehr, sehr oft nachgemacht, weil die einfach unheimlich lecker-schmecker sind, letztes Jahr war es die Paste und diesmal das Pesto, mein Lieblingsrezept, da bin ich süchtig danach! Und meine Tochter auch!

  4. Einfach super die Kräuter-Würzpaste,
    ich mache sie einfach ins Salatdressing, so haben wir ohne viel Aufwand eine zusätzliche Vitalstoffbombe,
    die den Salat noch mit einer schönen herzhaften Kräuternote bereichert.

    Vielen Dank, für die gute Idee!

    Liebe Grüße!

  5. Das Pesto ist wirklich lecker so. Während der Bärlauch-Zeit kann man den Knoblauch auch noch sehr gut ersetzen.

  6. Bin gerade auf eure Seite gestoßen- schön!! Ernähre mich wg. Heuschnupfen seit 3 Jahren tieriweißarm. Dieses Frühjahr fast keine Beschwerden. Würde gerne ab und zu bisschen Käse essen. Da ich keine Möglichkeit habe die Auswirkungen zu testen (außer im nächsten Heuschnupfenjahr) bitte ich um eure Meinung/Erfahrungswerte. Danke im Voraus !!

    • Hallo Christine,

      Sönke kann die Auswirkungen fast das ganze Jahr testen, da er früher im Frühling auf Frühblüher, im Sommer auf Gräser und sonst das ganze Jahr auf Hausstaub reagiert hat.

      Wie viel Käse ein Allergiker essen kann, ist sehr individuell und hängt u.a. vom Zustand des Immunsystems ab. Bei Sönke ist die Toleranzgrenze recht niedrig. Das hat zur Konsequenz, dass er Käse & Co strikt meidet. Versuche haben gezeigt, dass sein Körper ein paar Tage braucht, bis er sich nach zu viel tierischem Eiweiß wieder beruhigt hat und nicht mehr auf etwaige Pollen in der Luft reagiert. Vielleicht heißt das, dass du in der pollenfreien Zeit ohne Probleme ein wenig Käse essen kannst und ihn nur rechtzeitig vor der nächsten Pollensaison meiden solltest. Ob das so funktioniert und wie hoch deine Toleranzgrenze in der Pollenzeit ist, kannst du nur selbst austesten.

      Liebe Grüße

  7. Ihr müßt mal versuchen mehrjährige Rauke (Rucola) im Garten zu pflanzen. Die wächst wie Unkraut 😉 und ist total lecker. Wir ernten schon eine ganze Zeit lang und wir können gar nicht so schnell essen, wie das wächst.

    Eure Würzpaste werde ich mal ausprobieren 🙂 Sieht lecker aus!

    • Da sollten wir einen Versuch starten. Wir finden mehrjährige, schmackhafte Pflanzen, die wie Unkraut wachsen am besten für unseren Garten :-).

  8. Schade, dass ich eure Würzpaste erst jetzt entdecke. Ich hatte vor ein paar Wochen einen Kochkurs zur Frühlingsküche, da hätte sie super gepasst. Aber ich werde nachher mal im Garten auf die suche gehen. Mal sehen ob unsere Rauke noch irgendwo wächst. Habt ihr auch Gundermann rein gemacht? Brennesseln wären doch auch noch super, oder? Die haben wir. Dann gibt es nachher Wildkräuterpesto auf der Pizza. Freu mich schon drauf.
    Viele liebe Grüße

    Stefanie aus dem KOCHGARTEN

    • Bei uns waren auch schon Gundermann, Brennessel, Löwenzahn usw. in der Würz-Paste. Vom Löwenzahn und vom Gundermann aber immer nur ein bisschen. Sonst wird uns der Geschmack etwas zu intensiv ;-).

  9. Ich habe gestern eine Kartoffel-Rucola-Suppe gemacht und hinterher pro Teller einen Löffel von der Kräuterwürzpaste aus Petersilie und Basilikum hinzu gegeben. Das passte super, vielen Dank für die tolle Idee!

  10. Pingback: Bärlauch Würzpaste

  11. Pingback: Veganes Petersilien-Basilikum Pesto

  12. Hallo zusammen
    Bin neu und total begeistert euch entdeckt zu haben und über eure Rezepte.
    Hab sofort die Kräuter Paste ( Petersilie, Brennnessel und Wilde Rauke) gemacht dazu gab es Kichererbsen Tomaten Paprika Salat.
    Bin total begeistert

    • Hallo Beate,
      herzlich willkommen auf unserem Blog 🙂 !
      Liebe Grüße und noch viel Freude beim Nachkochen und Stöbern 🙂 !

  13. Hallo,
    gibt es eine Möglichkeit wie man Pesto auch ohne Öl und anstattdessen mit Butter zubereiten kann?? Ich würde so gerne mal wieder Pesto essen, vertrage aber seit über 8 Monaten keinerlei Öle.

    • Das Ergebnis wird vermutlich eine Kräuter-Sonnenblumenkern-Butter. Wir würden allerdings versuchen bei der Buttervariante zunächst etwas weniger Sonnenblumenkerne und Kräuter zu verwenden.

      Liebe Grüße

  14. Hallo,

    die Kräuterpaste will ich schon die ganze Woche mal machen und entdecke sie gestern bei euch auf dem Blog. Ich habe Petersilie, Schnittlauch und Zitronenmelisse genommen und finde es sehr gut. Passt wirklich zu vielem. Ich habe es jetzt als Salatsoße genommen, sicher auch gut zu Kartoffelsalat. Das probiere ich am Montag mal aus.
    Ein Glas bekommen meine Eltern, statt Ostereiern 🙂

    Liebe Grüße
    Katja

    • Hallo Katja,
      zu gekochten Kartoffeln passt die Kräuterpaste super. Wie hat die Kräuterpaste zum Kartoffelsalat geschmeckt?

      Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.