Vegetarische Frikadellen mit Möhre (Bratlinge)

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Wir lieben vegetarische Frikadellen, die wir als Bratlinge bezeichnen. Anscheinend gefielen sie auch den Gästen bei unserem Brunch, denn um die letzte “Frikadelle” wurde gekämpft ;-).

Praktischerweise schmecken Bratlinge warm und kalt. Dadurch lassen sie sich unkompliziert transportieren und sind somit der perfekte Snack für unterwegs oder fürs Büro.

Mit etwas Kreativität können Bratlinge sehr vielfältig und abwechslungsreich zubereitet werden. Als Zutaten finden verschiedene Getreide, Hülsenfrüchten und auch Gemüse Verwendung. Die Masse darf nur nicht zu feucht sein, da sonst die Bratlinge beim Braten auseinander fallen.

Beim Braten von vegetarischen Frikadellen

Für unseren Brunch haben wir die Bratlinge aus Dinkel und Möhre hergestellt. Die Rezeptidee stammt aus dem Kochbuch Vegan & Vollwertig Genießen (Amazon-Link), wobei wir das Rezept etwas angepasst haben. Wir haben die Mandeln gegen Sonnenblumenkerne ausgetauscht und das Tomatenmark weggelassen. Beim direkten Vergleich der Frikadellen mit und ohne Tomatenmark, fanden wir die Frikadellen ohne Tomatenmark besser.

Wichtig:
Die Dinkelkörner nicht zu fein mahlen, da sonst die Konsistenz der Bratlinge zu teigartig wird. Wir sprechen aus Erfahrung ;-).

Vegetarische Frikadellen

250 g Dinkel, grob geschrotet
ca. 250 ml Wasser
50 g Sonnenblumenkerne, fein gemahlen
1 mittelgroße Möhre (ca. 120 g), fein geraspelt
1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 TL getrockneter Oregano
1 TL Salz
1 Prise Pfeffer
Butter zum Braten

  1. Den Dinkel zusammen mit den Sonnenblumenkernen in eine Schüssel geben. Vorsichtig soviel Wasser zugeben, dass diese gerade bedeckt sind. Mindestens 30 Minuten quellen lassen.
  2. Möhre, Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze hinzufügen und gut vermengen.
  3. Mit leicht angefeuchteten Hände kleine Frikadellen formen.
  4. Ein Stück Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Frikadellen von jeder Seite ca. 2-3 Minuten knusprig goldbraun braten.

34 Kommentare

  1. hallo leute, die frikadellen sind sehr lecker

  2. Habe vor kurzen euren Blog entdeckt und bin begeistert. Heute gab es die Frikadellen und mein Mann und auch meine 2 Jungs waren schwer begeistert. ich dachte ja, es bleibt was über zum kalt essen oder einfrieren, aber das war nicht der Fall.. Werden demnächst ganz sicher wieder gemacht, dann aber gleich die doppelte Menge.

  3. Hallo Ihr beiden,
    habe schon diverse Rezepte von Euch ausprobiert und alle sind einwandfrei lecker 🙂
    Die Frikadellen waren köstlich aber irgendwie war der Teig sehr klitschig und hatte viel zu viel Feuchtigkeit. Das Formen war nur über der Schüssel möglich, weil es so tropfte- und dann mit Schwung in die Pfanne, sonst wären sie gleich auseinandergefallen. Das Wenden war wirklich ein Kunststück- was hab ich wohl falsch gemacht? Hätte ich die geraspelte Möhre vielleicht vorher ausdrücken müssen, die war wirklich sehr saftig. Den Dinkel hab ich schön grob geschrotet nur mit den Sonnenblumenkernen hatte meine Maschiene Schwierigkeiten- die wurden noch gröber als der Dinkel.
    Vielen Dank für Eure tollen Rezepte und liebe Grüße
    Claudi

    • Hallo Claudi,

      herzlich willkommen auf unseren Blog! Freuen uns, dass dir unsere Rezepte so gut gefallen :-).

      Zu deiner Teigfrage:
      Bei uns ist der Teig nicht so klitschig, so dass sich die Bratlinge gut formen und wenden lassen.
      Wir mahlen die Sonnenblumenkerne ganz fein (fast zu Mehl), dadurch geben sie dem Teig auch noch etwas Bindung. Das könnte ein Unterschied sein. Unsere Möhren waren bisher nicht besonders feucht. Vielleicht kam so noch zusätzlich Flüssigkeit in deinen Teig.

      Eine Möglichkeit wäre beim nächsten Versuch weniger Wasser fürs Quellen zu verwenden. Vielleicht hilft es auch den Dinkel ein wenig feiner zu schroten. Dann kann dieser mehr Wasser aufnehmen. Wenn der Teig dann trotzdem noch zu feucht ist, geben wir etwas zusätzlich gemahlenes Mehl hinzu, bis der Teig nicht mehr zu klitschig ist.

      Falls gar nichts hilft, gibt es noch den Backofen-Trick: Die Bratlinge auf ein Backblech geben und für ca. 15 Minuten bei 200°C backen. Danach evt. noch anbraten, damit sie knuspriger werden.

      Wünschen dir gutes Gelingen!

      Liebe Grüße

  4. Gestern gab es eure bratlinge. waren nicht zu feucht, habe sie allerdings recht lange quellen lassen (ca. 2 stunden). Wird es sicher wiedermal geben.
    lg

  5. Hallo,
    ich habe die Frikadellen ausprobiert aber frische Kräuter verwendet.
    Sehr lecker und wirklich einfach zum machen

  6. Hallo,
    ich wollte eure Frikadellen auch mal ausprobieren. Wie mahlt man denn die Sonnenblumenkerne? Geht das auch in einer Getreidemühle?
    lg

    • Hallo Franzi,

      wir mahlen die Sonnenblumenkerne im kleinen Mixer Personal Blender mit dem Mahlwerk. Das geht in Sekundenschnelle. Im Artikel über unsere Küchengeräte haben wir den Mixer näher beschrieben.

      Bei der Getreidemühle kommt es aufs Mahlwerk an. Es gibt Mühlen mit Stein- und Stahlmahlwerk. In Mühlen mit Steinmahlwerk solte nur Getreide gemahlen werden und keine Saaten oder Nüsse, da die Mühlsteine sonst verkleben. Mühlen mit Stahlwerk können in der Regel auch Saaten und Nüsse zerkleinern.

      Liebe Grüße

      • Meine hat ein Keramik-Mahlwerk…. wo ist das jetzt zuzuordnen? ;D

        • Mit einem Keramik-Mahlwerk lassen sich angeblich auch Ölsaaten vermahlen (siehe Diskussion im Vollwert-Forum).
          Das Mehl wird aber angeblich nicht ganz so fein wie bei einem Steinmahlwerk. Beides haben wir aber noch nicht selber ausprobiert. Also keine Garantie für diese Aussagen 😉 .

          Auf Eco-World findest du eine Übersicht über die verschiedenen Mahlsteinmaterialien.

  7. Hallo. Ich habe die Bratlinge heute auch mal ausprobiert. Geschmacklich haben sie mit voll überzeugt – haben Suchtpotential. Leider war die Masse nicht gut zusammenhängend, weswegen ich nach einem Test-Bratling noch ein Ei untergerührt habe. Dann hielten sie gut zusammen.
    Vielen Dank für dieses Blog! Katharina

    • Freuen, dass dir die Bratlinge geschmeckt haben :-). Die Masse hält evtl. nicht so gut zusammen, wenn das Mehl zu grob gemahlen ist, die Einweichzeit zu kurz war oder zu viel Wasser verwendet wurde. Letzteres kann bei uns auch passieren, obwohl wir uns an die Mengen im Rezept halten, weil jedes Mehl ein wenig anders reagiert. Wir geben in so einem Fall noch etwas schön fein gemahlenes Mehl dazu, aber Ei hält natürlich noch besser.

      Liebe Grüße

  8. Hallo ihr Lieben.

    Hab mich schon sehr lange gefreut, dieses Rezept auszuprobieren. Hab es jetzt endlich mal geschafft, aber habs vollllll vergeigt..

    ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe, aber nachdem ich die Karotten dazu gegeben habe, wars nur noch ein „Batz“ und dann hab ich bevor ich die Laibchen geformt hab, diese halt etwas ausgedrückt (da war sooo viel Wasser drin, weiß aber nicht woher?!) und ja.. Katastrophe. Alles zerfallen..
    vielleicht hab ich den Dinkel auch zu grob geschrotet (hab die Getreidemühle neu und noch nicht so viel Erfahrung damit) oder die Karotten zu fein gerieben?!?
    Geschmachklich wars gut, von der Konsistenz her dann eher wie Risotto, aber auch nicht so schlecht 😉
    Ich hoffe beim nächsten Mal funktionierts!

    • Oh, das klingt nicht gut! Aus der Ferne ist es leider etwas schwierig zu sagen, woran es lag.
      Wir könnten uns vorstellen, dass es zu viel Möhre war und diese vielleicht zusätzlich noch zu wässrig war. Möglicherweise war auch der Dinkel zu grob geschrotet. Hattest du den geschroteten Dinkel eingeweicht?

  9. Hallo Melanie und Sönke,

    vielen Dank für das Rezept! Ich habe meine Bratlinge in Gerstengrütze paniert, mit geschnittenen Tomaten belegt und im Ofen gebacken. Meine Familie war begeistert!

    Herzliche Grüße aus Lettland,
    Eva

    • Hallo Eva,
      das klingt nach einer leckeren Variation! Wird ausprobiert, denn demnächst bekommen wir sicherlich einen großen Schwung Tomaten aus dem Garten von Sönkes Eltern.

      Liebe Grüße

  10. Vor ein paar Tagen habe ich diese Bratlinge in etwas abgewandelter Form gemacht:
    Dinkelmehl statt Dinkelkörnern und mangels Verfügbarkeit ohne Sonnenblumenkerne.
    Warm war es okay, aber kalt haben sie mir richtig gut geschmeckt – mit Roggenbrötchen, Ketchup, Tomate, Feta und Salat.
    Vielen Dank für das Rezept!

    • Hallo Kerstin,
      das freut uns, dass die Bratlinge dir mit Modifikation geschmeckt haben. Bratlinge kann man wunderbar variieren und verschiedenste Getreide, Gemüse, Nüsse, Saaten, Gewürze und Hülsenfrüchte verwenden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind wahrscheinlich nahezu unendlich.

      Liebe Grüße

  11. Hallo ihr beiden,
    vielen Dank für das Rezept und den tollen Blog, bei jedem Beitrag merkt man das ganze Herzblut, das ihr da reinsteckt.
    Mit Schrot/Grütze stecke ich noch etwas in den Kinderschuhen. Ich finde im Internet keine richtig befriedigende allgemeine Kochanleitung.
    Hier im Rezept lasst ihr den Dinkel ja nur quellen, kein Kochen vorm braten.
    Für den Frischkornbrei wird auch nur eingeweicht.
    Wie lange muss ich Getreide einweichen um das Kochen zu umgehen/abzukürzen, und wie variieren die Einweichzeiten?
    Ich mag zB Porridge, würde es aber lieber mit frischem Hafer machen, nicht mit Flocken. Die Kinder stehen total auf Gerste mit Gemüse, aber das nervt weil die Kochzeit so ewig ist. Mit Schrot könnte man das doch abkürzen, oder? Fragen über Fragen. Habt ihr eine Antwort/Quelle zum Nachlesen?
    Liebee Grüße, Susanne

    • Hallo Susanne,
      generell gilt: wenn du Getreide einweichst, verringert sich die Kochzeit. Das funktioniert auch mit Reis. Wenn du das Getreide anfangen lässt zu keimen, verringert sich die Kochzeit noch stärker. Das Getreide zu zerkleinern, indem es z.B. geschrotet oder geflockt wird, reduziert natürlich ebenfalls die Kochzeit. Nur das Kochwasser sollte man dann mitessen, da viele wasserlösliche Vitalstoffe ausgewaschen werden.

      Wie lange einweichen bei welchem Getreide, welche Zeitersparnis beim Kochen bringt, können wir dir nicht sagen. Wir machen das einfach mit zwischendurch testen. Ein paar Zahlen dazu haben wir hier gefunden: http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/getreide/rezepte/getreide_kochen.htm

      Liebe Grüße

  12. Hallo ihr Lieben, habe jetzt nicht alles nachgelesen, aber eine Frage zu dem Rezept.

    Habt ihr schon mal die Möhre, Zwiebel und Knobi im TM kleingehack? Und wenn ja, welche Stufe und wie lange? LG, Melanie

    • Hallo Melanie,
      für die Bratlinge haben wir noch nicht die Sachen im Thermomix zerkleinert, sollte aber funktionieren. Wir würden es mit Stufe 5 oder 6 für ein paar Sekunden ausprobieren.

      Liebe Grüße

  13. Hallo,

    ich habe heute eure Bratlinge gemacht. Habe noch Senf und Paprikapulver zugefügt und etwas Dinkel durch Quinoa ersetzt. Letzterer ist aber beim Schroten mehr „durchgeflutscht“. Die Bratlinge waren sehr lecker, vielen Dank für das Rezept.
    Ich habe Quinoa genommen, da es sehr viel Eiweiß enthalten und lange Satt halten soll. Rezepte für Bratlinge mit Quiona habe ich zwar gefunden, dort wird das Getreide aber vorher immer gegart. Habt ihr Erfahrungen mit Quiona? Oder steht hier im Blog schon etwas dazu und ich habe es übersehen?

    Hab gerade von meiner Tochter gehört, dass MC D auch Werbung mit Quiona macht, wusste ich gar nicht.

    Vielen Dank!

    • Hallo Mechthild,
      Quinoa gibt es bei uns nicht so oft. Meist essen wir Quinoa gekocht als Beilage zu einer Gemüsepfanne. Wenn Quinoa vorher gekocht wird, werden die kleinen Samen natürlich klebriger und man kann leichter Bratlinge daraus formen. Ansonsten kann man Quinoa natürlich auch einfach gemahlen in die Bratlinge geben.

      Liebe Grüße

  14. Sehr lecker! Statt Knoblauch haben wir ein bisschen Bärlauchpesto verwendet.

  15. Darf ich die Sonnenblumenkerne in meiner getreidemühle mahlen? Ist eine kono

    • Hallo Sarah,
      das kommt aufs Mahlwerk der Getreidemühle an. Es gibt Mühlen mit Stein- und Stahlmahlwerk. In Mühlen mit Steinmahlwerk solte nur Getreide gemahlen werden und keine Saaten oder Nüsse, da die Mühlsteine sonst verkleben. Mühlen mit Stahlwerk können in der Regel auch Saaten und Nüsse zerkleinern.

      Liebe Grüße

  16. Das sind die ersten Bratlinge ohne Fleisch, die mir richtig gut schmecken. Beim zweiten Versuch werde ich noch mehr Knobi und Gewürze beimengen – das ist ja Geschmackssache. Meiner Familie schmeckt es nicht (Kind, weil es ja nicht isst, was es nicht kennt ; Mann, weil er einen verkorksten Geschmack durch die ewigen Geschmacksverstärker und Co. hat – aber das kriege ich auch noch raus ), das ist von Vorteil, dann bleibt für mich mehr übrig .
    Ist ein tolles „Beibrot“ zum Salat.
    Eure Rezepte sind wirklich eine tolle Bereicherung, danke fürs (Mit-) Teilen!

    LG,
    Esther

    • Hallo Esther,
      das freut uns, dass dir die Bratlinge so gut schmecken. Du gehst erfrischend pragmatisch mit „unwilligen“ Familienmitgliedern um. 😉

      Liebe Grüße

  17. Danke, tolles Rezept! Habt ihr sie schon mal auf Vorrat gemacht und eingefroren?
    Meine sind zum Glück direkt etwas geworden – allerdings habe ich die Bällchen erst leicht ausgedrückt, damit sie nicht soviel Wasser haben. Dadurch wurden sie auch fester.

    Sehr lecker und man kann sie so gut würzen!

    Viele Grüße

    • Hallo Elisabeth,
      eingefroren, haben wir die Bratlinge noch nicht. Wenn was überblieb, wurde das zum Snack zwischendurch. 😉

      Liebe Grüße

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