Variationsreiche fruchtige Beerentarte aus “Gesund backen”

| 10 Kommentare

Im letzten Blogartikel haben wir euch das Rezept für eine wunderbare fruchtige Beerentarte versprochen, die es zum 3. Geburtstag unserer Tochter gab. Heute verraten wir euch endlich das Rezept. 🙂
Vollwertige Beerentarte Die Tarte war zur Geburtstagsfeier der Favorit bei den erwachsenen Gästen. (Die Kleinen haben sich auf Waffeln und selbst gebackene Biskuitlollis gestürzt.) Wir wurden nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach nach dem Rezept gefragt.

Entdeckt haben wir das Tarterezept im wundervollen Buch „Gesund backen“* von Veronika Pachala. Veronika schreibt den lesenswerten Blog “Carrots for Claire”. In einem Gastartikel vor gut einem Jahr hatte Veronika hier auf dem Blog ein fruchtiges Paprika-Mango-Salatdressing aus ihrem ersten Buch „Gesund kochen ist Liebe“* vorgestellt. „Gesund backen“* ist bereits ihr zweites Buch, aus dem wir schon viele tolle Anregungen mitgenommen haben. Unsere Tochter liebt es ebenfalls in dem Buch zu schmökern und uns dann zu erklären, was sie alles gerne nachbacken möchte.
Stöbern in "Gesund backen"
In „Gesund backen“* werden viele naturbelassene Zutaten verwendet, jedoch ist es kein Vollwert-Backbuch. Das Rezept für die Tarte brauchten wir trotzdem nur ein wenig abzuwandeln, um es zu “vollwertisieren”. Beispielsweise haben wir den Ahornsirup aus dem Rezept gegen Honig ausgetauscht.

Der Teig der Tarte besteht aus Hafer- und Dinkelvollkornmehl. Beide Mehle mahlen wir natürlich frisch in unserer Getreidemühle. Hinzu kommt ein großer Schwung gemahlene Mandeln und anstelle von Butter wird Kokosöl verwendet.

Eigentlich ist die Tarte für eine Tarteform mit 23 cm Durchmesser vorgesehen. Da wir eine solche Tarteform nicht besitzen, haben wir die Tarte kurzerhand in einer 26 cm Springform gebacken. Dadurch wurde der Boden bei unserer Tarte recht dünn. Das hat uns so gut gefallen, dass wir auch beim nächsten Nachbacken die Teigmenge nicht erhöht haben. Es braucht nur ein bisschen Geduld den Teig in der Form zu verteilen.
Kindergeburtstag Kuchenbuffet
Gefüllt wird die Tarte mit einer bunten Beerenmischung. Am besten schmeckt uns ein großer Schwung Blaubeeren ergänzt um ein paar Himbeeren und Brombeeren. Aber auch andere Beeren eignen sich natürlich. Zum Geburtstag haben wir die Tarte mit gefrorenen Himbeeren und Blaubeeren gebacken. Momentan wachsen so viele Blaubeeren in unserem Garten, dass wir die Tarte bereits mit frisch gepflückten Beeren gebacken haben.
Blaubeerernte
Eine Besonderheit bei diesem Tarterezept ist, dass ein Teil des Tarteteigs als Plätzchen ausgestochen wird und die Tarte damit belegt wird. Unsere Tochter liebt Sterne, also verzieren wird die Tarte zur Zeit mit großen und kleinen Sternen. Allerdings müssen wir aufpassen, dass Töchterchen die Sterne nicht schon vorher weg futtert oder vom fertig gebackenen Kuchen nascht. 😉

Übrigens lässt sich die Tarte prima vorbereiten. Denn wir finden, dass die Tarte sogar noch ein wenig besser schmeckt, wenn sie einen Tag durchgezogen ist.

Nun sind wir gespannt, wie euch die Tarte mundet?

Ein kleiner Tipp am Rande, falls ihr noch mehr vollwertige süße Schlemmereien kennen lernen wollt: Am 22. Oktober findet unser nächster Süßspeisen-Workshop statt. Hier werden wir eine bunte Vielfalt an Desserts, Muffins, Eis, rohköstlichen Kuchen & Co. zubereiten. Mitmachen lohnt sich! 🙂

Variationsreiche Beerentarte

Für 1 Tarte (Springform ⌀ 26 cm)

Füllung
400 g (gemischte) frische oder tiefgekühlte Beeren (z. B. Blaubeeren, Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren)
30 g weiche Datteln
1 EL flüssiger Honig
abgeriebene Schale von ½ Bio-Zitrone
2 Msp. gemahlene Vanilleschote
2 TL Flohsamenschalen (optional)

Boden
80 g Hafervollkornmehl (am besten frisch gemahlen)
40 g Dinkelvollkornmehl (am besten frisch gemahlen)
110 g gemahlene Mandeln
1 Prise Meersalz
2 Msp. gemahlener Zimt
60 g Honig
40 g natives Kokosöl
etwas Kokosöl zum Einfetten der Backform

zum Servieren
Honig-Sahne (optional)

  1. Für die Füllung die Beeren waschen. Tiefgekühlte Beeren in einer Schüssel auftauen lassen. Die Datteln entsteinen und in feine Stücke schneiden.
  2. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit etwas Kokosöl einfetten. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Für den Boden alle Zutaten mit einer Gabel verrühren. 1 EL kaltes Wasser hinzufügen und mit den Händen weiter kneten. Sollte der Teig zu bröselig sein, einen weiteren EL Wasser hinzufügen.
  4. Ungefähr ⅕ des Teigs zum Verzieren der Tarte beiseitelegen. Den restlichen Teig auf dem Boden der Springform verteilen und einen kleinen Rand formen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen (damit dieser sich beim Backen nicht wölbt) und für 7 Minuten backen. Den restlichen Teig kurz im Tiefkühler kalt stellen, damit sich dieser ausrollen lässt.
  5. Für die Füllung Beeren, gehackte Datteln, Honig, Zitronenschale, Vanille mit den Flohsamenschalen vermengen und auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen.
  6. Den restlichen Teig mit Plätzchenformen (z. B. Sterne) ausstechen und auf die Füllung legen.
  7. Die Tarte im heißen Ofen auf mittlerer Schiene ca. 20 – 25 Minuten backen. Die Beerentarte aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Durchgezogen am nächsten Tag finden wir die Tarte am besten. Nach Belieben mit geschlagener Honig-Sahne servieren.
Print Friendly, PDF & Email

10 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden,
    gerade heute gab es diese Tarte auf unserem Kindergeburtstag bei unserer Dreijährigen. Inspiriert durch euch, habe ich es gewagt, viel vollwertiges und rohköstliches Süßes auf die Kaffeetafel zu bringen.
    Wir lieben diese Aromenvielfalt der natürlichen Zutaten, unsere Kinder sind mittlerweile so umgewöhnt, dass andere Kuchen nicht mehr schmecken. “Langweilig und zu süß“ empfindet unsere 5jährige es woanders und sie liebt rohköstliche Kuchen, u.a. von eurem Blog.
    Mit Süßem im Alltag bei anderen ist es oft schwierig, so dass wir zwischendurch auch mal Gummibärchen und Eis zulassen. Allerdings versteht unsere 5jährige bereits, warum wir es nicht so gerne haben, Aroma, Zucker,…
    Unsere dreijährige Tochter ist mit einem außergewöhnlichem Geschmack gesegnet, statt zum Kuchen greift sie in den Obstteller.
    Leider muss ich eingestehen, dass es schwierig war, es den nicht vollwertig essenden Gästen schmackhaft zu machen.
    Gibt es auch etwas mit normalem Mehl oder lieber nicht, unsere Tochter mag kein Vollkornmehl, habt ihr auch normale Kuchen, das sieht zu gesund aus, u.ä. Kommentare kommen gerne. Es wird nicht einmal probiert, da hatte ich befürchtet.
    Nun genießen wir morgen noch mehr davon.
    Wie geht ihr damit um? Kennt ihr solche Situationen?

    Macht weiter so,
    Judith

    • Hey Judith,
      ich weiß nicht, ob du den Tipp schon hast….probiere doch mal frisch gemahlenen Kamut, damit bleibt der Teig weißer und sieht „normaler“ aus ;))
      Viele Grüße
      Ella

  2. Pingback: Workshop Wochenende – „Zuckerfreie Süßspeisen“ …schmeckt das wirklich? Das Juliprojekt! – FoodForscher

  3. Hallo Melanie und Sönke,
    endlich habe ich mal die Zeit und die Möglichkeit gefunden euch einen Kommentar zum Blog und zum Workshop zu schreiben.
    Ende Juni war ich ja bei euch beim Workshop “ Verfüherische Süßspeisen“ und wir haben wirklich tolle Rezepte gebacken gänzlich ohne Zucker. Ich war ehrlich gesagt zuerst skeptisch, ob das auch wirklich schmeckt, da ich schon einige zuckerfreie Kuchenvarianten probiert habe, die einfach nur fade und langweilig geschmeckt haben. Aber eure Rezepte sind wirklich mega lecker, besonders diese Beerentarte war beim Workshop mein heißer Favorit. Und die rohköstlichen Sterne schmecke ich auch noch auf der Zunge. Ich versuche fleißig mehr und mehr auf Zucker zu verzichten. Dank eurer Anregungen und Tipps fällt es wesentlich leichter. Den Workshop kann ich nur empfehlen, den Blog sowieso. Ein letzten Dank an eure Gastfreundschaft und wir sehen uns bestimmt bei einem weiteren Workshop wieder.
    Viele Grüße Meike

  4. Ein ganz tolles Rezept wird in jeden Fall nach gebacken nur mit einer Honig Alternative auch wenn ich weiß, wie gesund er ist!
    Ich liebe eure Blogbeiträge, ach wie gerne würde ich mal ein paar Tage mit euch verbringen!
    Danke für alle!!!
    Viele Grüße an euch 4 sindet
    Jesse Gabriel aus Berlin

  5. Vielen Dank für das Rezept!!! Lange drauf gewartet :-). Hab es heute gleich gebacken…und da tauchte (bis auf das im Tiefkühler vergessene Fünftel Teig) ein Problem auf: wie mischt Ihr denn das Obst mit der übrigen Füllung, ohne das ersteres total vermatscht? Die Dattelstückchen klebten soooo sehr aneinander. Drum habe ich jetzt an einigen Beeren Klümpchen, die anderen haben nichts abbekommen. Wenn das nächstes Mal wieder so ist, streich ich die Paste auf den Boden und verteile die Beeren danach darauf. Oder ist das nicht so gut…aus irgendeinem Grund, der sich mir nicht erschließt?

    Danke jedenfalls für das Rezept, da bleibe ich dran. Probiert wird erst später ;-).

    LG, Esther

    • Also, ich hab mir selbst etwas geholfen. Letztes Mal hatte ich erst die Zutaten bis auf die Beeren vermengt, diesmal gleich alles in einen Topf getan. Die Medjool-Datteln habe ich zudem einige Zeit im Kühlschrank gelagert, damit sie nicht so kleben. Und auf diese Weise geht es ganz gut.
      Schmecken tut’s jedenfalls :-). Vielleicht probiere ich es auch mal mit Zwetschgen.

      • Mit Kommentarbeantwortung und neuen Blogartikeln hängen wir leider gerade sehr hinter her… Wir konzententrieren uns momentan auf unserer Kochbuch, damit es dieses Jahr noch fertig wird. 🙂 Ich habe die Masse bislang mit einer Gabel bearbeitet, so konnte ich alles gut verteilen. Berichte gern, ob es mit Zwetschgen geklappt habt.

  6. Oh toll!! Danke Euch! Darauf habe ich gewartet, werde ich bald nachbacken.
    Interessant, dass Ihr die Stärke bei der Füllung durch Flohsamenschalen ersetzt (werde ich ausprobieren – mir scheint, dass da ein Bindemittel gut ist, damit es nicht durchsuppt) und im Teig ganz weglasst.
    Ich bin gespannt auf den Test. 🙂

  7. Hallo Melanie und Sönke, ein tolles Rezept (ich liebe Beeren) und lieben Dank, dass ihr die Abwandlung mit uns teilt. Ich muss an dieser Stelle, mal ein großes Lob aussprechen. Euer Blog ist mir schon sehr lange eine tolle Inspiration und wirklich der Einzige, neben dem von Veronika von Carrots for Claire, den ich wirklich regelmäßig lese und immer mit Spannung die neuen Artikel erwarte. Meine Ernährungsweise geht doch auch stark in Richtung vollwertig, wenn auch nicht gänzlich. Eine Getreidemühle wird meine nächste große Anschaffung (freu). Und da es, wie ich finde nicht allzu viele Informationen über dieses Thema gibt, hab ich mich nach langen Überlegungen auch getraut und einen eigenen Blog erstellt. Wenn ihr Lust habt schaut doch mal vorbei. Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.