Herbstlicher Vollkorn-Flammkuchen mit Kürbis und Quitte

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Letzte Woche haben wir über unsere Kürbisernte und unser Lieblingskürbisgericht Nudeln mit Kürbissauce berichtet. An unseren über 5 kg schweren, selbst geernteten Kürbissen essen wir immer mehrere Tage. Obwohl wir die Nudeln mit Kürbissauce sehr gerne mögen, braucht Melanie Abwechslung auf dem Teller. Sönke kann dagegen problemlos mehrere Tage das gleiche essen ;-). So haben wir viel mit Kürbis experimentiert und dabei ist unter anderem ein herbstlicher Flammkuchen mit Kürbis und Quitte entstanden, wobei wir auf mehrere Inspirationsquellen zurückgriffen:

Inspirationsquellen

Neben dem Sammeln von jeder Menge Esskastanien und Äpfeln haben wir uns dieses Jahr auch an die steinharten Quitten herangewagt, die wir auf dem Grundstück von Freunden entdeckt haben. Quitten haben eine wunderschöne gold-gelbe Farbe und die Schale ist von einem Flaum umgeben.
Kürbis-Quitten-Ernte

Zunächst waren wir ein wenig ratlos, was wir den Quitten anstellen sollen. Roh sind Quitten viel zu hart zum Essen. Außer Kompott, Chutney und Marmelade, die meist mit viel Fabrikzucker zubereitet werden, fiel uns zunächst keine vollwertige Verwendungsmöglichkeit ein. Dann sahen wir zufällig auf dem Cover der Zeitschrift vital, dass in der Ausgabe Quittenrezepte enthalten sind. Und tatsächlich entdeckten wir dort ein süßes Flammkuchenrezept mit Quitten, dass uns von der Idee sehr gefiel. In dem Rezept werden die Quitten in Butter und etwas Honig angedünstet, bevor sie auf einen Flammkuchen kommen.

Auf dem Slow Food Markt „Genuss im Nordwesten“ hatten wir letztes Jahr außerdem Flammkuchen mit Kürbis und Zwiebeln probiert und waren ganz begeistert davon.

Unsere Kombination

Als wir den Kürbis und die Quitten in unserer Küche sahen, kam uns die Idee, die beiden Flammkuchenansätze zu einem fruchtig herbstlichen Flammkuchen zu kombinieren.

Für den Flammkuchenteig aus Vollkornmehl und die tiereiweißfreie Creme griffen wir auf das Rezept von WHITEfood zurück, die das großartige vollwertige Café & Restaurant Seasons in Gelsenkirchen betreiben.

Quitten sind nicht besonders süß, haben aber einen außergewöhnlich fruchtigen Geschmack, der etwas nach Honig und Rosen schmeckt. Kein Wunder also, dass unser Flammkuchen-Experiment eine fruchtige Delikatesse wurde ;-).

Aus dem Teig lassen sich vier Flammkuchen formen. Wenn ihr vorher noch einen großen gemischten Salat esst, reicht das Rezept locker für vier Personen. Leider kühlt Flammkuchen ziemlich rasch ab. Dies haben wir insbesondere beim Foto-Shooting bemerkt ;-). Am besten ist es daher die Flammkuchen nacheinander zu backen und jeweils zu teilen.
Flammkuchen mit Kürbis, Quitte und Zwiebeln
Wir haben uns auch schon die Reste als Mittagessen für den nächsten Tag mitgenommen, da der Flammkuchen auch kalt gegessen werden kann. Aber am besten schmeckt er natürlich warm und frisch aus dem Ofen.

Wunderbar schmeckt es, den Flammkuchen zusätzlich noch mit Kürbiskernen zu bestreuen. Das haben wir allerdings irgendwie vergessen, als wir die Fotos geschossen haben ;-). Sönke träufelt sich nach dem Backen zusätzlich gern noch Kürbiskernöl über den Flammkuchen.

Herbstlicher Vollkorn-Flammkuchen mit Kürbis und Quitte

für 4 Flammkuchen

Teig

250 g Dinkel-Vollkornmehl, frisch gemahlen
50 ml lauwarmes Wasser, zum Auflösen der Hefe
1/4 Stück Hefe (ca. 10g)
100 – 125 ml lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 TL Obstessig (z. B. Apfelessig)
1 EL Olivenöl

Creme

200 g Schmand oder saure Sahne
1 TL Senf, ungezuckert
1 großzügige Prise Salz
Pfeffer

Belag

1 – 2 Quitten, je nach Größe, in dünne Spalten schneiden
etwas Butter, zum Anbraten der Quitten
2 TL Honig
ca. 400 g Hokkaido-Kürbis, in dünne Stücke geschnitten
2 mittlere Zwiebeln, in Ringe geschnitten

Optional

Kürbiskerne, zum Bestreuen
Kürbiskernöl

  1. Das Vollkornmehl in eine große Schüssel geben. In der Mitte des Mehls eine Mulde drücken. Die Hefe in ca. 50 ml lauwarmen Wasser auflösen und in die Mulde geben. Daraus mit einem Teil des Mehls einen Brei rühren. Diesen Brei mit etwas Mehl bestäuben und für ein paar Minuten bis zum Aufleben der Hefe ruhen lassen.
  2. Danach die restliche Teigzutaten zugeben (lieber erst etwas weniger Wasser und bei Bedarf noch etwas hinzugeben) und gut kneten, bis der Teig sich schön elastisch anfühlt und nicht mehr reißt. Wir verwenden zum Teigkneten unsere Küchenmaschine Thermomix, ansonsten ist das Teigkneten ein gutes Fitnesstraining ;-).
  3. Die Schüssel mit dem Teig in einen Plastikbeutel geben und diesen verschließen. Für mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. (Durch das Verschließen mit dem Plastikbeutel trocknet der Teig nicht aus.)
  4. In der Zwischenzeit die Quitten gründlich waschen und in feine Spalten schneiden. Falls die Spalten zu groß sind, diese noch einmal halbieren. Etwas Butter in eine Pfanne geben und die Quitten darin bissfest dünsten. Anschließend mit Honig beträufeln und die Quitten abkühlen lassen.
  5. Außerdem den Kürbis in dünne Stücke und die Zwiebeln in Ringe schneiden.
  6. Für die Creme Schmand oder saure Sahne in einer kleinen Schüssel geben und zusammen mit Senf, Salz und Pfeffer schön cremig rühren.
  7. Den Backofen auf 220° C vorheizen.
  8. Den Teig in vier Teile teilen und auf einer leicht bemehlten Oberfläche schön dünn ausrollen, ohne das der Teig reißt.
  9. Den ausgerollten Teig vorsichtig auf ein gefettetes Backblech geben. Die Creme gleichmäßig auf den Teigstücken verteilen und dann die Kürbisstücke, die Quittenspalten und die Zwiebelringe darauf geben. Optional noch mit Kürbiskernen bestreuen.
  10. Bei 220° C ca. 15-20 Minuten knusprig backen bis der Kürbis weich ist. Am besten frisch aus dem Ofen servieren. Wer möchte, kann sich noch etwas Kürbiskernöl über den gebackenen Flammkuchen träufeln.
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10 Kommentare

  1. Flammkuchen mit Quitten? nicht gerade alltäglich, werd ich mal probieren!

  2. Hab ihn heute letztens wiedermal gebacken und er war so lecker, in meine heutigen Post hab ich Eurer Rezept gleich mal geteilt. Natürlich mit Hinweis auf Eurer Blog.
    Liebe sonnige Grüße
    Eure Katrin

    • heute letztens, was für ein Wirrwarr. Ich meine natürlich neulich gebacken und heute verlinkt. Sorry für das Kudelmudel.

      • Hallo Katrin,

        vielen Dank für die Verlinkung. Freuen uns, dass euch der Flammkuchen so gut schmeckt. Spannend, mit was du deinen Flammkuchen belegst. Jetzt bekommen wir auch wieder Hunger auf Flammkuchen :-).

        Liebe Grüße

  3. Hallo ihr Beiden!
    Am Wochenende bekomme ich Besuch und wollte gerne das tolle Flammkuchenrezept austesten. Meint ihr, ich kann statt Dinkel auch Kamut verwenden?

    Lg Hanna

    • Hallo Hanna,
      wir würden lieber eine Mischung aus Dinkel und Kamut verwenden. Bei uns hat sich 50 % Dinkel und 50 % Kamut gut bewehrt. Wenn du nur Kamut nimmst, kann es leicht passieren, dass der Teig zu bröselig wird.

      Wünschen dir gutes Gelingen!

      Liebe Grüße

  4. Vielen Dank für Eure Rückmeldung. Der Flammkuchen ist sehr gut angekommen! Ich habe ihn aus 100 % Kamut gemacht, werde es das nächste mal aber tatsächlich halb Dinkel, halb Kamut machen, da der Teig zwar nicht bröckelig aber schön „gröber“ war – geschmeckt hat es trotzdem.

    Danke für Euren Tipp 🙂
    Liebe Grüße!

  5. Hallo,
    ich habe heute spontan diesen Flammkuchen gemacht. Und er war wirklich richtig gut. Das war geschmacklich der beste Flammkuchen, den ich bisher gegessen habe. Ich danke euch hiermit für eure tollen Rezepte!!
    Alles Gute!

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