Unser kulinarisches Wochenende Anfang März 2016: Rohkost-Potluck, Osnabrücker Blogger-Brunch, Erzählcafé

| 8 Kommentare

Ups, schon wieder Freitag? Bevor die Woche vorbei ist, wollen wir euch unbedingt noch erzählen, wie wir das erste Wochenende im März kulinarisch verbracht haben. Das Wochenende war diesmal wirklich vollgepackt mit Highlights: Wir waren bei einem Rohkost-Potluck, beim 1. Osnabrücker Blogger-Brunch und haben auch noch die Zeit gefunden neue Rezepte auszuprobieren.
Kulinarisches Wochenende

Freitagabend, 4. März: Osnabrücker Rohkost-Potluck

Ausnahmsweise starten wir diesmal unser kulinarisches Wochenende schon am Freitagabend, denn da waren wir beim Osnabrücker Rohkost-Potluck. Seit letztem Jahr treffen sich ca. einmal im Monat Rohkostbegeisterte aus Osnabrück und Umgebung zum gemeinsamen Schlemmen und Austausch in Form eines Potlucks. Das Besondere bei einem Potluck ist, dass jeder Teilnehmende eine Speise beisteuert, aber vorher nicht abgestimmt wird, wer was mitbringt.

Auch diesmal ist wieder ein schön buntes Rohkost-Buffet zusammengekommen. Es gibt z. B. Falafel mit Zucchini-Hummus, fermentiertes Gemüse und Zucchini-Spaghetti mit “Käsesauce”. Wir haben Nachtisch mitgebracht: eine mousse-au-chocolate-ähnliche rohköstliche Schoko-Creme aus Bananen, Rohkost-Kakaopulver, nativem Kokosöl, Avocado und Datteln für die Süße. Das Rezept hatte Sönke kürzlich zufällig im Vollwert-Forum entdeckt.
Vom Rohkost Potluck Buffet
Neben unserer Schoko-Creme gibt es als Dessert eine köstliche Erdbeertorte (aus gefrorenen Erdbeeren). Es ist eindeutig zu sehen und zu schmecken, dass die ”Bäckerin” bei Gisela Bayers “Rohkost-Tortenwerkstatt” gelernt hat 🙂 . Die Torte ist (wieder einmal) genial lecker!
rohköstliche Erdbeertorte und Schokocreme
Unsere Tochter ist beim Potluck natürlich mit von der Partie. An diesem Abend ist von Vorteil, dass unsere Kleine eher spät ins Bett geht. So wird sie während des abendlichen Potlucks nicht quengelig. Nach einem kurzweiligen Abend mit netten Gesprächen machen wir uns gegen 22 Uhr auf den Rückweg.
beim Rohkost Potluck

Samstag, 5. März: Ein eher ruhiger „Bowls“-Tag

Am Samstagmorgen kommen wir nicht so richtig in die Gänge und essen erst gegen 11 Uhr unser derzeitiges Lieblingsfrühstück: eine grüne Smoothie Bowl mit Flocken. Töchterchen hilft erst in der Küche mit und vertreibt sich dann die Zeit, indem sie ihrem Spiegelbild im Löffel Grimassen schneidet.
DSC_31701
Mama und Tochter teilen sich eine Smoothie Bowl. Davor hat unsere Kleine schon zwei kleine Gläser grünen Smoothie pur getrunken. Beim Essen sitzt sie auf einem großen Stuhl. Seit ca. zwei Wochen verweigert sie ihren Hochstuhl und möchte lieber allein auf einem richtigen Stuhl sitzen, obwohl sie dabei kaum über den Tisch schauen kann 😉 .
Gemeinsames Frühstück: grüne Smoothie Bowl
Am Vormittag wird ein wenig unsere Geduld getestet, als sich Töchterchen ein Knäckebrot mit einer ungewöhnlichen Kombination aus Butter, Crème fraîche, Mandel- und Erdnussmus schmiert und verspeist. Dabei nascht sie zwischendurch aus den Gläsern. Danach sieht ihr Arbeitsplatz etwas wild aus.
DSC_32211
Zum Mittagessen bereiten wir eine bunt zusammengestellte “Lunch Bowl” aus Gemüseresten zu, die sich im Kühlschrank gefunden haben. Wir rösten gewürzten Fenchel und Blumenkohl im Ofen. Dazu kochen wir als schnelle Stärkebeilage noch Quinoa. Als Rohkost haben wir Möhre, Rettich und Avocado geschnitten. Damit das Ganze nicht zu trocken ist, mixen wir noch eine experimentelle Sauce aus Erdnussmus, Avocado, Wasser, Pfeffer und Salz.
Lunch Bowl mit Quinoa, gerösteten Gemüse
Als Snack zwischendurch lassen wir uns die restliche Schoko-Creme mit Bananenscheiben schmecken.
rohköstliche Schoko-Creme
Am späten Nachmittag gehen Sönke und Melissa gemeinsam einkaufen, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Davon haben wir leider ganz vergessen Bilder zu machen.

Zum Abendessen haben wir Besuch von Melanies Schwester. Gemeinsam mit Töchterchen unterstützt sie uns bei den Vorbereitungen fürs Abendessen. Wir backen unsere Lieblings-schnellen-Vollkornbrötchen, mixen als Aufstrich eine Kräuterbutter mit Tiefkühl-Kräutern zusammen und bereiten eine große Schüssel bunten Salat zu.
beim Brötchen backen fürs Abendessen

Sonntag, 6. März: Osnabrücker Blogger-Brunch & Erzählcafé

Sonntagmorgen essen wir zu Hause kein großes Frühstück. Wir snacken nur etwas Obst und Mandeln, da wir um 10 Uhr beim 1. Osnabrücker Brunch-Treffen eingeladen sind. Wir sind schon sehr gespannt darauf andere Blogger aus Osnabrück und Umgebung persönlich kennen zu lernen. Vorm Losgehen halten wir uns an eine wichtige Elternregel: “Niemals ohne Proviant das Haus verlassen” 😉 und packen Banane, klein geschnittenen Apfel, Mandeln und Brötchen von Samstagabend ein.
Proviant
Und wie gut, dass wir Proviant dabei haben. Denn schon im Bus packt Melissa der Hunger und sie mümmelt ein paar Apfelspalten.
DSC009931
Der Blogger-Brunch findet in der Osnabrücker Innenstadt im Cup&Cino statt. Dort tauschen wir uns mit Julika von 45 lebensfrohe Quadratmeter, Sabine von Gecko Footsteps, Thomas von Breitengrad66.de, sowie Julian vom Blog Augenfunkeln über jede Menge Themen rund ums Bloggen aus.
Osnabrücker Blogger-Brunch
Was einigermaßen Vollwertiges zum Essen zu finden, ist allerdings nicht ganz so einfach. Vom Frühstücksbuffet ist der Obstsalat mit frischem Obst zumindest eine gute Wahl. Super war die Lage des Cafés direkt am Wasser bzw. an der Hase, so konnte unsere Tochter beim Obstsalatessen fasziniert das Wasser und die Enten beobachten.
DSC010701
Nach dem Brunch trennen sich unsere Wege. Melanie geht zum Erzählcafé, Sönke und Melissa fahren nach Hause. Das Erzählcafé „Der Start ins Leben“ ist eine bundesweite Mitmach-Aktion zum Erfahrungsaustausch rund um das Thema Geburt. Interessierte konnten sich beim Erzählcafé in kleinen Gruppen am Tisch zusammensetzen und bei Kaffee, Tee & Kuchen über ihre Geburtserfahrungen berichten. Moderiert wurden die Gespräche jeweils von einer Hebamme. Für uns ist das Thema ja wieder ganz aktuell, da wir in wenigen Wochen unser Kleines erwarten. Leider ist die Beteiligung beim Erzählcafé nicht so hoch wie im letzten Jahr, trotzdem finden spannende Gespräche statt. Organisiert wurde die Aktion u.a. vom Mother Hood e.V., bei dem Melanie Mitglied ist. Der Mother Hood Verein ist eine Eltern-Initiative, die sich für bessere bzw. menschlichere Geburtsbedingungen einsetzt. Durch die aktuelle Situation mit Kreißsaalschließungen im großen Maßstab, Personalmangel in Kliniken und immer weniger freiberuflich arbeitenden Hebammen wird die Unterstützung von Schwangeren und frisch gebackenen Eltern leider immer schlechter…
Mother Hood Stand
Zu Hause stellt sich Sönke aus den Resten vom Samstag eine bunte Bowl als spätes Mittagessen zusammen. Ansonsten ist die Zeit gut ausgefüllt mit Ausruhen, Aufräumen und Kümmern um Melissa.
Sönkes Mittagessen
Zum Abendessen ist Melanie wieder zurück und wir probieren ein spannend klingendes Rezept aus unserem neuesten Kochbuchzugang „A Modern Way to Eat“ (Amazon-Link) aus: Rösti-Pie mit Pilzen und Pastinaken. Hierfür werden erst Pilze, Steckrübe, Möhren & Co. angebraten und dann mit geraspelten Pastinaken sowie Olivenöl belegt. Das Ganze wird anschließend im Ofen überbacken. Eine ungewöhnliche Kombination, die uns gut gefällt.
Rösti Pie mit Pastinake
Und schon ist das Wochenende wieder vorbei und eine turbulente Woche beginnt!

Print Friendly, PDF & Email

8 Kommentare

  1. Wie schön, dass ihr beim #OsnaBlogger Brunch dabei wart – ich muss zugeben, ich hab vorher gar nicht drüber nachgedacht, ob es dort was vollwertiges zu essen gibt… aber ihr habt ja noch was gefunden. : )
    Viele liebe Grüße und bis bald! Julika

    • Kein Problem! In Osnabrück ist das eh mit dem auswärts vollwertig Essen schwierig. Da müssten wir uns schon in Berlin treffen 😉 . (Dort waren wir im Februar und haben uns einmal durchgeschlemmt 🙂 .)

      Lieben Dank für die Organisation des Blogger-Treffens. Wir sind gerne wieder dabei 🙂 .

      Viele liebe Grüße

  2. Hallo ihr Beiden,

    Eure Posts sind klasse, ich finde es total bewunderswert, wie konsequent und leidenschaftlich ihr einen gesunden Lebensstil umsetzt. Motiviert bestimmt viele Leser, mich auf jeden Fall 😉 Schon seit einiger Zeit esse ich meistens vollwertig und seit kurzem hat es mir auch die rohe Küche total angetan, besonders rohköstliche süße Snacks. Die helfen mir super durch die stressige Klausurenphase an der Uni!
    Besagtes Kochbuch habe ich seit einiger Zeit auch in meinem Regal stehen und es ist zu einem meiner absoluten Lieblinge geworden(Das Knuspergemüse mit Tahin und die Selleriesuppe müsst ihr mal probieren, soo lecker 😉
    Ich habe heute das erste Mal in diesem Jahr Bärlauch gesammelt und überlege nun, was ich daraus alles machen könnte. Würde mich interessieren, wie ihr ihn verwendet?

    Lieben Gruß,
    Kati

  3. Hallo Melanie und Sönke,

    vielen Dank für Euren lebendigen Bericht!

    Und für die verlinkte „Schokocreme“ – diese haben wir gleich ausprobiert und sie hat uns allen sehr gut geschmeckt 🙂 Als Nichtveganer war Avocado in einer Süßspeise Neuland für uns, hat uns aber absolut überzeugt!

    Ich selbst habe die Vollwertkost durch meine Großmutter bereits in Kindertagen kennengelernt und das Buch „Biologisch Kochen und Backen“ von Helma Danner (das mir meine Großeltern zum ersten eigenen Hausstand anno 1986 geschenkt haben) hat meine Küchenentwicklung sehr geprägt.
    Inzwischen sind zwei unserer drei Kinder bereits erwachsen und es freut mich sehr, dass unsere Älteste selbst ebenfalls sehr vollwert- (und vegan-) experimentierfreudig ist.

    An Eurem Blog mag ich sehr, dass Ihr diese Gesunde Ernährungsweise zwar sehr konsequent umsetzt, aber nie mit „erhobenem Zeigefinger“ rüberkommt. Das ist die perfekte Mischung aus Klarheit und Toleranz!

    Herzliche Grüße,
    Ruth
    P.S. Bei Eurem Beitrag zu „Kindern in der Küche“ musste ich oft schmunzeln, da ich viele meiner eigenen Erfahrungen darin wiedergefunden habe. Sehr schön fand ich zum Thema Tragetuch in den 90er-Jahren das Buch „Körpergefühl“ von Regine Hilsberg, das neben den entwicklungspsychologischen Aspekten des Tragens auch den ganz praktischen Nutzen sehr lebendig beschreibt.

    • Hallo Ruth,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Wir finden es total spannend zu hören, wie die Vollwertkost vor ein paar Jahrzehnten gelebt wurde.

      Zum Thema Tragen hat uns das Buch “Ein Baby will getragen sein” von Evelin Kirkilionis gut gefallen.

      Liebe Grüße

  4. Hallo ihr Lieben,

    das ist wieder ein sehr schöner Bericht von eurem Wochenende! Ich lese sehr gern bei euch, auch wenn ich nicht oft zum Schreiben komme.
    Den Schokopudding werde ich morgen auch wieder mal machen, sehr gut dazu sind noch ein paar gehackte Mandeln obendrauf.

    In den 80gern gab es bei uns auch die ersten Anfänge der VWK, meine Mutter hatte damals die Bücher von Helma Danner und Barbara Rütting, auch das „Vitalstofffreiche VWK nach Bruler“ von Ilse Gutjahr. Es steht nun bei mir und ich koche noch viel aus den „alten“ Büchern.
    Damals war die VWK ja noch nicht so verbreitet, ganz zu schweigen von den fehlenden Möglichkeiten, sich im Internet auszutauschen, die wir heute haben.
    Es gab aber schon verschiedene Angebote der Familienbildungsstätten, meinen ersten VW-Kochkurs habe ich mit 12 oder 13 Jahren belegt und habe die Rezepte aufgehoben. Hat Spaß gemacht.
    Konsequent vollwertig bin ich allerdings wieder erst seit 4 Jahren, da war die Umstellung leicht; ich kannte ja vieles von früher.

    Wünsche euch schöne Ostertage!
    Liebe Grüße,
    Katja

    • Hallo Katja,
      vielen Dank für deine Einblicke in die Vergangenheit. Heute scheint die vitalstoffreiche Vollwertkost leider nicht mehr so hipp zu sein. Statt vitalstoffreich muss Essen heute scheinbar vegan, rohköstlich oder “clean” sein. Dabei haben die zugehörigen Ernährungsrichtungen viel gemeinsam und können sich unserer Ansicht nach gegenseitig bereichern. Je mehr wir über Ernährung lernen, desto mehr verstehen wir wie genial einfach und effektiv das Konzept der vitalstoffreichen Vollwertkost ist.

      Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.