Kornelkirschen – unsere „Kirschernte“ im Spätsommer für falsche Oliven und rohköstliches Fruchtmus

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Bestimmt habt ihr unsere Leidenschaft für wildwachsende Pflanzen schon bemerkt. Den Sommer und Herbst über sind wir in bester Sammellaune. Denn die Natur bietet jede Menge köstliche Früchte, die trotz ihres intensiven Geschmacks in keinem Laden zu finden sind. Eine dieser Früchte sind Kornelkirschen, welche zu Unrecht ein kulinarisches Schattendasein fristen. Aufmerksam geworden sind wir auf diese Leckerei aber auch erst vor zwei Jahren durch Sönkes Mum. Seitdem sehen wir Kornelkirschensträucher irgendwie überall ;-).
Kornelkirschen Ernte
Erntezeit ist meist von Mitte August bis Ende September. Auf Grund der diesjährigen Witterungsverhältnisse startet die Ernte bei uns in Osnabrück diesmal jedoch erst richtig ab September. Aber selbst aus den sich langsam verfärbenden, noch unreifen rot-grünen Kornelkirschen konnten wir bereits “falsche Oliven” herstellen.

Kornelkirschen waren schon im Mittelalter als Obstgehölze bekannt. Neben den Früchten war auch ihr extrem hartes Holz beliebt. Heute sind sie in Deutschland leider weitestgehend in Vergessenheit geraten und werden höchstens zum Herstellen von Edelobstbrand verwendet.

In Osteuropa werden Kornelkirschen dagegen noch vermehrt verzehrt und sogar auf Wochenmärkten angeboten. Vielleicht ist das der Grund, dass die scheinbar einzige bisher gesichtete menschliche Sammelkonkurrenz unsere russischstämmigen Kleingartennachbarn sind ;-).

Kornelkirschen erkennen

Kornelkirschen heißen zwar “Kirschen”, botanisch gehören sie aber nicht zu dieser Pflanzenfamilie, sondern zu den Hartriegelgewächsen. Falls euch die Begriffe Dirndl, Dirlitze, Gelber Hartriegel, Herlitze oder Krakebeere über den Weg laufen – das sind ebenfalls Bezeichungen für die Kornelkirsche.

Kornelkirschen sind baumartige Sträucher oder Kleinbäume, die meist ca. 4 bis 6 Meter hoch werden. Im Frühjahr ist ihre gelb-leuchtende Blüte charakteristisch. Daher werden sie auch gerne in Parkanlagen angepflanzt.
Kornelkirschenstrauch
Obwohl Kornelkirschen mit Süß- oder Sauerkirschen nicht verwandt sind, können sie wie Kirschen in der Küche gehandhabt werden. Die vollreifen Früchte schmecken ähnlich und in der Mitte sitzt ein länglicher, harter Stein.

Die Früchte sind 1 – 2 cm groß, länglich oval geformt und besitzen eine glänzende Oberfläche. Die reifen Früchte sind typischerweise rot, aber es gibt u.a. auch gelbe Züchtungen und größere mit mehr Fruchtfleisch. In Osnabrück haben wir bisher eher kleinfrüchtige, rote Kornelkirschen entdeckt.

An den länglichen roten Früchten und den schlanken, elliptischen Blättern sind Kornelkirschensträucher gut zu erkennen. Eine Verwechslungsgefahr mit anderen Früchten ist uns nicht bekannt.
Unreife Kornelkirschen am Zweig

Leichte Ernte

Da Kornelkirschenbüsche viele tiefhängende Zweige und keine Stacheln haben, gestaltet sich die Ernte deutlich einfacher und ungefährlicher als bei Brombeeren. Ähnlich wie bei Brombeeren sind die noch nicht ganz reifen Früchte extrem sauer, die vollreifen Früchte aber schön süß. Sie haben eine ganz leichte herbe Note und enthalten viel Vitamin C. Vollreife Früchte sind ganz dunkelrot, fühlen sich weich an und lassen sich ganz leicht lösen.
Lakentrick Kornelkirschenernte & super reife Kornelkirschen
Um das Pflücken etwas zu beschleunigen gibt es noch einen Trick:
Einfach ein altes Laken unter dem Strauch ausbreiten und schütteln. Die reifen Früchte fallen dann herab und brauchen nur noch eingesammelt werden. Allerdings solltet ihr keine Laken verwenden, dass ihr noch anderweitig verwenden wollt, denn der Kornelkirschensaft färbt hervorragend ;-).

Wenn ihr rote Früchte erwischt, die doch noch nicht ganz reif sind, könnt ihr sie noch ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur liegen lassen. Dann reifen die nicht ganz reifen Früchte nach und werden ebenfalls schön süß. Am besten breitet ihr die Kornelkirschen zum Nachreifen auf einem Blech oder Handtuch aus. Ihr müsst nur aufpassen. dass ihr keine Fruchtfliegeninvasion bekommt… Die Früchte lassen sich nicht so lange lagern und sollten möglichst schnell verarbeitet oder verbraucht werden.

Kulinarische Verwendung

Die ganz reifen Früchte lassen sich gut entkernen, indem ihr sie zwischen die Finger nehmt und drückt, dann rutsch der Kern heraus. Unsere Haarnadelmethode funktioniert auch bei reifen Kornelkirschen. Am besten von der Seite mit der Haarnadel in die weiche Kornelkirsche gehen, links oder rechts um das Ende vom Kern fahren und diesen herausziehen. Die so entkernten Früchte essen wir gerne roh zum Frühstück in unserem Frischkorngericht.

Fruchtmus für Faule 😉

Das Entsteinen von großen Mengen per Hand ist wie bei (Vogel-)Kirschen doch etwas mühselig. Daher haben wir wieder auf den Thermomix-Trick zurückgegriffen. Hierbei entstehen allerdings keine sauber entsteinten Kirschen, sondern aromatisches Fruchtmus.
Reife Kornelkirschen und Fruchtmus daraus
Einfach 500 g gewaschene Kornelkirschen für 30 Sekunden bei Stufe 4 im Thermomix vermixen. Dann werden Kerne und Fruchtfleisch wie in einer Zentrifuge voneinander getrennt. Höher solltet ihr den Thermomix nicht schalten, da sonst auch die Kerne zerschreddert werden.
Die Fruchtmasse könnt ihr anschließend durch ein großmaschiges Sieb passieren und erhaltet so ein schmackhaftes Fruchtmus. Falls es euch ein wenig zu sauer ist, könnt ihr noch etwas Honig ergänzen. Das Fruchtmus hält sich ungekocht gut eine Woche im Kühlschrank und lässt sich auch einfrieren. Wenn ihr einen Trockner oder ein Dörrgerät habt, könnt ihr wunderbares Fruchtleder daraus herstellen. Das Fruchtmus dünn auf einer geeigneten Unterlage ausstreichen und trocknen lassen. Bei 40 Grad habt ihr dann sogar Rohkostqualität.

Falsche Oliven

Wenn die Kornelkirschen noch nicht ganz reif sind und sich zwischen rot und grün befinden, lassen sich sogar falsche Oliven daraus herstellen. Dafür entfällt das mühsame Entsteinen. Laut dem Buch “Köstliches von Hecken und Sträuchern” kannten schon die alten Römer diese falschen Oliven. Je reifer die Früchte sind, desto leichter platzen sie beim Aufkochen auf. Das sieht vielleicht nicht mehr so schön aus, tut dem dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Unreife Kornelkirschen und falsche Oliven

Rezept für Falsche Oliven

500 g unreife, rot-grüne Kornelkirschen
250 ml Weißweinessig
250 ml Wasser
2 Lorbeerblätter
1 EL Senfkörner
1 TL Salz
5 Pfefferkörner
2 – 3 Knoblauchzehen, halbiert oder geviertelt
optional: 1 Chilischote, entkernt

  1. Die Kornelkirschen waschen, ggf. die kleinen grünen Stiele entfernen und zusammen mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben.
  2. Zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
  3. Heiß in saubere (sterilisierte*) Schraubgläser bis zum Rand füllen. Die Kornelkirschen sollten vom Sud bedeckt sein. Den Deckel fest daraufschrauben und auf den Kopf stellen. Dadurch wird auch etwaige Luft sterilisiert und einem Schlechtwerden entgegen gewirkt. Die Gläser später wieder richtig herum lagern. Die falschen Oliven halten sich so angeblich bis zur nächsten Saison. Das können wir aber nicht so genau sagen, da diese bei uns noch nie so lange gehalten haben ;-).

Die falschen Oliven können wie echte Oliven verwendet werden und schmecken tatsächlich ähnlich wie diese, sind aber etwas milder.

* Gläser und Deckel sterilisieren wir, indem wir sie für ein paar Minuten in kochendes Wasser legen. Zum Herausnehmen der Gläser aus dem heißen Topf verwenden wir eine lange Holzzange.

Habt ihr Kornelkirschen schon einmal probiert? Kennt ihr noch weitere Verwendungsmöglichkeiten?

42 Kommentare

  1. Danke für den Tipp, leider habe ich sie hier noch nie gesehen…ich werde die Augen aber offen halten?! Vielleicht habe ich ja in unserem Stadtpark Glück…
    LG Susan

    • Früher waren uns Kornelkirschen auch nie aufgefallen :-). Vielleicht wachsen in Osnabrück besonders viele. Vor Kurzem haben wir z. B. auch welche in Erfurt gesichtet.
      Drücken Dir die Daumen, dass du Kornelkirschen findest!

      Liebe Grüße

  2. grad gestern hab ich eine tüte“wildekirschen“geschenkt bekommen ;o)
    und heute find ich beim blogspazieren eure seite mit der genauen botanischen bezeichung und rezepten-
    klasse
    wie das /der ganze blog!!!
    besonders liebevoll ist eure art mit kommentaren umzugehen
    und den dialog zu pflegen
    beeindruckt davon und auch von den vollwert-rezeptideen
    werd ich mich weiter inspirieren lassen und fleissig lesen
    tschüss
    karola bloglos
    ps: hier gabs (zur belustigung meiner männer) als kochprogramm rote zwiebelmarmelade;o)
    lecker für kartoffeln aus dem garten uvm und die buchempfehling markus strauss ist ansteckend ;o)

    • Hallo Karola,
      herzlich willkommen auf unserem Blog :-). Wünschen dir viel Spaß beim Stöbern. In den Büchern von Markus Strauß finden wir immer wieder jede Menge verrückte Anregungen ;-).

      Liebe Grüße

  3. Hallo,
    ich habe heute ganz viel schwarzen hollunder gesammelt und such jetzt nach einem vollwert rezept. da ihr ja viel mit wildobst arbeitet, habt ihr da evtl. eine gute idee? danke

    • Hallo Doris,

      leider sollten Holunderbeeren höchstens in geringen Mengen roh gegessen werden, weil sie sogenanntes Lektin enthalten, das Übelkeit und Brechreiz verursachen kann. Das schränkt die Möglichkeiten erheblich ein.

      Mit Holunderbeeren haben wir bisher noch nicht viel experimentiert. Traditionell werden Holunderbeeren oft in einem Entsafter gekocht und der heiße Saft abgefüllt bzw. direkt weiterverwendet. Dadurch das erhitzen wird das Lektin bereits zerstört und die ggf. störenden Kerne verbleiben im Entsafter. Der Saft kann heiß in Flaschen abgefüllt und für den Winter gelagert werden. Er soll gut gegen Erkältungen helfen. Mit Gewürzen gemischt eignet er sich auch als Punschgrundlage. Die ganzen Früchte können wir uns auch gut in einem vollwertigen Kuchen oder vielleicht auch Muffins vorstellen.

      Im Vollwertforum haben wir auch noch ein paar Anregungen z. B. für Holunder-Marmelade entdeckt: http://gesundheitsforum-mainz-wiesbaden.de/forum/viewtopic.php?f=19&t=4562

      Liebe Grüße

      • super, danke. ich habe rezepte fuer holunderroestet gefunden und werde ma
        sehen, ob ich die vielleicht vollwertig machen kann.
        da ich soviele habe, werde ich sie vielleicht auch in einen kuchen einbacken. danke fuer den tipp.
        lg
        doris

  4. Hallo Melanie & Sönke,
    müssen für falsche Oliven die Kornelkirschen unreif sein oder geht es auch mit (fast) reifen Früchten? Habt Ihr damit Erfahrungen gemacht?
    Wir haben – von einem unserer Vormieter gepflanzt – sowohl einen Kornelkirschbaum im Garten als auch eine ‚Kirschpflaume‘; beiden trugen bzw. tragen dieses Jahr im Überfluss. Die Kirschpflaumen habe ich entsaftet und portionsweise eingefroren (fast 20l), jetzt werden sie mit allen möglichen anderen Früchten, die ‚zu mir kommen‘, gemischt & zu ‚Marmelee‘ oder ‚Gelade‘ verarbeitet – so auch mit z.B. Kornelkirschmus und Birne, oder auch mit Holundersaft, was beides sehr lecker geworden ist.
    Gerade habe ich wieder fast 2kg Kornelkirschen geerntet/aufgesammelt – bin mir aber nicht sicher, ob sie für das Olivenrezept nicht zu reif sind (rot bis dunkelrot) – also doch wieder Fruchtmus… – ?
    Gruß,
    Christiane

    • Hallo Christiane,

      vermutlich sind die Kornelkirschen schon etwas zu reif. Das Problem beim Einkochen ist folgendes: Je weicher die Kornelkirschen sind, desto eher bzw. mehr platzen sie beim Kochen auf. Daher werden normalerweise wirklich nur die rot-grünen verwendet. Unsere waren eigentlich auch schon einen Tick zu reif. Schmecken werden die Kornelkirschen als falsche Oliven wahrscheinlich trotzdem. Wir würden einfach mal mit einer kleinen Menge ausprobieren (bevorzugt nicht die dunkelroten), wie das Einkochen und der Geschmack werden.

      Liebe Grüße

  5. Dankeschön! ich glaube, ich schaffe es dieses Jahr nicht mit den falschen Oliven… aber vermutlich gibt es ja nächsten Sommer wieder eine Chance.
    Schönen Gruß,
    Christiane

  6. Hallo Melanie und Sönke,

    bei der Suche nach leckeren Ideen für Kornelkirschen bin ich auf euren faszinierenden Blog gestoßen. Dieses Rezept hat mich sofort begeistert und an zwei Kornellen, die etwas im Schatten stehen, fand ich noch etliche gelbe und hellrote Kirschen. Der Essig hat schön die Farbe rausgelöst so dass das Ganze nun eher kreischend pink aussieht. 🙂 An Kräutern habe ich noch etwas mehr reingetan weil der Kräutergarten noch so manches im Angebot hat.
    Freitag gemacht und gerade noch bis heute die Neugier besiegt – die falschen Oliven mussten zu den Bratkartoffeln einfach dazu. Und was soll ich sagen? Absolut Spitzenklasse! Schon nach so kurzer Zeit total lecker, was wohl auch am Reifegrad liegt, denn geplatzte Früchte nehmen den Sud besser auf. Nun isst meine Frau auch endlich Oliven, wenn auch „nur“ falsche. Danke für eure liebevoll gemachte Seite!

    Liebe Grüße
    Helge

    • Hallo Helge,

      herzlich willkommen auf unserem Blog! Wir hätten vor unserem ersten Versuch auch nicht erwartet, dass die falschen Oliven so gut sind. Den Rest an falschen Oliven mit dem wir es nicht mehr schaffen ein ganzes Glas zu füllen, gibt es bei uns immer gleich zum Abendbrot. Wir müssen schließlich testen, wie sie geworden sind ;-). Mit Bratkartoffeln müssen wir sie auch einmal ausprobieren :-).

      Liebe Grüße

  7. Kornelkirsche und Thermomix gegoogelt – und auf eurer wunderbaren Seite gelandet 🙂 Die Ernte in unserem Garten steht vor der Tür und ich wollte mir das Kernerauspopeln erleichtern. Jetzt weiß ich wie und habe auch noch einen tollen Blog entdeckt! 🙂

    • Hallo Ruth,

      herzlich willkommen auf unserem Blog :-). Es ist echt spannend wie unterschiedlich die verschiedenen Kornelkirschensorten reifen. Bei uns gibt es schon längst keine mehr zu sammeln, aber die großfruchtige Kultursorte bei Sönkes Eltern fängt jetzt auch gerade erst an reif zu werden. Wünschen dir eine gute Ernte und eine mühelose Verarbeitung!

      Liebe Grüße

  8. Schön, dass ich Euren Blog fand. Auch ich experimentiere gerne mit Wildobst. Leider ist es in diesem Jahr für die falschen Oliven schon zu spät – die Ernte an meiner spätesten Kornelkirsche geht gerade zur Neige. Mit dem Garten meines Vaters erbte ich gleich 4 Kornelkirschsträucher, die zu verschiedenen Zeiten reifen. So kann ich etwa von Mitte Juli bis Ende Oktober ernten.
    Bisher verarbeitete ich die Früchte zu Saft, Sirup, Gelee, Konfitüre, Dessertsauce und Fruchtmus.
    Am besten gefällt mir aber ein roh gerührtes Fruchtmus, für das ich das Rezept von einer Frau aus dem Kaukasus bekam. Hier ernetet man die Früchte, wie Ihr es beschreibt, wiegt und wäscht sie und lässt sie etwa 3 Tage locker verteilt auf einem Tuch (sie sollen sich nicht berühren) nachreifen. Dann werden sie durch ein Sieb passiert, wobei Kerne und Schalen zurückbleiben. Danach mit der doppelten Menge Zucker des zuerst ermittelten Gewichts verrühren und zugedeckt in den Kühlschrank stellen. An den beiden folgenden Tagen jeweils durchrühren, damit sich der Zucker auflöst und dann in sterile Gläser füllen, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Da der Zucker als Konservierungsstoff wirkt, hält sich dieses Mus bis zum Frühjahr. Es ist ein sehr gutes Immunstärkungsmittel, 1 Teelöffel am Tag reicht aus. Den kann man in trinkwarmen Tee zum Süßen geben oder ins Müsli oder einen Joghurt, so wird es nicht mehr so süß.
    Liebe Grüße
    Uta

    • Hallo Uta,

      eine geniale Idee, verschiedene Kornelkirschenbüsche so zu pflanzen, dass der Erntezeitraum optimiert wird. Falls wir mal ein großes Grundstück haben, werden wir diese Strategie beim Anpflanzen von Obststräuchern bestimmt übernehmen :-).

      Vielen Dank für dein ausführliches Rezept, auch wenn es auf Grund des Zuckers nicht ganz in unsere Ernährung passt. Aber vielleicht funktioniert es ja ebenfalls mit einer Menge Honig :-).

      Liebe Grüße

  9. Hallo zusammen 🙂
    Ich wohne am Rand der Eifel und kenne Kornelkirschen, aber ich wußte nicht, dass sie es sind, wenn Ihr wißt, was ich meine? Ich dachte immer, das ist irgendwas giftiges. Aber im nächsten Jahr werde ich mir die Kirschen holen und dann Eure Rezepte ausprobieren, danke für den informativen Beitrag!

    • Hallo Sonja,

      wir haben Kornelkirschen auch jahrelang nicht beachtet und für ungenießbar gehalten ;-). Wir sind immer wieder faszinierend, was man alles essen kann und entdecken jedes Jahr neue Pflanzen. Wünschen dir eine erfolgreiche Ernte im nächsten Jahr :-)!

      Liebe Grüße

  10. Ich bin auch sehr froh, beim googeln nach Rezepten für Kornelkirsche auf Eure Seite gestoßen zu sein! Da ich alles wilde und Kräuter sehr liebe, ist Eure Seite genau die Richtige!! Und die falschen Oliven hab ich gerade ausprobiert und bin schon sehr gespannt auf den Geschmack!

    • Vielen Dank und herzlich willkommen auf unserem Blog! Lass dir die falschen Oliven schmecken :-)!

      Liebe Grüße

  11. Hallo, wir haben jahrelang unseren Kornelkirschen keine Beachtung geschenkt, bis eine Nachbarin uns darauf aufmerksam machte, daß man sie zu Marmeladen, Gelees, etc. verarbeiten könnte.
    Seitdem lastet dieses Wissen wie ein Fluch auf uns, da es uns schwerfällt, Lebensmittel verkommen zu lassen. Im ersten Jahr haben wir Marmelade gekocht, die fand aber keinen großen Zuspruch, da sie zu sauer war. Seitdem entsafte ich sie und koche Gelee daraus. Am besten schmeckt uns eine Kombination mit Holunder oder Apfel (auch davon haben wir mehr als genug), sehr gut schmeckt auch die Kombination von allen dreien.
    Für die falschen Oliven ist es leider auch diesmal wieder zu spät.

    • Vielen Dank für die Fruchtkombinationen, klingen lecker. Schade, dass es bei euch für die falschen Oliven bereits zu spät ist. Wobei, die Kornelkirschen lassen sich noch gut verwenden, solange sie noch nicht ganz rot sind. Je röter sie sind, desto leichter platzen sie beim Kochen auf. Sieht nicht so schön aus – schmecken tun sie aber trotzdem ;-).

      Liebe Grüße

  12. Im letzten Jahr gelesen und dieses Jahr wieder daran gedacht, als ich die Sträucher am Spielplatz gesehen habe. Enthusiastisch habe ich also gleich mal eine Schüssel voll gepflückt, den Essig besorgt und mich ans Kochen gemacht. „Riecht lecker nach Sauerbraten“ meinte mein Mann, als er in die Küche kam. 😀 Das Kochen hat problemlos geklappt. Leider ist das aber das erste eurer Rezepte, das uns beiden so gar nicht schmeckt. 🙁 Irgendwie schmecken die Kornelkirschen gar nicht mehr nach Kirschen, sondern alles nur noch nach Essig. Hmm, nun überlege ich, ein Glas erst einmal abtropfen zu lassen, damit der Essiggeschmack etwas verloren geht.

    Zum einfach so essen scheinen die Kirschen noch nicht reif genug zu sein. Ich habe jedenfalls alle, die ich versucht habe, schnell wieder ausgespuckt – waren noch überhaupt nicht süß. Naja, wir sind ja regelmäßig auf dem Spielplatz, ich kann also jederzeit kosten und zuschlagen, wenn sie reif sind. 🙂

    • Hallo wolkenl0s,

      Kornelkirschen sind lecker, aber nur wenn sie wirklich vollreif sind. Noch nicht 100% reif sind selbst die roten Früchte noch sehr sauer. Beim Rezept für falsche Oliven werden sogar noch unreife Kornelkirschen verwendet. Wenn du diese ungekocht probierst, ziehen diese dir förmlich die Schuhe aus ;-).

      Auch wenn die Kornelkirschen das Wort “Kirschen” im Namen tragen, so schmecken die falschen Oliven überhaupt nicht nach Kirschen, sondern eher in Richtung Oliven. Deshalb trägt das Rezept auch den Titel “Falsche Oliven”. Wenn du die mit dem Gedanken an Kirschen probierst, schüttelt es dich natürlich. Tut uns leid, falls das im Artikel nicht deutlich genug herübergekommen ist. Falls du keine echten Oliven magst, wirst du vermutlich auch diese falschen Oliven nicht mögen. Der Geschmack der falschen Oliven hängt wie auch bei sauren Gurken und Co. stark vom verwendeten Essig ab. Deshalb nehmen wir beim Einkochen einen Weißweinessig aus dem Bioladen, den wir auch über unseren Salat geben würden. Außerdem haben wir gemerkt, dass die falschen Oliven nach ein paar Tagen, wenn sie etwas durchgezogen sind, besser schmecken als direkt nach dem Abkühlen.

      Liebe Grüße

      • Hallo,
        na dann werde ich die Gläschen nochmal hervorholen und probieren, wie sie mittlerweile schmecken. Ich habe sie zum Abendessen gegessen, also schon als Olivenersatz (die ich übrigens sehr gerne esse), fand aber den Essiggeschmack einfach zu heftig. Ich hoffe, ihr habt Recht und sie schmecken besser, wenn sie durchgezogen sind. Wäre ja schade drum!

  13. Hallo Melanie und Sönke,
    schön, dass ich auf euren Blog gestoßen bin.
    Ich habe zwei Kornelkirschen im Garten und bin fasziniert von der Fülle der Früchte, die die Beiden tragen. Ich koche gerne Gelees aus Früchten, die die Natur um mich herum hergibt. Apfel, Brombeere, Zwetschgen…
    Meine Kornelkirschen habe ich bereits als Marmelade oder als Saft in Kombination mit anderen Früchten zu Gelee verarbeitet und konnte mich leider nie mit dem Geschmack anfreunden. Irgendwie macht die Frucht, vom Strauch gegessen oder verarbeitet, immer ein stumpfes Gefühl im Mund. Sie schmeckt jedoch sehr gut…
    Gibt es einen Trick bei der Verarbeitung der Früchte oder gehört das Gefühl im Mund dazu?
    Auch in diesem Jahr musste ich die Früchte entsorgen und finde das so schade. Vielleicht habt ihr einen Tipp.
    Viele Grüße, Anja

    • Hallo Anja,
      hmm gute Frage. Es kann sein, dass die Kornelkirschen noch nicht reif genug waren. Nicht ganz reife Früchte hinterlassen bei uns auch ein komisches Gefühl im Mund… Wir würden die Kornelkirschen nochmal probieren, wenn sie fast vom Strauch fallen.

      Liebe Grüße

  14. Ich finde es toll, dass sich neuerdings auch wieder vermehrt junge Leute für so altmodische Dinge wie „Früchte-in-der- Natur-Sammeln“ interessieren, und sich auch noch bestens mit der Verwertung von Wildfrüchten auskennen. Super!
    Lesen Sie auch hier: http://wort-woche.blogspot.de/2015/08/saft-aus-kornelkirschen-selbst.html

  15. Hallo,
    bin durch zufall auf euren Blog gestossen.Sind vor 4 Monaten umgezogen und habe durch zufall auf der suche nach Holunderbeeren 2 wildwachsende Kornelkirschensträucher gefunden.Da es jedoch sehr unwegsames gelände ist weiss ich nicht wie ich die Kornelkirschen ernten soll da sich darunter nur Brennesseln und Laub befinden. Meine Frage kann ich die Kornelkirschen auch in noch nicht ganz reifen zustand pflücken und dann noch nachreifen lassen.Und noch eine frage wie lange kann ich sie nachreifen lassen ohne das sie faulig werden.
    Liebe Grüße aus Österreich

    • Hallo Roswitha,
      ein bisschen Nachreifen lassen von fast reifen Früchten funktioniert wie im Artikel beschrieben ganz gut. Mit eher unreifen Früchten geht das aber leider nicht.
      Zur Ernte im unwegsamen Gelände würden wir hohe Stiefel und lange Hosen anziehen.

      Liebe Grüße

      • Hallo Melanie und Sönke,
        danke für eure schnelle Antwort. Werde euren Rat befolgen und mit der Ernte noch etwas warten.

        Ich hoffe in einigen Tagen werden die“ Dirndl “ schon besser reif sein.
        Werde mich wieder melden und Berichten wie die Ernte verlaufen ist.

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

  16. Hallo Melanie und Sönke,
    war am Nachmittag Dirndl sammeln den nun sind sie endlich reif.

    Habe 5kg gesammelt und werde sie nun zu Gelee verarbeiten.
    Wahrscheinlich werde ich in ein paar tagen nochmals sammeln gehen und daraus einen Likör machen.
    Nochmals vielen Dank für euren Rat noch etwas zu warten.
    Es hat sich gelohnt.
    Liebe Grüße
    Roswitha

    • Hallo Roswitha,
      super, dass sich das Warten gelohnt hat! Der Unterschied zwischen fast reifen und reifen Kornelkirschen ist wirklich enorm.

      Liebe Grüße

  17. Danke für das Rezept, klingt interessant, ich werde es nächstes Jahr Mal ausprobieren. Ich hab bis zu diesem Herbst auch nichts von der Existenz dieser Köstlichkeit gewusst. Dabei wächst eine Kornelkirsche in einem Park praktisch vor meiner Haustür! Meine Mutter hat den Baum da entdeckt und mir paar ›Kirschen‹ mitgebracht und ich habe mich erst sogar geweigert sie zu essen. Und da die meisten Menschen sie nicht anrühren, hingen noch Unmengen davon am Baum und ich hatte genug zusammen für Marmelade. Mmmmmmhh, hier hab ich das Rezept gepostet: http://hallo-piepmatz.de/kornelkirschen-marmelade

  18. Pingback: Und noch ein bißchen Kanal | naturaufdembalkon

  19. Pingback: den morgen beginnen | fadenwerk im norden

  20. Toller Blog und auch schön etwas über die Kornelkirsche zu erfahren, die auch grad im Park entdeckt habe neben der Maulbeere und der Felsenbirne.

    Als Mikrobiologin möchte euch doch sagen, dass im kochenden Wasser nichts steril wird. Das nennt man deinfizieren, also die Keimzahl reduzieren. Um eine wirklich tolle Halbbarkeit des eingemachten zu haben, muss sterilisiert werden. Der Unterschied in der Haltbarkeit ist signifikant. Steril ist wenn nichts mehr lebt. Das geht so: Backofen auf auf 140 Grad anheizen und heiß ausgespülte noch nasse Gläser oder hitzebeständige Gefäße sowie Metaltrichter, – Löffel und – Kellen für 15 Minuten darin belassen.

    Löffel und ähnlich, die zum Umrühren/Befüllen/Probieren benötigt werden, kann man auch vor dem Benutzen an der Gasflamme oder mit dem Flambierbrenner fix sterilisieren.

  21. Ich habe eine ganze Menge Kornelkirschsträucher in der Nähe von Chemnitz gefunden. Sie werden hier ziemlich häufig in Wildhecken gepflanzt.

  22. Hallo, ich habe Cornelkirschenmarmelade gekocht, die allerdings ziemlich viel Gerbstoff enthält, was habe ich falsch gemacht und bekomme ich die nachträglich noch raus?

    Grüße Petra

    • Hallo Petra,
      wir sind uns nicht sicher, was du damit meinst, dass die Kornelkirschenmarmelade viel Gerbstoff enthält. Wenn du meinst, dass es ein zusammenziehendes Mundgefühl gibt durch den hohen Säureanteil, dann liegt das vermutlich daran, dass die Kornelkirschen noch nicht reif genug waren. Du kannst versuchen mehr Honig zu verwenden, aber wahrscheinlich wird das leider nicht viel helfen. Kornelkirschen sind leider nicht ganz einfach. Damit sie schmecken, müssen sie wirklich ganz reif sein.

      Liebe Grüße

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