Scharfer arabischer Kartoffelsalat

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Den arabischen Kartoffelsalat hatte Melanie im Kochbuch „Orient: Küche und Kultur“(Amazon-Link) entdeckt, das uns schon zu vielen außergewöhnlichen Rezepten inspiriert hat. Die Begeisterung von Sönke diesen Kartoffelsalat auszuprobieren, war aber zunächst sehr gering, da der Salat fast nur aus Kartoffeln besteht. (Ansonsten sind nur Zwiebeln und Gewürze enthalten.) Sönke konnte sich einfach nicht vorstellen, dass diese Mischung schmecken kann. Aber Melanie blieb hartnäckig und konnte Sönke schließlich überzeugen. Zum Glück, denn der Salat ist jetzt unser Lieblings-Kartoffelsalat. Der Salat schmeckt herrlich aromatisch und ist etwas schärfer als Kartoffelsalate normalerweise sind.

Scharfer arabischer Kartoffelsalat

Der arabische Kartoffelsalat ist glutenfrei und vegan (damit natürlich auch vegetarisch & tiereiweißfrei). Der Salat ist eine leckere Alternative zum Standard-Kartoffelsalat mit Mayo und perfekt geeignet zum Grillen, da er sich ohne Milchprodukte auch bei heißem Wetter gut hält. Zudem kann der arabische Kartoffelsalat ruhig im Voraus zubereitet werden. Denn er schmeckt am besten, wenn er eine Weile durchgezogen ist.

Zubereitung & Gewürze

Die Zubereitung ist ein wenig ungewöhnlich: Erst werden Pellkartoffeln gekocht. Dann werden Zwiebeln mit verschiedenen Gewürzen angebraten und anschließend die Kartoffeln dazugegeben.

Als Gewürze werden gemahlene Koriandersamen, Kurkuma und Pul Biber verwendet. Pul Biber ist eine Mischung aus scharfem Paprikapulver und getrockneten & geschroteten Chilischoten. Wir haben Pul Biber bei einem Gewürzstand auf dem Osnabrücker Wochenmarkt entdeckt. Das Gewürz soll angeblich auch in jedem türkischen Lebensmittelgeschäft erhältlich sein. Falls ihr kein Pul Biber findet, könnt ihr auch einfach scharfes Paprikapulver mit etwas getrockneter Chili mischen.

Achtung: Kurkuma

Außerdem wird Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, verwendet. Dieser Name passt voll und ganz, denn Kurkuma färbt wirklich alles gelb – egal ob Brettchen, Messer oder Finger. Leider lassen sich solche Kurkuma-Verfärbungen schwer wieder entfernen. Daher solltet ihr am besten eine Keramik- oder Glasschüssel verwenden, wenn ihr den Salat zubereitet. Diese lassen sich gut wieder reinigen. Von Plastikschüssel können wir nur abraten, denn Plastik verfärbt sich durch das Kurkuma leicht dauerhaft – wir sprechen aus Erfahrung: Seit unserer ersten Zubereitung haben wir eine verfärbte Tupperschüssel, die wir seitdem für diesen Salat verwenden ;-).

Scharfer arabischer Kartoffelsalat

800 g festkochende Kartoffeln
4 EL Olivenöl
1 Zwiebel, in feine Streifen geschnitten
1/2 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlene Kurkuma
ca. 1/2 – 1 TL Pul Biber
ca. 1 TL Salz
Pfeffer
Optional: Saft von 1 Limette

  1. Pellkartoffeln zubereiten: Dazu Kartoffeln gründlich waschen. Die Kartoffeln in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken. Das Wasser zum Kochen bringen und kleinstellen. Die Pellkartoffeln ca. 20 Minuten mit geschlossenen Deckel weich garen.
  2. Die Kartoffeln pellen und in grobe Stücke schneiden.
  3. In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebelstreifen, Koriander, Kurkuma und Pul Biber (lieber erstmal nur einen 1/2 TL nehmen, wenn der Salat nicht zu scharf werden soll) hinzugeben und kurz anbraten. Die Hitze reduzieren, die Kartoffeln dazugeben und für ein paar Minuten mitbraten.
  4. Die Kartoffeln abkühlen lassen.
  5. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Wer mag, kann noch Limettensaft nach Geschmack unterrühren.

15 Kommentare

  1. Ich wurde auch gleich bei der ersten Verwendung von frischem Kurkuma gelehrt, mir zukünftig Handschuhe anzuziehen. Noch nach Tagen hätte man mich für eine Kettenraucherin halten können 😉

  2. Tempi pasati…..

    Leckerer Salat, probiere ich aus.

    Feiner Tip zu Kurkuma: Vergraute Unterwäsche wird wieder hübsch – gelb – !!!!
    2 Tl. Kurkuma, heißes Wasser und 1 Std. einweichen, ab und zu durch-
    knautschen, natürlich mit Handschuhen. Und gut spülen! Danach mit dunkler
    Wäsche waschen. Färbt nicht mehr aus.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!!

    • Wünschen dir guten Appetit!

      In Indien sollen Frauen sogar Kurkuma verwenden, um ihre dunkle Haut aufzuhellen. Hellhäutige Europäer sollten das allerdings nicht versuchen. Die bekommen eher unschöne gelbliche Haut ;-). Von unserer Unterwäsche halten wir Kurkuma deshalb besser auch fern ;-). Aber ins Essen geben wir Kurkuma auf Grund seiner vielfältigen gesundheitlichen Wirkung sehr gerne.

  3. Hallo zusammen,

    mensch, das macht ja Freude einen vollwertig-vegannen Blog entdeckt zu haben!
    Ich komme noch aus der Anfangs-Vollwert-Zeit, gehe seit einiger Zeit immer mehr ins Vegane – und: finde immer mehr neue Freunde. Von wegen im älterwerden vereinsamt man!
    Zum Kurkuma: ich bekomm den hier in Koblenz auch frisch und habe mir daraufhin dann tatsächlich rote Geschirrtücher gekauft. Das entspannt Vieles!
    Er sollte immer mit etwas Olivenöl (Fett) und schwarzem Pfeffer – ganz wichtig – gegessen werden. Dann hat er als Radikalenfänger die 1000fache Wirkung!
    Aus: Krebszellen mögen keine Himbeeren.
    Ganz liebe Grüße.

    • Hallo Liza,

      herzlich willkommen auf unseren Blog :-). Uns geht es genauso wie dir, wir tendieren auch immer mehr zum Veganen, wobei wir uns momentan noch nicht 100 % vegan ernähren. Honig und Butter sind einfach zu praktisch im Alltag. Es macht uns noch echte Schwierigkeiten darauf zu verzichten und einen adäquaten vollwertigen Ersatz zu finden.

      Das mit den roten Geschirrtüchern ist eine super Idee. Wir haben schon ein paar verfärbte weiße Geschirrhandtücher, was natürlich nicht so gut aussieht ;-).

      Liebe Grüße

    • Hallo Liza, wo bekommt man denn in Koblenz frischen Kurkuma? Ich bin noch nicht fündig geworden. Danke schon mal vorab.
      LG Uschi

  4. Wirklich lecker!

    Ich hab den Salat gestern erstmalig ausprobiert und Pul Biber durch scharfes Paprikapulver ersetzt.
    Absolut aromatisch und wirklich sehr lecker.
    Das Abkühlen konnte ich bei den Düften leider nicht mehr abwarten 🙂

  5. Hallo Melanie, hallo Sönke,

    jetzt beobachte ich euren Blog schon so lange, habe es aber nie wirklich geschafft mal etwas auszuprobieren. Dieser Salat war nun mein erster Versuch. Ich habe den Salat dann eher als Bratkartoffeln gemacht, kräftig angebraten und warm gegessen.

    Es hat mir und meinem Freund sehr gut geschmeckt. Als nächstes versuche ich mich mal an einem Kuchen.

    Weiter so, es macht tierisch Spaß euren Blog zu lesen!

    Liebe Grüße aus Gießen

    Ines

    • Hallo Ines,
      wir haben uns sehr über deinen Kommentar gefreut 🙂 ! Du hast als studentische Mitarbeiterin mal im virtUOS gearbeitet, oder?

      Super, dass der Kartoffelsalat euch so gut geschmeckt hat. Wünschen dir viel Erfolg beim weiteren Ausprobieren unserer Rezepte!

      Liebe Grüße nach Gießen

  6. Hallo ihr beiden,
    vor kurzem habe ich diesen tollen Kartoffelsalat ausprobiert und bin begeistert! Den wird es bei mir in Zukunft öfter geben!
    Für den Tipp, keine Plastikschüssel zu verwenden, bin ich euch sehr dankbar, denn ich habe mir den Kartoffelsalat als Mittagspause mit in die Arbeit genommen und hätte mir sonst auch eine meiner Plastikboxen „versaut“. Aber so war ich vorgewarnt und meine Edelstahlschüssel ist problemlos sauber geworden. 😉
    Liebe Grüße!

  7. Ein herzliches Hallo,
    wenn sich bei mir Plastikschüsseln oder Teile verfärben, z.B. von Tomatenmark oder Karotten, dann lege ich die Teile einfach in die Sonne und die holt die Verfärbungen komplett raus:-).
    Bei Kurkuma hab ich es noch nicht probiert aber wahrscheinlich funktioniert es auch da.
    Liebe Grüße

    • Vielen Dank für die spannende Idee! Das Bleichen mit Sonnenlicht kennen wir bislang nur bei weißer Bettwäsche. Bei anderen Dingen sollte es dann natürlich auch funktionieren. Das probieren wir bei Bedarf mal aus.

      Liebe Grüße

  8. Hallo Ihr beiden,
    vielen Dank für das tolle Rezept… so lecker!
    Ich habe dazu Falafel gemacht und einen leckeren Salat. Köstlich!
    Herzliche Grüße von Tanja

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