Warum ist vollwertig tiereiweißfrei nicht gleich vollwertig vegan?

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Wenn wir einen Begriff küren müssten, der für die größte Verwirrung in der vitalstoffreichen Vollwertkost sorgt, dann wäre es wohl das ominiöse Wort “tiereiweißfrei”. Denn anders als man erwarten würde, ist vollwertig tiereiweißfrei nicht gleichzusetzen mit vegan, da Milchprodukte wie Butter und Sahne in sogenannten “vollwertig tiereiweißfreien Rezepten” verwendet werden dürfen. Die Empörung ist dann oft groß, wenn Rezepte in entsprechenden Kochbüchern gar nicht vegan sind. Zusätzlich sorgt für Verwunderung, dass Butter, Sahne und Schmand verwendet werden, andere Milchprodukte aber nicht.

In letzter Zeit haben sich bei uns die Nachfragen diesbezüglich gehäuft, daher wollen wir in diesem Artikel versuchen ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.

Die Entstehung des Begriffs “tiereiweißfrei”

Der Begriff “vollwertig tiereiweißfrei” wurde vom Arzt Dr. Max Otto Bruker und Begründer der vitalstoffreichen Vollwertkost geprägt. Während seiner langjährigen Tätigkeit als Arzt stellte er fest, dass sich tierisches Eiweiß bei einigen Erkrankungen wie beispielsweise Allergien, Ekzemen, Infektanfälligkeit und Rheuma schon in relativ kleinen Mengen negativ auswirkt. Ein Weglassen von tierischem Eiweiß brachte meist eine erhebliche Erleichterung für seine Patienten. Dabei machte er auch die Entdeckung, dass der mäßige Verzehr von Butter, Sahne und Schmand in den meisten Fällen keine Verschlimmerung der Erkrankungen brachte.

Laut Dr. Bruker liegt das daran, dass Butter, Sahne und Schmand nur wenig tierisches Eiweiß enthalten und zudem nicht in großen Mengen konsumiert werden. Um den Kostplan nicht unnötig einzuschränken, sind daher Butter, Sahne und Schmand in der “tiereiweißfreien Vollwertkost” erlaubt.

Aber wieso wird von tiereiweißfrei gesprochen, wenn meist doch noch ein wenig Tiereiweiß gegessen wird? Wir erklären uns das so, dass damals in den 70-er und 80-er Jahren als der Begriff “tiereiweißfrei” geprägt wurde, vegetarisch als super exotisch galt und an die heutige Vegan-Bewegung noch gar nicht zu denken war. Im Gegensatz zur gängigen fleischbetonten Ernährung konnte eine Vollwertkost, die dem gegenüber nur sehr geringe Mengen tierisches Eiweiß in Butter, Sahne und Schmand aufwies, durchaus als tiereiweißfrei bezeichnet werden.

Was bedeutet tiereiweißfrei nun in der Praxis? Welche Nahrungsmittel können problematisch sein, wenn sie gegessen werden und welche sind ok?

Die “Tiereiweißfrei-Einteilung”

Als tiereiweißfrei gelten in der vitalstoffreichen Vollwertkost Butter, Sahne sowie Sauerrahmprodukte der Hochfettstufe wie Sauerrahm, Schmand und Crème fraîche.

Dagegen werden Eier, Fleisch, Wurst, Fisch, Milch sowie die Milchprodukte Quark, Joghurt und Käse als zu tiereiweißreich angesehen und in der tiereiweißfreien Vollwertkost nicht konsumiert.

Für die Einteilung der Milchprodukte gilt als einfache Faustregel: Je fettreicher ein Milchprodukt ist, desto geringer ist der Eiweißanteil. Butter besteht z. B. fast nur aus dem Fettanteil der Milch und enthält nur sehr geringe Mengen Eiweiß (ca. 0,8 g pro 100 g).

Wieso Sahne, aber keine Milch?

Wir müssen ja zugeben, dass wir die Einteilung bei den Milchprodukten anfangs nicht sehr logisch fanden. Denn Milch und Sahne haben fast den gleichen Eiweißgehalt, aber nur Sahne wird konsumiert. So enthält Milch ca. 3 bis 3,5 % Eiweiß, während Sahne einen Eiweißgehalt von ca. 2,5 % besitzt. Eigentlich kein großer Unterschied, bis wir uns vor Augen führten, welche Mengen gewöhnlich konsumiert werden.

Beispielsweise enthält 1 Glas Vollmilch (200 ml) ca. 7 g Eiweiß und eine ordentliche Portion Sahne (50 ml) nur ca. 1,25 g Eiweiß.

Das Geheimnis für die Einteilung ist also nicht nur der Eiweißgehalt, sondern auch die Verzehrmenge. Von Sahne wird normalerweise viel weniger konsumiert als von Milch. Deshalb wird Sahne verwendet, Milch aber nicht.

Warum ernähren wir uns tiereiweißfrei?

Als wir mit der Vollwertkost begannen, haben wir uns “üppig” vollwertig ernährt. Insbesondere Käse und Eier haben wir damals noch regelmäßig verwendet. Vollwertig tiereiweißfrei essen wir erst seit Anfang 2012, also seit jetzt etwas mehr als zwei Jahren. Damals hatten wir folgendes Schlüsselerlebnis: Sönke wurde schon in Kindheitstagen von zahlreichen Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten geplagt (siehe auch unser Artikel “Warum wir uns vollwertig ernähren”), die im Laufe der Zeit immer zahlreicher und stärker wurden. Auch eine vegetarische Vollwertkost brachte keine wirkliche Besserung.

Anfang 2012 waren wir bei einem Seminar im Bruker-Haus in Lahnstein, wo Sönke morgens im Frischkorngericht aus Versehen die frischen Haselnüsse mit gegessen hatte. Prompt bekam er extrem angeschwollene Lippen. Wir waren natürlich besorgt und fragten den im Bruker-Haus praktizierenden Arzt Dr. Birmanns (Dr. Brukers Nachfolger) um Rat. Dr. Birmanns empfahl uns nicht nur vollwertig zu essen, sondern auch konsequent tierisches Eiweiß (bis auf Butter, Sahne, Schmand) aus unserer Ernährung zu streichen. Wir waren zwar erst skeptisch, ließen es aber auf einen Versuch ankommen.

Vom Ergebnis waren wir daher sehr überrascht: Gerade einmal zwei Monate später konnte Sönke rohe Haselnüsse ohne Reaktionen essen. Auch Sönkes Heuschnupfen sowie Unverträglichkeiten gegen diverse Obstsorten besserten sich, so dass keine allergischen Symptome bei deren Genuss mehr auftraten.

Geheilt ist Sönke trotzdem leider noch nicht. Denn sobald er zu viel tierisches Eiweiß isst, ein Ei reicht bei ihm oft schon, sind die Allergien wieder da. Zwar nicht mehr so stark wie früher, aber sie machen sich bemerkbar. Bei starkem Pollenflug braucht sein Körper dann ein paar Tage, bis er sich wieder beruhigt hat und nicht mehr auf etwaige Pollen in der Luft reagiert.

Unsere Erfahrungen bei der Umstellung

Seit dem wir uns vollwertig tiereiweißfrei ernähren, hat sich unser Kochen & Backen schon deutlich verändert. Anfangs dachten wir, wir müssten verhungern. Andere denken scheinbar zunächst wie wir. Kein Wunder also, dass wir schon öfters gefragt wurden, was wir überhaupt noch essen ;-).

Aber eigentlich essen wir eine ganze Menge, wahrscheinlich sogar vielfältiger als vorher. Die Rezepte in unserem Blog spiegeln das wieder. Alle sind tiereiweißfrei (bis auf zwei Kuchen in denen Eier enthalten sind), viele auch vollständig vegan.

Durch unsere Ernährungsumstellung haben sich ganz neue kulinarische Möglichkeiten eröffnet. Statt einfach nur Käse zu essen, sind unsere Aufstriche für Brot beispielsweise viel kreativer geworden. Außerdem haben wir uns immer mehr mit veganer Rohkosternährung beschäftigt und dadurch ungewöhnliche Kreationen kennengelernt. Melanies kleine Schwester meinte neulich beim Blick in unseren Vorratsschrank “Bei euch findet man jedesmal Dinge, von denen ich noch nie gehört habe.” ;-).

Was wir sehr spannend finden, ist, dass wir seit unserer Umstellung vor allem aus ethischen Gründen immer mehr in eine vegane Richtung tendieren. Denn die heutige Milchkuhhaltung ist leider eine große Tierquälerei – auch im Biobereich. Daher versuchen wir unseren Sahne und Butterkonsum einzuschränken. Vollständig vegan leben wir aber (noch) nicht.

Fazit

Wir sind froh die “tiereiweißfrei Vollwertkost” für uns als Ernährungsform entdeckt zu haben. Dennoch ist der Begriff tiereiweißfrei unserer Meinung nach ungünstig gewählt. Wie die Vollwertköstlerin Ute-Marion Wilkesmann in ihrem Blog vorschlägt (siehe ihr Blogartikel: „Tiereiweißfrei – tiereiweißarm“), sollte es besser “tiereiweißarm” lauten. Ein wie wir finden sehr viel treffenderer Begriff.

Wir hoffen, dass ihr jetzt nicht total verwirrt seid ;-). War unser Artikel verständlich? Habt ihr Erfahrungen mit der Umstellung auf eine “tiereiweißarme” Vollwertkost? Wir freuen uns über eure Anmerkungen und Fragen :-).

Buchtipps

Falls ihr euch mit dem Thema beschäftigen möchtet, dann können wir euch das Buch: „Allergien müssen nicht sein. Ursachen und Behandlung von Neurodermitis, Hautausschlägen, Ekzemen, Heuschnupfen und Asthma“ (buch7- Link) empfehlen.

Im Buch “China Study” (siehe Rezession von uns in unserer Bücherecke) wird außerdem auf die problematischen Mechanismen eingegangen, die tierisches Eiweiß im Körper auslöst.

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42 Kommentare

  1. Wenn ich Chritian-Dittrich Opitz Glauben schenken darf (ich weiß leider nicht, wie weit er wissenschaftlich ernst zu nehmen ist), so haben r o h e gesättigte Fette, auch auch Rohmilchbutter und -sahne, eine wichtige Funktion im Körper, nämlich die der Entgiftung. Und Bruker hat ja ausdrücklich Rohmilchbutter und Rohmilchsahne empfohlen. Zudem wurden die Kühe zu seiner Zeit noch mit Gras und Heu ernährt, wodurch das Fett eine viel günstigere Zusammensetzung hatte. Ich bin sicher, dass Bruker von den heutigen pasteurisierten (und homogenisierten) Produkten abraten würde – von den ethischen Gesichtspunkten mal ganz abgesehen.

    Ich selbst habe ja das Glück, an Rohmilchprodunkte zu kommen; da diese Butter aber schnell ranzig wird, kaufe ich immer nur 10 g und habe als Vorrat Bio-Kokosöl da, das mir auch als Butteralternative auf Brot schmeckt.

    • Vielen Dank für den Hinweis! Es ist natürlich richtig, dass man auch bei Butter und Sahne auf die Qualität achten sollte. Desto weniger behandelt, desto besser.

      Eigentlich fängt es sogar schon an mit den Kühen und ihrer Haltung: Handelt es sich um eine alte robuste Rasse, die wenig Milch liefert oder um überzüchtete Hochleistungskühe? Konnten die Kühe sich frei auf einer Wiese bewegen, gutes Gras fressen, frische Luft atmen und Sonne tanken? Oder waren sie in einem engen Stall eingekerkert, konnten die Sonne noch nicht einmal sehen und mussten Getreide, Soja und Kraftfutter fressen, für das ihr Verdauungssystem nicht ausgelegt ist und sie krank machte? Werden die Kühen dauernd künstlich befruchtet und ihre Kälber direkt nach der Geburt weggenommen? Haben sie ihre Hörner noch oder wurden diese entfernt?

      Das alles hat schon eine Auswirkung auf die Zusammensetzung der Milch und damit auf ihren gesundheitlichen Wert für uns. Wir greifen daher eigentlich fast nur zu Butter und Sahne von demeter. In der Hoffnung, dass die Kühe noch am artgerechtesten gehalten wurden.

      Nach dem Melken wird die Milch dann noch unterschiedlich behandelt, was die Inhaltsstoffe nochmals verändert. Wenn es sich nicht um Rohmilchprodukte handelt, wird die Milch vor der Verarbeitung pasteurisiert, d.h. für kurze Zeit erhitzt, damit Mikroorganismen absterben. Aber auch biologische Wirkstoffe der Milch werden dadurch verändert bzw. gehen kaputt. Noch schlechter für den gesundheitlichen Wert sind ultrahocherhitze Milchprodukte und auch das Homogenisieren, damit die Milch bzw. Sahne nicht mehr aufrahmt. Wenn möglich, kaufen wir Sahne und Butter, die nicht homogenisiert wurde und keine Zusatzstoffe wie Carageen enthalten. Rohmilchbutter und -sahne gibt’s bei uns leider nicht im Bioladen.

      Liebe Grüße

      • Halli, Ihr beiden, meine Rohmilchbutter ist auch von Demeter, vom Bauckhof. Früher habe wir uns dort auch Milch geholt, direkt von Kuhbauer Bauck, gleich nach dem Melken, noch nicht heruntergekühlt (denn auch das verändert die Qualität. (Aber auch dort werden die Kälbchen den Müttern weggenommen, stehen getrennt, bekommen Milchaustausche und muhen erbärmlich.)

        Ja, die Hörner sind wichtig, sie gehören zum Verdauungssystem der Kühe. Es möge doch keiner glauben, die Natur produziere diese großen Gebilde ohne einen biologischen Nutzen.

        Alte Rassen sind notwendig, die die modernen Hochleistungskühhe sind gar nicht mehr in der lage, Gras zu versauen, sie sind auf Mais&Co angewiesen.

        Heute komme ich ohne Milch aus, mit minimalen Mengen Rohmilchbutter. Hafermilch und Hafersahne schmecken mir gut. Und, wie gesagt, meine neuste Entdeckung ist rohes Bio-Kokoöl – Rohes Bio-Kokomus werde ich demnächst auch noch ausprobieren.

        Vielen Dank für Eure immer wieder anregenden Artikel!

  2. Hallo ihr zweieinhalb,

    seit einigen Monaten ernähre auch ich mich tiereiweißarm und finde ebenfalls, dass -arm im Vergleich zu -frei auf die Ernährungsweise besser zutrifft.

    Bei mir gibt es als einzigen gesundheitlichen Grund die Vorbeugung, da ich – außer vielleicht meiner Laktoseintoleranz – noch keine deutlich merkbaren Beschwerden oder Krankheiten habe, es aber auch gar nicht dazu kommen lassen will.

    Ich würde Bruker daher auch korrigieren oder ergänzen wollen: nicht nur, wenn bereits gewisse Symptome aufgetreten sind, ist eine Ernährung mit möglichst wenig Tiereiweiß unabdingbar, sondern sie führt auch dazu, dass viele Krankheitsbilder sich erst gar nicht entwickeln können bzw. in Erscheinung treten.

    Ich beobachte allgemein den Bio- und Vegan-Trend trotz vieler guter Aspekte auch mit etwas Skepsis, denn viele Menschen setzen alles, wo „Bio“ oder „vegan“ draufsteht, auch mit „gesund“ gleich. Gerade in diesem Bereich finden sich jedoch auch genügend Fertigprodukte, haltbar Gemachtes und „Präparate“, die der Gesundheit auch kaum zuträglicher sind als konventionelle
    Supermarktprodukte. Siehe sämtliche gängige Ersatzmilchprodukte (Soja, Hafer, Mandel etc.). Was da oft an Zusatzstoffen und Zucker und irgendwelchen für meine Begriffe unnötigen extra zugesetzten Vitaminen alles drin ist…! Es gibt wenige wirklich akzeptable Produkte. Zwei Hafermilchs habe ich jetzt entdeckt, die ich ok finde, versuche aber, das Zeug auch nicht übermäßig zu konsumieren, da es eben ein Präparat ist.

    Noch krasser fand ich Schlagcremes und veganen Schlagsahneersatz aus dem Reformhaus. Künstlicher geht es gar nicht. Die E-Nummern lassen grüßen!
    Schlimm dabei ist, dass viele, die auf den Vegan-Zug aufspringen, diese Fabrikprodukte im besten Gewissen zu sich nehmen, weil sie zum Beispiel in den neumodischen veganen Magazinen angepriesen oder in den Rezepten dort verwendet werden. Nach dem Motto vegan = gesund wird dann nicht mehr darauf geachtet, wieviele schädliche Zusatzstoffe enthalten sind oder welche Methoden der Haltbarmachung angewendet wurden. Das finde ich an dem ganzen Veganertum sehr gefährlich.
    Dann lieber bewusst tiereiweißarm und möglichst vollwertig leben als blind vegan zu leben. Nicht alles, wo kein Tier drin ist, ist zwangsläufig gesund.

    Bzgl. Sönkes noch vorhandener Allergien habe ich zwei Ideen, was ihr mal ausprobieren könntet:
    Zum einen ägyptisches Schwarzkümmelöl in Bioqualität. Man sollte es über einen längeren Zeitraum einnehmen. 3x am Tag 1 TL zu den Mahlzeiten und über den Tag viel trinken, um die Toxine auszuschwemmen.
    Zum anderen die Leber-Galle-Reinigung nach Moritz. Die wird im I-net zwar kontrovers diskutiert und es gibt viele Zweifler und Skeptiker, aber Menschen, die sich dem Prozess schon unterzogen haben, können von vielen positiven Veränderungen berichten.
    Ich möchte die Leber-Galle-Reinigung demnächst selbst ausprobieren. Sie beinhaltet auch eine Darm- und Nierenreinigung. Erst, wenn die Ausscheidungsfunktion des Körpers wieder ungehindert stattfinden kann, kann er der Allergien & Co. wirklich Herr werden.
    Ich empfehle dazu das Buch mit dem etwas seltsamen Titel: „Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinugung“ von Andreas Moritz.
    Ich denke diese Reinigungsprozedur könnte für Sönke ein neuer Durchbruch sein.
    Für Melanie in der Schwangerschaft und Stillzeit ist so eine Reinigung jedoch eher nicht angeraten und sollte bis nach der Stillzeit warten.
    Ich warte gerade ebenfalls auf das Ende der Stillzeit, um dann richtig loslegen zu können.

    Viele liebe und heute vor allem mal wieder sonnige Grüße,
    Susanne

    • Du sprichst mir aus der Seele. Im 400 Rezepte der veganen Küche: Das Kochbuch zur China Study wird etwa Stärke und Zucker verwendet. Leider lies sich die Autorin nicht zu mehr Informationen bezüglich der verwendeten Produkte und Rohstoffe hinreißen. Aber selbst da merkt man, dass vegan = gesund sein soll. Dabei steht x Mal in der China Study: vollwertige pflanzliche Ernährung möglichst ohen tierisches eiweiß!

      Danke für dein Kommentar.

    • Hallo Susanne,

      deinen Gedanken zu veganen Produkten können wir gänzlich zustimmen. Wir finden es auch ziemlich heftig, wie viele stark verarbeitete vegane Nahrungsmittel es gibt und wie viele dubiosen Zusatzstoffen da enthalten sind. Gesund ist das leider nicht.

      Wir essen daher ebenfalls lieber vollwertig tiereiweißarm als ungesund vegan, experimentieren aber auch mit vollwertig-veganen Rezepten. Allerdings finden wir es nicht immer so einfach Sahne und Butter vollwertig vegan auszutauschen: Zum Beispiel gibt es in Barbara Rüttings neuesten Kochbuch “Vegan & vollwertig” zwar vollwertig-vegane Rezepte, aber sie verwendet anstelle von normaler Sahne einfach fast in jedem Rezept “Cashewsahne”. Cashews sind auch nicht ganz unumstritten (siehe z. B. folgende Diskussion im Vollwert-Forum: http://www.gesundheitsforum-mainz-wiesbaden.de/forum/viewtopic.php?f=39&t=9287) und außerdem recht teuer, daher versuchen wir es mit unserem Cashewkonsum nicht zu übertreiben.

      Vielen Dank für deine Tipps bezüglich Sönkes Allergien! Das werden wir uns genauer anschauen.

      Liebe Grüße

  3. Hallo ihr Zwei,

    ich ernährte mich ca. 1,5 Jahre lang auch vollwertig und tiereiweißarm und davor schon 3 Jahre vollwertig. Ich meinte damals gar keine körperliche Veränderung festzustellen. Durch einen Alltagswechsel kam ich vor einem halben Jahr wieder zu Fleisch/Fisch und später wieder zu Milchprodukten (Meinem neuen Parnter zu liebe – anfangs nur beim Essen gehn). Schon nach zwei Wochen funktionierte meine Verdauung nicht mehr richtig. Mittlerweile merke ich wieder, wie stark mein Asthma doch ist. Mir war gar nicht aufgefallen, dass ich fast 1,5 Jahre KEIN Asthma mehr hatte. Natürlich möchte ich wieder zurück zur tiereiweisarmen Vollwertkost (so nennen wir sie übrigens auch). Allerdings fällt mir das nun extrem schwer. Viel schwerer als vor 2 Jahren und bisher schaff ich es sogar nichtmal ganz auf industrieell verarbeiteten Zucker zu verzichten. Der Zucker hat mich vollkommen im Griff. Ich schaffe den Einstieg einfach nicht mehr und fühle mich total kontrolliert von all dem ungesunden Zeugs, dass immer wieder den Weg in meinen Mund findet. Auch mein ethisches Bewusstsein hat extrem abgenommen in diesem halben Jahr. Früher hätte ich niemals zu konventioneller Milch gegriffen. In Ausnahmefällen kam für mich höchstens Demeter Milch in Frage. Heute trinke ich sogar wieder Kaffee in der Stadt! Das klingt für den ein oder anderen vielleicht nicht weltbewegend, aber für mich ist das eigentlich ein absoluter Prinzipienbruch. Ich bin unglücklich mit dieser Situation und denke mir, dass ich doch einfach aufhören könnte ungesunde Sache zu essen. Aber ganz so einfach ist das im stressigem Alltag einfach nicht.

    Habt ihr vielleicht Tipps für mich, wie ich wieder zurück zur vollwertigen Ernährung finde? Ich denke das tiereiweißfreie kommt dann von ganz allein, wenn das Bewusstsein wieder wächst.

    • Hallo Ayako,

      wir können deine Situation gut nachvollziehen. Ähnlich erging es uns uns Mitte September 2010, zwar nicht durch einen neuen Partner, sondern durch unseren recht kurzfristigen Umzug nach Osnabrück. Wir haben innerhalb von zwei Woche die komplette Wohnung renoviert und tapeziert, sind umgezogen, mussten uns in unseren neuen Jobs zurechtfinden und haben es dann auch noch mit den Freizeitaktivitäten übertrieben. Unsere Küche konnten wir erst nach über zwei Monaten aufbauen, da noch ein Fußboden verlegt werden musste, was sich ewig hingezogen hat und dann ließen sich durch poröse Wände zunächst die Küchenschränke nicht aufhängen… Dadurch sind wir mittags in der Uni-Mensa Essen gegangen, anstatt das wir uns selbst etwas mitgenommen haben. Wir haben in der Mensa zwar oft Salat von der Salattheke genommen, aber so richtig vielfältig und vitalstoffreich war dieser nicht. Tagsüber haben wir gegen die Müdigkeit entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten Kaffee getrunken, womit wir zusätzlich unser Leistungskonto überzogen haben. Abends sind wir ungewöhnlich oft Essen gegangen meist zum Italiener, wo es leider auch nur Weißmehl gibt… Wir haben in dieser Zeit so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Vor unserem Umzug hatten wir weitgehend vollwertig ernährt, zwar nicht tiereiweißfrei wie heute, aber immerhin.
      Die “Rechnung” kam ziemlich prompt. Anfang Dezember 2010 hatte uns dann beide Pfeiffersches Drüsenfieber erwischt. Wir waren über einen Monat richtig krank und hatten über ein Jahr zu kämpfen, um wieder das gleiche Energielevel wie vorher zu erreichen. Stück für Stück haben wir uns nach unserem Zusammenbruch wieder unsere gesündere Gewohnheiten angewöhnt.

      Auch dir würden wir zu kleinen Fortschritten anstelle von Perfektionismus raten: Damals haben wir ziemlich schnell wieder ein richtiges Frischkorngericht zum Frühstück gegessen und jede Menge Grünzeug wieder in unsere Ernährung eingebaut. Das muss ja nicht jedesmal ein großer Salat sein. Gemüsesticks lassen sich schnell zurechtmachen und auch prima als Snack auf die Arbeit mitnehmen.

      Um dich wieder selber stärker zu motivieren, könnte es hilfreich sein “Unsere Nahrung, unser Schicksal” von Dr. Bruker (nochmal) zu lesen. Vielleicht inspiriert dich auch unsere Grundlagenserie zur vollwertiger Ernährung.

      Um gegen den Süßhunger anzukämpfen, könntest du dir am Wochenende Zeit nehmen und einen Vorrat an vollwertigen Leckereien für die Woche anlegen. Schöne Anregungen für vollwertig-rohköstliche Süßigkeiten findest du beispielsweise auf dem Blog von René goes raw. Außerdem gilt natürlich: Was man an Süßigkeiten & Co nicht im Haus hat, kann man nicht naschen ;-).

      Auch die Anregungen von Barbara finden wir super, vielen Dank dafür!

      Liebe Grüße

      • Hallo ihr Beiden,

        ich wollte ein wenig warten, bis ich euch antworte um euch gleich Resonanz auf eure Tipps zu geben.

        Also erstmal, es läuft schon sehr viel besser. Langsam bin ich wieder auf dem richtigen Weg. Fertig Produkte jeglicher Art gibts nun gar nicht mehr im Haushalt oder im Einkaufsbeutel. Ich hab wieder Spaß am selbst machen entwickelt und brenne sozusagen vor neuen kulinarischen Ideen. Tiereiweißfrei kann man das ganze allerdings noch lange nicht taufen. Hier finde ich einfach nicht den richtigen Spagat zwischen dem, was mein Partner essen möchte und nicht isst (wie so ziemlich alles an Gemüse) und was dem ich esse bzw essen möchte.
        Euer Pfeiffersches Drüsenfieber klingt wirklich nicht gut! Ich hoffe ihr seid von solchen Zusammenbrüchen in Zukunft verschont!

        Am meisten hat mir das erneute Wälzeln von Lektüren zu diesem Thema geholfen. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto einfacher ist es das auch zu leben.
        Auf die Idee mir vollwertige Leckereien herzustellen, bin ich ehrlich gesagt gar nicht gekommen.. Zwar habe ich alles Süße aus dem Haus verbannt, aber dass vollwertige Süßigkeiten okay sein könnten.. – Wunderbar 🙂

        • Mit einem unvollwertig essenden Partner ist es leider immer etwas schwierig…

          Nur eine kleine Warnung: Ein Übermaß an Süßen mit Honig und Datteln kann auch Karies begünstigen – jeden Tag vollwertige Kuchen & Co. zu essen, ist daher vielleicht auch etwas zu viel des Guten ;-). Sicherlich wird über die Zeit auch dein Süßhunger nachlassen (war zumindest bei uns so).

  4. Hallo, Ayako,

    für einen fundierten Rat müssten uns die Situationen bekannt sein, in denen du schwach wirst.

    Hilfreich könnte sein: Morgen einen grünen Smoothie oder ein vollwertiges Frühstück zubereiten und zu dir nehmen, wenn du Hunger hast. Falls du tagsüber außer Hause bist, Vollwertiges mitnehmen (z. B. die Reste des Smoothies). Den Süßhunger nur mit (abnehmenden Mengen von) Honig stillen. Wenn du Lust auf Fleich milch Käse bekommst, dir das mit dem Produkt verbundene Tierleid vor Augen führen und dich fragen, ob du das für deinen kurzfristigen Gaumenkitzel verantworten willst. Vielleicht „belohnst“ du dich erstmal ein-, zweimal in der Woche mit einer kleinen Fleischmahlzeit aus Neulandzucht. Vor allem aber erprobe doch die vielen leckeren Alternativen aus der gesunden Küche! Hast du einen Thermomix? Der kann sehr bei der Zubereitung helfen. Im „wunderkessel“ und im „virusculinarius“ findest du viele leckere Rezepte, die für den Anfang nicht ganz so „extrem“ sind. Eine facebookgruppe könnte dir vielleicht auch hilfen, Stichworte „vollwertig“ „vegan“ „Thermomix“ „fit for life“ – schau mal, was dir behagt.

    Viel Erfolg! Barbara

    • Hallo Barbara,

      danke für deine Antwort!

      Einen Thermomix habe ich nicht. Dafür aber einen Vitamix. Leider komme ich zurzeit einfach nicht mehr an Smoothies ran, seit ich mir an einem Experiment derart den Magen verdorben hab. Nun ist der Gedanke an einen Smoothie schon seltsam. Ich hoffe wirklich, dass sich das noch legt.
      Eigentlich habe ich eh immer gesunde Speisen in der Arbeit dabei. Allerdings bin ich irgendwann immer an den „Naschiautomat“, wenn der Stress zu groß wurde. (War zurzeit täglich der Fall ist)
      Diese Problem habe ich vorerst in den Griff bekommen – ich habe kein Bargeld mehr dabei um mir etwas Süßes zu kaufen 😉
      Ein paar Rezepte von Wunderkessel warten nun schon darauf ausprobiert zu werden und gelingen sicher auch ohne Thermomix.

      Übrigens habe ich dank dir wieder angefangen Mandeln zu naschen, was mir gut durch den Alltag hilft. Allerdings esse ich einfach nur rohe, geschälte aber ansonsten unbehandelte Mandeln, da mir alle anderen Varianten von Mandeln (geröstet, Mandelmus/-Milch) einfach nicht schmecken..

      Vielen Dank also!

  5. Gegen den Süßhunger soll es auch helfen, einige 6 bis 12 Stunden eingeweichte Mandeln sehr gründlich zu kauen.

  6. Hallo Ihr beiden,
    wieder mal ein schöner Beitrag, in dem Ihr die wichtigsten Punkte sehr verständlich zusammengestellt habt! Vor allem die Diskussion, warum Milch/Joghurt nicht, aber Sahne ja, kenne ich nur zu gut und Ihr habt es genau auf den Punkt gebracht: Auf die Menge kommt es an! 🙂
    Zum Thema „tiereiweißarm“ kann ich auch nur unterstreichen, dass ich zum heutigen Zeitpunkt eine Aufteilung in die Begriffe „tiereiweißarm“ und „tiereiweißfrei“ für wichtig und richtig halte. Während der Ausbildung in Lahnstein fiel dieser Begriff bereits von der einen oder anderen Ausbilderin, doch leider eher so nebenbei (und das Personal hat ja inzwischen auch gewechselt). Ich weiß nicht, wie es dort mittlerweile gehandhabt wird, könnte mir aber vorstellen, dass es gut wäre, auch von Lahnsteiner Seite auf eine Trennung der Begriffe viel Wert zu legen. Auch für Einsteiger ist das meiner Meinung nach kein allzu großes Verständnisproblem, mit „meinen Einsteigern“ habe ich dahin gehend keine Probleme erlebt, nach kurzer Zeit hatte sich jeder (sprachgebrauchstechnisch) daran gewöhnt.
    Alles Gute für die nächsten Wochen und herzliche Grüße
    Susanne

  7. Hallo ihr Lieben,

    Dr. Bruker hat den Begriff „tiereiweißfrei“ geprägt und ich finde ihn total richtig und verständlich.
    „Tiereiweißfrei“ heißt ja nicht, es werden keine Tierprodukte verzehrt (=Vegan), sondern einfach, dass man bei bestimmten Erkrankungen das tierische Eiweiß einschränken bzw. meiden sollte. Da Sahne (32% Fett) und Butter (82% Fett) der „Fettanteil“ der Milch sind und eben das „Verhältnis zwischen Fett und Eiweiß“ sehr hoch ist, können Sahne/Butter (in Maßen) genossen werden. Das Verhältnis Fett/Eiweiß ist bei der Vollmilch (3,5% Fett) etwa gleich, bei der fettarmen Milch (1,5% Fett) sogar noch niedriger.
    Folgend der Eiweißvergleich ohne Fettbezug: Muttermilch enthält etwa 1,5% „arteigenes“ Eiweiß!
    Kuhmilch 3,5% „artfremdes“, (meist) denaturiertes Eiweiß!
    Bei Menschen mit gewisser Disposition sind diese Aspekte ausschlaggebend.

    Liebe Grüße, Roswitha Maurer

  8. Hallo Ihr Lieben!

    Danke für diesen schönen Artikel. Mein Mann und ich haben keinerlei Allergien oder so. Unser Bestreben ist eigentlich nachhaltig zu leben. Das das gesund ist, hoppla, soein Zufall. *grins* Ich habe bereits als Kind „Kontakt“ mit Bruker gehabt. Meine Mutter versorgte uns eine Zeit mit Vollwertkost. Dann sperrte der Bioladen zu und die Quelle nach Getreide versiegte. Das war in den späten 80er, da gabs noch keinen Weizen im Supermarkt zu kaufen. Und so hat sich das leider wieder verlaufen. Heute ist das toll, denn ich hab schon gesehen wies funktionieren kann. Und meine Mutter haben wir auch wieder angesteckt.

    Ich mag eure Seite auch deswegen so sehr, weil auch ich aus ethischen Grünen eine vegane Ernährung anstrebe. Honig ausgeschlossen. Ich finde schwierig sind Eier, Milch und Joghurt. Aber Butter und Co zu ersetzen geht eigentlich gut. Deswegen animiert mich auch die tiereiweißarme Kost sehr.

    Da ich zu Untergewicht neige machen wir es so: Wir essen grundsätzlich kein Weißmehl oder Zucker. Wenn wir mal Stress haben oder einfach unsere Kinder uns beschäftigen 🙂 dann sind wir mit vegan, tiereiweißfrei einfach nicht zu streng. Verarbeitete Lebensmittel gibts auch nur wenns absolut garnicht anders geht, also etwa Sojagranulat oder Seidentofu. Denn das ist bei mir besser als zuwenig zu essen. Wir sind einfach nicht zu streng mit uns selbst. Da wir aber beim Einkauf darauf achten, gewisse Dinge garnicht zu kaufen und wirklich selten einkaufen gehen, reduzieren wir stetig die Dinge die wir eh weg haben wollen (wie eben Sojaprodukte).
    Unsere Bergbauernbutter nehmen wir aus dem Urlaub mit. Wir frieren sie ein, dann haben wir das ganze jahr Butter vom Bauern für die Verwendung aufs Brot. Sonst gibts eh keine….

    Vielleicht könnt ihr mal ein Foto von eurem Voratsschrank machen, wenn da so seltene Dinge drin stehen?

    Für Heißhungerattacken kann ich empfehlen: Johannisbeersprossen -Mazerat: http://www.phytopharma.at/index.php?kat=Gemmotherapie&sub=SHOP

    Ich habs leider nur so gefunden. Die schmecken süß und sind aus pflanzlichen Glycerin gefertigt. Ist ein Tip aus der Tratitionell europäischen Medizin. Das Aroma ist unglaublich. Sprüht man sich auf die zunge. Medizinisch sind die bei Allergie zu nehmen.

    Liebe Grüße. ichfreue mich schon auf die Vollwert-Babybreirezepte….

    Gabi

    • Einen Blick in unseren Vorrats- oder Kühlschrank können wir gerne mal posten, vorher sollten wir aber erst aufräumen ;-).

      Vollwert-Babyrezepte gibt es in Zukunft bestimmt, aber zuerst soll unser Baby nach der Geburt Muttermilch bekommen. Daher musst du dich noch ein klein wenig gedulden :-).

      Liebe Grüße

      • Hihi- ihr werden sehen, das geht schneller als einem lieb ist und plötzlich laufen die Kleinen schon!

        Ich wünsch euch jedenfalls von Herzen, dass es so geht wie ihr es euch wünscht! Alles Liebe.

        Gabi

  9. Vielen Dank für den schönen Artikel.

    Für mich war der Weg in der Ernährungsentwicklung ähnlich. Zunächst begann es mit einer eher üppigen vollwertähnlichen Kost (aufgrund einiger Dinge in meinen Schränken kann ich mich nicht ganz Vollwertköstlerin nennen). Nach und nach verschwanden die tierischen Produkte aus meinem Speiseplan und seit Ende letzten Jahres ist meine Ernährung rein pflanzlich. Mir geht es damit sehr gut, ich fühle mich wohl und hoffe, dass ich mich so vor allem vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen kann, die in meiner Familie leider sehr häufig vorkommen.

    Mich würde sehr interessieren, ob sich Melanies Ernährung durch die Schwangerschaft noch einmal verändert hat. Gibt es einige Lebensmittel bei euch jetzt häufiger oder habt ihr gar neue in euren Speiseplan eingeführt, um spezielle Nährstoffe ausreichend aufzunehmen? Vielleicht könntet ihr zu dem Thema Ernährung in der Schwangerschaft ja auch noch einen Blogeintrag verfassen.

    Liebe Grüße
    Vera

    • Hallo Vera,

      ein Artikel zu meiner Ernährung in der Schwangerschaft ist schon in Planung. Ich habe mir bereits einige Notizen gemacht, damit ich mich nach der Geburt noch erinnern kann, wenn Schlafmangel und Stilldemenz auftreten ;-).

      Liebe Grüße

  10. Hallo,

    vielen Dank für diesen Artikel! Ich habe erfolgreich den Wiedereinstieg in die vitalstoffreiche Vollwertkost geschafft und bin ruckzuck auch bei tiereiweißarm gelandet. Genau die Frage, was denn mit der Sahne ist, konnte ich meinem Mann auch nicht so recht beantworten. Ich bin aber sehr froh, dass ich ihn mit der Aussicht, dass sich sein Heuschnupfen bessert, davon überzeugen konnte. Allerdings weiß ich nicht, ob er es auf Dauer durchhält, in Brukers Buch „Allergien müssen nicht sein“ stand ja, dass sich erst nach einem Jahr konsequenter Umstellung erste Besserungen einstellen. Im Moment regnet es hier soviel, das die Pollen keine Chance haben uns zu ärgern, mal sehen, was passiert, wenn die Sonne wieder rauskommt.

    Hat jemand Erfahrungen, das tierische Eiweiß rechtzeitig zur Pollenzeit wegzulassen, aber danach die Zügel etwas lockerer zu lassen?

    Mein Süßhunger war nach einer Woche konsequenter Vollwerternährung wie weggeblasen, während der Umstellung habe ich Datteln mit Mandeln gespickt genossen. Was mich allerdings noch beschäftigt, ist mein (Über-)gewicht. Mit Anfang/Mitte Zwanzig verlor ich die überflüssigen Pfunde mit vVK quasi von alleine (und schnell!), jetzt mit Ende Dreißig tut sich gar nichts. Ich nehme an, dass sich der Körper tatsächlich mit den Jahren ändert und weniger verbraucht. Also mehr bewegen!:-)

    Liebe Grüße
    Stephanie

    • Hallo Stephanie,
      super, dass du den Wiedereinsteig geschafft hast :-).

      Mit zu viel Gewicht haben wir zum Glück keine Probleme und können daher nicht über unsere Erfahrungen berichten. Ganz im Gegenteil will Sönke eher zunehmen… Kurz zusammengefasst, sind die Empfehlungen in der vitalstoffreichen Vollwertkost, damit die Pfunde besser purzeln:

      • nur 3 Mahlzeiten täglich, keinerlei Zwischensnacks (auch kein Obst), dafür sich zu den 3 Mahlzeiten richtig satt essen, ohne Kalorienbeschränkung
      • auf einen hohen Frischkostanteil achten, vielleicht sogar reine Frischkostphasen einlegen oder einen Tag in der Woche für reine Frischkost reservieren
      • die Übeltäter 😉 (Auszugsmehle, Fabrikzucker, raffinierte Fette und Säfte) wirklich 100% meiden
      • täglich körperliche Betätigung gehört natürlich auch dazu 😉

      Weitere Ideen sind in dem Büchlein “Idealgewicht ohne Hungerkur” von Dr. Bruker gut beschrieben.

      Liebe Grüße

      • Vielen Dank für Eure Antwort und die Tipps! Es ist eben nur, dass ich auf diese Details damals nicht achten musste und auch trotz selbst gebackener Vollwertkekse zwischendurch oder gekaufter Aufstriche (nur mit „erlaubten“ Zutaten), die ja wohl zu den Präparaten zählen, die Pfunde purzelten. Dass Zucker, Auszugsmehl usw. zu 100% tabu sind ist klar und fällt bei der Vielfalt an Alternativen auch gar nicht schwer.
        Also vielen Dank nochmal für Eure tollen Ideen, Rezepte, Artikel!

        Liebe Grüße, Stephanie

  11. Hallo Melanie,
    könntest Du mir auch etwas zum selbst gezüchteten Kefir sagen? Ich höre immer, wie gesund der ist, inbesondere wenn man bio Milch verwendet und den Kefir selbst mit eigenen Kefir Pilzen produziert, er ist dann auch laktosefrei.
    Ist der Genuss von so einem Kefir bei der Vollwertkost erlaubt?
    Grüße
    Frida

    • Hallo Frida,
      prinzipiell verbietet die Vollwertkost keine Speisen, es wird lediglich darauf geachtetet möglichst naturbelassen zu essen.

      In einer tiereiweißfreien Vollwertkost sollte Kefir unserer Meinung nach eher gemieden werden, um zu verhindern, dass durch das Eiweiß im Kefir die Symptome von Allergien, Rheuma & Co gefördert werden.

      Wenn du gute Milch verwendest, ist gegen Kefir im Rahmen einer “üppigen Vollwertkost” mit Milchprodukten sicherlich nichts einzuwenden. Inwieweit ohne Bedenken bei der Kefir-Herstellung vielleicht auch rohe Milch verwendet werden darf oder sollte, um den gesundheitlichen Wert vom Kefir noch zu erhöhen, können wir dir nicht sagen. Dafür haben wir uns mit dem Thema Kefir noch nicht ausreichend beschäftigt und auch noch nicht versucht selber welchen herzustellen.

  12. Toller Beitrag. Eindeutig wieder etwas dazu gelernt.

  13. Hallo Melanie, hallo Sönke,

    ich bin vor einigen Tagen auf Euren Blog gestoßen und sehr begeistert von Euren Artikeln. Danke für die vielen Informationen und die Einblicke in Euren Alltag! Ich habe sogar schon zwei sehr leckere Rezepte von Euch nachgekocht! Lecker!
    Aufgrund meiner Allergien beschäftige ich mich seit etwa 2 Jahren mit vollwertiger Ernährung und es hat sich auch in meiner Küche viel verändert. Mein Mann und meine beiden Söhne sind nur leider richtige Fleischesser und mehr als Ihren Fleischkonsum etwas zu reduzieren und immer wieder Alternativen anzubieten gelingt mir leider nicht.
    Nun überlege ich trotzdem allein zu versuchen, mich tiereiweißarm bzw. -frei zu ernähren. Kennt Ihr Familien wo dieser Spagat funktioniert?
    Und noch zwei ganz praktische Fragen: Zählt saure Sahne auch zu den „erlaubten“ tierischen Produkten bei der tiereiweißfreien Ernährung? Und benutzt Ihr Apfelmark in Eurer Küche? (Ich esse das zum Beispiel sehr gern mit Vollkornreis oder auch mal im Frischkorngericht.)
    Dankeschön!
    Sindy

    • Hallo Sindy,
      herzlich willkommen auf unseren Blog 🙂 !

      Wir haben eine Bekannte, die streng auf tierisches Eiweiß achten muss, da sie sonst starke Beschwerden bekommt. Aber ihr Mann und ihre (erwachsenen) Kinder sind absolute Fleischliebhaber. Sie muss daher meist extra kochen.

      Essen deine Fleischesser wenigstens (am besten selbstgebackenes) Vollkornbrot und Gebäck? Dann ist schon viel gewonnen. Denn wir schätzen raffinierte Kohlenhydrate (Fabrikzucker und Auszugsmehle), raffinierte Fette (wie Margarine) und die heutzutage hochverarbeiteten Milchprodukte (wie H-Milch oder länger haltbare & homogenisierte Milch) als problematischer ein als gutes Bio-Fleisch. Fleisch aus Massentierhaltung ist natürlich ein anderes Thema… Solange bei den Fleischessern keine Gesundheitsbeschwerden vorliegen, sollte daher das Fleisch nicht einfach gestrichen werden, sonst kommt es leicht zur Revolte 😉 .

      Umständlich ist natürlich, wenn immer irgendwie extra oder gar doppelt gekocht werden muss. Wir würden wie du versuchen die Fleischmengen zu reduzieren. Vielleicht kannst du deine Fleischesser in einem freundlichen Gespräch auch davon überzeugen, dass sie dir zu liebe auf die ein oder andere Fleischbeilage verzichten, damit du weniger Arbeit hast?

      Manchmal kann man Fleischesser auch vegetarische/vegane Alternativen unterjubeln, ohne dass sie es merken 😉 . Gut geklappt hat das bei uns bisher mit unserem Chili sin Carne und unseren vegetarischen Frikadellen.
      Man muss ja nicht verraten, dass es kein Fleisch ist und auch nicht lügen und behaupten, dass es Fleisch sei. Wenn es einfach aufgetischt wird und begeistert gegessen wird, ist ja alles super 😉 .

      Zu deinen praktischen Fragen:
      Saure Sahne zählt zu den erlaubten Produkten in der “tiereiweißfreien Vollwertkost”.
      Gekauftes Apfelmark verwenden wir nicht, da es durch die Erhitzung und das Haltbarmachen eher eine Konserve ist. Wenn wir welches essen, kochen wir uns Apfelmus lieber frisch.

      Wünschen dir viel Erfolg bei deiner Umstellung auf eine tiereiweißarme Vollwertkost!

      • Hallo Melanie und Sönke,
        vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort!
        Ja ich backe selbst (und mahle auch das Getreide selbst) und der größte Teil unserer Nahrungsmittel kommt aus ökologischem Anbau bzw. artgerechter, ökologischer Tierhaltung. Aber doppelt kochen und zubereiten ist besonders im Alltag schwer. Aber Euer Bericht von Eurer Bekannten, die das doppelte Zubereiten auch für „fleischessende Familienmitglieder“ hinbekommt, macht mir Mut.
        Euer „Chili sin Carne“ werde ich auf jeden Fall kochen und hoffe auf wohlgesinnte Gaumen!
        Dankeschön!
        Sindy

        • Liebe Sindy!

          Jetzt muss ich mich auch noch einmischen. 🙂

          Ich esse seid Jahren vegetarisch, mein Mann ist Fleischesser. Gemeinsam haben wir den Schritt in die Vollwertkost genommen. Ich tendiere zum Veganen, mein Mann eher weniger. Im Alltag sieht das so aus: Es gibt ein vegetarisches Gericht und das Fleisch als Beilage, d.h ich brate das Fleisch nur so an. Das geht dann mit oder ohne Sauce. Anderes Fleisch als „volles Gericht“ wie Schweinsbraten gibts nicht. Am Anfang mußte mein Mann das tote Tier kaufen weil ich echt dachte mir kommt der Magen hoch. Das hat dann gleich den Konsum eingeschrängt. 😉 Auch Spagetti Bologese in der veg. Variante gibts.

          Alles Gute und lG

          • Liebe Gabi,
            schön, dass Du Dich „eingemischt“ hast. Nun fühle ich mich noch weniger als Einzelkämpfer.
            Grüße von Sindy

  14. Hallo Ihr Beiden,

    wenn ich Euch so gesund ernährt, dann müßtet Ihr Euch doch eigentlich topfit fühlen und nur selten krank sein.
    Ich möchte meine Ernährung auch umstellen, da ich über einige Wehwehchen klage. 😉

    LG
    Olli

    • Hallo Olli,
      seit unserer Ernährungsumstellung fühlen wir uns auf jeden Fall fitter und gesünder (z. B. kein Heuschnupfen mehr). Wir halten eine gesunde Ernährung mit möglichst naturbelassenen Zutaten für eine wichtige Grundlage, um gesund zu bleiben bzw. es wieder zu werden.
      Sich nur auf die Ernährung zu fokussieren reicht aber leider nicht. Daneben spielt u.a. auch Entspannung und Zeit für Regeneration eine wichtige Rolle. Denn ständiger Stress und Anspannung belasten unsere Gesundheit ebenfalls sehr in der heutigen Welt.

      Wünschen dir viel Erfolg bei deiner Ernährungsumstellung!

  15. Hallo, Olli, auch ich ernähre mich vollwertig, zudem fettarm und mit veganen Tendenzen. Ich bin viel fitter als vor dieser Umstellung; allerdings doch nicht ganz frei von „Wehwehchen“ (ein unbehandelter Bandscheinbenvorfall meldet sich von Zeit zu Zeit mit Morgensteifigkeit). Nach jahrzentelanger Fehlernährung und Umstellung jenseits der 60 ist nicht mehr in jedem Fall absolute Beschwerdefreiheit zu erreichen. Trotzdem; Die Umstellung lohnt sich!

  16. Hallo Melanie & Söhnke,

    ich bin momentan noch 17 Jahre und interessiere mich schon länger für gesunde und nachhaltige Ernährung. Seit 3 1/2 Jahren bin ich jetzt Vegetarier und seit einem knappen Jahr ernähre ich mich vegan. Leider gibt es auch bei mir das Problem das ich sehr auf mein Gewict achten muss. Ich hatte vor kurzem einen unkontrollierten Gewichtsabfall und wog auf einmal 12 kg weniger als normalerweise. Nachdem das Blutbild ausgewertet war stellte sich heraus das es weder an Vitamin noch an Mineralstoffmangel liegt. Wir gehen davon aus das es der Stress ist der mich „ausmerzt“. Hinzukommt das meine Schilddrüsenwerte etwas niedrig sind.
    Ich muss also bei meiner Ernährung beachten das mein Körper auch irgendwie etwas „behält“ und spüre oft den Druck von anderen auch mal irgendetwas „ungesundes“ zu essen damit ich zunehme.

    Euren Blog finde ich total schön und übersichtlich gestaltet und er deckt viele Bereiche ab. Weizenmehl habe ich schon länger weggestricken und ich süße auch nur mit Honig oder Reissirup. Allerdings habe ich als Schülerin die einen eigenen Haushalt führt nicht die Mittel immer frisch gemahlenes Vollkornmehl oder Produkte aus dem Bio-und Regionalladen zu kaufen. Trotzdem inspiriert mich euer Blog sehr.

    Ich habe für mich entschieden wieder Fisch und Eier zu essen, was haltet ihr davon? Fisch enthät zwar tierisches EIweiß aber ja auch sehr gesunde Fette und Mineralstoffe. Eier habe ich wieder in meinen Speiseplan aufgenommen weil der chinesische Arzt meiner Tante ihr das empfohlen hat (und sie ernährt sich auch vegan). Wir bestellen 1 mal in der Woche als WG eine Biokiste und da bestelle ich dann die Eier mit.

    Eure Meinung würde mich sehr interessieren! 🙂

    Liebe Grüße, Carolina

    • Hallo Carolina,

      wenn du nicht mit allergischen oder rheumatischen Erkrankungen zu tun hast, spricht unserer Ansicht nach nichts gegen tierisches Eiweiß aus ökologisch artgerechter Haltung in Maßen. Beim Fisch solltest du dich darüber informieren, welche Arten typischerweise mit Schwermetallen & Co belastet sind (z.B. die größeren Raubfische wie Thunfisch und Hai). Aus ethischer und ökologischer Sicht macht es Sinn darüberhinaus bestimmte andere Arten zu meiden, weil sie überfischt sind oder weil ihre Haltung problematisch ist. Eier und insbesondere Fisch enthalten Jod, dass dir bei deiner Schilddrüse helfen kann. Beides ist also vermutlich nicht verkehrt für dich.

      Liebe Grüße

  17. Hallo zusammen 🙂
    Zunächst einmal danke für den tollen Blog!

    Aufgrund von rheumatischen Erkrankungen in der Familie haben mein Liebster und ich auch begonnen, uns Schritt für Schritt immer tiereiweißärmer zu ernähren – einfach der Verbeugung wegen. Zudem habe ich jeden Frühling mit Heuschnupfen zu kämpfen und hoffe, das damit reduzieren zu können.

    Durch die Laktose-Intoleranz von meinem Freund habe ich angefangen darauf zu achten, was in meinem Essen eigentlich drin ist – und es ist erschreckend! Gleichzeitig finde ich jedoch problematisch, dass häufig die Lebensmittel, die „vernünftige“ Inhaltsstoffe haben und auch Bio-Lebensmittel einfach deutlich teurer sind. Habt ihr da vielleicht ein paar Tipps für Studenten, die wirklich sehr auf’s Geld achten müssen? Aber sich gleichzeitig auch abwechslungsreich ernähren möchten.

    Vielleicht noch ein Tipp für Sönke bezüglich Heuschnupfen: Mein Vater hat sehr positive Erfahrungen mit einer Langzeittherapie durch Honig (Wichtig: vom Imker in der Region!) gemacht. Jeden Tag einen Teelöffel Honig hat seine Beschwerden zumindest sehr gelindert. Allerdings muss man da natürlich sehr vorsichtig sein, je nachdem wie stark man auf die Pollen reagiert.

    Liebe Grüße, Sandra

    • Hallo Sandra,
      Honig aus der Region gibt es bei uns des Öfteren. Vielleicht hilft das bei Sönke zusätzlich.
      Hier ein paar Ideen wie man Geld sparen kann:

      • Saisonal einkaufen
      • Auf dem Wochenmarkt bei regionalen Erzeugern einkaufen
      • Direkt von lokalen Bauern kaufen
      • Sprossen (selber) ziehen
      • Möglichst die naturbelassenen Ausgangsprodukte statt schon vorverarbeitete Produkte verwenden (also z.B. getrocknete Bohnen statt Dosenbohnen oder Gemüsebrühe aus Gemüseresten selber herstellen)
      • Wildobst und -pflanzen in der Natur ernten (auf Mundraub findet ihr bestimmt ein paar Sammelmöglichkeiten in der Nähe)
      • Nicht alles muss unbedingt Bio sein. Auf https://www.ewg.org/foodnews/ findest du Listen, welche Obst- und Gemüsesorten von der Belastung her unbedingt Bio sein sollten und welche man auch ruhigen Gewissens konventionell kaufen sollte.
      • Brot selber backen
      • Größere Packungen kaufen, statt mehrerer kleiner. Bei manchen Bio-Läden kann man sogar ganze Kisten von Obst & Gemüse günstiger kaufen.
        Günstige Vollkornnudeln aus Vollkornmehl gibt es z.B. bei Aldi und Edeka
      • Die Drogerie dm hat recht günstige Nüsse & Co in Bio-Qualität
      • Fertigprodukte und Süßigkeiten meiden, die sind nicht nur ungesund sondern auch teuer
      • Saaten sind deutlich günstiger als Nüsse, lassen sich aber so ähnlich verwenden.

      Liebe Grüße

  18. Hallo,
    mit tiereiweißarmer Ernährung habe ich tolle Erfahrungen gemacht!
    Vor allem in „meiner Pollenallergiezeit“ bin ich dadurch von allen Symptomen befreit! Keine Allergietabletten, kein Augenjucken, kein lästiger Fließschnupfen!
    Selbst wenn Autos und Fenster gelb sind vor Pollen – mir geht es gut!

  19. hallo Ihr Lieben

    nachdem ich für eine Patientin mal wieder auf eurem Blog „spazieren“ war…
    auch mal meine Anmerkungen zu tierisch eiweiß“frei“:
    nachdem meine Tochter (2 J. jung) 1986 kurz vor einem allergischen Schock stand musste ich den Notarzt aufsuchen.
    Schon immer hatte ich den Verdacht und auch Brukers Kleinschriften schon gelesen, dass u.a. die Milch der „Übeltäter“ war..( bzw. tierisches Eiweiss)
    Doch zwei Jahre hat’s derKinderarzt verneint und erst beim Notarzt bin ich damals offene Türen
    eingelaufen. Danach habe ich konsequent umgestellt und in 2,5 jahren war ihr Immunsystem wieder so weit stabil, dass Sie alles essen konnte (Wobei wir dann naturlich bei der Vollwertkost geblieben sind)

    Da die restliche Familie sich in dieser Zeit jedoch genauso ernährt hat, verschwanden bei meinem Mann die Rückenprobleme (Morbus Scheuermann) und meine Erkältungen verflogen ebenfalls…

    Die saure Sahne hat meine Tochter damals nicht vertragen – hier waren die wenigen Prozente das Zünglein ander Waage.
    Aber da Schmand in Baden Württemberg ein gängiges Produkt war, konnten wir problemlos ausweichen.
    Mit „verdünnter“ Sahne – sprich Sahne mit Wasser auf Milchfettgehalt verdünnt – haben wir alles nachgekocht und gebacken wofür eigentlich Milch im Rezept stand 😉

    Auch wenn wir später ab und zu auf die Vollwertkost erweitert haben, galt bei Erkältungen/ Erkrankungen die Strategie sofort wieder tiereiweiss“frei“ – mit den Erfahrungen, die andere auch geschildert haben

    es lohnt sich also
    lg Elke

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