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		<title>Unser CSA-Abenteuer: solidarische Landwirtschaft auf Hof Pente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melanie und Sönke]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2013 11:21:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alle Blogartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hinter den Kulissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon seit langem bevorzugen wir biologisch angebautes Obst, Gemüse und Getreide aus dem Bioladen, vom Wochenmarkt und aus unserer wöchentlich gelieferten Biokiste. Ab Anfang Juli sind wir einen Schritt weiter gegangen: Jetzt wissen wir, wo und von wem unsere Lebensmittel angebaut werden und können sie einmal die Woche frisch vom Hof abholen. Denn wir haben...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://vollwert-blog.de/csa-hof-pente/">Unser CSA-Abenteuer: solidarische Landwirtschaft auf Hof Pente</a> erschien zuerst auf <a href="https://vollwert-blog.de">Vollwert-Blog</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit langem bevorzugen wir biologisch angebautes Obst, Gemüse und Getreide aus dem Bioladen, vom Wochenmarkt und aus unserer wöchentlich gelieferten Biokiste. Ab Anfang Juli sind wir einen Schritt weiter gegangen: Jetzt wissen wir, wo und von wem unsere Lebensmittel angebaut werden und können sie einmal die Woche frisch vom Hof abholen. Denn wir haben das Abenteuer gewagt und sind Mitglied vom <a href="http://hofpente.de/" title="Website vom Hof Pente" target="_blank" rel="noopener">CSA-Hof Pente</a> bei Bramsche geworden.<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/CSAHofPente.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/CSAHofPente-1024x682.jpg" title="CSA-Hof Pente" alt="CSA-Hof Pente" width="620" height="412" class="aligncenter size-large wp-image-4049" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/CSAHofPente-1024x682.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/CSAHofPente-300x200.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/CSAHofPente-600x400.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/CSAHofPente.jpg 1200w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Die Entscheidung für unsere Mitgliedschaft war recht spontan. Ende Juni machte uns eine Blog-Leserin auf den “Tag der offenen Tür” vom Hof Pente aufmerksam. Schon am nächsten Tag sind wir bei schönem Wetter dort hingefahren. Wir bestaunten eine bunte Gemüsevielfalt, lernten etwas über biologisch-dynamischen Anbau nach Demeter-Richtlinien und Kreislauf-Wirtschaft, konnten Bunte Bentheimer Schweine mit Klee füttern und die neugierigen Freiland-Hühner bei ihrem Hühnertraktor begrüßen. Wir fanden alles so spannend und den Gemeinschaftshof so überzeugend, dass wir gleich Mitglied geworden sind. </p>
<p>Vielleicht fragt ihr euch jetzt “CSA-Hof!? Worauf haben sich die beiden diesmal eingelassen?”. In diesem Artikel wollen wir euch vorstellen, welches Konzept hinter CSA steckt und warum wir daran teilnehmen.<br />
<span id="more-4009"></span></p>
<h3>Solidarische Landwirtschaft &#8211; was ist CSA?</h3>
<p>Die Abkürzung CSA steht für “community supported agriculture”. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das so etwas wie “Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft” oder “Solidarische Landwirtschaft”. Meist handelt es sich bei CSA-Höfen um bio-dynamisch oder ökologisch arbeitende Höfe.</p>
<p>Bei einem CSA-Hof schließen sich Landwirte und private Haushalte zusammen. Die Haushalte zahlen einen festgelegten monatlichen Beitrag und der Hof hat dadurch ein sicheres Einkommen. Die gesamte Ernte wird unter den Mitgliedern des Gemeinschaftshofes verteilt, d. h. der Hof muss sich nicht um den Vertrieb seiner Ernte kümmern. Das vereinfacht die Logistik für den Hof und schafft Planungssicherheit. Neben den Mitgliedern hat der CSA-Hof keine weiteren Kunden oder Abnehmer &#8211; außer vielleicht die Schweine, die die Reste fressen ;-). </p>
<p>Als Verbraucher haben wir den Vorteil, dass wir die Erzeuger unserer Lebensmittel persönlich kennen. Wir sehen, wo und wie die Lebensmittel angebaut werden. Durch die kurzen Wege und die fehlenden Zwischenhändler bekommen wir die Lebensmittel wirklich knackfrisch vom Feld. Erzeuger und Verbraucher profitieren also gleichermaßen vom CSA-Konzept. Zusätzlich wird lokale Produktion und lokale Ernährung unterstützt.</p>
<p>CSA-Höfe, wie der Gemeinschaftshof Pente bei Bramsche, sind ein Trend, der sich besonders stark in den USA entwickelt hat. Auch in Deutschland ist die Zahl der CSA-Höfe in den letzten Jahren angestiegen. Neben dem Hof Pente gibt es rund 40 weitere Höfe dieser Art in Deutschland. Was angebaut wird, welche Tiere gehalten werden und wie alles organisiert wird, ist bei jedem CSA-Hof aber ein wenig anders. </p>
<h3>Wie arbeitet Hof Pente?</h3>
<p>Unser CSA-Hof bewirtschaftet ca. 50 Hektar Land. Etwa 60 verschiedenen Gemüsesorten, etwas Obst, sowie Getreide (Roggen und Dinkel) werden biologisch-dynamisch nach Demeter-Richtlinien angebaut. Mit dem derzeitigen Ertrag können rund 250 Menschen ernährt werden. </p>
<p>Auf den Feldern wird Gemüse und Getreide angebaut. In Gewächshäusern wachsen jetzt im Sommer jede Menge Gurken, Tomaten, Bohnen und Paprika. Neben diesem Gemüse- und Getreideanbau gibt es auch Tierhaltung. Glücklicherweise jenseits von Massentierhaltung. Die Tiere dienen eher zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und Restevertilgung als zur Fleischproduktion.<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Gewaechshaus.jpg"><img decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Gewaechshaus-1024x677.jpg" title="Gewächshaus mit Paprika und Gurken" alt="Gewächshaus mit Paprika und Gurken" width="620" height="409" class="aligncenter size-large wp-image-4045" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Gewaechshaus-1024x677.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Gewaechshaus-300x198.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Gewaechshaus-600x397.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Gewaechshaus.jpg 1200w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Milchkühe gibt es auf Hof Pente nicht, stattdessen wird Mutterkuhhaltung praktiziert, d. h. die Kälber werden von der Mutter aufgezogen. Milchprodukte bekommen wir daher nicht. Das kommt uns entgegen, da wir wenig Milchprodukte essen wollen. </p>
<p>Die Freilandhühner wohnen in einem Hühnertraktor. Das ist ein fahrbarer Wagen, in dem die Hühne übernachten können. Darum ist ein eingezäuntes Areal, wo sich die Hühner bewegen dürfen. Hühnertraktor und Zaun werden regelmäßig zu einem frischen Stück Wiese weiterbewegt, damit die Hühne eine neue Fläche zum Scharren haben.<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/BunteBentheimerSchweine.jpg"><img decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/BunteBentheimerSchweine-1024x682.jpg" title="Bunte Bentheimer Schweine" alt="Bunte Bentheimer Schweine" width="620" height="412" class="aligncenter size-large wp-image-4019" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BunteBentheimerSchweine-1024x682.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BunteBentheimerSchweine-300x200.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BunteBentheimerSchweine-600x400.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BunteBentheimerSchweine.jpg 1200w" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Neben den Hühnern haben wir ein paar Schafe und eine Menge Bunte Bentheimer Schweine entdeckt. Die Schweine dürfen abgeerntete Felder nach Leckerbissen umgraben. Dabei lockern und düngen sie gleichzeitig den Boden. Vor allem die kleinen Ferkel sind super süß. Schade, dass sie irgendwann auf dem Teller landen. Eier und Fleisch werden wir, trotz vermutlich  hervorragender Qualität, eher nicht verzehren. Aber vielleicht bietet sich ja eine Grillparty mit Nichtvegetarier-Freunden an, wenn es mal Fleisch gibt ;-). </p>
<h3>Wöchentliche Ernte</h3>
<p>Einmal die Woche fahren wir jetzt zum Hof Pente, um unsere Ernte abzuholen. Zwei Tage vorher werden wir per E-Mail informiert, was es am Abhol-Freitag alles Leckeres geben wird. </p>
<p>In einem großen Abholraum können wir uns dann die Ernte aussuchen. Dort geht es ähnlich quirlig zu wie in einem Taubenschlag. Große, grüne Kisten mit den frisch geernteten Lebensmitteln sind hier aufgebaut und jede(r) schnappt sich, was er bzw. sie für die kommende Woche braucht. Nur manche Sachen, von denen es gerade nicht so viel gibt, sind rationiert. So bekommt jedes Mitglied garantiert etwas ab. Was rationiert ist, ist auf einer großen Tafel vermerkt. Das, was wir uns mitnehmen, müssen wir nicht extra bezahlen, da es bereits über den monatlichen Mitgliedsbeitrag gedeckt ist.<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Abholraum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Abholraum-1024x853.jpg" title="Abholraum und unsere Beute" alt="Abholraum und unsere Beute" width="620" height="516" class="aligncenter size-large wp-image-4016" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Abholraum-1024x853.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Abholraum-300x250.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Abholraum-600x500.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Abholraum.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Zur Zeit ist die Ernte bunt und vielfältig: Blumenkohl, dicke Bohnen, Brokkoli, Erdbeeren, zwei verschiedene Kartoffelsorten, Knollensellerie, Kräuter, Lauchzwiebeln, Mangold, Möhren, Salatköpfe, Spitzkohl, Zucchini&#8230; Erdbeeren, Erbsen und Zuckerschoten, die etwas zeitintensiver in der Ernte sind, können wir uns selber pflücken. Bei bislang schönem Wetter hat uns das viel Spaß gemacht und war gleichzeitig ein gutes Rückentraining. Auf dem Erdbeerfeld haben wir auch gleich Kontakt für eine Mitfahrgemeinschaft geknüpft :-).<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Erdbeerfeld.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Erdbeerfeld-1024x682.jpg" titlealt="Erdbeerfeld" alt="Erdbeerfeld" width="620" height="412" class="aligncenter size-large wp-image-4010" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Erdbeerfeld-1024x682.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Erdbeerfeld-300x200.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Erdbeerfeld-600x400.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Erdbeerfeld.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Neben Gemüse und Obst erhält jedes Mitglied auch ein Brot pro Woche. Das Brot stammt von der <a href="http://www.knufbaecker.de/" title="Website von der Bäckerei Knuf" target="_blank" rel="noopener">Bäckerei Knuf</a>, die ab August dem Demeter-Verband angeschlossen sein wird. Wie wir auf Nachfrage erfuhren, arbeitet die Bäckerei auch jetzt schon vorbildlich, indem sie nur mit Zutaten aus ökologischem Anbau backt, Bio-Hefe verwendet und ihr Getreide zum großen Teil selbst mahlt (außer teilweise Weizen).<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Baeckerwagen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/Baeckerwagen-1024x677.jpg" title="Vorsicht Huhn - rettet das Brot ;-)" alt="Bäckerwagen" width="620" height="409" class="aligncenter size-large wp-image-4013" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Baeckerwagen-1024x677.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Baeckerwagen-300x198.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Baeckerwagen-600x397.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/Baeckerwagen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a></p>
<h3>Warum nehmen wir am CSA-Hof teil?</h3>
<p>Wir haben aus sozialen, gesundheitlichen und nachhaltigen Gründen das CSA-Mitgliedsabenteuer gewagt. </p>
<h4>Super frische Lebensmittel = viel Geschmack &#038; Vitalstoffe</h4>
<p>Wir sind davon überzeugt, dass Obst &#038; Gemüse am gesündesten und schmackhaftesten sind, wenn sie regional und saisonal angebaut werden. Dann werden sie reif geerntet und haben keine Weltreise hinter sich, bevor sie auf unserem Teller landen. </p>
<p>Auch wenn es nicht so weit reist, sieht Obst und Gemüse im Bioladen oder an großen Marktständen manchmal etwas traurig aus. Bei unserem CSA-Hof ist alles selbst angebaut und knackfrisch &#8211; zum Teil wird erst am Abholtag geerntet.</p>
<h4>Höfesterben vermeiden</h4>
<p>In Zeiten, in denen täglich in Deutschland ca. 20 Höfe aufgeben müssen, ist CSA ein geniales Konzept, um diesem Höfesterben entgegen zu wirken. Normalerweise müssen Landwirte mit sehr spitzem Bleistift rechnen, um über die Runden zu kommen. Da wird gespart, wo es nur geht. Wer viele Subventionen bekommen möchte, muss Monokulturen auf großen Flächen anbauen. Darunter leidet die Umwelt, der Boden und die Vielfalt. Ein CSA-Hof kann deutlich entspannter wirtschaften, da die Ernte garantiert abgenommen wird und das Einkommen nicht abhängig von schwankenden Marktpreisen ist. </p>
<h4>Vielfalt fördern</h4>
<p>Auf Grund von wirtschaftlichem Druck werden Obst- und Gemüsesorten heute nach Ertrag, Transporteigenschaften, Lagerfähigkeit und uniformen Aussehen ausgewählt &#8211; auch im Bio-Bereich. Geschmack und gesundheitlicher Nutzen bleiben dabei oft auf der Strecke. Durch diese gängige Praxis werden nur noch wenige langweilige Sorten angebaut. Bei CSA-Höfen wird dagegen auf geschmacklich hochwertige Ware Wert gelegt und auch ungewöhnlichere Sorten angebaut.</p>
<p>Die Frische und die Sortenvielfalt schmecken wir tatsächlich. Bei Möhren, Erbsen und Fenchel ist uns das bisher am stärksten aufgefallen &#8211; genial aromatisch. So muss Gemüse schmecken :-)! Und je frischer die Ernte ist, desto mehr Vitalstoffe bzw. biologische Wirkstoffe sind noch enthalten.<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/VielfaltFeld.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/VielfaltFeld-1024x677.jpg" title="Vielfalt auf dem Feld" alt="Vielfalt auf dem Feld" width="620" height="409" class="aligncenter size-large wp-image-4043" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/VielfaltFeld-1024x677.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/VielfaltFeld-300x198.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/VielfaltFeld-600x397.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/VielfaltFeld.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Wenn sich die Mitglieder dafür entscheiden, etwas mehr zu zahlen, können auch alte Nutztierrassen statt überzüchteter Hochleistungsrassen gehalten werden. So wird etwas für deren Erhalt getan, denn viele alte Haustierrassen sind vom Aussterben bedroht. Beim CSA-Hof Pente werden beispielsweise Bunte Benheimer Schweine und Limousin Rinder gehalten. Alten Rassen sind bzgl. Fleischmenge oder Legeleistung zwar nicht so produktiv, aber oft robuster gegenüber Krankheiten (was Medikamente spart) und wohlschmeckender. </p>
<h4>Echt Bio</h4>
<p>Je mehr der Bio-Sektor wächst und je verbreiteter aufgeweichte Bio-Zertifizierungen wie die EG-Öko-Verordnung sind, desto mehr sinkt die Qualität im Bio-Bereich. So wie überall finden sich trotz Zertifizierung leider auch im Bio-Bereich “schwarze Schafe”. Besonders beim günstigen Bio vom Discounter sind wir bezüglich der Qualität sehr misstrauisch. Bei den Lebensmitteln von Hof Pente können wir dagegen sicher sein, dass sie wirklich ökologisch angebaut wurden.</p>
<h4>Abfall vermeiden</h4>
<p>Normalerweise kann ein Landwirt nur makellose Produkte verkaufen, die bestimmten teilweise absurden Normen entsprechen. Zum Teil muss 50% der Ernte entsorgt werden, noch bevor sie überhaupt in den Handel kommt. Auf einem CSA-Hof nehmen die Mitglieder auch krumme Gurken, verwachsene Möhren und Kartoffeln jenseits der Norm. </p>
<p>Durch die Direktausgabe werden außerdem lange Transportwege und Verpackungen vermieden. Wir packen alles einfach in eine große Klappkiste und zu Hause in den Kühlschrank.</p>
<h4>Samenfeste Sorten: Probleme mit heutigem Saatgut</h4>
<p>Für uns spielen auch politische Überlegungen eine Rolle. Am Hof Pente gefällt uns, dass mit samenfesten Sorten gearbeitet wird. Dies wirkt der Monopolisierung im Saatgutbereich entgegen. Früher konnte jede bzw. jeder sein Gemüse weitervermehren und tat es auch. Über die Zeit entstanden ungewöhnliche Sorten in Bezug auf Geschmack, Aussehen, Robustheit usw. Die vielen bunten Kartoffelsorten sind ein Beispiel dafür. </p>
<p>Heutzutage lohnt es sich für einen Landwirt bei vielen seiner Gemüse- und Getreidesorten nicht Saat zu gewinnen und diese wieder auszusäen. Denn es handelt sich um sogenannte F1-Hybride. Für das F1-Saatgut wurden gezielt zwei Sorten gekreuzt, um bestimmte Eigenschaften bzgl. gleichförmigem Aussehen, Krankheitsresistenz, Wachstumsverhalten, Lagerfähigkeit usw. zu erzielen. Der Markt verlangt (angeblich) solche uniformen und genormten Lebensmittel. </p>
<p>Das Genom, also die genetischen Informationen, sind aber nicht stabil bei F1-Hybriden. Aus den Samen dieser Hybriden erster Generation würde eine uneinheitliche zweite Generation wachsen, bei denen die Ernte geringer und z.T. gar nicht zu gebrauchen ist. Es lohnt sich also nicht Saat von F1-Hybriden zu gewinnen, auch wenn es möglich ist. </p>
<p>Neben F1-Hybriden gibt es CMS-Hybride. Bei diesen funktioniert die Saatgutvermehrung nicht mehr, da die Pollen von CMS-Sorten steril sind. In der Bio-Branche wird schon länger über <a href="http://bio-markt.info/berichte/8349-CMS.html" title="Artikel: CMS-Hybriden: Kennzeichnung und Ausstieg sind das Ziel" target="_blank" rel="noopener">CMS-Hybride diskutiert</a>. Denn bei diesen werden Zellen unterschiedlicher Pflanzenarten auf unnatürlicher Weise miteinander verschmolzen. Das ist schon sowas wie Gentechnik-light. Allerdings nicht offiziell. Darum sind CMS-Sorten sogar in Bio-Betrieben zugelassen, die nach der EG-Öko-Verordnung wirtschaften. Bei Anbauverbänden wie Bioland, Demeter und Naturland sind CMS-Sorten dagegen nicht zugelassen. Eine ausführliche Behandlung der Themen F1- und CMS-Hybride sind u.a. in der <a href="http://www.schrotundkorn.de/2002/sk0202e4.htm" title="Artikel: Debatte um Öko-Saatgut und Hybridsorten" target="_blank" rel="noopener">Schrot &#038; Korn</a> und auf <a href="http://www.kultursaat.org/pdf/biohandel08.pdf" title="Artikel: Hybridsaatgut passt nicht zu Bio" target="_blank" rel="noopener">kultursaat.org</a> (pdf-Dokument) zu finden.<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/SchautafelSamenfesteGemuesesorten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/SchautafelSamenfesteGemuesesorten-1024x677.jpg" title="Schautafel über samenfeste Gemüsesorten" alt="Schautafel Samenfeste Gemüsesorten" width="620" height="409" class="aligncenter size-large wp-image-4047" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/SchautafelSamenfesteGemuesesorten-1024x677.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/SchautafelSamenfesteGemuesesorten-300x198.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/SchautafelSamenfesteGemuesesorten-600x397.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/SchautafelSamenfesteGemuesesorten.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Ob nun F1- oder CMS-Hybrid &#8211; das Saatgut muss jedes Jahr neu gekauft werden. Ungünstig, wenn dieses aus irgendeinem Grund deutlich teurer wird oder gar nicht mehr geliefert werden kann&#8230; Ganz abgesehen von dieser Problematik soll der Gehalt an Vitalstoffen von Hybridsorten gegenüber samenfesten Sorten geringer sein. </p>
<p>Und dann gibt es noch das Problem, dass Konzerne wie Monsanto versuchen konventionelle Sorten zu patentieren, wie es ihnen kürzlich bei einer <a href="http://www.greenpeace.de/themen/patente/nachrichten/artikel/gekoepfter_brokkoli_patent_fuer_monsanto/" title="Artikel von Greenpeace: Geköpfter Brokkoli: Patent für Monsanto" target="_blank" rel="noopener">Brokkolizüchtung</a> gelungen ist. Solche patentierte Sorten dürften dann nicht weitervermehrt werden, stattdessen müssen für jeden Anbau Lizenzzahlungen entrichtet werden. </p>
<p>Die samenfesten Sorten im ökologischen Anbau sind ein Ansatz, die Kontrolle über das Saatgut bei der Allgemeinheit zu belassen und nicht an einzelne Konzerne abzugeben. Das unterstützen wir gerne.</p>
<h3>Ausblick</h3>
<p>Unser Artikel hört sich vielleicht etwas idyllisch an, aber Landwirtschaft bedeutet immer viel und harte Arbeit. Auch auf einem CSA-Hof. Über Unterstützung bei der Ernte und beim Unkrautjäten durch die Mitglieder freut sich die Hofgemeinschaft daher riesig. Vielleicht können wir dabei noch ein paar Tricks für den Gemüseanbau in unserem Garten abschauen&#8230; </p>
<p>Momentan ist das Ernteangebot sehr vielfältig. Unser Essen wird dadurch regionaler und saisonaler &#8211; die Rezepte in unserem Blog bestimmt auch. Wir wollen versuchen möglichst wenig Lebensmittel dazu zu kaufen und mit unserer “Beute” vom Freitag auszukommen. Bisher klappt das noch nicht so gut, da momentan das Obstangebot auf dem Hof nicht so groß ist und auch in unserem Garten eine kleine Übergangsflaute herrscht. Außerdem fällt es uns schwer auf Bananen und Co. zu verzichten ;-). </p>
<p>Wir freuen uns auf die nächsten Monate. Auch wenn wir schon vorgewarnt wurden, dass wir mehr Zeit ins Kochen, Verarbeiten und Rezepte ausprobieren stecken müssen. Tatsächlich haben wir im Moment eine neue Beschäftigung am Freitagabend: Erbsen und Bohnen pahlen ;-).<br />
<a href="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/BeuteSalat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vollwert-blog-1sokzcthk8.live-website.com/wp-content/uploads/2013/07/BeuteSalat-1024x682.jpg" title="Unsere &quot;Beute&quot; und Salat daraus" alt="Unsere &quot;Beute&quot; und Salat daraus" width="620" height="412" class="aligncenter size-large wp-image-4035" srcset="https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BeuteSalat-1024x682.jpg 1024w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BeuteSalat-300x200.jpg 300w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BeuteSalat-600x400.jpg 600w, https://vollwert-blog.de/wp-content/uploads/2013/07/BeuteSalat.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></a><br />
Wir sind gespannt, wie der Winter wird. Dann gibt es vor allem Kohl, rote Beete, Pastinaken, Kartoffeln&#8230; Eine Frau meinte ganz erleichtert, als wir das erste Mal unsere Lebensmittel abholten: “Zum Glück, endlich keine Pastinaken mehr!!!” ;-). Wie gut, dass wir seit letztem Jahr einen größeren Kühlschrank mit Gefrierfach haben, um zumindest einen kleinen Teil der Ernte für den Winter einfrieren zu können. Um den Winter gut zu überstehen, sollten wir uns außerdem unbedingt mehr mit Kartoffeln anfreunden&#8230; So lecker, wie die momentan sind, ist das zum Glück ein leichtes ;-). </p>
<p>Falls ihr auch Lust auf ein saisonales Lebensmittelabenteuer habt und regional betriebene, nachhaltige Landwirtschaft unterstützen möchtet, findet ihr auf der Website <a href="http://www.solidarische-landwirtschaft.org/angebot" title="Solidarische Landwirtschaft in Deutschland: Höfeliste" target="_blank" rel="noopener">Solidarische Landwirtschaft</a> eine Auflistung aller CSA-Höfe in Deutschland und Österreich. Unser <a href="http://hofpente.de/" title="Website vom CSA-Hof Pente" target="_blank" rel="noopener">CSA-Hof in Bramsche</a> sucht für dieses Jahr übrigens auch noch ein paar Mitglieder. Vielleicht sehen wir uns demnächst am Freitag :-).</p>
<h3>Filmtipp</h3>
<p>Einen tieferen Einblick in einen CSA-Hof bei Freiburg bietet der Film “Die Strategie der krummen Gurken”. Auf <a href="http://www.cinerebelde.org/die-strategie-der-krummen-gurken-p-121.html?language=de" Strategie der krummen target="_blank" rel="noopener">Cine Rebelde</a> könnt ihr euch den Film kostenlos online anschauen oder auch als DVD bestellen. </p>
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