Tropisches Sommer Feeling – rohköstliche Mango-Maracuja-Torte

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Zu Melanies Geburtstag Ende Februar hatten wir großen Tortenhunger! Irgendetwas schön Farbenfrohes schwebte uns vor. Da es gerade schöne reife Mango bei uns im Bioladen gab, kam uns die Idee für eine fruchtige Mango-Torte.
rohköstliche Mango-Maracuja-Torte
Unsere Mango-Maracuja-Torte wurde inspiriert von einem Tortenrezept auf dem wunderschönen Blog Earthsprout. Das Rezept haben wir für eine kleine Springform angepasst und ein paar Zutaten ausgetauscht. Beispielsweise verwenden wir rohköstliches Kokosmus aus Kokosfruchtfleisch (von Dr. Goerg*) anstelle von Kokosmilch aus der Dose.

Obwohl die Torte aus drei Schichten besteht, ist alles ganz einfach gehalten: Der Tortenboden besteht lediglich aus rohen Kokosraspeln, Medjoul-Datteln und einer Prise Salz. Die Cremeschicht in der Mitte setzt sich zusammen aus eingeweichten Cashewnüssen, nativem Kokosöl, rohköstlichem Kokosmus, Vanilleschote und etwas Honig. Und die oberste Schicht ist besonders einfach: sie besteht nur aus püriertem Mangofruchtfleisch vermengt mit dem Inhalt einer Maracuja. Dekoriert haben wir die Torte mit in Ringe geschnittenen Kumquats.

Das beste an Rohkost-Torten ist, dass sie sich meist genial schnell zubereiten lassen. Diese macht da keine Ausnahme. Aber zuerst mussten wir unserer kleinen 9-Monate alten Tochter Melissa den Boden der Springform wieder mopsen. Denn ihr Lieblings”spielzeug” ist unsere Küchenausstattung und andere Alltagsgegenstände 😉 .

Für die Zubereitung der Mango-Torte hat Melanie nur ca. 20 Minuten gebraucht. Und das obwohl sich unser Töchterlein dauernd neugierig an Mamas Beinen hochgezogen hat und Melanie aufpassen musste, sich nicht ruckartig zu bewegen. Die meiste Arbeit hatte ja auch unser Thermomix 😉 .

Damit die Tortenschichten zusammen halten, kommt die Torte nach der Zubereitung in den Tiefkühler – wie bei unserer rohköstlichen Erdbeertorte. Bevor die Torte dann serviert wird, muss sie wieder auftauen. Dafür könnt ihr die Torte einfach für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Alternativ könnt ihr die Torte 3 bis 4 Stunden nach der Zubereitung direkt aus dem Tiefkühler servieren und genießen.
Mango-Maracuja-Torte
Nachteil der Torte ist, dass die hochwertigen Zutaten leider recht teuer sind. Da die Torte so gehaltvoll ist, isst man dafür automatisch weniger davon. Und außerdem hat Melanie ja auch nur einmal im Jahr Geburtstag 😉 .

Beim Familien-Geburtstags-Kaffeetrinken erinnerte der Tortengeschmack Melanies große Schwester übrigens ein wenig an das Eis “Solero”. Vorteil der Torte gegenüber Solero: Keine Stabilisatoren, Farbstoff, Emulgator, Säureregulator, künstliches Aroma oder Fabrikzuckerarten – dafür aber 100% Genuss 😉 .

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Rohköstliche Mango-Maracuja-Torte

für 1 kleine Springform (18 cm Durchmesser)

Tortenboden

100 g (rohköstliche) Kokosraspeln
70 g Medjoul Datteln, entsteint und in Ringe geschnitten
1 Prise Salz
etwas natives Kokosöl, zum Einfetten der Springform

Vanillecreme-Füllung

200 g (rohe) Cashewnüsse, mindestens 4 Stunden eingeweicht
40 g natives Kokosöl
60 g rohköstliches Kokosmus
mind. 1 Messerspitze gemahlene Vanilleschote
40 g Honig
50 ml Wasser

Mango-Maracuja-Coulis

1 reife Mango
1 reife Maracuja

Deko (optional)

ca. 4 kleine Kumquats, in Ringe geschnitten

  1. Die Cashewnüsse für mindestens 4 Stunden in kaltem Wasser einweichen.
  2. Die Datteln ggf. waschen, entsteinen und in kleine Ringe schneiden. Zusammen mit den Kokosraspeln und einer Prise Salz in einen geeigneten Hochleistungsmixer oder eine Küchenmaschine geben und zerkleinern. Ein paar Krümel zwischen die Finger nehmen und probieren, ob die Masse zusammenhält. Falls nicht, noch ein wenig mehr zerkleinern (lassen).
  3. Den Boden einer kleinen Springform mit Bio-Backpapier oder Frischhaltefolie auslegen und den Rand mit ein wenig Kokosöl einfetten. Die Kokos-Dattel-Masse auf dem Boden der Springform verteilen und gut festdrücken.
  4. Das Wasser der eingeweichten Cashewkerne abgießen, die Cashews abspülen und in den gereinigten Mixbecher bzw. Küchenmaschine geben. Kokosöl, Kokosmus, gemahlene Vanilleschote, Honig und Wasser hinzufügen und zu einer Creme pürieren – es sollten keine Stückchen mehr vorhanden sein. Die Creme auf dem Tortenboden gleichmäßig verteilen.
  5. Das Mangofruchtfleisch pürieren, anschließend das Fruchtfleisch der Maracuja hinzugeben und auf der Torte verteilen.
  6. Die Torte in den Tiefkühler geben und einfrieren. Nach 3 bis 4 Stunden kann diese verzehrt werden. Falls die Torte länger im Tiefkühler war, muss diese erst wieder auftauen (im Kühlschrank oder draußen), damit sie sich schneiden lässt.
  7. Optional: Vor dem Essen mit in Ringe geschnittenen Kumquats verzieren.
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27 Kommentare

  1. Die sieht ja toll aus! Wird bei nächster Gelegenheit ausprobiert. Vielen Dank für das Rezept.
    Welchen Durchmesser hat Eure Springform?

  2. Hmmmm lecker lecker lecker!

  3. Das hört sich ja köstlich an…
    Wo bekommt man denn Kokosnussmus her? Kann man das selber machen?
    Lieben Gruß
    Felicia

  4. Kompliment! Das ist eine gelungene Geburtstagstorte!

    • Danke 🙂 !
      Wir sind jetzt schon schwer am Überlegen, was unsere kleine Maus zum 1. Geburtstag für eine Torte bekommt 😉 .

  5. Hallo, wow die Torte sieht toll aus !
    Kann man die auch ohne Cashewnüsse machen bzw. diese mit einer anderen Nussart ersetzen ??
    Mein Sohn reagiert heftig allergisch auf Cashewnüsse, aber er liebt Mangos sehr !
    Liebe Grüsse

    • Hallo Marie,

      du könntest die Torte statt mit Cashewnüssen mit Macadamia Nüssen ausprobieren. Eventuell könnte es auch mit geschälten Hanfsamen funktionieren. Dann würden wir die Kokosmusmenge erhöhen und weniger Hanfsamen nehmen, da Hanf einen recht starken Eigengeschmack hat.

      Liebe Grüße

  6. Leider weiß ich nicht, wo ich meine Frage reinpacken könnte, da Ihr Ostern anscheinend ausfallen lasst… ;-))
    Also frage ich einfach hier:
    Ich habe ein Buch von Helma Danner „Biologisch kochen und backen (die neueste Ausgabe von 1984 – lol) und da ist ein Rezept drin für ein Osterlamm. Ich habe mir extra eine Lamm-Backform gekauft und das Rezept von Frau Danner genommen. Jedoch waren wohl die Osterlämmer früher etwas kleiner…
    Habt ihr ein Rezept mit den richtigen Mengenangaben für ein „modernes Osterlamm“?

    Das Rezept von Helma Danner ist super! Ich liebe ihre Bücher und ich muss echt sagen, sie hat mir das Kochen und Backen beigebracht. War das früher alles ein riesen Kraftackt für mich, flutscht es jetzt ganz leicht. Helma sei Dank!

    • Hallo Vanessa,

      da wir keine Osterlammform besitzen, können wir dir leider nicht so richtig weiterhelfen. Wäre natürlich eine Überlegung für nächstes Jahr, die unserer Tochter sicherlich gefallen würde 🙂 .

      Du könntest versuchen die Hälfte mehr von dem Teig zu machen und zu probieren, ob das genug ist für deine Osterlammform. Falls es zu viel Teig sein sollte, kannst du den Rest noch in irgendeine kleine Form füllen oder Kekse daraus machen.

      Liebe Grüße und schöne Ostertage!

  7. Hallo,

    ich würde dich gerne zu unserem neuen Blogevent mit dem Motto „meine Inspirationen“ einladen. Die Idee hinter diesem Event ist es, dass ihr einen Blog vorstellt, welcher euch inspiriert und euren Lesern erzählt, warum euch dieser Blog begeistert. Außerdem geht es darum, ein größeres Netzwerk untereinander zu kreieren und den Blog, welcher einen besonders inspiriert, mit ein paar netten Worten zu loben.
    Alle Infos zu dem Event findest du hier: http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/295

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch mitmachen würdest.

    Liebe Grüße
    Isabell

  8. Hallo!

    Vielleicht ist ja ein Lernturm was für eure Kleine um mit schauen zu können was ihr In der Küche so zaubert.

    Viele Grüße

    • Hallo Heinrich,
      vielen Dank für den Tipp! So ein Lernturm hört sich nach einer super Idee an! Jetzt wollen wir unbedingt einen für Melissa haben bzw. selbst bauen 🙂 .

      Liebe Grüße

      • Hallo,

        Wir haben uns auch einen gebaut und er hat sich absolut bewährt! Hatte den Tipp von dem Blog „Eltern vom Mars“.
        War überrascht, wie sehr Kinder es in jungen Jahren genießen, beim Kochen zuzuschauen und auch selbst mit Hand anzulegen 🙂
        Viel Erfolg beim Bauen und ein Lob für euren Blog!

        Liebe Grüße

  9. So, nun erfolgreich an Ostern getestet und für überaus lecker befunden. Im Sommer ist die Torte sicher richtig erfrischend. Im Moment mag ich sie eher nur kühlschrank-kalt (bin eine Frierkatze). Könnte man die Fruchtauflage mit Agar-Agar o.ä. andicken, bevor man sie auf die anderen Schichten gibt? Wenn ich die Torte nämlich im Kühlschrank habe, läuft die Fruchmasse herunter, weshalb ich sie dann wieder ganz schnell tiefgefroren habe und portionsweise wieder herausgenommen habe.
    Ich habe auch schon überlegt, die Fruchtmasse im Sommer in Eisformen zu geben und dann in den Tiefkühler; das gibt bestimmt leckeres Stieleis.

    Ganz herzlichen Dank nochmal für das Rezept. Ihr seid echt super!

    • Super Idee mit dem Eis! Das werden wir auch mal ausprobieren 🙂 !
      Die Fruchtschicht etwas anzudicken, wäre wirklich nicht verkehrt. Wir hatten überlegt Flohsamenschalen zu verwenden, da man dann die Fruchtmasse nicht erwärmen muss, wie das bei Agar-Agar der Fall wäre. Mit Chiasamen könnte es auch funktionieren (wie bei unserer Marmelade), wobei dann Stückchen drin wären.

      • Stöbere schon seit 1 1/2 Jahren auf eurem Blog und bin immer wieder begeistert von den tollen Rezepten und anschaulichen Beschreibungen. Nun also Schluss mit heimlich luschern und nachkochen, gebe mich zu erkennen und sage euch ein großes DANKE für alle gesunden Leckereien, die ich meiner fünfköpfigen Familie schon zaubern durfte. Da ich auch größer Fan von tohlöstlichen Torten bin an dieser Stelle ein kleiner Tip zum Andicken von fruchtigen Deckschichten: einfach etwas Guarkernmehl durch ein feines Sieb in den laufenden Mixer schütteln bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Habe so schon eine beerige Schicht von knapp 2cm hinbekommen. Traumhaft fruchtig.
        Liebe Grüße aus dem Rostocker Umland von einer ehemaligen Münsterländerin

    • Da ich die Torte auch nicht tieffrieren wollte und Sorge hatte, dass mir das Fruchtmus als erstes von der Torte tropft, habe ich mir auch Gedanken übers Andicken der Mangoschicht gemacht: Flohsamenschalen hatte ich nicht, Chiasamen wollte ich nicht also hab ich es mit Agar-Agar probiert. Um die Fruchmasse so wenig wie möglich zu erhitzen, habe ich dass Agar-Agar in ein wenig Wasser aufgelöst (< 50ml) und darin unter ständigem Rühren ein paar Minuten gekocht. Dann habe ich (ohne kochen!) das Fruchtmus eingerührt. Das ist zwar nicht original Rohkost, aber das sehe ich nicht so eng, da die Fruchtmasse nur teilweise und minimal erwärmt wurde. Die Deckschicht ist auf jeden Fall schön fest geworden, so dass die Torte auch außerhalb des Kühlschrankes noch eine gute Figur gemacht hat.
      Das war übrigens meine erste selbstgemachte Rohkosttorte und sowohl ich, als auch meine Gäste waren sehr zufrieden! (Hab gerade das letzte Stückchen verspeist… hmmm…lecker)

      • Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Freuen uns, dass die Torte dir und deinen Gästen so gut gemundet hat. 🙂

  10. Ich durfte genau diese Torte nach den Fotos essen und kann nur sagen: sie ist mindestens so lecker, wie sie aussieht!!

  11. Hallo Melanie,
    Hallo Sönke,

    eine fantastische Torte, super einfach zuzubereiten und wahnsinnig lecker! Vielen Dank!

    Liebe Grüße

    Michael

  12. Hallo Ihr beiden,

    vielen Dank für Euren Blog, in den ich sehr gerne hin und wieder reinschaue, um Neuigkeiten zu erhalten. Ich habe mich auch im Brukerhaus ausbilden lassen und damit eine fast stimmige Ernährungsform für mich gefunden. Euer Link zu Gisela Bayer begeistert mich nun für die Rohkost. Doch ich bin mit nicht sicher in Bezug zu den Zusatzstoffen die dort verwendet werden, ob dies noch im Sinne der Vollwertkost ist.
    Was ist Eure Meinung dazu? Und –
    Warum wird die Cashewcrem bei Gisela weiß und meine grau? Habt Ihr einen Tipp?
    Vielen Dank für eine Antwort im Vorraus und, macht weiter so!!

    Liebe Grüße von Kerstin Richter aus Thüringen

    • Hallo Kerstin,
      wir finden, dass man Rohkosttorten auch gut ohne Zusatzstoffe hinbekommen kann. Wir verwenden z. B. kein Sonnenblumen Lecithin, was gerne verwendet wird, damit sich das Kokosöl besser mit anderer Flüssigkeit verbindet. Bei uns werden die Torten auch ohne Lecithin schön cremig. Statt rohköstlichem Agavendicksaft und anderen wenig vollwertigen Süßungsmitteln greifen wir zu Honig, Trockenfrüchten und süßem Obst. Irish Moos halten wir nicht für problematisch, wenn man die ganze Alge verwendet. Was meinst du noch für Zusatzstoffe?

      Die Cashewcreme von Gisela ist heller, da sie nen ganzen Schwung Zitronen- bzw. Limettensaft enthält und die Cashews vorher eingeweicht wurden.

      Liebe Grüße

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